Am Anfang war das Wort

Dasselbe Wesenhafte erscheint nur verschieden, meinst Du das? Dann haben wir aber, wie sie im Buddhismus auch sagen, eine zweifache Sicht: 1. Die Erscheinung des Wesenhaften in den Formen und gleichzeitig 2. das Fehlen von jeder Wesenhaftigkeit jenseits seiner Erscheinungen. Das bedeutet aber doch nichts anderes, als das es so etwas wie Wesenhaftes gar nicht wirklich gibt, sondern nur als vorübergehende Erscheinung. Es lässt sich jenseits seiner Erscheinungen nicht dingfest machen.
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Und nie mehr wieder Antwort findet, auf diesem Weg der Antwortfindung
InnerHalb der Dualität.)

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Dasselbe Wesenhafte erscheint nur verschieden, meinst Du das? Dann haben wir aber, wie sie im Buddhismus auch sagen, eine zweifache Sicht: 1. Die Erscheinung des Wesenhaften in den Formen(sog. "konventionelle Wahrheit") und gleichzeitig 2. das Fehlen von jeder Wesenhaftigkeit jenseits seiner Erscheinungen (sog. "endgültige Wahrheit"). Das bedeutet aber doch nichts anderes, als das es so etwas wie Wesenhaftes gar nicht wirklich gibt, sondern nur als vorübergehende Erscheinung. Es lässt sich etwas Wesenhaftes jenseits seiner Erscheinungen nicht dingfest machen.

Das ist vermutlich ein durchaus begründeter Sichtwinkel. Eine Ortsperspektive. Wenn Du woanders hingehst und von dorther siehst, kann's schon ganz anders aussehen. Ich habe im Moment keine bessere Antwort darauf.
 
setze mal für Wort Logos ein
Am Anfang war der Logos.

Logos ... Gott ... göttliches Sein, das das sich schöpferisch in die Materie ergießt
 
ich schrieb am anderen Ort am 19.04.:

logos ist eigentlich "Wort, Idee", wird dann erst später erweitert auf "Lehre".
Das Wort von Gott ist selbst Gott.
Auf der einen Seite also tautologisch, auf der anderen Seite wirklich ein innerer Widerspruch.
Wie kann das Wort selbst Gott sein?
Ich nähere mich dem nun vorsichtig an mit einem Zen-Ansatz, betrachte also Gott und das Wort, den Logos, als zwei Seiten, die logisch (von logos) zusammenhängen, aber nicht ineinander auflösbar sind.
Ein unlösbarer Widerspruch also.
Nur durch das Erleben wird es erfahrbar, weshalb Gott und Logos identisch sind, seien können.

Nunja, vielleicht ist das Wort, also der Logos, sogar vor Gott da?
die Idee ist da, und daraus entsteht Gott.
Johannes schreibt schließlich: "Im Anfang war das Wort, ..."
Also nicht Gott, sondern das Wort stand am Anfang.
Besonders mutig finde ich das "war".
Beinhaltet es doch eine Art Zeitlichkeit.
Andererseits auch wieder keine definierte "Punkt A"-Start-Zeit.
Der Ur-Anfang verbirgt sich in diesem Wort "im".
Irgendwo IM Anfang drinne, da ist das Wort.
Wie so ein Zellkern, in dem irgendwo drinne die Ideen sind, die Gene, aus denen abgelesen wird.
Wenn Gott wie so ein Zellkern ist, dann ist er in jeder Zelle.
Und in diesem Zellkern sind die Informationen, die Gene, die Ideen, die Worte Gottes.
Johannes beginnt so: "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe geschaffen, und ohne dasselbe ist nichts geschaffen, was geschaffen ist."

Übersetzt auf dieses kleine Beispiel ist es dann:

Im Anfang waren die Gene, und die Gene waren im Zellkern, und der Zellkern besteht aus Genen. Diese Gene bilden im Anfang bei dem Zellkern. Das ganze Lebewesen ist durch diese Gene erzeugt, und ohne diese Gene entsteht nichts, was entsteht.

Ja, wie unten, so oben.
Im Kleinsten und im Größten.

Lebendige Zellen fangen ja auch nicht irgendwo bei Punkt X an.
Sie entstehen aus anderen Zellen, Eizelle und Samenzelle. Das ist der Anfang, wenn die Gene sich vereinen und den Zellkern bilden.
Dann sind die wirklich vor dem eigentlichen Zellkern da.
 
im anfang war das wort ,...denn in der ewigkeit kann es keinen anfang geben ...die schöpfung dauert ja auch nicht ...sie erschafft sich permanent aus dem jetzt...
 
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