Ärzte wollen Heilpraktiker entmachten

  • Ersteller Ersteller Luckysun
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Ich "Ich hab mit dem Rauchen aufgehört, von heute auf morgen, so nach rund 25 Jahren - 2 Schachterln täglich..., einfach so... ohne Nikotinersatz, ohne Hypnose ohne alles.. naja, nicht ganz .. schon mit was: mit dem Willen..."

Die Menge: "Das ist wissenschaftlich nicht belegt und somit nach aktuellen Erkenntnissen unmöglich, kann nur ein Placeboeffekt sein. Hast du wirklich geraucht? Vielleicht hast du dir es nur eingebildet?"
 
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Wissenschaft ist, wie der Name schon sagt, organisiertes Wissen. Und dieses Wissen soll! möglichst überprüfbar sein...sag es Psychologen, Theologen, Pflegewissenschaftlern, Medizinern (Ursachen!), Sprachwissenschaftlern, Geschichtlern, Politologen, u.s.w. u.s.f.
Nein, dieses Wissen muss zumindest theoretisch überprüfbar sein, wenn es denn wissenschaftlich sein soll. Überprüfbar bedeutet, dass etwas widerlegbar ist.
Beispiel: Religion als persönliche Glaubensvorstellung hat erstmal nichts mit Wissenschaft zu tun.
Ein Theologe kann sich aber durchaus wissenschaftlich mit diesem Thema auseinandersetzen. Er kann zum Beispiel anhand schriftlicher historischer Quellen und archäologischer Funde Theorien zur Existenz der Person Jesus Christus erstellen. Dann formuliert er seine These: "Die religiöse Figur Jesus Christus basiert auf einer historischen Person X, in Nazareth um 0 AD geboren." Diese These ist grundsätzlich widerlegbar. Es könnten zum Beispiel neue archäologische Funde auftauchen, die zeigen, dass es diese historische Person nicht gegeben hat.

Geisteswissenschaften halten sich also auch grundsätzlich an die wissenschaftliche Methode, nur leiden sie an dem Problem, dass diese Theorien oft schwieriger zu beweisen bzw. widerlegen sind.
In den harten Naturwissenschaften sowie in der Medizin hat man es da leichter, weil man sich seine Daten normalerweise selbst erschaffen kann.

Wenn man also die Theorie hat: "Methode X kann Krebs heilen!" - dann macht man dazu eine Studie. Fällt diese Studie negativ aus, dann stimmt offensichtlich irgendwas an der Theorie nicht.

Nehmen wir ein Beispiel:
Ich "Ich hab mit dem Rauchen aufgehört, von heute auf morgen, so nach rund 25 Jahren - 2 Schachterln täglich..., einfach so... ohne Nikotinersatz, ohne Hypnose ohne alles.. naja, nicht ganz .. schon mit was: mit dem Willen..."

Die Menge: "Das ist wissenschaftlich nicht belegt und somit nach aktuellen Erkenntnissen unmöglich, kann nur ein Placeboeffekt sein. Hast du wirklich geraucht? Vielleicht hast du dir es nur eingebildet?"
Nehmen wir mal deinen Satz her. Er ist grundsätzlich dem Beweis zugänglich. Wir könnten also Untersuchungen machen, dass noch Rückstände in deiner Lunge sind, die darauf hinweisen, dass du früher geraucht hast. Damit haben wir bewiesen: Du hast mal geraucht. Dann würden wir nachsehen, ob du tatsächlich nicht mehr rauchst (durch einfache Beobachtung deines Tagesablaufes etwa). Schließlich müssten wir noch rausfinden, ob du nicht doch irgendwelche Ersatzprodukte verwendet hast. Das wird wohl im Nachweis etwas schwierig werden, aber wir könnten etwa Angehörige befragen.
Danach hätten wir eine Studie, die aussagt: wanderschlumpf hat ohne Nikotinersatz mit dem Rauchen aufgehört.
Diese Studie sagt logischerweise auch eine zweite Sache aus: Es ist generell möglich, ohne Nikotinersatz zum Rauchen aufzuhören. Nicht mehr, nicht weniger.

Und tada - fertig ist die wissenschaftliche Arbeit für den Nachweis.
 
Ich "Ich hab mit dem Rauchen aufgehört, von heute auf morgen, so nach rund 25 Jahren - 2 Schachterln täglich..., einfach so... ohne Nikotinersatz, ohne Hypnose ohne alles.. naja, nicht ganz .. schon mit was: mit dem Willen..."

Die Menge: "Das ist wissenschaftlich nicht belegt und somit nach aktuellen Erkenntnissen unmöglich, kann nur ein Placeboeffekt sein. Hast du wirklich geraucht? Vielleicht hast du dir es nur eingebildet?"


Das Heilpraktikergesetz, das im Jahr 1939 in Kraft trat, gewährt schier grenzenlose diagnostische und therapeutische Freiheiten und schützt Patienten nicht vor lebensgefährlicher Scharlatanerie. Eine Laxheit, die angesichts von Skandalen wie den Todesfällen im niederrheinischen Brüggen-Bracht nicht mehr zeitgemäß ist: Der überregional bekannte Heilpraktiker Klaus R. hatte Krebspatienten eine nicht nach dem Arzneimittelgesetz zugelassene Chemikalie per Infusion verabreicht. Drei Menschen starben innerhalb von vier Tagen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Ob Anklage erhoben werden kann, ist ungewiss.

Denn eines ist jetzt bereits klar: Anmischen und verabreichen durfte R. das Mittel, das die für Medikamente vorgeschriebenen aufwendigen Prüfungen nie durchlaufen hat. Heilpraktikern nämlich ist unfassbar viel erlaubt: Ohne Fachkundenachweis dürfen sie mit spitzer Nadel akupunktieren, Krankheiten diagnostizieren oder auch gefährliche Manipulationen an der Halswirbelsäule vornehmen. Sie brauchen überhaupt keine Ausbildung. Das Einzige, was das alte Gesetz verlangt, ist: Angehende Heilpraktiker müssen einen Test über elementare Medizinkenntnisse beim Gesundheitsamt absolvieren. Der Test soll der "Gefahrenabwehr" dienen. Niemand fragt, ob die Kandidaten je einen Patienten gesehen haben. Niemand entdeckt, wenn sie heimlich einem gefährlichen Irrglauben anhängen und die "Schulmedizin" selbst bei lebensbedrohlichen Krankheiten ablehnen.

http://www.stern.de/gesundheit/heil...nd-sie---der-grosse-stern-report-7434370.html
 
Nein, dieses Wissen muss zumindest theoretisch überprüfbar sein, wenn es denn wissenschaftlich sein soll. Überprüfbar bedeutet, dass etwas widerlegbar ist.
Beispiel: Religion als persönliche Glaubensvorstellung hat erstmal nichts mit Wissenschaft zu tun.
Ein Theologe kann sich aber durchaus wissenschaftlich mit diesem Thema auseinandersetzen. Er kann zum Beispiel anhand schriftlicher historischer Quellen und archäologischer Funde Theorien zur Existenz der Person Jesus Christus erstellen. Dann formuliert er seine These: "Die religiöse Figur Jesus Christus basiert auf einer historischen Person X, in Nazareth um 0 AD geboren." Diese These ist grundsätzlich widerlegbar. Es könnten zum Beispiel neue archäologische Funde auftauchen, die zeigen, dass es diese historische Person nicht gegeben hat.

Geisteswissenschaften halten sich also auch grundsätzlich an die wissenschaftliche Methode, nur leiden sie an dem Problem, dass diese Theorien oft schwieriger zu beweisen bzw. widerlegen sind.
In den harten Naturwissenschaften sowie in der Medizin hat man es da leichter, weil man sich seine Daten normalerweise selbst erschaffen kann.

Wenn man also die Theorie hat: "Methode X kann Krebs heilen!" - dann macht man dazu eine Studie. Fällt diese Studie negativ aus, dann stimmt offensichtlich irgendwas an der Theorie nicht.

Nehmen wir ein Beispiel:

Nehmen wir mal deinen Satz her. Er ist grundsätzlich dem Beweis zugänglich. Wir könnten also Untersuchungen machen, dass noch Rückstände in deiner Lunge sind, die darauf hinweisen, dass du früher geraucht hast. Damit haben wir bewiesen: Du hast mal geraucht. Dann würden wir nachsehen, ob du tatsächlich nicht mehr rauchst (durch einfache Beobachtung deines Tagesablaufes etwa). Schließlich müssten wir noch rausfinden, ob du nicht doch irgendwelche Ersatzprodukte verwendet hast. Das wird wohl im Nachweis etwas schwierig werden, aber wir könnten etwa Angehörige befragen.
Danach hätten wir eine Studie, die aussagt: wanderschlumpf hat ohne Nikotinersatz mit dem Rauchen aufgehört.
Diese Studie sagt logischerweise auch eine zweite Sache aus: Es ist generell möglich, ohne Nikotinersatz zum Rauchen aufzuhören. Nicht mehr, nicht weniger.

Und tada - fertig ist die wissenschaftliche Arbeit für den Nachweis.

mit dem Widerlegen ist so eine Sache: so lange man keine bessere oder brauchbarere Theorie hat, behält man die alte bei, egal wie sehr sie hinkt.

Luschtig seid Ihr - wie brave Kinder sich linear Wissenschaft vorstellen klingen Eure Posts.
 
Wissenschaft ist, wie der Name schon sagt, organisiertes Wissen. Und dieses Wissen soll! möglichst überprüfbar sein...sag es Psychologen, Theologen, Pflegewissenschaftlern, Medizinern (Ursachen!), Sprachwissenschaftlern, Geschichtlern, Politologen, u.s.w. u.s.f.
Fatale Diagnosemethoden
Am ersten Verhandlungstag fragt der Richter, so ein Prozessbeobachter, den Heilpraktiker Wolfgang Buck, ob er im 21. Jahrhundert wirklich noch an das „Auspendeln“ glaube. „Das Gerät gibt Aufschluss über körpereigene Energien“, antwortet Wolfgang Buck vieldeutig.

Das Hantieren mit dem Antennenstab ist nicht das einzige Verfahren, mit dem sich Heilpraktiker an die Diagnose schwerer Krankheiten wagen. Weit verbreitet ist auch die „Dunkelfeldmikroskopie des Blutes nach Enderlein“, mit der man angeblich Krebs im Frühstadium erkennen kann. Die Gynäkologen Karsten Münstedt und Samer El-Safadi überprüften die Methode an 110 Probanden in der Uniklinik Gießen, zwölf von ihnen litten an fortgeschrittenen Krebserkrankungen. Ein Heilpraktiker mit besten Referenzen entdeckte gerade mal drei davon, darüber hinaus stellte er bei 15 gesunden Probanden die Diagnose Krebs. "Das entspricht in etwa der Ratewahrscheinlichkeit", resümiert El-Safadi.


http://www.stern.de/gesundheit/heil...nd-sie---der-grosse-stern-report-7434370.html
 
@KingOfLions

Auch in der Iris, der Regenbogenhaut des Auges, sollen sich schwere Krankheiten als Streifen, Ringe oder Pigmentflecken niederschlagen. Die beiden Ärzte luden einen versierten Irisdiagnostiker ein, seine Fähigkeiten an den 110 Versuchspersonen zu beweisen. Obwohl der Heilpraktiker behauptete, Krebs durch einen Blick in die Augen feststellen zu können, lag er meist daneben.

Alternativmediziner, die solchen Diagnosemethoden vertrauen, erleben täglich eklatante Widersprüche zwischen ihrer Sicht der Dinge und schulmedizinischen Befunden. Doch wie viele gehen deshalb so weit wie Wolfgang Buck? Heilpraktikerverbände sprechen von "Einzelfällen". Aber Gynäkologen, die der stern befragte, kennen alle solche Geschichten. Allein am Klinikum rechts der Isar tauche jeden Monat eine Frau auf, deren Brustkrebsbehandlung durch Alternativheiler verschleppt worden sei, sagt die Chefärztin Marion Kiechle. Wer bei Google mit Begriffen wie „Krebs alternativ heilen“ nach Therapeuten sucht, landet in mehr als der Hälfte der Fälle bei Heilpraktikern und Ärzten, die schulmedizinische Krebsdiagnosen falsch werten und die vorgeschlagenen Therapien überflüssig finden, so das Ergebnis einer stern-Recherche vor drei Jahren.
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@PaulaM

manisch, obssesiv klingt das langsam, wie du sagst?

Irrglauben und Irrlehren

Die Arroganz, sich über das medizinische Wissen hinwegzusetzen, ist eine Haltung, die Heilpraktiker häufig von ihren Lehrern übernehmen. So erlebte es die Buchautorin Anousch Mueller ["(Un)Heilpraktiker", Riemann Verlag, 2016], die zwei Jahre die Paracelsus Heilpraktikerschule in Berlin besuchte – Teil einer internationalen Kette mit 54 Dependancen in Deutschland und laut Eigenwerbung die Nummer eins in Europa. Vormittags lernte Mueller Anatomie, Physiologie und Krankheitslehre. Nachmittags wurde in Fächern wie Homöopathie, Bioresonanz und Irisdiagnostik ihr frisch erworbenes Wissen über den Haufen geworfen. Zweifel kamen Mueller, weil ihre Dozenten gefährliche Verschwörungstheorien verbreiteten. "Viele propagieren die Schulmedizin als Feindbild", sagt sie. So lernte sie, man solle Diabetes bei Kindern keinesfalls vorschnell mit Insulin behandeln, Globuli könnten die Erkrankung verhindern – ein Rat, der Leben kosten kann. Nahezu alle Dozenten seien Impfgegner, sagt Mueller. Viele lehnten auch die wissenschaftlich begründete Behandlung von Krebs ab. Verbreitet sei die Idee der "Krebsschuld" durch ungesunde Lebensweise oder ungelöste Konflikte. Die Geschäftsleitung der Schule weist den Vorwurf, die Schulmedizin feindlich zu behandeln, zurück. Naturheilkunde könne bei Krebsbehandlungen nur unterstützen, jedoch keinen Krebs heilen.

Auch eine der abstrusesten Ideologien der vergangenen Jahrzehnte hat Einzug gehalten in die Ausbildung, so an der Heilpraktikerschule Regensburg. Die residiert in einem frisch renovierten Gründerzeitbau in bester Innenstadtlage, mittags können sich die Schüler im Stadtpark die Sonne aufs Gesicht scheinen lassen. Mitte März steht ein Kurs über die Entstehung von Krebs auf dem Plan. Die Dozentin Edeltraud Fischer-Graf ist eine elegante Frau um die 50 mit grauen kurzen Haaren, Silberohrringen und Wolljacke. Bei Tee und Nüssen erklärt sie ihren Schülern, dass Krebs ein "biologisch sinnvolles Sonderprogramm" des Körpers sei, das der Mensch aus der Urzeit mitgebracht habe. Die Krankheit werde durch spezifische Konfliktsituationen im Leben verursacht – löse man sie, verschwinde auch der Tumor. Greife man frühzeitig durch eine Operation ein, gefährde man den Selbstheilungsprozess. Neben ihrer Praxis- und Lehrtätigkeit fungiert die Frau als stellvertretende Geschäftsführerin des CSU-Kreisverbands Amberg-Sulzbach. Sie trägt ihre Ideen auch auf gesundheitspolitischen Lokalveranstaltungen vor.

http://www.stern.de/gesundheit/heil...nd-sie---der-grosse-stern-report-7434370.html
 
mit dem Widerlegen ist so eine Sache: so lange man keine bessere oder brauchbarere Theorie hat, behält man die alte bei, egal wie sehr sie hinkt.

Luschtig seid Ihr - wie brave Kinder sich linear Wissenschaft vorstellen klingen Eure Posts.
Ja, das tut man. Und das ist auch sinnvoll!

Beispiel: die Mechanik, wie Newton sie sich vorgestellt hat, ist falsch. Hunderte Jahre hat man sie angewandt, sogar erfolgreich! Irgendwann hat man festgestellt, dass sie etwa bei Lichtgeschwindigkeit nicht mehr funktioniert. Sie produziert entweder falsche Ergebnisse oder Ergebnisse, die gar völlig widersinnig sind.

Was hätte man deiner Meinung nach machen sollen, als man diese Effekte entdeckt hat? Hätte man einfach gar keine Mechanik mehr verwenden sollen? Man hat über hunderte Jahre lang - ziemlich erfolgreich - Beschleunigungen und Kräfte ausgerechnet und damit ziemlich erstaunliche technische Errungenschaften erfinden können.
Plötzlich aber: Ohje, das stimmt ja gar nicht. Die Ergebnisse sind ungenau. Die Newtonsche Mechanik ist falsch. Hätte man jetzt sagen sollen "gut, dann lieber gar nicht", und ein System, das jahrhundertelang funktioniert hat wegwerfen? Wäre das schlau gewesen?

Die klassische Mechanik nach Newton wird übrigens - obwohl sie streng genommen falsch ist - bis heute verwendet und bis heute im Physikunterricht gelehrt. Und warum? Weil sie für die meisten Anwendungen einfach gut genug funktioniert. Ist das ein Problem, deiner Meinung nach?
 
Nehmen wir mal deinen Satz her. Er ist grundsätzlich dem Beweis zugänglich. Wir könnten also Untersuchungen machen, dass noch Rückstände in deiner Lunge sind, die darauf hinweisen, dass du früher geraucht hast. Damit haben wir bewiesen: Du hast mal geraucht. Dann würden wir nachsehen, ob du tatsächlich nicht mehr rauchst (durch einfache Beobachtung deines Tagesablaufes etwa). Schließlich müssten wir noch rausfinden, ob du nicht doch irgendwelche Ersatzprodukte verwendet hast. Das wird wohl im Nachweis etwas schwierig werden, aber wir könnten etwa Angehörige befragen.
Danach hätten wir eine Studie, die aussagt: wanderschlumpf hat ohne Nikotinersatz mit dem Rauchen aufgehört.
Diese Studie sagt logischerweise auch eine zweite Sache aus: Es ist generell möglich, ohne Nikotinersatz zum Rauchen aufzuhören. Nicht mehr, nicht weniger.

Und tada - fertig ist die wissenschaftliche Arbeit für den Nachweis.

Die Sache hat, wie eben auch in der wirklichen Forschung, ein paar Haken:

Der 1. und entscheidende: Um mich zu untersuchen, musst du mich suchen und wissen, wer ich bin.. und ich müsste auch natürlich mein Einverständnis geben. Findest du mich nicht, weil du nicht weisst, wer ich bin, wo ich wohn resp. bin ich nicht einverstanden, so hat die Beweisführung ein Ende gefunden, und es steht meine Aussage gegen die wissenschaftliche Aussage, die nicht belegen kann, was ich sage.. und somit zumindest wissenschaftlich nicht belegbar bleibt. Und wenn du mich nicht findest, weil du nich weisst, wer ich bin, dann wirst du wohl auch keine Anghörigen finden, die etwas belegen...

Der 2. Ich könnte zb. eine Lüge erzählen und eigenltich weiterrauchen.. Dann kommt es draufan, ob ich dir wie im 1. Fall die Zustimmung erteile, mich zu untersuchen. Da ich ja in diesem Fall lüge, werde ich es bestimmt nicht tun, ich werde aber was anderes tun: ich werde dir viel Geld bieten, damit du meine Aussage belegst. Und da ja eine Gegenstudie der Fall sein kann, werde ich auch diese Gegenstudie "schmieren" .. Hat natürlich einen kleinen Haken, aber mit Viel Geld und etwas an Machtbereich kann ich da natürlich schon einen grossen Einfluss auf die Ergebnisse der Forschung haben.. Und da wären wir ja schon fast bei der Feststellung der Realität , oder die Frage "wie gekauft ist die Forschung und deren Studien?:
https://www.welt.de/wissenschaft/article162953499/Glyphosat-vergiftet-die-Wissenschaft.html
 
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Kein Patientenschutz
Nur selten müssen sich Heilpraktiker nach Todesfällen vor Gericht verantworten. "Es gibt eine hohe Dunkelziffer", sagt die Medizinrechtlerin Maia Steinert. Wenige entschieden sich für einen Prozess. "Patienten schämen sich, wenn sie entdecken, dass sie betrogen wurden. Sie denken, sie seien selbst schuld. Oder sie sterben im Glauben, das Richtige getan zu haben."

Der Fall Anita B. offenbart die Schwäche der deutschen Strafjustiz. Niemanden scheint zu interessieren, auf welch irrigen Annahmen die Therapien von Wolfgang Buck beruhten. Es geht nur um die Frage, ob seine Patientin länger gelebt hätte, wenn sie sich der Schulmedizin zugewandt hätte. "Das muss mit nahezu 100-prozentiger Sicherheit feststehen", sagt der Sprecher der ermittelnden Staatsanwaltschaft Regensburg, Theo Ziegler. Krebs aber passt nicht in dieses starre Schema, die Krankheit nimmt mitunter unvorhersehbare Verläufe. So bezweifelte der erste Fachgutachter, ob Anita B. wirklich länger gelebt hätte. Er hatte entscheidende Befunde gar nicht zu Gesicht bekommen. Die Staatsanwaltschaft wollte ihre Ermittlungen einstellen. Ernst Maiditsch, Rechtsanwalt des Witwers, bestellte ein Zweitgutachten, das dem stern vorliegt. Zwei Onkologen kamen nun zu dem Schluss, dass Anita B.s Heilungschancen zum Zeitpunkt der Diagnose höchstwahrscheinlich bei 93 bis 99 Prozent lagen.

Es gibt keine Fachdiskussion mehr darüber, ob in Fällen wie dem von Anita B. eine Operation angebracht wäre oder nicht – Brustkrebs und manche andere Krebsarten (Darm, Hoden, bestimmte Formen von Blutkrebs) weisen in Frühstadien derart beeindruckende Heilungsraten auf, dass Juristen schnell zu klaren Urteilen gelangen müssten. Das Amtsgericht Kelheim aber ist sich immer noch nicht sicher und sucht seit neun Monaten nach einem Obergutachter. "Mein Mandant ist fassungslos, er überlegt aufzugeben", sagt Maiditsch. "Aber wenn der Prozess mit einem Freispruch endet, wären mittlerweile 40 000 Euro Kosten aufgelaufen." Mit anderen Worten: Er hat eigentlich keine Wahl. Vier Jahre nach dem Tod von Anita B. pendelt Wolfgang Buck immer noch Krebsdiagnosen aus. Selbst wenn er weiterhin nachweislich Menschen von lebensrettenden Operationen abriete, wäre das nicht strafrechtlich relevant. "Fahrlässigkeitsdelikte sind nicht im Versuch strafbar", sagt Oberstaatsanwalt Ziegler. Ansonsten gelte bis zum Urteil die Unschuldsvermutung. Müsste also erst ein zweiter Patient sterben? Präventiv im Sinne des Patientenschutzes könnte das zuständige Gesundheitsamt handeln, dem die Anklageschrift vorliegt, sagt Ziegler. Eine stern-Anfrage dort blieb mit Hinweis auf das laufende Verfahren unbeantwortet.

http://www.stern.de/gesundheit/heil...nd-sie---der-grosse-stern-report-7434370.html
 
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