Zusatzgedanke : warum der gewählte Ort meiner Meinung nach durchaus Vorteile hat.
Frauen wird es bei Schwangerschaftsabbrüchen immer (oder zumindestens meistens) wichtig sein, dass sie nicht öffentlich bekannt werden. Wenn man sie im Krankenhaus durchführen läßt, wird man mit großer Wahrscheinlichkeit gefragt : "Warum mußt Du ins Krankenhaus - was hast Du denn ?" Wenn man hingegen sagt : "Morgen fahr ich in die Shopping-City." (und nur denen sagt, warum man dorthin fährt, von denen man will, dass sie es wissen) - dann ist man nicht mehr unangenehmen Nachfragen ausgesetzt.
Vielleicht nicht am AKH in Wien, aber in Krankenhäusern am Land kann man fast sicher sein, dass man dort irgendjemand trifft, den man zumindest entfernt kennt. Und wenn man dann gefragt wird, was man da tut - dann wird das doch merkbar, wenn man verlegen herumredet. Wenn's blöd hergeht, macht das dann im Heimatort die Runde "Die Frau XY war im Krnkenhaus und war so komisch, wie ich mit ihr geredet habe. Die muss was Schlimmes haben, vielleicht Krebs ?"
Ich sehe hier nicht das Problem der Verbindung "Schwangerschaftsabbruch - Konsumtempel" - sondern die Möglichkeit für Frauen, völlig unauffällig diese Institution aufsuchen zu können.
LG, Reinhard