Ich habe schon sehr viele "offizielle" Berichte gesehen, auch die ganzen Links und Videos die manche hier eingestellt haben. Allein das sie überhaupt verfügbar sind, macht sie schon "offiziell".
Wenn man das Massenmedium Internet als einzig verfügbare offizielle Ausgabe verwendet... oder die Informationen aus den Printmedien auch noch übernimmt, obwohl sie wie ich schon sagte nicht die geringste Objektivität übernehmen wollen und das dann auch noch für offizielle oder von mir aus allgemingültig hält, solls mir recht sein, ich weiss nicht, vielleicht bin ich einfach zu altmodisch weil ich Informationen auch abseits der "jeder kann alles schreiben und korrigieren" Mentalität.
Wenn wir über Objektivität von Informationen philosphieren, werden wir recht schnell zu dem Schluss kommen: Gibt es nicht. Wahrnehmung und damit verbundene Interpretation ist schon subjektiv und selbst wenn Informationen objektiv wären, bräuchte man ALLE, also Allwissenheit, um zu einem wirklich objektiven Schluss zu kommen. Fehlt nur eine Info, kann das gesamte Bild komplett ins Gegenteil verkehrt werden.
Insofern kann man sogar den Schluss ziehen: Die Diskussion über solche Themen, im Grunde über jedes Thema, erübrigt sich. Man wird wohl nie wirklich sicher sein können.
Oder man kommt zu dem Schluss: Das eigene Erleben ist subjektiv, meine Subjektivität drängt mir gewisse Interessen und Bedeutungen auf. Und die sind zu klären. Mehr nicht. Man kann nicht mal anders denke ich.
Und ich persönlich denke: Alleine das Kämpfen um Klarheit und Bewusstheit macht Sinn. Das Thema ist dabei möglicherweise nicht so entscheidend und kann auch, wie hier, eher politisch sein.
Letztlich glaube ich nur an zwei Kräfte: Hin zu mehr Bewusstsein, dass mit einem offener Werden und Hinterfragen dessen wovon man fest überzeugt ist einhergeht, und das Gegenteil: Sich in den Glauben an absolute Wahrheiten verstricken.
Letzteres wiederum geht natürlich gerade bei politischen Diskussionen schnell, weil man schnell glaubt es mit Fakten zu tun zu haben. Andererseits kann man solche Diskussionen nicht mal führen, wenn man sie nicht auf Erfahrung und zumindest vermeintliche Objektivität stützt. Fernab aller Eso-Philosophie gibts daher für mich nur eine Maßeinheit für "wahr oder falsch": Erfahrbar/Erfahren oder nicht..