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Was denkt ihr über Evolution?

Dieses Thema im Forum "Sterben, Tod, Leben nach dem Tod" wurde erstellt von amgosiyasu, 22. Juli 2003.

  1. amgosiyasu

    amgosiyasu Mitglied

    Registriert seit:
    20. Juli 2003
    Beiträge:
    79
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    hallo...
    was denkt ihr eigentlich über die evolution und über die evolutionstheorie?
    ich finde dass es in dieser hinsicht keinen zweifel gibt.die evolution läuft,sie war immer da,und sie wird es auch in zukunft geben.sowohl für den menschen als auch für tiere.man kann (und tut dies auch bereits) sie beeinflussen.und das interessante ist folgendes...menschen mit einer anderen genetik und physis und dadurch bedingt einer anderen psyche werden ganz anders mit verschiedenen dingen wie dem tod umgehen.ausserdem gibt es ja auch eine evolution in hinsicht weltlicher philosophie welches die religion ja auch sehr beeinflusst.wenn ich an früher denke gibt es im grunde 4 grosse weltliche philosophien.die erste war ein chaos aus unwissenheit individualität aber gleichheit in verschiedenen gruppen.dann kam die religiöse zeit was alles einigermassen durch gottes wort regelte.dann kam der nationalismus mit der franz.revolution die uns die letzten weltkriege bescherte.und jetzt regiert geld die welt.irgendwie geht alles in richtung des materiellen.momentan ist es ja so,dass die leute,die sehr viel arbeiten sich in positionen bringen und erfolgreich auf erden sind,die leute sind die die besten karten für die zukunft ihrer kinder bringen.wenn diese leute jetzt ihre gene immer weitervereben wird es im weltlichen genpool nur noch,ich nenne sie mal `tu was für die erdliche welt` gene geben.dies wird dazu führen dass immer weniger menschen an ein leben nach dem tod glauben...noch ne kleine sache ich findedass science fiction immer etwas wahres über die zukunft bringt,und ich habe noch in keinem starwars film oder raumschiff enterprise episode irgendwas von gott und himmel und reinkarnation gehört....

    was denkt ihr darüber?
     
  2. Astarte

    Astarte Guest

    Hallo Amgosiyasu


    "noch ne kleine sache ich findedass science fiction immer etwas wahres über die zukunft bringt,und ich habe noch in keinem starwars film oder raumschiff enterprise episode irgendwas von gott und himmel und reinkarnation gehört...."


    Oh oh oh, dann kennst Du noch nicht das ganze Star-Trek-Universum. Zugegeben, Gott als metaphysische Einheit taucht nicht persönlich auf, aber wußtest Du zum Beispiel, daß die Vulkanier ihre Gelassenheit vor allem daher haben, weil um ihre Verbindung zu Gott/ zur übergeordneten Macht im Universum wissen ("Spocks Welt")? Und was ist "die Macht" in Starwars? Sicher mehr als eine bestimmte Art von Blutzellen. Aber das nur am Rande.

    Ich stimme Dir zu, daß die materiell Erfolgreichen auf unserer Erde natürlich ihrem Nachwuchs die besseren Startchancen geben können, welche dann natürlich von Haus aus einen glücklicheren Start ins Leben haben. Aber es gab schon immer die r-Strategen und die k-Strategen. Die einen werfen möglichst viele Nachkommen in die Welt in der Hoffnung, daß wenigstens ein paar in einer widrigen Umwelt überleben (z.B. Fische oder Frösche, die ablaichen). Die anderen konzentrieren sich auf wenige Nachkommen, die sie mit intensiver Brutpflege möglichst allle großziehen (z.B. Säugetiere). Beim Menschen, welcher biologisch gesehen natürlich in letztere Gruppe gehört, lassen sich je nach Umfeld, sozialer Zugehörigkeit und Status ebenfalls Tendenzen in beide Richtungen beobachten. So ist in den "sozial niedrigen" Schichten immer noch der größte Kinderreichtum zu finden (man sagt, sie seien zu wenig aufgeklärt, um zu verhüten, aber ich behaupte, hinter diesem Verhaltensmuster steckt auch evolutionäre Strategie), während in der "Oberschicht" wenige Kinder gezeugt, diese aber maximal gefördert werden. Ich übertreibe vielleicht etwas, ich meine die Tendenz und nicht jeden Einzelfall. Lange Rede kurzer Sinn: Erfolgreiche und weniger Erfolgreiche haben beide ihre Fortpflanzungsstrategie, darum werden beide gewiß nicht aussterben, auch nicht die "Armen" oder die "Religiösen".

    Die "Tu was für die erdliche Welt"-Gene hat es schon jahrmillionenlang gegeben, unser Streben nach Erfolg, höherem Rang, besseren Plätzen etc. ist das Programm der Evolution des Lebens schlechthin. Daß das Streben nach Religiosität sich zumindest im Laufe der Menschheitsgeschichte so durchgesetzt hat, ist vielleicht mit dem subjektiven Wohlbefinden des Individuums verbunden. Der Mensch muß nämlich damit fertigwerden, daß er bewußt erleben und über Dinge nachdenken kann. Ein Mensch, der an Gott glaubt, ist möglicherweise entspannter, er muß sich um existenzielle Fragen (Sinn des Lebens, was kommt nach dem Tod) weniger Sorgen machen und hat deshalb aufgrund seiner mental-positiven Grundhaltung mehr Erfolg. Wer daran glaubt, daß er auch in der Not Unterstützung durch eine höhere Macht erfährt, wird nicht so schnell aufgeben wie jener, der sich völlig alleine wähnt. Insofern halte ich Glauben und Religiosität für einen begünstigenden Faktor, was Erfolg und die Verbreitung der eigenen Gene angeht.

    Live long and prosper.


    Astarte
     
  3. amgosiyasu

    amgosiyasu Mitglied

    Registriert seit:
    20. Juli 2003
    Beiträge:
    79
    hallo astarte...
    erst einmal danke für deine Antwort...
    schon mal sorry wenn ich ein wenig unverständlich schreibe aber ich habe in den letzten 10 stunden ca. 7 h organische chmie gepaukt...
    so,
    was ich im allgemeinen von meinem umfeld(3 länder,da selbst türke und 6 jahre dort,schweden (ein jahr) dadurch bedingt dass meine frau aus schweden ist,und deutschland(erste 16 jahre und jetzt wieder seit 2 jahren) und ausserdem meine freunde und bekannten,sowie durch meinen momentanen beruf bedingt zufällig angetroffene leute,)sehe ich dass die tendenz in richtung,ich will es mal ganz krass ausdrücken in richtung ungläubigkeit geht.
    zu der sache mit dem scifi.ok,ich wusste das mit den vulkaniern nicht genau,aber macht bei starwars ist meiner meinung nach eher von den personen bedingt.
    zu der geburtsrate usw: die jetzige,oder besser gesagt die frühere situation war so wie du sie beschrieben hast.aber ich glaube dass in zukunft keine normalen ehen mehr in sozial niedrigeren gruppen möglich sein wird.ja sogar ehen überhaupt und lang haltende beziehungen sind ja fast vom aussterben bedroht...sicher weisst du wie die ersten menschlichen familien entstanden sind.die sache mit dem Erbe und der sicherheit das eigene kind zu bekommen(wäre jetzt zu lang zu erklären)...
     
  4. amgosiyasu

    amgosiyasu Mitglied

    Registriert seit:
    20. Juli 2003
    Beiträge:
    79
    ich glaube ich habe im ersten beitrag nicht genug betont dass ich eher aud die zukunft spekuliere...es gibt nicht mehr so viele dörfer wie früher und die dynamik der gesellschaft ist auf geld aus...wenn dies das gewünschte ist,dann wird die evolution die bevorzugen die es erfolgreicher bekommen...
     
  5. anubis

    anubis Guest

    Was denkst du übers Denken ?
     
  6. Simon Magnus

    Simon Magnus Neues Mitglied

    Registriert seit:
    9. August 2003
    Beiträge:
    23
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    Hamunaptra
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    Dein Denken erschafft die Welt.
     
  7. Rudi

    Rudi Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    70
    Ort:
    Mitten unter Euch!
    Hallo Amgosiyasu!

    Du schreibst "man kann die Evolution beeinflussen", unterstellst Du damit, der Mensch diene grundsätzlich nicht der Evolution? Heißt das auch, Du glaubst nicht an einen "Plan", sondern hältst "Zufälle" bis hin zum zufälligen Abbruch der Evolution für möglich? Interessant fände ich, Deine Vorstellung vom "Menschen" zu diskutieren. Was ist der Mensch? "Genetik und Physis und dadurch bedingt: Psyche"? Demnach müßte ein kleiner, häßlicher Mensch todunglücklich sein. Was aber, wenn er sich sein Aussehen, seine Eltern, seine Hautfarbe vor seiner Geburt selbst ausgesucht hat? Worin liegt der Sinn des Lebens? Materielles kannst Du nicht mitnehmen. Es dient als Ersatz für psychische, spirituelle Bedürfnisse. Und letztlich eskaliert jeder Materialismus wegen der dadurch bedingten Einsamkeit. Sinn kann also nur sein, Materielles zu überwinden. Und jeden Zustand, der Dich in Deiner spirituellen Entwicklung hemmt. Bei Astarte klingt das so, als wäre das "Einlullende" der Religionen hierfür den Menschen eine große Hilfe... da gilt aber nur, wenn Du die Verbreitung Deiner Gene als "Sinn des Lebens" siehst. Reiner Materialismus! (Übrigens hast Du die Serie Babylon 5 vergessen, die einige spirituelle Themen beinhaltet! Und was ist mit den Borg? Der Gedanke, der Zustand nach dem Tod ähnelt einem Borg-Kollektiv, fasziniert!)

    Zweitens: Du verwechselst mE die Begriffe "Philosophie" und "Politik". Was Du nennst, sind politische Ordnungsprinzipien (Chaos und Anarchie, Gott und Monarchie, Nationalstaat, Materialismus), wogegen ich die 3 kulturellen, spirituellen Entwicklungsstufen wichtiger finde: Magie (bis ca. 6000 vChr), Mystik (bis ca. 1000 vChr) und Religion (1000 vChr bis 2000 nChr), worauf irgendwann ein neuer Entwicklungsschritt folgen wird. Dieser ist nicht "Materialismus" oder "Atheismus". Jede Stufe beinhaltet die vorangegangenen, so daß eine neue Stufe ganzheitlicher und differenzierter erscheinen muß. Eine Tendenz zur "Ungläubigkeit" sehe ich nicht, aber Religionen als "Fertighäuser für arme Seelen" (Karlheinz Deschner) haben ausgedient. Menschen werden sich immer bewußter für Spirituelles oder Materielles Leben entscheiden!

    Viele Grüße, Rudhi
     
  8. rabe

    rabe Guest

    nun, in der Science Fiction sehe ich durchaus eine Menge religiöser Tendenzen. Obi Wan in Star Wars ist auch nicht verschwunden nach seinem Tod...was wenn ich das richtig interpretiere, mit jedem guten Jedi der Fall sein dürfte. Und eine Menge Magie ist die Macht ja wohl auch, eine Art Magie die ich mir eigentlich sehr gut vorstellen kann.
    Zum anderen, Babylon 5 mit einigen spirituellen Ansätzen (und auch einer interesasnten Diskussion über Evolution, wenn ich da an die Scahtten und die Vorlonen denke)
    Star Trek ist ebenfalls gerade durch die Vulkanier, und einige merkwürdige reine Energiewesen religiös.
    In der Wirklichkeit stelle ich auch fest, dass die meisten Leute eher atheisitisch und materialistisch erscheinen. Aber zum teil scheinenn sie das nur an der Oberfläche zu sein, und in Wirklichkeit machen sie sich durchaus einige Gedanken über Seele, Magie oder Relöigion, aber sie wenden nicht mehr Standardverfahren oder Dogmen an, und sie haben oft Sorge, dass ihre Gedanken und Gefühle in einer rationalen und von Wissenschaft und Technik geprägten Welt von anderen als Blödsinn oder lächerlich abgetan werden könnten.
    Aber ich denke, irgendwann ist der Zeitpunkt gekommen, da unser rationales und materialistisches Bild kippen wird, und die Seele wieder wichtiger werden wird. Manchmal habe ich das Gefühl, das es durch die vielen Ablenkungen und Angebote, durch die man immer weniger zeit hat, mal nachzudenken und zu sich zu finden, herausgezögert werden soll, aber so mancher stellt fest, dass er ständig trends hinterherläuft und fragt sich warum. Und so wird auch diese Hetzjagd letzendlich zu mehr Erkenntnis führen...
    Übringends: die wahrscheinlichkeit, dass sich das leben zufällig entwickelt hat, ist ebenso hoch wie dass ein Jumbojet aus seinen herumliegenden Einzelteilen von einem Sturm zusammengebaut wird. bei unendliche Möglichkeiten ist es zwar dann schon wieder wahrscheinlich, aber das Weltall ist vermutlich nicht unendlich...und damit auch nicht die Zahl geeigneter Planeten, auch wenn sie sicherlich hoch ist.

    Alles liebe, Rabe
     
  9. Tariel

    Tariel Aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    1.373
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    Kosmopolitanien
    Ich finde Evolution ist ein Proßeß,deren Vollendung die Einswerdung des Menschen mit dem universellen Geist begreift!
    Liebe Grüße Tariel
     
  10. Rudi

    Rudi Mitglied

    Registriert seit:
    21. Oktober 2002
    Beiträge:
    70
    Ort:
    Mitten unter Euch!
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    Meinst Du den einzelnen Menschen (also als ein spiritueller Prozeß) oder die Menschheit allgemein (also durch Vererbung der Gene und "Speicherung" von Erbinformationen und Erfahrungen, rein materiell)? Und was verstehst Du unter "universellem Geist"... ist Geist etwas homogenes? Ich sehe eher als Bild einen Ozean (raumlos, zeitlos), aus dem sich einzelne Tropfen materialisieren, um irgendwann wieder zurückzukehren. Glaubst Du an eine Wiedergeburt oder was hältst Du von meiner Idee: wir nehmen einen Körper an, um Wachstum erleben zu können?

    Ich hoffe, ich war verständlich, so auf die Schnelle, sonst bitte nachfragen!

    Rudhi
     
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