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warum werden planeten an den grenzen im nächsten haus gedeutet?

Dieses Thema im Forum "Astrologie" wurde erstellt von mina11, 22. Oktober 2008.

  1. mina11

    mina11 Mitglied

    Registriert seit:
    20. Juni 2008
    Beiträge:
    295
    Ort:
    ungefähr im südöstlichen österreich
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    hallo,

    ich hätt mal wieder eine frage;
    warum werden planetn die am rand eines hauses stehen eigentlich im nächsten gedeutet? :confused:
    meine sonne zb steht zwar im 11.haus, aber schon ziemlich nah am 12. haus und gedeutet wird sie immer im 12.

    ich persönlich würde auch sagen, dass das 12.haus eher meiner sonne entspricht.
    allerdings frage ich mich warum das so ist und ob die sonne (in meinem fall) auf das 11.haus dann gar keine auswirkung hat??

    danke für eure antworten

    lg mina11
     
  2. vergnuegt

    vergnuegt Mitglied

    Registriert seit:
    17. August 2006
    Beiträge:
    327
    Ort:
    im südwesten
    Hallo, Mina,

    ja, je nach Astrologieschule ist das immer ein wenig anders. Begründet wird das damit, dass ein Zeichen, dass an der Grenze zum nachfolgenden (nicht zum vorherigen!) Hauses steht, schon vom naechsten Haus was "abbekommt".

    Deutlich wird es vielleicht weniger an den Zwischenhäusern, aber an den Achsen: ein Planet, der nicht weit vom AC entfernt ist, also eine Konjunktion bildet, wirkt logischerweise auch auf den AC ein, hat also eine Bedeutung für das 1. Haus.

    Jedoch neige ich dazu, zwar dies für die nächste Hausspitze zu berücksichtigen (vor allem an den Achsen), jedoch besitzt der Planet noch die Eigenschaften/Erfahrungen des vorherigen Hauses - und dies geht in einer Mischform in die Deutung ein. Begründung: Astrologen machen endlos Geburtszeitkorrekturen, um ein möglichst exaktes Horoskop hinzubekommen, aber wenn dann was an der Grenze steht, wird es schnell mal im naechsten Haus gedeutet. Man könnte auch einfach die Häuserachsen um ca. 5 Grad zurückdrehen - schon hätte man den gleichen Effekt, aber ein völlig verzerrtes Horoskop.

    Aber das ist nur meine persönliche Ansicht - und somit werden mir hier noch viele widersprechen :)

    ;)
     
  3. hi2u

    hi2u Neues Mitglied

    Registriert seit:
    10. Februar 2007
    Beiträge:
    2.372
    Ort:
    hart an der Grenze
    Hi, Mina.

    Diese „Regel” gilt nur für die Deutungen auf Basis des Häusersystems von Placidus und ich nehme mal an, es hat sich empirisch als zutreffend erwiesen. Roscher meint, dass die Deutung ins nächste Haus nicht von einer fixen Gradzahl (meist 5-6°) abhängig zu machen sei. Er plädiert dafür, den Planeten weiterzudeuten, wenn er weniger als 1/6 der Hausbreite von der nächsten Hausspitze entfernt sei.

    Im Sinne der Ausführungen Roschers kannst du ja nochmal überprüfen, ob die Deutung nach XII. gerechtfertigt ist. Wie auch immer: ein Planet kann nur in einem Haus stehen und wenn das durch die Regel des Weiterdeutens eben XII. ist, dann hat XI. regeltechnisch keinen Einfluss mehr -- solange du Placidus verwendest.
     
  4. Brigdet

    Brigdet Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. Juni 2008
    Beiträge:
    1.036
    Ja, da gibt es je nach Astrologe oder Astrologieschule verschiedene Ansichten.

    Ich persönlich halte für am schlüssigsten folgende Sichtweise:

    Deine Sonne steht im 11. Haus und wirkt sehr wohl dort.
    Da sie aber am Ende des 11. Hauses steht, kann man es so sehen, dass die Thematik des 11. Hauses schon gut bearbeitet wurde,
    man sozusagen am Ende des Zykluses der Bearbeitung steht und die Sonne im 11. Haus gut leben und integrieren kann.

    Nun macht man also in diesem Leben den Schritt ins 12. Haus (siehe bspw. Sekundärprogressionen).
    Dies ist dann absolutes Neuland für uns und wird größerer Aufmerksamkeit und Arbeit bedürfen, um sie im 12. Haus zu leben und zu integrieren.

    Insofern deute ich persönlich auch Planeten dicht an der Achse mit ins nächste Haus,
    aber unter Berücksichtigung der oben genannten Entwicklung.

    lieben Gruß
    Birgit
     
  5. keoma

    keoma Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. Mai 2006
    Beiträge:
    1.160
    Vielleicht ist die Geburtszeit nicht korrekt. :) Schonmal auf dem Amt nachgefragt?
    Ansonsten, wenn sie rechnerisch (nach Placidus) in 11 steht, steht sie auch dort.
    Ich habe einen Wassermann-Mars knapp in den letzten 2° des 10. Hauses. Aber er (bzw. ich) hat ganz klar und eindeutig ein 10. Haus-Anliegen. Da gibt es keinen Deutungsfreiraum.

    Nur schlechte und ungenaue Deutungen. :clown:
     
  6. Tucholsky

    Tucholsky Guest

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    Hi Pieps,

    well said! :)

    Das bedeutet aber auch andersrum, dass diese Eindeutigkeit das Formale bestimmt. Das Formale sind hier die Zwischenhäuser nach der Manier des Placidus. Und nur sie messen die 2° zum 11. Haus.

    Nach Koch sind es schon fast 7° ..... :zauberer1

    love

    T.
     
  7. Iakchus

    Iakchus Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. August 2005
    Beiträge:
    4.208
    Ort:
    Deutschland
    Hallo

    Man stelle sich die Art und Weise, wie ein Astrologe auf ein Radix schaut und die Planeten in den Häusern sieht, als eine "Perspektive" (SICHTWEISE) vor.
    Jede Sichtweise ist nicht daran gebunden, was für Theorien er hat, sondern die Theorien kommen erst zustande, nachdem er etwas gesehen hat.

    Ganz eindeutig ist das bei den Astrologen, die die Koch Häuser verwenden. Sie sehen und beurteilen die Häuser auf einer viel verwurzelteren Ebene, als wie man Placidus Häuser beurteilt. Bei Koch macht die sogenannte dynamische Deutung ins nächste Haus Sinn, und ist richtig, aber die Deutung der Planeten in den Häusern bezieht sich auf eine von Placidus verschiedene psychologische Ebene, wenn ich es grob vereinfacht beschreiben will.

    Etwas ganz anderes ist es bei den Placidus Häusern. Je nach "Sichtwinkel" sieht man mehr die Ebene des Planeten (energetisch) oder mehr die Ebene des Hauses (strukturell).
    Beispiel: Ein Mars 2° vor dem 11. Haus. Der ist offensichtlich im 10. Haus (offensichtlich soll hier nicht meinen, weil Mars faktisch noch im 10. Haus steht, sondern soll meinen, dass die Deutung des Planeten Mars zutage bringt, dass er im 10. Haus steht, es ist eindeutig, offensichtlich).

    Folgende Erklärungen nur auf PLACIDUS bezogen! :
    Strukturell aber wirkt jeder Planet am Ende eines Hauses (das letzte Drittel) schon im nächsten Haus, man müsste es genauer formulieren , denn tatsächlich ist es die Häuserebene, die diese Verzweigung oder Verbindung zwischen zwei Häusern verursacht, UND NICHT DER PLANET. Der Planet kann nichts dafür, dass die Häuser das mit ihm machen, was sie durch die Strukturen der Häuser bedingt mit ihm machen. Betrachtet man sich den Planeten, in seiner Strahleigenschaft, seiner Energie, Ausstrahlung, dann wird er eindeutig von dem Haus beeinflusst, in dem er (bei Placidus ) faktisch steht. Ab 1°-2° vor einer nächsten Hausspitze (vor Hauptachsen 2°-3°) beginnt der Planet erst ins nächste Haus zu dämmern. Dann beginnt das nächste Haus umso mehr die massgebliche Rolle für den Planeten zu spielen.

    Wenn man einen Planeten am Ende eines Hauses "strukturell" deutet ("Strukturell" soll nur ein Hilfwort sein), dann bezieht man sich im Grunde auf die AUFGABEN des nächsten Hauses, die von einem Planeten am Ende des vorherigen Hauses aufgestellt werden.
    Beispiel: Mars am Ende des 10. Hauses. Man guckt pragmatisch besser vom 11. Haus aus, auf das, was der Mars am Ende des 10. Hauses verursacht. So vermeidet man auch die Verwechselung, als ob der Planet in 11. stünde, denn er steht immer noch in 10. , und nur der Sichtwinkel betrachtet nun das, was dieser Planet am Ende des 10. Hauses für das 11. bedeutet. Der Planet VERURSACHT etwas, aber das findet auf der Häuserebene statt, der Planet hat das nicht bedingt, er speist sich immer noch aus dem 10. Haus; das 11. Haus präsentiert die dem 11. Haus gemäßen Aufgaben also auch bedingt durch einen Mars am Ende des 10. Hauses. Dies scheint mir in der Wirkung viel subtiler , aber sehr ähnlich , wie die Häuserherrscherbeziehungen, aber bei nacheinanderfolgenden Häusern ist dies natürlich eine einfachere Logik der Verknüpfung und Aufgabenverteilung. Statt von Aufgaben kann man auch von Anliegen reden, die in den Lebensbereich einfliessen.

    Den Stand eines Planeten zu deuten ist immer konkreter. Und da gilt die Faust-Regel 2° vor einer Spitze. Der Planet hat eine Funktion, das Haus ist keine Funktion, sondern ist ein Bereich oder vielleicht auch Atmosphäre, ein Energiefeld, wo aber keine direkte Energiequelle festzustellen ist. Der Planet aber ist eine Energiequelle. Häuser sind Mysthik, Planeten Magisch.

    Es ist stimmig von Beeinflussung des Planeten durch das Haus zu reden, das wird plausibel, wenn man zB eine 2. Haus Sonne mit einer 6. Haus Sonne vergleicht. Die Sonnen sind einfach anders. Und haben andere Bedürfnisse und Fähigkeiten. Dasselbe wenn ein Planet an der Spitze oder Mitte oder am Ende eines Hauses steht, dieser Planet ist jeweils anders "beschaffen". Ob es sich dabei um den Ausdruck handelt, den man beobachtet, oder um Eigenschaften, die der Planet aufweist (beeinflusst vom Haus), ist letzten Endes nicht erheblich, um festzustellen, dass es diese Wirkungen gibt, die einer Beeinflussung des Planeten gleich kommen.

    Wenn man genau unterscheidet, was man da beobachtet: Planet oder Haus, wird es eigentlich viel klarer, wie man deuten muss.

    Meiner Meinung nach machen es einige Astrologen nicht klar genug, die dann schreiben, man müsse einen Planeten ab einem gewissen Bereich (zum Beispiel ein sechstel der Hausgröße) in das nächste Haus deuten. Nicht klar genug, WIE sie deuten. Vielleicht kennen sie auch die Unterschiede selbst gar nicht. (Es ist dann der blinde Fleck, auf dem man steht, so als würde man glauben: so wie ich es mache, muss es ja jeder andere auch machen, aber womöglich fehlt ihnen einfach nur diese Unterscheidung).
    Jemand anderes hat eine andere Sichtweise und übernimmt die Ideen, aber es kommt Murks bei raus.

    Sorry, aber diese Dinge sind sehr kompliziert und die Beschreibungen klingen deshalb wirr.-

    LG
    Stefan
     
  8. °²²°

    °²²° Mitglied

    Registriert seit:
    27. Mai 2006
    Beiträge:
    366
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    im Auto
    hi
    ich geb mal den Hinweis dazu, es gibt einen Vorgang in der Natur der sinnbildlich dem entspricht.

    sei es nun bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang, die "Wirkung" der Sonne ist jeweils "schon" oder "noch" spürbar, obwohl die Sonne noch nicht oder nicht mehr am Himmel steht.
    bsp. nach Sonnenuntergang steht die Sonne schon in Haus 6, ist aber durch das Tageslicht auf jeden Fall in Haus 7 (über dem Horizont) wirksam.

    dass der Tierkreis gegen den Uhrzeigersinn läuft und das MC (der Süden) oben ist, hat nur technische Relevanz, ändert aber nichts an astronomischen Bedingungen.

    grüsse
     
  9. Urajup

    Urajup Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. November 2004
    Beiträge:
    22.276
    Ort:
    Achtern Diek
    Hi 22!

    Ich finde, das hast du einleuchtend beschrieben....Sehr schön!:)

    Meine Sonne steht auf der Spitze 8. Die frischen, morgendlichen Strahlen leuchten hell und klar ins 8te hinein, während das schummrige Abenddämmerungslicht noch ein wenig im 7ten verweilt.....



    LG
    Juppi
     
  10. Amira1

    Amira1 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    1. September 2011
    Beiträge:
    6
    Werbung:
    o22o, das finde ich auch sehr schön geschrieben!

    Bei mir ist das mit der Sonne ähnlich.

    Ich werfe dazu mal folgende Fragen in die Runde.

    1. Was leitet ihr aus so einer Sonnenstellung zum Thema "Vaterbezug" ab? Welche Erfahrungen habt ihr vielleicht damit gemacht?
    2. Was ist wenn mehrere Gestirne im Radix im letzten Sechstel eines Hauses sind und somit in beiden oder im nächsten oder wie auch immer gedeutet werden können. Konkreter Fall sind hier Sonne, Pluto, Uranus und Mondknoten.

    Bin gespannt

    Viele Grüße
    Amira
     
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