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Von der Realität …

Dieses Thema im Forum "Aufgeschrieben" wurde erstellt von Wellenspiel, 15. September 2017.

  1. Wellenspiel

    Wellenspiel Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Mai 2016
    Beiträge:
    15.678
    Ort:
    Abgaswolke zwischen den Bergen
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    … oder von der Illusion.

    Dieses Bild wurde unbewusst gezeichnet.
    Ein weißer Raum, vierwandig, ein Fenster, etwa sieben Meter Höhe.



    Schwarz gewandet vor weißer Wand
    steht er da: der Mann
    mit der Kohle in der Hand

    "Das Innere muss immer vorhanden sein",
    sagt er. Und zeichnet dann
    mit schwarzer Kohle auf weißer Wand

    Knochen fügen sich, lügen nicht,
    sprechen nur eine Sprache: Vier Meter,
    drohend erhoben, steht die Gestalt
    schwarz auf weiß

    Muskeln und Knorpel fügen sich, lügen nicht,
    sprechen eine zweite Sprache: Fünf Meter,
    mahnend erhoben, blickt die Gestalt
    gen Himmel

    Haut und Sehnen fügen sich, lügen nicht,
    sprechen eine dritte Sprache: Sechs Meter,
    Wartend erhoben, geht die Gestalt
    ihrer Zukunft entgegen


    "Das Innere muss immer vorhanden sein",
    wiederholt er. Und weist
    auf eine weiße Wand:
    Nur eine schwarze Silhouette ist geblieben

    Die Gestalt, nun bloß noch ein Schatten
    kaum mehr als sich selbst entworfen
    das Selbst verworfen
    an die Wand geworfen …
     
  2. Wellenspiel

    Wellenspiel Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Mai 2016
    Beiträge:
    15.678
    Ort:
    Abgaswolke zwischen den Bergen
    Wie von @Tolkien angeregt, werde ich hier meine kleinen Dichtereien aus dem Meditationsthread lagern … ;)
    Nur halt im eigenen Thread, statt anderswo; man will ja nicht spammen durch Kopieren.
    Diese "Momentaufnahmen" zeigen auch unterschiedlichste Realitäten … und sieht man sie sich im Zusammenhang an, ergibt sich vielleicht was anderes - aber das ist nun (noch) bloß Spekulation.

    Natürlich darf jederzeit jeder mitschreiben nach Lust und Laune. :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Oktober 2017
  3. Wellenspiel

    Wellenspiel Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    15.678
    Ort:
    Abgaswolke zwischen den Bergen
    Wagnis

    Hinein ins Dunkel oder hinaus ins Licht?
    es wiegen sich Sorgen
    doch sie kümmern mich nicht

    Links die Gestade, wo wir fühlend gedeih’n
    schon bald neuer Morgen
    Wie wird’s dann wohl so sein?

    Aus den Wellen getaucht, am Ufer erwacht
    frag’ ich mich, dankend jetzt:
    wie mein Herz nur so lacht?

    Mal dämmert’s, mal flackert’s, als wär’s gar ein Spiel
    voll Lachen und unverletzt:
    ohne Argwohn im Kiel.

    A.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Oktober 2017
  4. Wellenspiel

    Wellenspiel Sehr aktives Mitglied

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    Beiträge:
    15.678
    Ort:
    Abgaswolke zwischen den Bergen
    Landschaft

    Es lag neblig hier
    eine Landschaft so weit;
    tief klingend in mir
    durch die Ewigkeit.

    Ein Ton schrieb Schrift,
    die noch unsichtbar war,
    doch mit goldenem Stift
    erst in Stille wurd’ wahr.

    So rein war das Meer
    wie die Dämmerung nah;
    die Weite so leer
    und ich war bloß da.

    Ein Wald weit entfernt,
    im Innern düsterig nur,
    ach, hätt’ ich gelernt
    mehr von der Natur.

    A.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Oktober 2017
  5. Wellenspiel

    Wellenspiel Sehr aktives Mitglied

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    15.678
    Ort:
    Abgaswolke zwischen den Bergen
    Herbstgedanken

    Nichts bleibt, wie es ist und nichts kommt, wie es geht …
    Stein wird zu Sand, Sand wird zu Staub.
    Vielleicht könnt’ ich reisen, wie der Wind grade weht:
    gehen bloß, durch süßen Duft und buntes Laub.

    Wie Schrift einer alten zitternden Hand,
    - zerknittert im altgrauen Morgenlied
    von Kranichen, die bereisen das Land -
    verweht und enteilt, wie der Herzschlag flieht.

    A.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Oktober 2017
  6. Wellenspiel

    Wellenspiel Sehr aktives Mitglied

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    15.678
    Ort:
    Abgaswolke zwischen den Bergen
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    11.10.2017
    Schutzengel

    Heut ein Tag von blauer Weite,
    tiefer Ruh und weichem Licht;
    seichter Wind zupft an die Saite,
    so zeigt das Lied nun sein Gesicht.

    In fernen gelben Wüsten kühl
    dämmert lächelnd tiefe Nacht;
    zwar ist’s in manchem Herz noch schwül,
    doch immerzu hält jemand Wacht.

    Mal scheint der Wind, sein Liedlein singend,
    von fremder Wesenheit zu sein
    doch nichts, obgleich mit Tönen ringend,
    wirkt allzu fern, bloß gütig rein.

    Es scheint, als ob’s ein Engel wäre,
    der ruhig, gelassen Wache hält,
    mir summend seine Weise lehre,
    von Liebe ganz und gar erwählt.

    A.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Oktober 2017
  7. Wellenspiel

    Wellenspiel Sehr aktives Mitglied

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    15.678
    Ort:
    Abgaswolke zwischen den Bergen
    Sonnenuntergang

    Voll Melancholie die Sinne schwanken,
    siedend heiß vom Scheitel bergab,
    als würden sich windende Fesseln ranken
    bis tief unter die Sohlen hinab.

    An dunklen Buchten angelandet
    bald auferweckt von milder Flut,
    seh’ ich die Sonne, rot gewandet:
    sie lockt mit allerletzter Glut.

    Über den weiten Wassern wehend
    säuselnde Geister singen allein;
    trotz dunkler Tiefen Lichter sehend
    doch weichend vor samtenem Kerzenschein.

    Ächzend knirscht Kies, seufzend bricht Stein,
    verwehende Sande knirschen im Blut,
    denn bald lässt das Feuer die Welt allein
    weichend der Kälte, schaudernd vor Wut.

    Stimmen erklingen - stark wird der Gesang,
    von Klagen, von Weh und alterndem Herzen -
    furchtsam erhoben: „Nicht lang mehr, nicht lang …“,
    so hör’ ich die Geister so voll ihrer Schmerzen.

    „Vielleicht ist’s ein Wunder“, so kündet die Flut,
    „dass noch dies lebt vor kommendem Frost:
    sei es nun Leid und Schmerz, der ruht,
    nicht weniger ist’s eine vornehme Kost.“

    Doch wie auch immer Worte klingen,
    so seh’ ich doch nur - wenn ich es denn kann -,
    nur dann, wenn Hell und Dunkel noch ringen
    den Ausblick, den mir die Flut heut’ ersann.

    Und so alsbald die Dunklen kämen
    und munkelnd nun die Ebbe schlich,
    so erblickte den letzten Strahl ich voll Grämen …

    … bevor das Licht am Horizont entwich.

    A.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Oktober 2017
  8. Tolkien

    Tolkien Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    5.544
    Na endlich... Wurd' auch Zeit:) Da freue ich mich!
     
    Wellenspiel gefällt das.
  9. Tolkien

    Tolkien Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    4. Juli 2017
    Beiträge:
    5.544
    Echt ganz wunderbar,@Arcturin (y)(y):)
     
    LynnCarme und Wellenspiel gefällt das.
  10. Wellenspiel

    Wellenspiel Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Abgaswolke zwischen den Bergen
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    Freut mich sehr, dass es dir gefällt. :)
     
    Tolkien gefällt das.
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