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Verdammnis auf Erden?

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Luna, 20. Oktober 2002.

  1. Luna

    Luna Guest

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    Ist es eine Strafe auf Erden zu sein? Viele Postings hier vermitteln mir den Eindruck, als waere das hoechstes Ziel, dem Erdenleben zu entrinnen.
    Das empfehlen einem auch viele Religionen und versprechen die Seeligkeit erst im Himmel/Nirvana/weissichwo.
    Koennte es nicht sein, dass wir an einem riesigen Experiment beteiligt sind, indem es unter anderem darum geht, die Barriere zwischen den Dimensionen zu ueberwinden. Aber nicht mit dem Ziel dem Erdenleben zu entrinnen, sondern gerade um auch das Erdenleben als spezielles Erlebnis einzubinden?
     
  2. frido

    frido Mitglied

    Registriert seit:
    11. August 2002
    Beiträge:
    150
    Ort:
    Steiermark
    Hi Luna

    Ich gebe Dir recht. Auch ich sehe den Sinn des Lebens darin, daß man hier ist, um sich weiterzuentwickeln, um sich zum erblühen zu bringen, wie sich eine Rose zum erblühen bringt.
    Es grüßt herzlich Frido.
     
  3. Kvatar

    Kvatar Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. Mai 2002
    Beiträge:
    1.682
    Wer hat denn gesagt, das die Erde ein Jammertal ist ?!

    Das Leben selbst ist nicht leidvoll. Nur wir leiden machmal - weil wir nicht verstanden haben, wie die Dinge sind.
     
  4. Walter

    Walter Administrator Mitarbeiter

    Registriert seit:
    16. September 2001
    Beiträge:
    15.218
    Ort:
    Oberösterreich
    Ich bin fröhlich. Ich leide.

    Diese Dualität erlebe ich jeden Tag, jede Woche, jedes Jahr. Das ist zutiefst menschlich.

    Wer nicht einsieht dass beides dazugehört verschlimmert seine Lage nur. Die einen kämpfen krampfhaft um die Glückseligkeit hier und jetzt, die anderen ebenso krampfhaft um Glückseligkeit/Erlösung/Nirvana in ferner Zukunft - da schenken sich die einzelnen Religionen nichts.
     
  5. frido

    frido Mitglied

    Registriert seit:
    11. August 2002
    Beiträge:
    150
    Ort:
    Steiermark
    Hi Kvatar

    In meinen Augen hast Du sehr viele Erkenntnisse und Einsicht gewonnen. Aber letztendlich ziehst Du daraus die falsche Rückschlüsse, nach dem Motto: "Vorwärts Freunde, wir müssen zurück". Naja, vielleicht verstehe ich Dich auch nur falsch.

    Hi Walter

    Natürlich hast Du recht. Man soll ändern, was man ändern kann, akzeptieren, was man nicht ändern kann. Letztendlich gleicht das Leben dem Wetter, das nicht nur Sonnenstunden, sondern auch Regen enthält und erst das harmonische Vorhandensein beider gewährt eine fruchtbare und artenreiche Landschaft. Obwohl, wenn man in die Natur schaut, auch die Extreme ihre Reize bieten.
    Es grüßt herzlich Frido
     
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    @ alle

    Der Grundtenor und -fehler der Weltreligionen ist die Menschenverachtung und der Zynismus, ein "besseres" Leben im Jenseits - oder einen besseren Zustand im Nirwana (also im Nicht-Leben) - zu versprechen.
    Der zweite grundlegende Fehler ist die Erhöhung des Glaubens über das Wissen, die Wissenschaft. Das kann keine grundlegende Ausrichtung gewesen sein. Denn als die großen Religionen geboren wurden, gab es noch keine Wissenschaft.

    Uns sind unsere äußeren Hirnlappen mitgegeben worden. Von "Gott", von der Natur, das will ich jetzt hier nicht diskutieren. Nur: Diese Lappen haben ihren Sinn. Sind sie eine Fehlleistung der Evolution? Wer oder was soll uns davon abbringen, sie zu benutzen. Und WARUM?

    Liebe Grüße,
    Gisbert :winken5:
     
  7. Berian

    Berian Mitglied

    Registriert seit:
    8. August 2002
    Beiträge:
    82
    Ort:
    Chiemgau, Bayern
    Hallo Gisbert,
    Wenn man das rein "wissenschaftlich" betrachtet und Religion hier außen vor läßt, dann muß man sagen: es wird sich zeigen, ob die Intelligenz ein Fehler der Evolution war oder nicht.

    Die Natur (ohne Annahme einer höheren Macht) entwickelt das Leben einfach weiter. Dabei ist "zufällig" die Intelligenz entstanden. Ob sie sich als hilfreich erweisst ist -zumindest aus der Sicht der Natur- noch nicht erwiesen: der Mensch mißbraucht die Intelligenz zum Ausbeuten und Vernichtet seine eigene Lebensgrundlage. Es kann gut sein, daß die Evolution dazu führen wird, daß die Intelligenz wieder "abgeschafft" wird, weil eine Lebensform damit nicht dauerhaft überlebensfähig ist.

    Allerdings sieht das alles ganz anders aus, wenn man eine höhere Macht in das Weltbild einbindet und NICHT von einer zufälligen Evolution ausgeht. Aber das wäre ein Thema für sich ;)

    Berian
     
  8. Hi Berian!
    Tja, wir haben Eigenverantwortung für uns selbst. Wir können unsere Lebensgrundlage vernichten. Aber das wissen wir, und darum werden wir das nicht machen, in letzter Konsequenz. Wir sind zwar doof, aber so doof nun wieder nicht... ;)
    Ja, und wie ? :confused:

    Herzl. Grüße,
    Gisbert
     
  9. Eben! Und darum erlöst uns das Wissen (und die Praxis) von der
    Heilung von diesem Leid. Die Alternative Nirwana auch... Aber gleich tot machen, weil die Probleme zu dicke sind... Das ist Rückzug im Kampf, Erkenntnis der Siegeszug.
    Yes!

    LG,
    Gisbert
     
  10. Kvatar

    Kvatar Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. Mai 2002
    Beiträge:
    1.682
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    Doch Frido, Du bist der Sache schon gefährlich nahe.
    Aber es geht nicht darum, Rückschritte zu machen, sondern Verlorenes wiederzugewinnen.


    @Walter: Das Wechselbad der Gefühle ist normal, weil der Durchschnitt das "Normale" bestimmt.
    Es stimmt schon: viele Religionen predigen das gottgefällige Leben, um später ein Leben bei Gott führen zu dürfen. Eine Garantie bekommt jedoch keiner, es könnte tatsächlich Alles eine große Lachnummer sein, und das Leben ist verschwendet.


    Der Buddhismus, Zen und der Taoismus unterscheiden sich von anderen Religionen darin, dass dieser Zustand des "bei Gott seins" (oder wie auch immer) bereits zu Lebzeiten erreicht werden kann. Die Leistungen und verblüffenden Phänomene, gerade im Zen, zeigen, dass diese Dinge existent sind. Niemand braucht sich mit dem "Glauben" zufriedenstellen, jeder ist aufgefordert, die Wahrheit herauszufinden.

    Satori, Nibbana, Dhamma, Erleuchtung, Samahdi - sie alle stammen verschiedenen Richtungen ab, aber sie beschreiben dennoch allesamt den gleichen Zustand, so wie Lao-Tse ihn formulierte:

    Ich kenne nur wenige Menschen (insgesamt 3), die Satori tatsächlich selbst erlebt haben. Und alle sind sich darin einig, das "Es" nicht wirklich beschrieben werden kann, ganz einfach weil Worte ungeeignet sind, etwas Derartiges auszudrücken. Und nochetwas kommt hinzu: Alle Personen bezeichne(te)n diesen Zustand als absolute Wachheit oder Aufmerksamkeit, als Verschmelzung von Betrachter, Betrachtetem und Betrachtung.


    Die Dualität der Gefühle, wie Du sie beschreibt kann ich nachvollziehen. Aber wir bekommen nie mehr als das, womit wir uns zufriedengeben. Niemand trägt uns die Erleuchtung hinterher, niemand kann "uns" erleuchten.

    Bestimmt ist Dir aufgefallen, dass die sog. "Koans" und auch die Dialoge zwischen Schülern des Buddhismus/Taoismus Fragen und Rätsel sind, die den Befragten (Meditierenden) mit dieser Frage allein lassen. Er kann sie nicht nachlesen oder sonstwie logisch beantworten. Es geht auch nicht darum, die Antwort zu finden, sondern darum, zu erkennen wie die Dinge sind. Den Verstand dabei zu überschreiten ist das eigentliche Hindernis.



    Bevor nun das Geschrei wieder groß ist ("Ich bin stolz auf meinen Verstand ... jaja, ihr könnt's nicht erklären, weil's da nx zu erklären gibt..) will ich nochmal gleich gegensteuern:

    Auch ich weiss die Qualitäten des Verstandes zu schätzen, aber ich kenne auch seine Grenzen. Gelernt zu haben, dem Verstand seinen ihm gebührenden Platz im Leben einzuräumen bedeutet, sich für das geöffnet zu haben, was "über den Verstand" geht.


    Ich hoffe, ich konnte mich verständlich machen. :)

    Grüße,
    KTG
     
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