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Sterbebegleitung

Dieses Thema im Forum "Sterben, Tod, Leben nach dem Tod" wurde erstellt von MarionBaccarra, 8. August 2007.

  1. MarionBaccarra

    MarionBaccarra Mitglied

    Registriert seit:
    14. Januar 2007
    Beiträge:
    403
    Ort:
    NRW
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    Wie sieht das aus, begleite ich den sterbenden, in seinen letzten Stunden?

    Oder ist es schon eine Sterbegleitung, wenn ich intensiv meine Mutter oder Oma pflege.

    Wie kann ich mich schützen, vor zu vielen Gefühlen, und Schmerz.

    Hat das jemand von euch schon mal erlebt?

    Marion
     
  2. lichtbrücke

    lichtbrücke Guest

    Hallo Marion

    Wenn deine Mutter bzw. Oma gesund sind, denke ich eher, es handelt sich bei der Pflege um Altenpflege. Ich erhebe natürlich keinen Anspruch auf Richtigkeit, aber so wie ich es erlebt habe, empfinde ich es so, dass Sterbebegleitung dann beginnt, wenn keine Heilung mehr möglich ist (Diagnose, "austherapiert sein"). Da geht es nicht nur um die letzten Stunden, der Sterbeprozess kann Monate dauern.

    Indem du *annimmst*. Auch das ist ein Prozess, der lange dauern kann. Sobald du es für dich annehmen kannst, dass die Lebenszeit des betreffenden Menschen begrenzt ist, beginnt für dich das Loslassen. Und je mehr du loslassen kannst, umso leichter (schmerzarmer) ist es nicht nur für dich, sondern auch für den Sterbenden.

    Liebe Grüsse

    lichtbrücke
     
  3. Esofrau

    Esofrau Guest

    Hallo Marion,

    Sterbebegleitung ist es meiner Meinung nach dann, wenn der Sterbeprozess beginnt - für mich allerdings nicht bereits, wenn es keine Aussicht auf Heilen mehr gibt. Vielleicht hilft dir das etwas, um mehr zu erfahren...

    Ich denke nicht, dass du dich schützen kannst, aber du solltest alle Gefühle rauslassen und sie ausleben. Erlaube dir das!!!
    Es ist nicht einfach, einen Menschen beim Sterben zu begleiten - erst recht nicht ältere Menschen, bei denen oft das Thema Sterben und Tod doch noch Tabuthema ist. Aber scheue dich nicht davor, trotzdem mit ihnen zu sprechen - sie werden dir sagen und Zeichen geben, ob sie das wollen oder nicht. Das verkehrteste, was man in solch einer Situation tun kann, ist schweigen! Oft reagieren sie richtig erleichtert, wenn jemand anderer den Anfang zum Gespräch macht, denn Sterben ist ja auch von Angst begleitet.

    Ich habe meine Eltern beide sterbebegleitet... und zu Lebzeiten Abschied nehmen können... - das war das schönste, was ich je erleben durfte!!!

    LG
    Esofrau
     
  4. frieda

    frieda Neues Mitglied

    Registriert seit:
    8. August 2007
    Beiträge:
    11
    Ort:
    Speyer a. Rhein
    Als 9-jährige hatte ich meine erste Konfrontation mit dem Tod, als mein geliebter Opa verstorben ist. Als Kind wurde ich zum Spielen rausgeschickt, damit ich nichts mitbekommen sollte. Aber die Neugier war sehr stark und beobachtete also heimlich aus der Distanz, wie der Sarg aus dem Haus getragen wurde und der Leichenwagen mit meinem Opa davon fuhr. Dieses Bild und das Bild vom Tag zuvor, als mein Opa noch mit mir auf dem Spielplatz war und es ihm nicht gut ging ... er drückte mir ein paar Mark in die Hand, damit ich für meine Mutter noch einen Blumenstrauß holen sollte ... diese Bilder sind jene, die ich noch immer vordergründig von meinem Opa in mir trage (heute bin ich 56 Jahre).
    Dieses Erlebnis und meine Ungläubigkeit von Kindheit an, daß nach dem Tod nichts mehr kommt, waren die Beweggründe, daß ich mich schon relativ früh mit dem Sterben und Tod auseinandersetzte und dadurch eine tröstliche Einstellung zu diesem Thema erworben habe.
    Vor neun Jahren hatte ich dann das unendliche Glück, beim Ableben meines Vaters seine letzten Tage und Stunden begleiten zu dürfen und seine Hand zu halten, als er hinüber ging. Er hatte die Gnade eines schnellen Sterbens. Als klar wurde, daß es mit ihm zu Ende ging hatte er nur noch wenige Tage, die er nicht allein verbringen mußte. Meine Mam, meine Schwester und ich wechselten uns ab.
    Es mag schwer verständlich sein für jemanden, der das Sterben noch nicht direkt erlebt hat. Aber der Umstand, für einen Sterbenden da sein zu können und womöglich zum Zeitpunkt des Hinübergehens die Hand halten zu dürfen, zu streicheln, einige Worte der Zuneigung noch mit auf den Weg zu geben, gibt einem selbst so unendlich viel Frieden und Sinngebung.
    Die Gefühle der Trauer treten in den Hintergrund, denn man selbst war ein Teil des Geschehens, wodurch diese Trauergefühle nicht in Leid erlebt werden.

    Friedvolle Grüße,
    frieda
     
  5. MarionBaccarra

    MarionBaccarra Mitglied

    Registriert seit:
    14. Januar 2007
    Beiträge:
    403
    Ort:
    NRW
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    Hmm, erstmal lieben Dank für eure Antworten.

    Ich pflege seit Jahren meine Mutter.

    In den letzten Monaten geht es sehr rapide bergab mit ihr.

    Sie ist im Kopf noch klar, und ich würde mich ehrlich gesagt nicht trauen mit ihr über ihren Tod zu sprechen.

    Das sie auch Angst hat, kann ich mir sehr gut vorstellen.

    Ich habe auch Angst..und Trauer.

    Sie ist seit einier Zeit schon sehr mürrisch, wütend zornig.

    Kann ich verstehen.

    Keiner kann sich von solchen Gefühlen befreien.

    Ich bin der absolute Gegenpol.

    Immer lieb Brav herzlich freundlich.

    Und immer da

    Wir wohnen in einem Haus, da ist es leichter sie zu versorgen.

    Meine Mutter war immer eine sehr starke Frau.

    Auch heute noch, mit 86 Jahren.

    Ich spüre, wie sie sich entfernt..ein kleines bischen.

    Manchmal mehr.

    Es ist schlimm hilflos zu sein.

    Und damit meine ich mich

    Marion
     
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