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Samadhi und wie man es erlangt

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von Pfeil, 25. November 2012.

  1. Pfeil

    Pfeil Sehr aktives Mitglied

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    Die Definition des Begriffes "Samadhi" ist einfach "hinüberwechseln in die spirituelle Welt". Man bleibt dabei genau so wie man ist. Die gesamte Umgebung, dazu zähle ich auch den eigenen Körper, ist dann nicht mehr materiell, sondern spirituell.

    Man kann es sich so vorstellen, daß man in ein Paralleluniversum überwechselt. Man ist wie ein Radiogerät. Mit der normal eingestellten Frequenz empfängt man den Sender "Materielle Welt". Wenn man nun eine höhere Frequenz einstellt empfängt man den Sender "Spirituelle Welt".

    Dieser Vorgang, die eigene Frequenz auf die spirituelle Welt einzustellen ist die erste große Etappe für uns. Ich erzähle Euch das aus eigener Erfahrung, weil ich selber diese Schwelle schon mehrmals kurz überschritten habe. Dieses Erlebnis ist allerdings ziemlich erstaunlich, sodaß man am Anfang unwillkürlich zurückschreckt, mehr dazu später.

    Diese Frequenzumstellung beschreibt Patanjali in seinem Yoga Sutra. Wie viele der altindischen Texte hat es am Anfang einen Kernsatz, der die Aussage des ganzen Buches zusammenfasst. Danach folgen dann weitere Erläuterungen.

    http://de.ashtangayoga.info/quelltexte/yoga-sutra-patanjali/kapitel-1/

    " योगश्चित्तवृत्तिनिरोधः ॥२॥
    yogaś-citta-vṛtti-nirodhaḥ ||2||
    Yoga ist die Beendigung der Tätigkeit der Gedanken. ||2||
    तदा द्रष्टुः स्वरूपेऽवस्थानम् ॥३॥
    tadā draṣṭuḥ svarūpe-'vasthānam ||3||
    Dann erkennt das Wesen sein wahres Selbst. ||3|| "

    Sanskrit ist von der Struktur her ganz anders als Deutsch. Es gibt daher keine einzig mögliche Übersetzung. Ich habe hier meine Formulierung eingefügt, weil ich glaube, daß sie dem gemeinten Sinn nahe kommt.

    Patanjali empfiehlt also den ständigen Fluss der Gedanken anzuhalten. Mit unseren Gedanken formen wir ein Bild von uns selber. Dieses Bild halten wir für unser Ich. Es ist aber in Wirklichkeit das falsche Ego. Unsere eigentliche spirituelle Natur können wir erst erkennen, wenn wir den ständigen Fluss der Gedanken anhalten.
     
  2. Pfeil

    Pfeil Sehr aktives Mitglied

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    Allerdings ist es am Anfang nicht einfach, die Gedanken einfach so abzustellen. Daher konzentriert man sich auf Etwas, um überhaupt erstmal eine Bündelung der Aufmerksamkeit zu erreichen. Dazu benutzt man den Atem und Mantras. Die Beobachtung des Atems beruhigt am meisten. Die Mantras bitten mächtige Geistwesen um Führung. Die Konzentration auf Muladhara Chakra, das zwischen Anus und Geschlechtsteil liegt ist auch ziemlich stark, wie Forschungen ergeben haben.

    Bei der Beobachtung des Atems tritt eine Beruhigung ein. Atem ist Leben und wenn der Atem sich beruhigt beruhigen sich auch die Gedanken. Der Atem wird immer flacher und irgendwann versiegen die Gedanken. Dann dauert es auch nur ein paar Sekunden bis man feststellt, daß man nicht mehr in der materiellen Welt ist. Man hat seine eigene Frequenz verschoben und empfängt nun "Sender Spirituelle Welt".

    Um diese Verhältnis zwischen materieller Welt und spiritueller Welt anschaulich zu machen habe ich vor einiger Zeit bei einer anderen Seite ein Gleichnis entwickelt, das ich Euch nun wiedergeben möchte.
     
  3. Pfeil

    Pfeil Sehr aktives Mitglied

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    Materielle Welt und spirituelle Welt sind wie ein Strand. Das Wasser ist die materielle Welt, das Land ist die spirituelle Welt. Wir befinden uns im Wasser. Einige schwimmen weit draußen um ihr Leben, andere tauchen, untersuchen die Unterwasserwelt.

    Einige haben schon Boden unter sich entdeckt und sind auf dem Weg zum Strand. Manche ragen sogar schon zum Teil aus dem Wasser heraus und betrachten erstaunt die neue Welt, die sich ihren Blicken bietet.

    Irgendwann kommt der Punkt wo man aus dem Wasser austritt und auf den Strand geht. Dieser Augenblick, wo man vollständig aus dem Wasser raus ist, das wäre Samadhi in dem Gleichnis.

    Doch es ist eine große Überraschung, denn man kannte bisher nur das Wasser! Also ist es die natürliche Reaktion sofort ins Wasser zurückzukehren. Doch dieses Erlebnis wird einen nicht loslassen. Man wird es immer wieder versuchen, immer weiter an Land gehen und irgendwann gar nicht mehr ins Wasser zurückkehren. Das wäre dann in dem Gleichnis Nirvikalpa Samadhi, das Eingehen in die spirituelle Welt für immer.
     
  4. Pfeil

    Pfeil Sehr aktives Mitglied

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    Dieses Gleichnis macht auch die Bedeutung der Entsagung deutlich. Entsagung ist heute nicht besonders populär in einer Gesellschaft, die auf Konsum ausgerichtet ist. Doch es wird offensichtlich, daß man nicht im Wasser und an Land gleichzeitig sein kann. Man kann nur an Land gelangen, wenn man dem Wasser entsagt. Anders geht es nicht.

    Und genauso kann man die spirituelle Welt nicht erreichen, wenn man der materiellen Welt nicht entsagt. Je mehr man der materiellen Welt entsagt, desto mehr wird man spirituellen Fortschritt machen. Bis man der materiellen Welt komplett entsagt. Das ist Samadhi.
     
  5. jüre

    jüre Sehr aktives Mitglied

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    Da kommt mir Castaneda in Sinn, Don Juan hat von "die Welt anhalten" gesprochen, d.h. den inneren Dialog abstellen - siehst Du da Parallelen ?
     
  6. Pfeil

    Pfeil Sehr aktives Mitglied

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    Ja. Castaneda hat sich das offenbar ausgeliehen aus dem Yoga oder von anderen esoterischen Quellen. Soviel ich weiß soll er ja selber zugegeben haben, daß seine Bücher erfunden sind. Leider. Ich habe sie gerne gelesen, hatte aber früher schon den Eindruck, daß die Bücher nach dem 4. erfunden sind. Da wechselt er auch von Tagebuch- in Romanform.
     
  7. jüre

    jüre Sehr aktives Mitglied

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    Was heisst denn für dich komplett entsagen ? Dein Körper hat ja auch Bedürfnisse...
     
  8. Garfield

    Garfield Sehr aktives Mitglied

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    Nö, Samadhi heisst übersetzt nicht "in eine spirituelle Welt wechseln" sondern genau das Gegenteil. Das wäre auch geradezu absurd da die Hinduistisch-Buddhistische Philosophie nicht davon ausgeht daß man für spirituelles Heil in eine andere Welt eingehen muss sondern spirituelle Reifung etwas ist das im eigenen Geist stattfindet. Samadhi ist also ein Geisteszustand der einsgerichteten, unabgelenkten Meditation.


    Samadhi (Sanskrit, समाधि, samādhi „Versenkung, Sammlung“, wörtlich „fixieren, festmachen, Aufmerksamkeit auf etwas richten“) bezeichnet einen Bewusstseinszustand, der über Wachen, Träumen und Tiefschlaf hinausgeht und in dem das diskursive Denken aufhört. Es ist ein völliges Aufgehen in dem Objekt, über das meditiert wurde.

    Wie man da hinkommt? Seine Meditationstechnik fleissig üben.
     
  9. Garfield

    Garfield Sehr aktives Mitglied

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    Du kannst wenn du wirklich fortgeschritten bist auch im Samadhi verweilend aufs Klo gehen oder dir eine Pizza in den Ofen schieben. Wenn du das noch nicht so weit bist übst du es einfach in Sitzungen und lässt die Meditation in den Pausen zwischen den Sitzungen einfach los.

    Und nein, Samadhi bedeutet auch nicht komplett entsagen. Weil Samadhi eine mentale Aktivität ist. Wenn du wirklich SEHR stabil bist kannst du sogar Sex haben ohne das das zu einer Ablenkung führt. Das Samadhi ist doch noch nicht wirklich perfekt wenn jede Ablenkung sofort zu einem Verlust des Samadhi-Zustandes führt und du krampfhaft in deiner Höhle hocken musst weil sonst die Meditation flöten geht.
     
  10. Pfeil

    Pfeil Sehr aktives Mitglied

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    Entsagung bedeutet das Interesse an der Materie zu verlieren. Das Interesse richtet sich dann auf die spirituelle Welt. Gleichzeitig bedeutet es die Identifikation mit der Materie zu lösen, man identifiziert sich dann mit der Spiritualität. Und schließlich auch die Identifikation mit dem eigenen materiellen Körper zu lösen.

    Die Entsagung geht schrittweise. Die komplette Entsagung bedeutet dann letztendlich auch die Aufgabe des materiellen Körpers.
     
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