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Philosophischer Selbstmord

Dieses Thema im Forum "Aufgeschrieben" wurde erstellt von rauchenderaupe, 16. Mai 2011.

  1. rauchenderaupe

    rauchenderaupe Neues Mitglied

    Registriert seit:
    14. Mai 2011
    Beiträge:
    5
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    Die Eigene Existenz zu rechtfertigen ist wohl so ziemlich das Einzige, was der Mensch sein Leben lang versucht. Dabei spielen äußere Einflüsse garkeine Rolle. Die Eigene Sicht der Dinge ist hierbei das Einzige Kriterium, welches man anwendet. Ist man sich selbst zuwider, beendet man es auf unwiederbringliche Weise. Doch ist man mit sich Selbst im Reinen spielen die Menschen um einen herum kaum eine Rolle in der Beurteilung des Ganzen.

    Zerrissenheit ist hierbei eine Qual. Auf der einen Seite sieht man die Aktuelle Situation und möchte sich am liebsten sämtliche Drogen dieser Welt mit einem Schuss in die Venen drücken um dem ganzen zu entkommen. Doch Andererseits ist da dieses unglaubliche Potential welches nicht nur der Proband in sich Selbst sieht, sondern auch die Personen in seiner Umgebung. Beide Richtungen sind somit auf unbestimmte Zeit versperrt. Und so verharrt man in der Schwerelosigkeit des Lebens mit der Hoffnung, irgendwann doch noch mal ein Bein auf den Boden zu bekommen.

    Hierbei ist es die große Angst vor dem eigenen versagen. Man steht an der Kante zum Universum, und es braucht nur einen kleinen Stubs in die falsche (richtige) Richtung um abzustürzen. Man bleibt in der Erinnerung. Ob positiv oder negativ ist dabei völlig irrelevant. Und so verbringt man seine Tage mit Whisky und Zigaretten und geht jeden Einzelnen Tag seines Lebens in Gedanken noch mal durch. Jeder Tag wird aufs Neue durchlebt mit der Suche nach dem verhängnisvollen Augenblick des Scheiterns. Oder besser gesagt des beinahe Scheiterns. Denn gescheitert ist man nicht. Man befindet sich seit jeher im Fallen. Den Boden dabei schon fest im Blick. Die Augen vor Ehrfurcht zusammengekniffen und bereit, aufzuschlagen. Doch man schlägt nicht auf. Man fällt, ohne aufzuschlagen. Die Schwerelosigkeit zerreißt einem die Seele und den Verstand.

    Dabei hat man viel Zeit zum Nachdenken. Zu viel Zeit. Man fragt sich unentwegt welchen Platz man im Leben einnehmen will. Und welchen Platz man einnehmen wird. Große Persönlichkeiten haben die Menschheit geprägt und mit ihren außerordentlichen Leistungen die Menschen inspiriert. Sei es in der Politik oder der Kunst. Sie haben sich in die Gehirne fremder Menschen eingenistet um dort ewiglich zu verharren. Sie haben ihren ganz persönlich Platz in der Unendlichkeit des Universums. Man selbst bewundert diese Menschen zutiefst, immer mit der Frage behaftet, wie man selbst unsterblich wird.

    Laute Musik nimmt einem das denken ab. Sie stimuliert und betäubt gleichermaßen, sodass man sich für wenige Minuten in einer anderen Existenz wähnt. Doch wenn die letzten Klänge erloschen sind sitzt man wieder in der Mitte eines schalldichten Raumes. Der Gedankenspiegel wird einem unentwegt vorgehalten mit der bitteren Gewissheit, dass er nie verschwinden wird. Und so vertieft man in dieses eine Lied von eben war, so oberflächlich erscheint einem der Spiegel seiner Gedanken. Man nimmt eine Tablette, legt sich ins Bett und macht den Fernseher an. Wenigstens beim Einschlafen will man seinen Gedanken entkommen. Doch man weiss genau, dass sie in der Abgeschiedenheit des Träumens ungeduldig warten. Die Besten Feinde die man hat.

    Der philosophische Selbstmord.
     

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