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phala varja - Fruchtverzicht

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von riana, 10. September 2012.

  1. riana

    riana Mitglied

    Registriert seit:
    28. November 2010
    Beiträge:
    140
    Ort:
    Garmisch-Partenkirchen
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    Hallo, Dahlke spricht in seinem Buch Krankheit als Symbol phala varja an, der Fruchtverzicht. Soll buddhistisch sein. Finde es nirgends... weiß jemand, was das ist, wie das geht.
    usw....

    Danke und liebe Güße
     
  2. nasruddin

    nasruddin Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    31. August 2010
    Beiträge:
    1.074
    Auf die Früchte verzichten?

    Hier ist der Link zu den phala = Früchten = Charisma ...

    http://en.wikipedia.org/wiki/Phala


    Und folgendes aus:
    http://www.sila-frauengruppe.de/krankheitsbilder-deutung/



    Dann dieses: http://himalaya.socanth.cam.ac.uk/collections/journals/bot/pdf/bot_1997_02_04.pdf

    etc. etc.
     
  3. nasruddin

    nasruddin Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    31. August 2010
    Beiträge:
    1.074
  4. anadi

    anadi Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. Januar 2007
    Beiträge:
    1.856
    Ort:
    Uttenreuth bei Erlangen
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    Hallo riana,

    phala - Frucht (Sanskrit)
    varja - Verzicht (Sanskrit)

    Laut Sri Caitanya es gibt mehrere Vollkommenheitsstufen.

    Erste Stufe:
    Die Ausführung seiner eigenen vorgeschriebenen Pflichten
    gemäß Sozialen- (varna) und Spirituellenstatus (ashram).

    prabhu kahe, — "paḍa śloka sādhyera nirṇaya"
    rāya kahe, — "sva-dharmācaraṇe viṣṇu-bhakti haya"


    Der Herr sagte: Rezitiere einen Vers über das Ziel des Lebens - prabhu kahe paḍa śloka nirṇaya sādhyera
    Rāmānanda Rāya sagte: die Ausführung seiner eigenen vorgeschriebenen Pflichten bedeutet Hingebungsvoller Dienst für Sri Vişnu - rāya kahe ācaraṇe sva-dharma haya viṣṇu-bhakti

    varṇāśramācāra-vatā puruṣeṇa paraḥ pumān
    viṣṇur ārādhyate panthā nānyat tat-toṣa-kāraṇam
    Viṣṇu Purāṇa (3.8.9)

    Durch das angemessene Benehmen gemäß dem sozialen und spirituellen System - ācāra-vatā varṇa-āśrama
    verehrt der Mensch dem Höchsten Genießer Vişnu - ārādhyate pumān paraḥ puruṣeṇa viṣṇuḥ
    Es gibt keinen anderen Weg , als Grund für Seine Zufriedenheit - na anyat panthā kāraṇam toṣa tat

    Tika:
    In Bhagavat Puran 1.2.13, sagt Suta den im Naimişa Wald (Namiş-aranya) versamelten Weisen:

    ataḥ pumbhir dvija-śreṣṭhā / varṇāśrama-vibhāgaśaḥ
    svanuṣṭhitasya dharmasya / saḿsiddhir hari-toṣaṇam


    Ihr, die zwei Mal geborenen (durch Brahmana Einweihung) - dvija-śreṣṭhā ataḥ saḿsiddhir hari
    die Ausführung der eigenen vorgeschriebenen Pflichten für die menschlichen Lebewesen - svanuṣṭhitasya dharmasya pumbhir
    gemäß der Einteilung des sozialen und spirituellen Systems - vibhāgaśaḥ varṇāśrama
    stellt den Höchsten Herr zufrieden - toṣaṇam hari.

    Şri Krişna sagt in Bhagavad-gita 4.13:

    cātur-varṇyaḿ mayā sṛṣṭaḿ guṇa-karma-vibhāgaśaḥ
    tasya kartāram api māḿ viddhy akartāram avyayam

    Ich habe die vier soziale Einteilungen - mayā cātur-varṇyaḿ,
    gemäß der Eigenschaften und der damit verbundenen Arbeit geschaffen - vibhāgaśaḥ guṇa-karma sṛṣṭaḿ
    Obwohl ich der Schöpfer bin - api tasya kartāram
    Du solltest wissen, ich bin untätig und unvergänglich - viddhy māḿ akartāram avyayam

    Şri Krişna sagt in Bhagavad-gita 18.45-46

    sve sve karmaṇy abhirataḥ saḿsiddhiḿ labhate naraḥ
    sva-karma-nirataḥ siddhiḿ yathā vindati tac chṛṇu

    yataḥ pravṛttir bhūtānāḿ yena sarvam idaḿ tatam
    sva-karmaṇā tam abhyarcya siddhiḿ vindati mānavaḥ
    (Bhagavad-gita 18.45-46)

    Der Mensch, der seine eigene vorgeschriebenen Tätigkeiten nachgeht, erreicht die Vollkommenheit - naraḥ sve sve karmaṇy abhirataḥ labhate saḿsiddhiḿ
    Hörzu (wie) auf dieser Art und Weise beschäftigt in seiner eigenen vorgeschriebenen Pflichten, man erreicht die Vollkommenheit – chṛṇu tac yathā nirataḥ sva-karma

    Durch die Verehrung Derjenigen aus dem alle Lebewesen entspringen- abhyarcya tam yataḥ bhūtānāḿ pravṛttir
    Derjenige, der diesen (Universum) durchdringt - yena tatam sarvam idaḿ
    (durch die Ausführung) eigenen vorgeschriebenen Pflichten der Mensch erreicht die Vollkommenheit - sva-karmaṇā mānavaḥ vindati siddhiḿ

    Zweite Stufe - Karma-yoga = phala varja - Fruchtverzicht

    59
    prabhu kahe, — "eho bāhya, āge kaha āra"
    rāya kahe, "kṛṣṇe karmārpaṇa — sarva-sādhya-sāra"


    Der Herr entgegnete: das ist äußerlich - prabhu kahe eho bāhya
    Gehe weiter und sage mehr - āge kaha āra
    Śrī Rāmānanda Rāya sagte: die Darbringung der Ergebnissen eigenen vorgeschriebenen Pflichten Krişna - rāya kahe arpaṇa karma kṛṣṇe
    ist die Essenz aller Ziele - -sāra sarva sādhya[/quote]

    Krishna erklärt in Bhagavad-gita was Karma ist.
    Heutzutage glauben die Leute, Karma bedeutet Handeln statt Vorgeschriebene Arbeit.

    karmaṇo hy api boddhavyaḿ / boddhavyaḿ ca vikarmaṇaḥ
    akarmaṇaś ca boddhavyaḿ / gahanā karmaṇo gatiḥ


    (Bhagavat-gita 4.17)

    Karma ist sicherlich schwierig zu verstehen - karmaṇo hy api boddhavyaḿ
    auch vikarma ist schwierig zu verstehen - ca vikarmaṇaḥ boddhavyaḿ
    und akarma ist schwierig zu verstehen - akarmaṇaś ca boddhavyaḿ
    Karmas Lauf ist schwierig (zu bestimmen) - gatiḥ karmaṇo gahanā.

    karmaṇy akarma yaḥ paśyed / akarmaṇi ca karma yaḥ
    sa buddhimān manuṣyeṣu / sa yuktaḥ kṛtsna-karma-kṛt

    (Bhagavat-gita 4.18 )

    Jene Person, welche intelligent ist - sa manuṣyeṣu buddhimān
    sieht Handeln in Akarma und Nicht-Handeln in Karma - yaḥ paśyed karmaṇy akarma akarmaṇi ca karma.
    Jene Person ist verbunden (mit der spirituellen Ebene, obwohl) sie alle möglichen Tätigkeiten (in dieser Welt) ausführt - sa yuktaḥ kṛtsna-karma-kṛt.

    Tika:

    Die Bedeutung ist dass, für eine intelligente Person,
    Karma (handeln gemäß Varna-ashrama Dharma) Nicht-Handeln ist - eine Art "akarma",
    weil dieser Art von Handeln nicht mit der ewigen Natur der Seele verbunden ist: Shuddha-Bhakti – Reine liebevolle Dienst für den All Anziehender,
    und so eine Person sieht Akarma – das Nicht-Befolgen der Vorgeschriebene Arbeit , (basierend auf die Falsche Identifizierung der Seele mit zeitweiligen Begriffe des materiellen Körpers), als wirkliche Tätigkeit wenn diese Tätigkeit mit der wirklichen Identität der Seele verbunden ist – ein liebevolle Diener, Freund, Eltern, Liebhaber des Herrn- welche die nitya dharma – der ewige Pflicht der Seele.

    1. Akarma bedeutet nicht Handeln gemäß der vorgeschriebenen Arbeit in varna-ashram aufgrund:
    - Ablehnung von Varna-ashrama wegen Ignoranz, aber trotz allem weiter im Bildfeld des Varna-ashrama handeln – ohne die Regeln zu befolgen, -welche Vikarma ist.
    - Ablehnung von Varna-ashrama und sich direkt in Tätigkeiten (wie das Leben an einem abgelegenen Ort…) für das Erreichen von Befreiung (Mukti) beschäftigen.
    - Ablehnung von Varna-ashrama dharma und sich in hingebungsvollen Tätigkeiten (Bhakti) – für das Erreichen der göttlichen Liebe - Prema beschäftigen.

    2. Karma, ist das Handeln gemäß varNa und AsHram, welche zu die Zufriedenstellung des Höchsten Herr Hari führt, welcher Mukti vergibt (keine ewige persönliche Beziehung – solange keine reine Bhakti Tätigkeiten ausgeführt sind).

    3. Vikarma – Handeln gegen die vorgeschriebene Arbeit; führt zu einem elendigen Schicksal und Zielort.

    Um seine Aussage, bezüglich die Darbringung der Ergebnissen der vorgeschriebenen Arbeit eines Menschen dem Herrn, als der zweiten Ziel des Lebens, (Karma- yoga), zu untermauern, Ramananda Raya zitiert von Bhagavad-gītā 9.27:

    60
    yat karoṣi yad aśnāsi yaj juhoṣi dadāsi yat
    yat tapasyasi kaunteya tat kuruṣva mad-arpaṇam


    “Was auch immer du tust, was auch immer du isst, was auch immer du opferst oder abgibst - yat karoṣi yad aśnāsi yaj juhoṣi dadāsi yat
    egal welche Entsagung auf dich nimmst, o Sohn of Kuntis (Arjuna), tue es, wie einen Opfer für Mich - yat tapasyasi kaunteya tat kuruṣva mad-arpaṇam “

    Tika:
    Sri Krishna sagte vorher zu Arjuna, dass man seine Pflicht ungebunden an die Ergebnisse tun sollte, nur aus Pflichtgefühl:

    tasmād asaktaḥ satataḿ kāryaḿ karma samācara
    asakto hy ācaran karma param āpnoti pūruṣaḥ
    (Bhagavad-gita 3. 19)

    “Sicherlich sollte eine Person immer - hi pūruṣaḥ satatam
    ungebunden an seine vorgeschriebene Arbeit handeln - asaktaḥ karma kāryam samācara
    Auf diese Weise, seine vorgeschriebene Arbeit nachgehend, erreicht man das Höchste - tasmāt āpnoti karma ācaran param”

    Höher als diese Möglichkeit ist selbstverständlich die Darbringung der Ergebnissen der vorgeschriebenen Arbeit dem Herrn.

    61
    prabhu kahe, — "eho bāhya, āge kaha āra"
    rāya kahe svadharma-tyāga, ei sādhya-sāra"


    Der Herr sagte: Dies ist äußerlich - prabhu kahe eho bāhya
    komm, sprich weiter- āge kaha āra
    Rāmānanda Rāya entgegnete: der Verzicht an seinem vorgeschriebenen Pflicht , das ist die Essenz aller Ziele - rāya kahe tyāga sva-dharma ei sāra sādhya.

    Tika:
    Die Antwort Şri Caitanyas bleibt unverändert: eho bāhya - ist äußerlich (hat mit der Seele nichts zu tun).
    Şri Caitanya sagte, dass diese Art von dharmas äußerlich sind (weil all diese dharmas nichts mit der Kultivierung von prema – die göttliche Liebe, zu tun haben).

    Diese Besprechung ist viel länger, aber es hat nicht mehr mit phala varja - Fruchtverzicht zu tun.
     

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