1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
  2. Willkommen im grössten und ältesten Esoterik-Forum!
    Hier findest Du alles zu Astrologie, Lenormand und Tarot, Karten legen, Feng-Shui, Traumdeutung, Religion und Spiritualität, Engel, Familien-Aufstellung, Gesundheit, Reiki
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

  3. Esoterikforum Adventkalender 2016
    Wir wünschen Dir einen friedlichen Advent.

Keine Gerechtigkeit vor Gericht

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von Tanja, 17. September 2008.

  1. Tanja

    Tanja Mitglied

    Registriert seit:
    16. Oktober 2003
    Beiträge:
    168
    Ort:
    Berlin Steglitz
    Werbung:
    Boah, ich könnte mal wieder aus der Haut fahren. Es ist unvorstellbar was Leute sich mit/ in unserem Rechtssystem erlauben können wenn sie nur genug Geld haben!!
    Habe gerade erfahren:
    Mein Vater hat sich beim Zahnarzt eine Brücke machen lassen, konnte aber nicht rechtzeitig dafür bezahlen, weil die Versicherungsbeihilfe (privat versichert) nicht rechtzeitig überwiesen hat. Deshalb rief mein Vater die Ärztin an um mit ihr darüber zu reden, dass die Zahlung noch auf sich warten lässt, weil sein Konto zu dem Zeitpunkt schon nicht mehr gedeckt war. Naja; daraufhin flatterte ein Mahnbrief von ihrem Anwalt herein, ohne, dass sie auch nur ein einziges Mal schriftlich gemahnt hätte. Sie begründet dies mit den Telefonaten, die sie schon mit meinem Vater geführt hatte und dieser nette Anwaltsbrief soll meine Eltern nun 340 Euro kosten. Ein einziger Brief !! Nur weil die Kasse nicht rechtzeitig überwiesen hat!! Das Schlimme an der Sache ist, dass man als einigermaßen armer Mensch nicht dagegen klagen kann. Man könnte natürlich, wenn man das Risiko eingeht bei einem Prozess den man verliert auch noch die neu entstandenen Gerichtskosten zu tragen. Ergo: Arme Menschen trauen sich gar nicht erst zu klagen, so zumindest meine Familie. Was können die dafür, dass die Kasse nicht rechtzeitig gezahlt hat??
    Die Ärztin hätte ihr Geld doch sowieso bekommen, aber durch diesen Brief bekommt sie es doch auch nicht schneller, wenn nun mal wirklich keines da ist!
    Die Höhe des Ganzen ist, dass die Brücke die sie gemacht hat sogar in sofern fehlerhaft ist, dass sie zwar toll aussieht, aber nur an einem einzigen Zahn befestigt ist, an dem sich nun wegen der Überlastung andauernd alles entzündet. Meine Eltern haben dann in Erfahrung gebracht, dass sie die Brücke nun zwar reklamieren könnten, aber für eine entsprechendes Gutachten nochmals über 100 Euro zahlen müssten...
    Tja, da ist es wieder, das Risiko das man als Armer nicht eingehen will.
    Ich habe es mir einmal erlaubt die Kompetenz eines Arztes an zu zweifeln, der eine unglaublich hohe Rechnung stellte, die die Kasse nicht übernehmen wollte. Und ich konnte mir diese RECHNUNG AUCH NICHT LEISTEN!!
    Besagter Arzt behaupetet einfach vor Gericht, er hätte mir einen Kostenvoranschlag angeboten (was er nicht hat) und ich hätte diesem enormen Preis zugestimmt. Die Sprechstundenhilfe (die ja eigentlich in Abhängigkeit zu dem Arzt steht für den sie arbeitet) erklärte sich bereit gegen mich auszusagen. Vor Gericht, bei der Besprechung wurde mir dann von der Richterin gesagt, dass sie höchstwahrscheinlich sowieso gegen mich entscheiden würde, und dass ich sofort unterschreiben soll, dass ich jede Forderung der Ärztin anerkenne, weil die Kosten sonst bei einem richtigen Verfahren noch höher für mich werden würden. Ich nenne das Erpressung, Andere nennen es Justiz!! Von dem guten alten Spruch: Im Zweifel für den Angeklagten war jedenfalls nichts zu merken. Dabei gab es damals noch nicht mal einen Verhandlungsvertrag in dem ich mich zu irgendwelcher Übernahme der Kosten bereit erklärt hätte, die enstehen würden, sondern nur eine kurze Bestätigung meiner personenbezogenen Daten!
    Unter anderem wollte besagte Ärztin wegen eines kurzen Zuspätkommens 100 Euro. Ich sagte der Richterin, dass ich mich beim Anwalt informiert habe, und dass in solchen Fällen die Ärztin nachweisen muss, dass ihr auch wirklich hundert Euro Schaden entstanden sind. Mir wurde nur gesagt, dass sie die Ärztin (war gar nicht persönlich zugegen) natürlich vorladen könnte, dann aber für mich noch höhere Kosten entstehen würde, fals ich den Fall verliere. Es war nicht etwa so, dass die Ärztin von Anfang an nachweisen musste, dass es hundert Euro waren, die angeblich als Schaden entstanden sind. Nein. Dazu hätte ich, als Angeklagter erst fordern müssen, dass sie es beweist und so das Risiko noch höherer Kosten eingehen.
    Nicht meine Schuld musste vom Kläger bewiesen wrden, sondern ich sollte meine Unschuld beweisen und dabei immer höhere Kosten auf mich nehmen! Das beweisen der Unschuld vor Gericht wird damit zu einem Glücksspiel mit immer höherem Geldeinsatz .Motto: Spielen sie weiter oder steigen Sie aus??

    Ich weise hiermit ausdrücklich darauf hin, dass es mir nicht um Rechtsbeistand, eine Rechtsberatung oder Ähnliches geht. Ich möchte nur wissen, ob ihr ähnliche erfahrungen gemacht habt und wie es euch damit geht.
    Findet ihr, dass es vor Gericht gerecht zugeht??

    Grüße von eurer (desillusionierten) Tanja
     
  2. Eristda

    Eristda Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. März 2008
    Beiträge:
    5.314
    Ort:
    Coburg
    Was machst du dir so viel Aufregung um "heisse Luft".

    Dein Vater ist behandelt und das ist wichtig!

    Der Rechtsanwaltsbrief wird von euch ignoriert, also erhält keine Antwort. Damit erledigt.

    Schickt er einen gerichtlichen Mahnbescheid, so lehnt ihr diesen ab.

    Klagt er tatsächlich vor Gericht, dann ist zwischenzeitlich eure Rechnung bezahlt. Seid ihr "bedürftig", werden mögliche Prozesskosten durch die Prozesskostenhilfe (durch den Staat) bezahlt.

    Also bis dahin ist noch sehr viel Zeit. Genieße diese inzwischen. :) :trost:
     
  3. WTweety

    WTweety Neues Mitglied

    Registriert seit:
    20. März 2008
    Beiträge:
    3.558
    Ort:
    Magdeburg
    Wenn ich mich nicht irre ist es eine private Krankenversicherung. Nur das heißt wiederum nicht das man genug Geld zur Verfügung hat um alles selber gleich bezahlen zu können, denn dieses Geld muss ja wohl erst einmal da sein. Da muss man sich auch ein Arzt ein bisschen gedulden. Ihre eigene Reaktion ist gekommen indem man den Arzt gesagt hat das er sich leider auch gedulden muss. Darauf mit einen Rechtsanwalt zu kommen ist Dummheit,denn hier ist eine nächste Sorge leider Gottes von den Personen ausgeht die es heute auch nicht so einfach haben, denn Ärzte müssen ihre Rechnungen pünktlich bezahlen und können es teilweise auch noch nicht mal. Davon abgesehn habe ich es schon lange kommen sehen das auch Ärzte in viele Schwierigkeiten kommen. Denn alleine die Praxisgebühren schaden die niedergelassenen Ärzte enorm. Das Eigentor bekommen die Ärzte zu spüren, nur weil die Vorstände der Krankenkassen Geld schöffeln wollen schaden sie nicht nur die niedergelassenen Ärzte sondern auch die Patienten, denn wenn ich zum Arzt muss, muss ich ja heute als Patient Eintrittsgeld bezahlen. Mit dieser ach zu kleinen Summe die von Kranken bzw Gesunden verlangt wird fängt alles an. Der Arzt soll mir nicht Kopfschmerzen bereiten, wie ich über den Monat komme als armer Mensch die heute laut Volkssprotest.de immer mehr werden, denn dann kann ich drauf verzichten zum Arzt zu gehen und hüppe eher in der Kiste. Es hat sogar den Anschein das auch bei Therapieplätzen Alkoholismus die Kranken gesucht werden, denn man sollte nur mal die Augen und die Ohren richtig aufmachen.
     
  4. Eristda

    Eristda Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. März 2008
    Beiträge:
    5.314
    Ort:
    Coburg
    Ein - freiberuflicher Arzt - ist ein Unternehmer. Auf dem Land ist Ärztemangel. Es gibt also keinen armen Arzt, weil genug Kientel da sind.

    Ein - angestellter Arzt - arbeitet z. B. in einem Klinikum. Dort jammern meiner Kenntnis nach die Ärzte, weil sie zu wenig verdienen und zu viel arbeiten müssen.

    Wenn jemand den Arztberuf aufgrund von "Geldscheffeln" wählt, gehört er ohnehin "verdammt".
     
  5. Daracha

    Daracha Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    13. September 2007
    Beiträge:
    1.148
    Ort:
    in liebe
    und welche Zahlung wurde vor Behandlungstermin ausgemacht??
    Kenne das aus der Firma wo ich arbeite. Ausgemacht (mit Unterschrift vom Kunden) Zahlung bei Fertigstellung, nach 1 Monat ruf ich mal an, wo das Geld bleibt. 98% der Kunden erzählen mir, die Verlassenschaft des Verstorbenen ist noch nicht abgeschlossen, sie haben kein Geld, wir müssen solang warten. Ich weis mittlerweile, das es locker 1/2 Jahr dauern kann, bis das erledigt ist. Ich arbeite in einer sehr kleinen Firma (Steinmetz) mit 3 Arbeitern/1 Angestellten. Glaubst eine so kleine Firma kann sich Zahlungsverzögerungen von 1/2 Jahr leisten??

    Also: im vorhinein ausmachen dann spart man sich solche "Überraschungen"!:kiss4:
     
  6. Ruhepol

    Ruhepol Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. März 2007
    Beiträge:
    11.881
    Ort:
    An der Nordsee
    Werbung:
    Hi Tanja!


    Komplizierter Sachverhalt, aber so einiges verstehe ich nicht:

    1. Die Beitragsbemessungsgrenze liegt bei 3.600,00 Euro, wieso sprichst du immer von „Armen“?

    2. Dein Vater hat eine Brücke in Auftrag gegeben, obwohl von vorneherein klar war, dass er das Geld nicht zur Verfügung hat, sondern auf die Zahlung der Krankenversicherung warten muss. Wieso hat er das nicht gleich vorweg mit der Ärztin so abgesprochen, bzw. seinen „Auftrag“ von dieser Absprache abhängig gemacht?
    Man kann halt nur bestellen wenn man auch bezahlt, und wenn man weiß es kann zum Verzug kommen – was ich seltsam finde und so von Privatkassen nicht kenne – dann spricht man drüber.

    3. Wann hat dein Vater die Rechnung eingereicht und wie lange hat es dann gedauert, bis die Kasse das Geld erstattet hat? Normalerweise gewährt auch ein Zahnarzt eine Zahlungsfrist von mindestens 7 bis 14 Tagen und mahnt dann erstmal, ein Zeitraum der lange ausreicht um von der privaten Kasse den (vorher bewilligten) Erstattungsbetrag zu bekommen.

    Ist schon alles sehr seltsam, ich würde gerne auch mal hören was die andere Seite dazu sagt, denn so ohne weiteres stößt ein Zahnarzt seine Patienten nicht vor den Kopf, nur wegen ein paar Tagen Zahlungsverzug – und schon gar keinen Privatpatienten.

    Was die schlecht sitzende Brücke betrifft, so hat diese doch sicher nicht die Ärztin gemacht, sondern ein zahntechnisches Labor. Hier muss nachgebessert werden, das ist klar, und das wird auch sicher geschehen.

    Übrigens kenne ich niemanden, wirklich nicht einen einzigen Menschen, der jemals von seinem Arzt wegen irgendwelcher verzögerter Zahlungen vor Gericht zitiert wurde und ich kenne auch keinen Arzt, der nicht grundsätzlich Kostenvoranschläge macht, oder seine Preise für Zusatzleistungen offen aushängen hat.

    Ich kann die von dir geschilderte Situation nicht wirklich beurteilen, denke aber, dass sich da alle Beteiligten nicht ganz korrekt verhalten haben.

    Ruhepol
     
  7. WTweety

    WTweety Neues Mitglied

    Registriert seit:
    20. März 2008
    Beiträge:
    3.558
    Ort:
    Magdeburg
    Welcher Arzt macht das? Ich gestehe auch einen Arzt zu , das er Leben will, denn ich beobachte.
     
  8. eva07

    eva07 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    5. April 2007
    Beiträge:
    5.949
    Ort:
    WIEN
    Hallo, liebe Tanja,

    Ich habe meine Erfahrungen gemacht und bin draufgekommen, dass der Richter nicht die Wahrheit sondern einen Schuldigen sucht. Und komischerweise verliert immer der Ärmere, ob er nun schuldig ist oder nicht.
    Er kann wie Du gesagt hast, nicht so viel Geld einsetzen, sodass das Weiterprozessieren unterbleibt.

    Es gibt angeblich auch noch andere Absprachen unter den Richtern. Man muss eben verdammt aufpassen mit dieser Obrigkeit nicht konfrontiert zu werden. Das kann nämlich sehr kostspielig sein. Ob man den Prozess gewinnt oder nicht ist nur eine reine Glückssache. Traurig aber wahr!

    Auch mit den Inkassobüros muss man sehr vorischtig sein. Lieber gleich bezahlen, denn von Mal zu Mal steigert sich die Schuld enorm und man hat wirklich keine Chance.

    Ich habe auch das Gefühl, dass es keine Gerechtigkeit gibt und es genausoviel bedeutet, wenn man sich am Salzamt beschwert.

    Somit muss man sich leider damit abfinden und sehr wachsam sein, dass es einen nicht erwischt. Rechnungen verlangen und sie auch eine zeitlang aufheben. Die Ware, die man kauft, prüfen, damit man sein gutes Geld, das ja auch nicht so leicht verdient ist, hinauswirft.

    Außerdem wird einem sowieso Geld ganz offiziell aus der Tasche gezogen. Daher kaufe ich wirklich überlegt ein und nur das, was ich wirklich brauche und mir auch ein wenig Freude bereitet.

    Natürlich lassen einem diese Ungerechtigkeiten nicht kalt, aber man muss in so einem Fall ganz einfach die Konsequenzen ziehen.

    Was bleibt einem auch anderes über?

    Sei herzlichst gegrüßt und ärgere Dich nicht zu viel, denn diese Enttäuschungen erlebt jeder. Gut ist nur, wenn sie einen gewissen Rahmen nicht überschreiten.

    eva07
     
  9. WTweety

    WTweety Neues Mitglied

    Registriert seit:
    20. März 2008
    Beiträge:
    3.558
    Ort:
    Magdeburg
    Nein , hoffe das du mit den paar Tipps was anfangen kannst.
     
  10. eva07

    eva07 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    5. April 2007
    Beiträge:
    5.949
    Ort:
    WIEN
    Werbung:
    Natürlich kann man sich versichern lassen, doch die Versicherungen sind halt auch nicht gerade das Gelbe vom Ei. Auch mit ihnen kann man Ärger haben.
    Habe einer Versicherung z.B. weil sie nicht ihr Wort gehalten hat, gekündigt.

    eva07
     
Die Seite wird geladen...

Diese Seite empfehlen