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Gedankenexperimente

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von fckw, 14. Mai 2006.

  1. fckw

    fckw Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. Juni 2003
    Beiträge:
    5.803
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    1. Wann ist ein Tisch ein Tisch? Was macht den Tisch zum Tisch?
    Stell dir einen Tisch mit vier Beinen vor. Stell dir vor, das erste Bein wird entfernt. Ist der Tisch noch ein Tisch? Ist es derselbe Tisch wie zuvor oder ist es ein anderer Tisch? Stell dir vor, ein zweites Bein wird entfernt. Wie sieht die Sache jetzt aus? Stell dir vor, ein drittes Bein wird entfernt. Und jetzt? Ist ein Tisch mit einem Bein noch ein Tisch? Derselbe Tisch wie zuvor? Ein anderer Tisch? Und was, wenn als letztes noch das vierte Bein entfernt wird? Was macht also den Tisch zum Tisch?

    2. Stell dir vor, du bist traurig oder wütend. Du gehst zu Bett und schläfst ein. Hast du dir schon mal überlegt, wohin all deine Trauer oder Wut gegangen ist, während du schäfst? Ist sie noch da? Ist sie weg? Bist du schlafend wütend oder traurig?

    3. Hast du dir schon einmal überlegt, dass all die spirituellen Bücher, die du je gelesen hast und all die Gedanken, die du dir je zum Thema Esoterik und Religion gemacht hast, du immer nur gemacht hast, während du wach warst? Nie hast du dir diese Fragen gestellt, während du träumtest oder im Tiefschlaf versunken warst! Offenbar kümmern dich diese Fragen nur wenn du wach bist, nicht aber wenn du schläfst.

    4. Gibt es so etwas wie "Zukunft" oder "Vergangenheit"? Existieren sie wirklich? Kein Zweifel: Du bist JETZT. In diesem Moment. Dieser Moment ist der einzige Moment, den es soeben gibt, es ist einfach "dieser Moment". Hast du dir schon einmal überlegt, dass die Zukunft, nie im Jetzt ankommt? Sobald sie im Jetzt ankommt, ist sie ja keine Zukunft mehr! Sie ist nur so lange Zukunft, wie sie jetzt noch nicht angekommen ist. Aber noch während sie im Jetzt angekommen ist, verwandelt sie sich auch schon in die Vergangenheit. Im Jetzt-Zeitpunkt gibt es also weder Zukunft noch Vergangenheit. Und das gilt immer! Es gab noch nie einen Zeitpunkt, in welchem Zukunft oder Vergangenheit mit dem Jetztzeitpunkt zusammenfielen. Nie konnte ein Mensch sagen: "Jetzt erlebe ich soeben die Zukunft." oder "Jetzt erlebe ich soeben die Vergangenheit." Noch nie hat also ein Mensch die Zukunft oder die Vergangenheit erlebt.
    Wenn das alles wahr ist, warum tun wir dann so, als wäre Vergangenheit oder Zukunft jetzt real?

    5. Hast du dir schon mal überlegt, was passiert, wenn du einen Apfel isst? Kein Mensch würde sich jemals mit einem Apfel verwechseln, der vor ihm auf dem Tisch liegt. Er weiss ganz selbstverständlich, dass er selbst nicht der Apfel ist. Wie sollte auch ein Mensch eine Frucht oder ein Gemüse sein!
    Stell dir aber vor, der Mensch ist den Apfel. Er verdaut ihn. Ein Teil der Stoffe, aus dem der Apfel bestand geht in seinen Kreislauf ein, wird vielleicht eingebaut in Muskeln oder es wird daraus Körperwärme produziert. Ein Teil wird als Kot ausgeschieden, aber nur ein Teil.
    Wo ist nun der Apfel geblieben? Er ist verschwunden, aber wo ist er? Ist er Teil des Menschen geworden? Kann der Mensch jetzt auf sich mit dem Finger zeigen und sagen: "Dies ist der Apfel, und darum bin das nicht ich." Vorher konnte er das noch, kann er das jetzt auch noch?

    6. Und überhaupt, warum verwechselt sich niemand mit einer anderen Person? Wir wissen immer ganz spontan und ohne zu überlegen, wer wir sind. Wenn wir nun jemand anderem begegnen, sagen wir mal, wir begegnen Eros Ramazotti, dann werden wir nie und nimmer auf die Idee kommen, dass der andere Körper (derjenige, wo der Eros drinsteckt), etwa unserer sein könnte. Ohne Probleme wissen wir, welcher Person ein Körper gehört, auch dann, wenn wir die Person nicht kennen und sie noch nie gesehen haben. Wir wissen immer, welches unser Körper ist und haben nie Mühe, ihn von den vielen, vielen Tausend anderen Körpern zu unterscheiden, die uns im Alltag begegnen. Wieso?

    7. Hast du dir schon einmal überlegt, wie ein Mensch aus einer subatomaren Sichtweise aussieht? Die Physik hat gezeigt, dass ein Atom aus mehr als 99% leerem Raum besteht. Zwischen Atomkern und den Elektronen ist - nichts. Würde man den Atomkern so gross wie eine Orange machen, so wäre ein Elektron viele Dutzend Meter davon entfernt! Und dazwischen befände sich rein gar nichts, nur leerer Raum. Aus einer subatomaren Perspektive betrachtet ist der Mensch also zu 99% leer. Eine lose Ansammlung von Pünktchen in einem leeren Raum sozusagen. Ist das nicht verwunderlich?

    8. Stell dir vor, du bist etwas niedergeschlagen. Und stell dir vor, eine Arbeitskollegin oder ein Arbeitskollege, die/den du sehr gerne magst, ruft dich nun unerwartet an, und lädt dich zu einem Kinobesuch ein. Einfach so, weil er/sie gerade Lust hatte, mit dir wegzugehen. Plötzlich bist du fröhlich und freust dich auf den Abend.
    Wohin ist deine Niedergeschlagenheit gegangen? Ist sie verschwunden? Wird sie wieder hervorkommen? Angenommen, sie käme später zurück - wäre es denn dieselbe Niedergeschlagenheit oder eine andere, eine zweite Niedergeschlagenheit als zuvor? Warum verschwindet das eine Gefühl, und ein anderes kommt hoch? Man könnte doch auch denken, dass das eine Gefühl nicht verschwände, sondern dass einfach beide gleichzeitig vorhanden wären, dass man also gleichzeitig niedergeschlagen wäre (von vorher) und (neuerdings) zusätzlich auch noch fröhlich. Beides zugleich! Aber offenbar funktioniert das so nicht. Wie kommt das?

    9. Stell dir vor, du triffst den Arbeitskollegen und ihr verbringt einen schönen Abend gemeinsam. Ihr seid beide fröhlich, als er dich nach Hause begleitet. Hast du dich schon einmal gefragt, ob es dieselbe Fröhlichkeit ist, die er verspürt, oder ob es seine eigene Fröhlichkeit ist? Gibt es zwei Fröhlichkeiten, deine und seine, oder gibt es nur eine Fröhlichkeit, von denen ihr beide einen Anteil habt, oder gibt es nur eine Fröhlichkeit, die ihr beide nicht etwa teilt, sondern gleichzeitig erfahrt?

    10. Stell dir vor, dein Arbeitskollege erzählt dir, er habe den Abend genossen und wäre jetzt fröhlich. Warum weisst du, dass er die Wahrheit erzählt? Könnte es sein, dass er das Gefühl der Fröhlichkeit verwechselt und in Wahrheit wütend ist? Woher weisst du, dass er sich nicht irrt? Du kannst ja nicht seine Gefühle als deine eigenen fühlen, oder doch? Oder weisst du es, weil du selbst das Gefühl von Fröhlichkeit kennst und daher auch weisst, wie sein Gefühl von Fröhlichkeit sein muss?

    11. Hast du dir schon einmal überlegt, dass ein Wort erst dann einen Sinn ergibt, wenn man alle Buchstaben zusammennimmt? Stell dir vor, es fehlen Buchstaben, zum Beispiel: "??ein". Welches Wort ist gemeint? Ist es "Rhein" oder "klein" oder vielleicht ein anderes Wort? Oder ist es gar ein Wort aus einer anderen Sprache? Können wir das wissen, so lange Buchstaben fehlen?
    Und stell dir vor, wir kennen alle Buchstaben, aber nicht ihre Reihenfolge, zum Beispiel: "ualb". Was ist gemeint: "Laub" oder "blau"? Wie können wir das entscheiden, so lange uns niemand etwas über die Reihenfolge der Buchstaben verrät?

    12. Nimm folgenden Satz: "Britta sah den Mann mit dem Teleskop." Und jetzt stell dir die Frage, wer es ist, der das Teleskop bei sich hat. Ist es die Britta oder ist es der Mann? Kannst du das überhaupt entscheiden, so lange dir weitere Informationen fehlen? Warum können wir trotzdem den Satz verstehen, wenn ein Freund uns den Satz einfach so in einem normalen Gespräch sagen würde? Oder verstehen wir den Freund gar nicht und glauben bloss, wir verstünden ihn?

    13. Angenommen, es gibt keine Gedanken - was wissen wir dann noch von der Welt?

    14. Denken wir immer in ganzen Sätzen? Oder denken wir nur in Bruchstücken von Sätzen? Oder denken wir vielleicht nur sehr selten in ausformulierten Sätzen und viel eher in Bildern oder Emotionen? Halte einen Moment inne und denke ganz bewusst in Wörtern und Sätzen. Es wird dir vielleicht ein bisschen komisch vorkommen. Wenn du diese Erfahrung nun vergleichst, würdest du sagen, dass du immer auf diese Weise denkst? Oder weisst du das vielleicht gar nicht so genau?

    15. Hast du dir schon einmal überlegt, dass immer wenn wir "links" sagen, auch glauben müssen, dass "rechts" existiert? Links existiert immer bloss, wenn etwas existiert, das rechts ist. Oder kannst du dir vorstellen, dass es etwas gibt, das ein Fluss ist, aber bloss ein linkes Flussufer hat? Oder ein Kauf, wo es nur einen Verkäufer gibt, aber keinen, der die Sache kauft, also keinen Käufer? Oder dass es ein Später gibt, ohne dass es auch ein Früher gibt? Warum muss es immer das eine geben, damit es das andere auch geben kann?
     
  2. Allegrah

    Allegrah Guest

    Sie beschäftigen die Menschheit seit vielen Jahrhunderten. Man sollte sie vielleicht einzeln stellen, um sie auch durchleuchten zu können. :morgen:
     
  3. MaTrixx

    MaTrixx Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. Februar 2005
    Beiträge:
    2.139
    Ort:
    Ganznah
    Hallo

    was du da aufzählst ist nichts Neues und überhaupt nicht erstaunlich oder verwunderlich. es sind Gedanken zu unsere Wahrnehmung.
    Deine Gedanken zu einer Neudefinierung einer Wahrnehmung oder aus Büchern mit denen du dich gerade auseinandersetzt?

    VERÄNDERUNG IST DIE EINZIGE KONSTANTE DIE BLEIBT

    und wer dieses verinnerlicht und gleichzeitig hinterfragt den wird es nie langweilig :weihna1

    Habe da noch einen: Hast du dich schon mal gefragt, was deine Heimatgalaxie
    mit rechts-drehender-Milchsäure zu tun hat?

    L. G.
    MT
     
  4. Equinox

    Equinox Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    15. Februar 2005
    Beiträge:
    817
    Einpaar Second Hand Gedanken wären jetzt nicht schlecht, wenn man ehrlich ist, wer macht sich den heute noch selber mal einen Gedanken. Besonders bei solchen fragen :clown:
     
  5. dura

    dura Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2006
    Beiträge:
    2.215
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    ehrlich gesagt find ich die meisten fragen etwas komisch

    ???
    Wörter richten sich nach ihrem Sinn und Zweck. ganz einfach. es is völlig irrelevant, ob du den Tisch ohne Beine einfach Holzplatte nennst oder Tisch ohne Beine. die frage macht keinen Sinn


    zu 2. und 3.

    im schlaf soll sich der körper erholen. wieso also nachdenken oder fühlen. ausserdem träumt man ja noch.

    die frage sollte doch eigentlich lauten: gibts es ein jetzt? gibt es einen zeitpunkt, der so klein ist, dass man ihn als gegenwärtig bezeichnen kann. jede einteilung hat schließlich wieder eine größe.
    gibt es gleichzeitigkeit?

    Elementarteilchen!
    btw es gibt genau ein elektron ...alle sind 100% identisch... also nur eins

    ???
    wieso sollte ich verwirrt sein wer ich bin und wer der andere??
    selbst ein affe erkennt sich im spiegel, wenn ich nicht irre

    ich finde den gedanken sehr schön, dass alles ein manifest von wechselwirkungen ist.
    früher oder später sind wir vielleicht alle, sich vor ausdehnender endlichkeit verblassende strahlung

    8. und 9. versteh ich nicht...macht für mich keine sinn

    DAS IST DER SINN DER SPRACHE!!

    sowas wird einem andauernd passieren. je besser man mit sprache umgehen kann, um so deutlicher wird sie! ein schlauer mensch würde im anderen fall evtl. "durch's" verwenden

    was ist der sinne der frage??
     

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