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Finde ich meine Berufung?

Dieses Thema im Forum "Tarot" wurde erstellt von joanki, 6. September 2012.

  1. joanki

    joanki Neues Mitglied

    Registriert seit:
    1. Mai 2012
    Beiträge:
    25
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    Hallo Zusammen!

    Ich stehe momentan von einer wichtigen Frage und zwar ob ich jemals meine Berufung finden werde??? Nach 2-järigen Elternzeit muss ich wieder zur Arbeit, aber da war ich vorher schon unzufrieden.
    Ich habe mir eine Legung zur Berufung gemacht und das kam dabei raus:

    ICH MÖCHTE EUCH UM MITDEUTUNG SEHR BITTEN! DANKE!!!

    Die Berufung finden

    Eine berufliche Tätigkeit auszuüben heißt noch lange nicht, deiner Berufung zu folgen und von deiner täglichen Arbeit echt erfüllt zu sein. Mit diesem Legesystem kannst du herausfinden, was dich bislang davon abhielt deiner Berufung nachzugehen und was geschieht, wenn du es trotzdem wagst. Es zeigt dir, wo deine Begabungen liegen, welche fördernden oder hinderlichen Kräfte von innen wie von außen auf dich einwirken und wie es demnächst auf dem Weg deiner Berufung weiter geht. Quelle: Das große Buch der Legemethoden von Jeanne Ruland.

    1. Basis/ Grundlage. (7 Kelche)
    2. Zentrales Thema/ meine Berufung. (7 Stäbe)
    3. Einerseits. (Ritter der Stäbe)
    4. Andererseits. (Page der Schwerter)
    5. Meine Wünsche. (9 Münzen)
    6. Meine Begabungen. (8 Münzen)
    7. Meine Ängste.(9 Schwerter)
    8. Die Schicksalsmacht. (2 Schwerter)
    9. Was ist zu tun? Worauf sollte ich mich konzentrieren? (8 Schwerter)
    10. Was geschieht, wenn ich meinem innersten Wunsch bzw. meiner Berufung folge? (Gerechtigkeit)
    11. Wie sieht meine berufliche Zukunft aus? (As der Kelche)

    VIELEN DANK An ALLE, DIE MIR HELFEN das hier zu verstehen und umzusetzen!!!!!!

    joanki
     
  2. Anakra

    Anakra Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. November 2005
    Beiträge:
    1.855
    Ort:
    Braunschweig
    Hallo joanki,

    Auf den ersten Blick fallen gleich einige Karten auf. Es liegen viele Schwertkarten da die von Angst sprechen, es liegen auch ein paar Feuerkarten kar, wenig Erde und genauso wenig Wasser, nur eine Karte der großen Arkana.

    Die legung ist genauso leicht wie diese kurze Analyse der Elemente.

    Im grunde ist damit alles gesagt. Die Gerechtigkeit, so unscheinbar sie hier wirken mag, spielt in diesem Bild eine wichtige Rolle.
    Es ist die Gerechtigkeit! Was macht die? sie verlangt nach Ausgleich von allem was unausgewogen ist. Das sind in diesem Fall sowohl die Elemente, wie auch das Verhältnis von Verstand und Gefühl.

    Ok gehen wir tiefer in die Details...

    Am anfang steht die träumerische 7 der Kelche. Dort stehst du, das ist die Basis/ Ausgangssituation. Du willst der Wirklichkeit entfliehen, der leere die du wahrnimmst.

    Auf Platz 2 liegt die 7 der Stäbe, diese stellt ein zentrales Thema da - vielleicht auch die Berufung. Ich sehe das hier etwas anders, ja sie stellt ein zentrales Thema dar, aber nicht die Berufung. Es ist ähnlich wie beim Legesystem der Hohepriesterin die ihr Geheimnis nur enthüllt wenn dort eine Karte der großen Arkana unten in der Mitte liegt, manchmal verrät sie auch kleine Geheimnisse (kleine Arkana). Auch in dieser Legung scheint nur ein kleines Geheimnis bei rausgekommen zu sein. Kein Grund zur enttäuschung, zeigt die Legung doch immerhin an was zu tun ist und das ist einer sehr klaren Sprache.
    Zurück zur Karte...die 7 kämpft mit sich selbst, auf der Karte scheint die Person gegen andere zu kämpfen, also wie komme ich also auf einen inneren Kampf mit sich selbst?
    Warum kämpfen wir gegen andere? wenn wir das tun, fürchten wir etwas. Manche kämpfen weil sie um ihr Leben fürchten, viel öfter kämpfen wir heutzutage aber weil wir angst haben die anderen könnten recht haben, weil wir etwas beweisen wollen, weil wir recht haben wollen, weil wir glauben etwas besser zu wissen...usw. usf.
    Wenn wir mit anderen kämpfen, dann glauben wir etwas verlieren zu können. Wir führen einen Kampf im außen, der eigentlich in unserem inneren stattfindet. Wir wehren uns gegen neue Ansichten, gegen Veränderungen, im grunde lehnen wir erst einmal alles ab bis wir diesen Kampf in unserem inneren entschieden haben. Der stärkere gewinnt.
    Manchmal ist es der Verstand, manchmal das unbewusste, immer aber gibt es einen Grund warum einer von beiden stärker ist.

    Ritter der Stäbe ist die nächste Karte, auch eine Feuerkarte. Diese und die nachfolgende Karte stellen zwei Seiten der gleichen Medallie dar, auf der einen Seite ist der Ritter, auf der anderen Seite der Schwertbube. Auch hier haben wir einen Kampf, zwischen Bube (Page) und Ritter, zwischen Schwert und Feuer, zwischen Gedanken und dem Impuls zu handeln. Der Ritter will losstürmen, der Page will erstmal nachdenken, sich ein Bild von allem machen und am liebsten solange alles durchdenken bis sich die Sache ohnehin erledigt hat oder noch besser nur mit Worten kämpfen - darin ist er unschlagbar.
    Hier kämpft der Ritter namens "ich muss nach vorne stürmen" gegen den Pagen "lass mich mal nachdenken".
    Und es ist ein Kampf der nur entschieden werden kann, wenn man beide Seiten kombiniert, wenn man es schafft die stürmische Energie (Feuer) gezielt zu lenken (Luft) ohne sie auszubremsen und ihr so die Energie zu nehmen.

    Der Wunsch sollte klar sein, endlich ruhe, kein Kampf, keine geforderte flexibilität mehr, einfach etwas festes, feste Abläufe, klare Absprachen, finanzielle Sicherheit, nette Mitarbeiter, gute Bedingungen...Traumjob!

    Die nächste Karte bedarf auch kaum Worte, denn sie zeigt ja dass du bereit bist zu arbeiten, dass du dir alles aneignen kannst was du brauchst oder brauchen wirst, dass du vielleicht auch die nötige kreativität hast dir deine Träume zu verwirklichen...

    Und dann kommen wir schließlich zu deinen Ängsten...es ist nicht einfach nur eine Angst, es ist die Angst vor der Angst die sich immer weiter im Kreis dreht, Alpträume und Kopfschmerzen verursacht und in Kombination mit zuvielen Möglichkeiten schließlich auch zu einer Handlungsunfähigkeit führen kann wie bei den 2 Schwertern. Man kann sich selbst damit festhalten, sich selbst damit vom Erfolg oder überhaupt vom vorwärts kommen abhalten, sich selbst in ein Gefängnis der Angst sperren wie bei den 8 Schwertern.

    Starr vor Angst, Handlungsunfähig und im eigenen Gefängnis der Ängste eingesperrt kommt schließlich endlich die Gerechtigkeit - die wir vielleicht auch gefürchtet haben. Nun stehst du vor Gericht, musst dich erklären, es wird abgewogen und über dich entschieden - denn du selbst konntest oder wolltest irgendwann nicht mehr selbst über dich entscheiden.
    Die Gerechtigkeit wartet hier wie eine Hüterin des Weges vor dem heiligen Gral, nur wenn du die Prüfung bestehst kannst du weiter.

    Ist also etwas schief gelaufen auf diesem Weg? ist es schon zu spät? ein Glück sind das hier nur Tarotkarten die dir zeigen sollen was los ist, bzw. was hier gerade falsch läuft und was du ändern solltest... insofern ist hier noch nichts zu spät aber die Geschichte macht es vielleicht deutlich - so kann es nicht weiter gehen, absolut nichts ist hier im Gleichgewicht, das Bild wird von Angst und daraus resultierender passivität dominiert.

    Gehen wir ein paar Schritte zurück, schauen uns die letzten Karten nochmals an. Die 9 ist soweit klar, die Position steht für Ängste hat in diesem Sinne keinen konkreten Handlungsvorschlag. Die 2 der Schwerter liegt auf der Position Schicksalsmacht - wer bestimmt unser Schicksal? wer webt das netz unseres Lebens? die Nornen oder wir selbst? das müssen wir uns fragen wenn wir eine Antwort darauf haben wollen, denn Schicksal kann vieles sein. Es kann eine Macht sein die über uns kommt ohne dass wir auch nur den geringsten Einfluss darauf haben, es kann aber auch einfach eine Kraft sein die einfach nur unseren Kurs korrigiert weil wir davon abgekommen sind, oder etwas völlig anderes.
    Schicksal hin oder her, der Grund warum wir uns selbst Handlungsunfähig machen liegt in uns selbst. Wir sehen viele Möglichkeiten, wir erkennen keinen objektiven Unterschied oder herausragenden Vorteil, sie sind alle gleichwertig und wir können uns einfach nicht entscheiden welchen Weg wir gehen sollen. Aus Sicht der Logik eine seltsame Zwickmühle, alle wege sind gleichwertig also macht es keinen Unterschied - aber was ist wenn ich etwas übersehe? wenn ich etwas verpasse? und schon steht man wieder am Anfang bei der Frage "Welchen weg soll ich gehen?" diese Frage kann einem niemand abnehmen. Entweder wir entscheiden unser Schicksal indem wir bewusst einen Weg wählen oder das Schicksal findet uns - aber wie lange müssen wir darauf warten? - letztes hat garantiert einen höheren Preis, unsere Lebenszeit die wir mit Warten verbringen...

    Die Position der 8 Schwerter ist der Knackpunkt, denn worauf können wir uns in so einer Aussichtslosen Situation schon konzentrieren? was ist zu tun?
    Schau dir die drei Bilder an, leg dir die Karten mal der Reihe nach vor dir hin - nicht das Bild wie es im Buch steht, sondern einfach in einer Reihe! (alle Karten im Bild)
    Bei der 9 hält sich die Person die Augen zu, bei der 2 sind sie verbunden und bei der 8 sind sowohl die Augen verbunden wie auch der rest des Körpers gefesselt ist und von Schwertern umzäunt.
    Zuerst wolltest du nichts sehen, jetzt kannst du nichts mehr sehen und dich auch nicht mehr bewegen. Eigentlich die besten voraussetzungen zu erkennen was zu tun ist. Denn diese Lage ist ähnlich der des gehängten - hier gibt es keinen anderen Ausweg als die Situation zunächst zu akzeptieren - sie zu sehen, sie zu erkennen und anzunehmen wie sie ist. Erst dann ist die Erkenntnis vorhanden dass dieses Gefängnis, diese Fesseln und auch die Augenbinde nur vom Verstand geschaffen ist.
    Am Ende winkt der heilige Gral - aber wie willst du ihn mit dieser Augenbinde sehen? wie willst du mit diesen Fesseln, in diesem Gefängnis eingesperrt, danach greifen?

    Justicia hütet den heiligen Gral in diesem Bild und sie wird dich erst durchlassen wenn du deine Augen für die Wahrheit öffnest.
    Dieses Augen öffnen ist ein aktiver und bewusster Akt mit dem du dir auch zurück holst was in vergessenheit geraten ist.
    Damit gleichst du das elementare Gleichgewicht aus, du holst dir das fehlende Selbstvertrauen (ERDE) , hörst damit endlich auf dein Gefühl dass den Weg schon lange kennt (WASSER) und du machst den Schritt den du dich so lange nicht getraut hast zu wagen (Feuer).

    Die Gerechntigkeit ist in diesem Bild nicht nur Hüterin des Grals, sondern hat auch eine eigene Aussage. Betrachten wir die große Arkana als Heldenreise liegt diese Karte auf Platz Acht. Der Held hat sein Elternhaus verlassen, ist dabei in die große Welt hinaus zu ziehen ... und hat so gar keine Ahnung was ihn erwartet. Er kann nicht mit dem Schwert umgehen oder mit irgendeiner anderen Waffe, er musste vorher nie soviel Verantwortung für sich selbst tragen. Aber all das lernt er auf dieser Station. Entweder er lernt es oder er bleibt ein Narr, ein Kind, das keine Verantwortung kennt.
    Was also machst du? bist du bereit sich der Verantwortung zu stellen? bist du bereit dich der Aufgabe zu stellen mit all ihren Herausforderungen?

    Schau dir die Zahlen in der Legung an, zwei siebener Karten hinter einander, drei achter (mit Gerechtigkeit), zwei neuner, eine eins...der Fokus liegt auf der Acht und damit auf der Gerechtigkeit. Wenn du bereit bist zu tun was getan werden muss, wird dir der Eremit (9, was logischerweise dann die nächste Station in der großen Arkana wäre) dir alles wichtige verraten und anschließend wirst du zum Schicksalsrad gehen können, welches dir deine Aufgabe verrät. Ein Schritt nach dem anderen...

    Alle Zahlen zusammen ergeben 59, 5 +9 = 14 / 5
    Du bist mitten drin in der Suche nach dir selbst (5) und wenn du deine Angst mal für einen Moment ablegst wirst du merken dass du nicht hinfällst, dass dir der Boden unter den Füßen nicht wegbricht, sondern dass dich eine innere Kraft genau dorthin führt wo du hin willst (14).

    Lieben Gruß,
    Katja
     
  3. joanki

    joanki Neues Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    25
    Liebe Katja,

    ich moechte dir von ganzem Herzen fuer deine grossartige Deuteung DANKE sagen!!! Es ist alles gesagt worden, jetzt muss etwas getan werden!!!
    Noch mal LIEBEN DANK!!!

    Ich beneide dich dafuer, dass du so grosses Wissen uber Tarot hast!
    Darf ich dich fragen, wo und wie lange du es gelernt hast? Ich bin namlich erst am Anfang...

    Schoene Gruesse!
    Joanki.
     
  4. neoke

    neoke Mitglied

    Registriert seit:
    4. Juni 2011
    Beiträge:
    716
    Liebe Katja ich bin immer wieder total überwältigt von deinen Deutungen!!! Echt!!! Hut ab!!!! :thumbup::thumbup::thumbup::zauberer2
     
  5. Anakra

    Anakra Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    1.855
    Ort:
    Braunschweig
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    :D Dankeschön!!!

    Habe mit dem Tarot vor über 10 Jahren angefangen, viel Zeit um sich das Wissen anzueignen ;)

    Aller Anfang ist schwer, habe mich auch lange schwer getan mit den Deutungen. Teilweise traute ich mich nicht auszusprechen was ich fühlte, was sich dann aber doch immer als wahr heraus gestellt hat, zum Teil konnte ich nicht die richtigen Worte finden und ein anderer Faktor war natürlich die Ungeduld!

    Auch heute gibt es immer noch etwas zu lernen. Jedes Kartendeck ist anders, gibt andere Antworten, es gibt so viele Symbole, so viele Märchen und Mythen die einen Bezug zu den Karten haben... die Karten haben mich damals fasziniert, auch wegen ihrer vielfalt an Symbolen und das tun sie heute noch genauso.

    Ich habe jetzt gerade wieder angefangen Tageskarten zu ziehen um das Shadowscapes Tarot besser kennen zu lernen dass ich mir vor einiger Zeit gekauft habe und weißt du was? ich komme mir vor wie ein Anfänger! :D
    Diese Karten sprechen einfach eine Sprache die weit weg ist von der Sprache die alle anderen meiner Karten sprechen. Die Bilder sind wunderschön, oftmals ist da eine ungemeine Leichtigkeit drin, wenn ich mir aber Karten wie die 10 Schwerter anschaue kann ich durchaus sagen dass sie auch viel Tiefe besitzen.
    Die ersten Tage war es etwas frustrierend wenn der Tag und die Tageskarte so gar nicht zusammen passten für mich. Es gab zwar auch immer mal Tage wo es glasklar war wofür die Karte steht, aber manche Karten nicht mit der Situatuion in verbindung bringen zu können hat mich im ersten Moment schon irritiert. Einzelkarten sind manchmal schon eine besondere Herausforderung, aber mit meiner Erfahrung sollte ich doch zumindest eine Ahnung haben was die Karten mir sagen wollen oder?:confused: - dachte ich jedenfalls...

    Mittlerweile glaube ich aber dass man das so nicht sehen kann. Das hat in erster Linie nichts mit Erfahrung zu tun, das ziehen der Tageskarten ist ja nicht nur ein kennenlernen der Karten aus der eigenen Sicht heraus, sondern es ist vor allem ein darauf einlassen. Man begiebt sich auch ein Stückweit in diese andere Welt, in diesem Fall in die Welt des Shadowscapes Tarots.

    Man kann Karten ziehen mit der erwartung die Karten werden so antworten dass man sie versteht. Und man kann Karten ziehen mit dem Gedanken sich auf die Bilderwelt der Karten einzulassen, sie richtig kennen zu lernen - was unter anderem auch Sinn der Tageskarten ist.

    Im grunde ist es ja egal welches Tarot man zum Kartenlegen nimmt, man sollte die Bilder aber schon verstehen...die Grundbedeutung ist gleich, der Archetyp der dahintersteht. Aber jedes Deck bedient sich anderer Bilder, anderer Symbole - in diesem Tarot ist z.B. der Tod durch den Phönix dargestellt - und so zeigt jedes Deck andere Aspekte, andere Schwerpunkte ein und derselben Karte, zeigt sie aus einem anderen Blickwinkel heraus. Man erweitert also auch seine Sicht mit jedem weiteren Deck auf das man sich einlässt.

    Manchmal fehlen mir auch heute noch die richtigen Worte... bei der Erklärung zu den 7 Stäben fehlte mir was dass wirklich nachvollziehbar verständlich macht warum es um einen inneren Konflikt geht, vielleicht ist es mir trotzdem gelungen, aber ich weiß jetzt wonach ich gesucht habe. Es ist das Wort erleben.
    Nimm mal einen Gegenstand in die Hand, irgendeinen der gerade in deiner Nähe liegt. Wie fühlt sich dieser Gegenstand an? Wie ist er geformt? Hälst du ihn gerne in der Hand? ..... Wer ist dafür Verantwortlich dass du diesen Gegenstand so erlebst? Wenn du an eine Person denkst die du nicht magst, wer ist dann dafür Verantwortlich dass du diese Person so negativ erlebst?
    Erleben ist in diesem Sinne das richtige Wort, denn es bezieht sich auf die eigene Wahrnehmung, die sich natürlich von der Wirklichkeit unterscheiden kann. Niemand kann dir vorschreiben wie du etwas erlebst, aber je nachdem wie du es erlebst wirst du darauf reagieren.
    Bist du aggressiv, wird sich auch deine Umwelt dir gegenüber eher aggresiv zeigen. Zum einen weil du deine Umwelt als ebenso aggresiv wahrnehmen wirst, zum anderen weil die Umwelt natürlich auch irgendwann so reagiert.

    Du weißt nicht wirklich was im anderen vorgeht, das weiß nur die andere Person selbst. Und unsere Wahrnehmung betrügt uns ständig, unser Gehirn bewertet die Sinneseindrücke und erzählt uns dann "das hast du wahrgenommen" ...aber das haben wir ja gar nicht wahrgenommen, das ist ja bereits durch gewisse Filter gegangen und bearbeitet. Wie ein Foto dass man am PC nachbearbeitet um Menschen schlanker aussehen zu lassen und unschöne Objekte zu entfernen.

    Hast du mal versucht Sterne zu fotografieren (manuelle einstellung)? Wenn man eine zu lange belichtungszeit einstellt sieht man nur noch Streifen wegen der Erdbewegung, ist die Belichtungszeit zu kurz und das Objektiv besitzt nicht genug Lichtstärke sieht man Schwarz mit ganz wenigen weißen Punkten, von denen man vermuten kann das es Sterne sind, wenn man weiß dass man versucht hat den Himmel zu fotografieren. Schauen wir ohne Kamera in den Himmel sehen wir leuchtende Punkte, keine Streifen, kein schwarz, unser Gehirn bewertet also auch hier und korregiert kräftig nach.

    Optische Täuschungen sind nur ein Beispiel für diese Korrekturen, wir merken leider nicht unbedingt was der Wahrheit entspricht und was unser Gehirn uns als Wahrheit verkaufen will. Die Werbung nutzt genau dieses Wissen auch gezielt aus, dort werden gezielt bestimmte Signalworte genommen, andere weggelassen, bestimmte Bilder gezeigt, andere vermieden, abstände werden genutzt... durch solche Kleinigkeiten wird unsere Wahrnehmung gelenkt und beeinflusst mit dem Ziel dass wir Kaufen egal ob wir es brauchen oder nicht - es ist toll, also muss ich es haben!... sollen wir jedenfalls denken und das einzige Mittel dagegen ist unser Verstand der sagt "halt stopp, stimmt das überhaupt was die sagen, brauch ich das wirklich?"...


    Das Tarot zeigt hauptsächlich auf was in uns los ist, das muss uns nicht immer Bewusst sein. Wir können auch sehen was um uns herum los ist, meistens aber mit dem Schwerpunkt darauf wie wir darauf reagieren, was es in uns auslöst. Wenn wir eine Frage stellen, geht es um uns - oder eben um eine andere Person und ihre Gefühls und Gedankenwelt. Das ist was wichtig ist, wie erleben wir die Welt? und wie gehen wir damit um?
    Der Fokus liegt auf der Person und ihrem erleben, nur so sind die Legungen nachvollziehbar für den Fragesteller.
    Es ist egal ob etwas schön oder hässlich ist, ob es blau oder rot ist, solange wir damit klar kommen, wissen wie wir damit umgehen können, ist alles in Ordnung.
    Wir können bzw. unser Leben kann auch etwas durcheinander sein solange dieses Chaos nicht unerwartet kommt und dich nicht behindert ist deine Welt in Ordnung - beim Legesystem Astrologischer Kreis z.B. gibt es Positionen die mit bestimmten Elementen in Zusammenhang stehen, wenn jetzt alle Feuerkarten auf den Positionen der Schwertkarten liegen und umgedreht muss das also nicht zwangsläufig auch ein Problem darstellen, gerade in diesem speziellen Fall kann es so sein dass man sich bewusst ausbremst (Schwerter = Gedanken, Verstand, Kontrolle,Bewusste Entscheidung - Feuer = Wille und Energie). Das bedeutet nicht zwangsläufig dass unser Leben stillsteht, aber es bedeutet dass wir uns zurück halten. Sollte diese vertauschung von Dauer sein wird sich das mit Sicherheit auch auf unsere Umwelt auswirken. Aber bewusst und nur von kurzer Dauer kann es auch hilfreich sein wieder zu sich zu finden, sich neu zu Ordnen.

    Schaut euch an wie ich angefangen hab mit der Deutung, eine sehr kurze, simple Analyse der Elemente! zusätzlich dann noch die Karte der großen Arkana. Die Grundaussage war dadaurch schon erkennbar. Der Rest sind Details.
    Die Karten haben Bilder, es ist eine Bildersprache und die ist meistens sehr klar, deutlich und lebendig. Sie erzählen Geschichten durch ihre Reihenfolge. Spielt mit den Bildern, erweckt sie in Gedanken zum Leben und dann ist es als würde der Film von alleine ablaufen. Gerade die Passage der Schwertkarten oben ist sehr selbsterklärend - wenn man frei und offen drauf schaut, die Bilder sprechen lässt in ihrer Reihenfolge, durch ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede.
    Aufschreiben hilft manchmal auch, man schreibt Gedanken und Gefühle auf die man sonst vielleicht auch kurz bemerkt hätte denen man aber keine weitere Beachtung geschenkt hätte.

    Lieben Gruß
    Katja
     
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