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Ein Wintermärchen - Der kristalline Fluch

Dieses Thema im Forum "Aufgeschrieben" wurde erstellt von Goyuburu, 26. Juni 2009.

  1. Goyuburu

    Goyuburu Mitglied

    Registriert seit:
    9. Juni 2009
    Beiträge:
    318
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    Der kristalline Fluch

    Eines Tages, irgendwo im weiten All, traf es sich, daß sich sämtliche Götter, Dämonen, Engel, Djinns und Teufel an einen Tisch setzten, der Menschen barbarischen und dekadenten Missetaten und Verbrechen überdrüssig geworden.

    Gaja,Mutter Erde und einzige Fürsprecherin des auf Ihr krabbelnden Gewürms erhob sich und sprach:
    " Obwohl Ihr seht, wie Sie mich zwacken, aushöhlen, brandschatzen, abroden, ausschlachten, vergiften, Fauna und Flora auf mir zerstören, sich parasitär ausbreiten und blutig bekriegen, bitte ich Euch Alle...verschont Sie, um meinet Willen.

    Da stand der Gott Mohammeds auf und schrie mit funkelndem Antlitz:
    " Lasset Sie den Tod durch Glaubenskriege widerfahren...Bruder gegen Bruder, Schwester gegen Schwester, ja, so soll es sein ", lachte er höhnisch; der Menschen " Gefängnis des Glaubens " vor Augen.

    Da erhob sich der Gott der Christen, lächelte und sagte:
    " Denn Sie wissen nicht, was Sie tun ... sogar als ich Einen von Ihnen zum Sohn erhob, schlachteten Sie Ihn ".

    Da erhob sich der Gott der Juden und sprach:
    " Dem Menschen mangelt es an Disziplin und dem Verständnis, sich etwas Höherem als Seiner Selbst zu verschreiben" und er erzählte lange den anderen Göttern, zu was der Mensch eigentlich befähigt wäre...

    Da erhob sich der Teufel und sprach mit sandelholzklingender Stimme:
    " Ihr, wie Ihr dasitzt, habt meiner Person dazu benützt, seit Aeonen der Akasha dieses Universums, alles, was nicht der Sittenmoral der Zeit entsprach auf mich zu bürden. Es machts mir nichts aus...Ihr gabt mir damit mehr Macht und Kontrolle über Sie, " Sie ", die ich zerquetsche in Ihren Schwächen und Lastern ".

    " Hast Du Lust auf Prügel ?", sprachen die Engel, den Teufel musternd.

    " Sie scheinen Euch Allen zu entgleiten", lachte der Teufel höhnisch und schabte mit seinem Huf, den er in Jahrhunderten von Jahren, durch Aberglauben der Menschen zugesprochen bekam.
    " Sie waren nie anders, die Menschen ", fügte der Teufel hinzu.
    " Ihr verkommt zur hölzernen Karrikatur Eurer Selbst ", legte er nach und lachte zwinkernd zu den Djinns und Dämonen.

    Da erhob sich Budda und sprach sanft:
    " Haltet Euch immer vor Augen, daß die Welt aus guten und schlechten Dingen besteht und das daß, was Ihr für die Wirklichkeit haltet, ein Produkt unseres Geistes ist ".

    Da verstummten Alle und grübelten, was denn nun mit den Menschen passieren solle...

    Azazel, Oberster der Dämonen sprach:
    " Gebt uns die Künstler, die Kreativen und Süchtigen, mit den Anderen verfahrt wie Ihr wollt".

    " Gebt Sie mir Alle ", sprach der Rädelsführer der Djinns, " jeder Einzelne wird mich stärken und mächtiger machen, wie es vor Urzeiten war, als wir herrschten ".

    Da trat eine kleine Gestalt, bucklig gekrümmt, mit knöchernen Fingern sich an einen Holzstab stützend an den Tisch und krächzte mit heiserer Stimme:
    " Wieso frágt Ihr mich nicht nach meiner Meinung "?

    " Euch ?!", lachte der Teufel, " wer seid Ihr Krüppel denn ?"

    " Ich bin die Hoffnung, die Euch Alle beseelt, Menschen wie Götter, Dämonen wie Engel, Djinns wie Teufel...ohne mich, gäbe es Euch alle nicht ", sprach er weise, hob seinen Stab, streckte ihn drohend gegen das Firmament und sagte mit ruhiger, aber fester Stimme:
    " Wenn ich nicht bin, ist alles verloren "

    und bevor sich die Teilnehmer des Tisches vesahen, erstarrten Sie alle zu Eis und es begann zu schneien...

    " Erstarre Welt in Deiner Kälte ", sprach die Hoffnung, " Nur die Hoffnung wird Leben gebähren " fügte er hinzu, als er vor den zu Eis erstarrten Götter, Dämonen, Engeln und Teufeln stand.
    Traurig nahm er seinen Stab und legte die Kapuze über sein von Narben der Gezeiten, gegerbtes Gesicht und ging seines Weges.

    In seiner rechten Hand trug er eine Laterne, in Ihr brannte ein Licht, die Hoffnung wohl...und es schneite und schneite...und alles erstarrte kristalin..


    © 2007 Goyuburu
     

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