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Die zertanzten Schuhe- oder Verlust der Urinstinkte

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von AphroditeTerra, 7. November 2008.

  1. Werbung:



    Ich wollte ja noch was über die zertanzten Schuhe sagen
    ein paar Gedanken aus dem Buch „Die Wolfsfrau“ von Clarissa Pincola Estés

    da das Thema in das Magie Forum nicht richtig passt
    poste ich es hier:

    Das Märchen „Die roten Schuhe“ erzählt
    von einem Mädchen, das sehr arm war
    und sich selber Schuhe nähte
    sie waren Rot

    da kam die goldene Kutsche vorbei und eine alte Frau lud das Mädchen
    auf ihr Schloss ein
    die alten roten Schuhe des Mädchens wurden fortgeworfen…

    sie bekam als Ersatz schwarze Lackschuhe
    die ihr nicht gefielen


    später erschlich sie sich
    neue grellrote Schuhe
    der Teufel war da mit im Bund
    und schließlich musste das Mädchen kompulsiv
    mit diesen Schuhen tanzen

    zum Schluss lieβ sie sich die Füβe
    vom Scharfrichter abhacken
    weil sie nicht mehr aufhörte zu tanzen

    es gibt verschiedene Fallen im Leben
    wie hier in dem Märchen: Leben im goldenen Käfig
    oder von Gefangennahme, Alter, dem Hunger der Seele
    sie alle führen zu Instinktverlust infolge der Gefangennahme

    bis hin ein heimliches Leben führen
    da wird vor dem Kollektiv ein Knicks gemacht
    und die Rebellion findet im Schatten statt

    es kommt die Verstellung auch vor

    die zertanzten Schuhe
    versinnbildlichen das „aus der Reihe tanzen“

    im Leben geht es um das rechte Maβ
    alles was unterdrückt wird
    setzt sein Leben im Schattendasein fort
    und eines Tages kommt es mit aller Macht an die Oberfläche

    so entstehen Suchtverhalten
    es ist nicht die ungebärdige Lebensfreude
    die das Mädchen in das Verderben trieb
    sondern deren Mangel

    die grellroten Schuhe dienen als Ersatz:

    ungesunde Beziehungen
    negatives Denken
    Misshandlungen und Drohungen
    Alkohol und alles was man schwer wieder los wird
    eine Gewohnheit die sich etabliert hat

    zu Beginn jeder Sucht
    haben Menschen unweigerlich das Gefühl
    dass die suchtbildende Substanz ein Geschenk des Himmels ist

    so waren es die grell roten Schuhe
    das Mädchen wurde zu einem unaufhörlichen Veitstanz hingerissen
    bei dem das Leben nur noch verschwommen im Hintergrund vorbeiwirbelt
    wie ein dämonisches Kaleidoskop


    die Falle innerhalb der Falle ist
    zu glauben dass man sämtliche Probleme lösen kann
    indem man die Projektionen auf die anderen auflöst und das Bewusstsein reinigt

    ja und nein
    es geht nicht darum zu sagen: „Entweder da drauβen stimmt was nicht
    oder mit mir stimmt etwas nicht.“
    beides spielt eine Rolle bei der Aufarbeitung

    im Märchen verliert das Mädchen seine Füβe

    in der Wirklichkeit geht es darum die Urinstinkte der Psyche zu heilen
    und sie heilen und kehren in ihren Naturzustand zurück
    zu begreifen, dass es Aufbau und Abbauphasen gibt
    eine gesunde Skepsis entwickeln um die Fallen deutlich zu erkennen


    wer glaubt ein einmal gelöstes Problem auf ewig gelöst zu haben
    verfällt einem schwerwiegenden Irrtum

    denn das Leben ist lebendig
    es baut dort auf und hier wiederum ab

    Gelassenheit und Lebensfreude sind gefragt
    die Schöpferkraft ist das Höchste und wertvollste im Menschen
    sie ist Nahrung für uns selbst und für andere

    der Strom der Schöpferkraft
    der wellenartig in uns auf und ab steigt und uns versorgt
    die von dem Mädchen anfangs selbst genähten roten Schuhe
    versinnbildlichten ihre Schaffens und Schöpferkraft, ihre Kreativität
    die wir nie versiegen lassen sollen

    so schöpfen wir ewig aus uns SELBST





    Ali:umarmen:
     



  2. hier ein Teil des Märchens und ein link


    Die roten Schuhe


    Ein Märchen von Hans Christian Andersen - 030


    Es war einmal ein kleines Mädchen, gar fein und hübsch; aber es war arm und mußte im Sommer immer barfuß gehen, und im Winter mit großen Holzschuhen, so daß der kleine Spann ganz rot wurde; es war zum Erbarmen.

    Mitten im Dorfe wohnte die alte Schuhmacherin; sie setzte sich hin und nähte, so gut sie es konnte, von alten roten Tuchlappen ein paar kleine Schuhe. Recht plump wurden sie ja, aber es war doch gut gemeint, denn das kleine Mädchen sollte sie haben. Das kleine Mädchen hieß Karen.

    Just an dem Tage, als ihre Mutter begraben wurde, bekam sie die roten Schuhe und zog sie zum ersten Male an; sie waren ja freilich zum Trauern nicht recht geeignet, aber sie hatte keine anderen, und so ging sie mit nackten Beinchen darin hinter dem ärmlichen Sarge her.

    Da kam gerade ein großer, altmodischer Wagen dahergefahren; darin saß eine stattliche alte Dame. Sie sah das kleine Mädchen an und hatte Mitleid mit ihm, und deshalb sagte sie zu dem Pfarrer: “Hört, gebt mir das kleine Mädchen, ich werde für sie sorgen und gut zu ihr sein!”

    Karen glaubte, daß sie alles dies den roten Schuhen zu danken habe. Aber die alte Frau sagte, daß sie schauderhaft seien, und dann wurden sie verbrannt. Karen selbst wurde reinlich und nett gekleidet; sie mußte Lesen und Nähen lernen, und die Leute sagten, sie sei niedlich; aber der Spiegel sagte: “Du bist weit mehr als niedlich, Du bist schön.”


    http://www.andersenstories.com/de/andersen_maerchen/die_roten_schuhe




    Ali:umarmen:
     
  3. eva07

    eva07 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    5. April 2007
    Beiträge:
    5.949
    Ort:
    WIEN
    Wie wahr, wie wahr!

    Diese Geschichte sollten viele junge Menschen lesen. Sie enthält wichtige Lebensweisheiten, symbolhaft in ein Märchen verpackt.

    Ganz liebe Grüße

    eva07 :kiss4:
     
  4. Sayalla

    Sayalla Guest

    Huhu Ali
    :umarmen:

    Rote Schuhe???
    Manchmal reicht auch schon eine Dose gezuckerte Kondensmilch.:D

    Es ist nun aber nicht so, dass es äussere Teufel gibt, denn dann wärst du einer *ggg (weil du sie ja geschickt hast), sondern die sitzen in unserem Inneren.
    Das sind alte Konditionierungen, gelebte Muster, falsch erlerntes Verhalten (ganz, wie es der Leser gern sagen mag).
    Öffnen wir uns dafür, werden ganz fix tausende kleine Helferlein daraus und wir kommen der Wahrheit dadurch wieder ein Stückchen näher.

    Einen schönen Samstag wünsche ich dir und allen Lesern :)
     
  5. Inti

    Inti Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2004
    Beiträge:
    12.236
    Ort:
    Nordhessen
    Hi Ali - interessante gedanken von dir zu diesem Märchen z.B. dass die selbstgenähten Schuhe mit den Instinkten zusammenhängen, die dann weggeworfen werden. Dies ist der "Entwicklungsschritt" hin zur Ratio, die Aufklärung!

    im Sinne der Aufklärer könnte man es so als positiven Aspekt sehen, aber da dieses Tanzen am Ende eher eine Belastung wird und fremdgesteuert abläuft, welche dann auch radikal beendet wird, wird die Betrachtung des Tanzens hier doch eher kritisch gesehen.
    das sehe ich als mögliche gute Erklärung
    auch gut
    auch ein interessanter Gedanke
    das versteh ich nicht so ganz kannst du dieses Falle in der falle etwas näher erklären?
    kommt das gleiche Problem wieder oder verändert es sich, oder habe ich nur einzelne Aspekte des Problems gelöst? Was passiert deiner Meinung nach mit dem Problem, wenn es für uns scheinbar erst mal als gelöst erscheint?
    das ist wohl wahr

    Ein Aspekt des Märchens ist mir noch aufgefallen, den du nicht so rausgestellt hast - in dem Märchen wird viel Wert darauf gelegt, dass nicht nur das Mädchen den Schuhen "verfallen" ist, sondern auch alle Blicke, selbst die Bildnisse auf ihre Schuhe starren, also es ist auch eine kollektive Anhaftung da. Wesentliche Schritte ihrer Entwicklung hier als Firmung dargestellt nimmt sie nicht wahr, weil sie von ihren Schuhen "gefangen" ist - also eine Anhaftung im Außen verhindert innere Entwicklungsprozesse. Erst als sie sich wieder von dieser Anhaftung befreit hat, erlebt sie eine Verwandlung indem sie Teil der religiösen Zeremonie wird.

    LGInti
     
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    liebe Salaya


    das spielt sich in uns selbst ab
    es sind Archetypen


    wir selbst machen das dann an äusseren Menschen fest


    ich ein kleiner Teufel
    das gefällt mir richtig gut
    mal ein ganz neuer Aspekt

    somit bin ich ein Verführer? ha ha



    Ali
    :umarmen:
     

  7. ich sehe das hier eher als unsere Schöpferenergie
    unsere Lebenskraft, sie wird unterminiert durch faule Kompromisse
    anderseits ist es im Leben eine Waagschale, die zu halten ist
    zwischen meinem Willen und dem Willen des anderen
    Ja zu sich selbst sagen und eben nicht nein, verneinen
    sonst entsteht ein Defizit

    das ist doch typisch, wenn der Deckel wo drauf gehalten wird
    ein rigider Mensch z.B. explodiert dann aus heiterem Himmel
    oder ein friedlicher bringt plötzlich jemanden um
    oder bekommt die Idee einer Sekte beizutreten oder wird Terrorist
    das ind die Extremen roten Schuhe
    es gibt auch kleine Süchte und Entgleisungen oder "Verirrungen"

    das gesunde Mass
    welches ich früher als Mittelmäsigkeit verachtete
    aber die Buddhisten haben mich vieles gelehrt
    der Weg der Mitte ist auch der Weg des Herzens


    es ist kein entweder oder
    die Autorin Clarissa Pincola Estés, bezeichnet es als Und/Und Angelegenheit
    wobei die Äusseren, sowie inneren Einflüsse eine Rolle spielen

    es werden ALLE Faktoren in Betracht gezogen
    um so ein Gesammtbild zu erhalten um Schlüsse zu ziehen

    auf diese Weise beginnt man mit Selbstbewusstsein
    den Satus Quo in Frage zu stellen
    die eigenen Unzulänglichkeiten werden erkannt
    und genauso die der unbewussten Umwelt

    es geht darum
    innen wie aussen zu reparieren
    nicht um Verteilung der Schuld auf das Selbst und die anderen

    die Verantwortung zu übernehmen
    das "Problem" ist Sisyphos und wird jeden Tag
    in anderer Weise angegangen, wir nehmen etwas auf
    assimilieren und verdauen wir geben erneut ab

    das zu wissen
    macht einen gelassener
    ruhig aber immer einsatzbereit


    na, das ist doch die Personna
    die typische Anpassung
    wie Identität und Image geschaffen wird

    nach aussen z.B. glänzen und innen ausgehölt
    eben nicht authentisch sein¨



    als ich den Avatarkurs machte
    fragte ich mich wie ich überhaupt wirklich sei
    ich wusste es nicht
    darum ist seither authentisch zu sein
    mein wichtigstes Anliegen


    es hat mit der Verbindung zur eigen Quelle zu tun
    durch diese Verbindung zur eigen Quelle
    ich nenne es den ewigen Buddha
    schöpfe ich alle Kraft die ich benötige



    Ali:umarmen:
     
  8. Frl.Zizipe

    Frl.Zizipe Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. September 2003
    Beiträge:
    39.464
    Ort:
    Wien


    Ich mach es wieder mal kurz und bündig, ich hab auch nicht soviel Zeit, weil Schatzibär ist da ...


    Für mich ist das Märchen der zertanzten Schuhe eine Warnung, was passieren kann, wenn man sich selbst nicht treu bleibt ....

    Das erste Paar, das waren ihre, sie machte sie selbst und es waren genau die Schuhe (Leben) die sie wollte und die zu ihr gepasst haben. Das zweite Paar sah so hübsch aus da im Schuhgeschäft und erinnerten sie ein bisschen an ihr erstes Paar (Leben) und sie wollte sie "auf Teufel komm raus" haben - egal ob sie nun wirklich passen oder nicht - tja so kann´s gehen ....

    :)
    Mandy
     
  9. Sayalla

    Sayalla Guest


    Du bist alles, ja.

    LG Sayalla :umarmen:
     
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    weiss ich doch
    dass du wieder in die Berglis bist
    grüss mir den wilden Kaiser


    das wilde in uns
    darum geht es
    diesen Urinstinkt bewahren


    ich habe mich früher sehr oft eine Weile angepasst
    und dann bumms bin ich explodiert

    es waren meist richtige Ausbrüche
    aus meiner Ehe z.B. verbunden mit Reisen
    bis ans andere Ende der Welt


    na ja
    ich habe wenigstens niemanden umgebracht


    heute bin ich wirklich in meiner Mitte angekommen
    und dort ists echt gemütlich und warm



    was nicht bedeutet
    dass mich nicht irgendwann wieder die wilden Pferde reiten

    das ist meine Abenteuernatur




    viel Freude mit Schatzibär:)





    Ali:umarmen:


     

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