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determinierung oder freiheit?

Dieses Thema im Forum "Astrologie" wurde erstellt von amyridis, 4. April 2006.

  1. amyridis

    amyridis Neues Mitglied

    Registriert seit:
    4. April 2006
    Beiträge:
    5
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    liebes forum,

    ich stecke gerade in einer spirituellen krise. naja - und die resultiert ja meistens aus einer lebenskrise... ;-)

    früher dachte ich noch, man könne sein leben wirklich selbst beeinflussen - und die astrologie sei nur ein wegweiser oder das, was der schöne vergleich mit der uhr ausdrückt. es ist mittag, aber ob ich esse, entscheide ich selbst. im moment habe ich aber eher den eindruck, daß ich wie unter zwang einige sehr negative aspekte meines horoskops ausleben muß, das essen also ans hirn geklatscht bekomme - egal, ob ich es essen will oder nicht...???

    aktueller anlaß für diese überlegung ist:

    ich befinde mich seit über einem jahr in einem dreiecksverhältnis... grrr...

    nie im leben hätte ich gedacht, daß ich in so etwas hineingerate! im gegenteil: ganz im glauben an ideale, hätte ich früher eine solche konstellation eher verurteilt. aber nachdem er sich bereits getrennt hatte und ausgezogen war, machte es den anschein, als wäre es ihm mit seiner trennung wirklich ernst! und so ließ ich mich darauf ein. und eine zeitlang wohnten wir sogar zusammen. (ps: es wäre vermutlich ohnehin nicht zu verhindern gewesen - die anziehungskraft war wie bei zwei übergroßen magneten, die man auch mit aller kraft nicht auseinanderhalten konnte... manchmal wunderte ich mich fast, daß leute, die sich in einem raum zwischen uns befanden, nicht zerbarsten in dem unglaublichen energiestrom, der da zwischen uns floß...)

    nun, irgendwann war er sich aber seiner sache anscheinend nicht mehr so sicher... er betrog mich mit ihr, irgendwann dann doch scheidungsunterlagen, dann doch wieder keine scheidung... nun treibt er uns alle mittlerweile mit seiner fehlenden entschlußkraft (waage) und all den unwahrheiten in den wahnsinn...

    nun, man fragt sich ja wirklich, was mich bitte bewog, diesen ganzen zinnober mitzumachen...??

    nun, ich denke, es muß eine, wie man so schön sagt, karmische verbindung sein... mond konjunkton mond (an meinem mc) / jupiter konjunktion mondknoten (sein jupiter haargenau auf meinem mondknoten) und einige andere interessante aspekte

    ich habe mich einem menschen noch nie so unglaublich nah gefühlt. wenn wir uns berühren, ist es, als wären wir eins. die energien und emotionen zwischen uns sind von einer unglaublichen intensivität und zärtlichkeit bestimmt.

    das problem ist, zwischen ihm und ihr besteht meiner meinung nach auch eine karmische verbindung. (pluto konjunktion mondknoten - ihr pluto auf seinem mondknoten). die beiden haben mit sicherheit keine bilderbuch-ehe geführt - aber ich denke, sie haben sich einmal sehr geliebt - wenn nicht immer noch auf eine gewisse art und weise... und ich muß sagen, es erscheinen mir einige verhaltensweisen fast so, als sei er ihr in gewisser weise hörig...(pluto?)

    interessant ist übrigens, daß wir beide (sie und ich) unseren pluto in sein 8. haus stellen. sein eigener pluto befindet sich auch dort. zufall? und dieser steht im übrigen auf meinem aszendenten. ach ja, da war noch etwas: im 8. haus befinden sich auch sein mondknoten und seine sonne, außerdem ihr uranus und ihr mars. scheint mir ein rechter schmelztiegel zu sein dieses 8. haus...

    jeder versuch, abstand zu gewinnen, ist von beiden seiten - ja man kann sogar fast sagen : allen drei seiten - bisher kläglich gescheitert... das tolle an der geschichte ist auch noch, daß ich beruflich sehr eng mit ihm verknüpft bin, was das ganze noch schwieriger macht!

    nun, wie komme ich auf das gefühl der determinierung?

    als ich in diese beziehung startete und rein interessehalber mal in meinem horoskop herumstöberte, fiel mir ein neptun-mars-quadrat auf. naja, zu diesem zeitpunkt war ich nicht gerade begeistert davon, aber konnte mir nicht im geringsten vorstellen, was dies in der tat für mich bedeuten sollte!! und das ging wahrlich über jegliche vorstellungskraft hinaus!

    wie es so schön im beschreibungstext einer bekannten astrologieseite heißt:

    "Bei der Arbeit oder zu Hause könnten Sie in Situationen geraten, aus denen Sie als Verlierer hervorgehen. Oder ein Mitmensch stellt gewisse Weichen heimlich so, daß Sie ohne Kenntnis der Hintergründe handeln und deshalb nicht gewinnen können. Zur Zeit sollten Sie sich nicht auf andere verlassen, sondern sich ganz auf Ihre inneren Kräfte und Ihr Selbstvertrauen stützen. Andere Menschen werden Ihnen jetzt wahrscheinlich nicht den Rücken stärken, Sie müssen die Dinge alleine durchstehen.

    Sie sollten darauf achten, daß Sie nicht in dunkle Machenschaften verwickelt werden, sondern sich nur auf ganz reelle Unternehmungen einlassen. Halten Sie sich fern von Projekten, die Sie als korrupt oder unehrlich erkannt haben. Diese würden Ihnen nur Verluste eintragen, und Sie würden dabei auch das Gesicht verlieren. Doch sollten Sie persönliche Niederlagen jetzt nicht allzu ernst nehmen, auch wenn sie Ihnen noch so bedrückend erscheinen mögen.

    Sie könnten sich jetzt so stark für eine ideale Sache engagieren, die jedoch nur geringe Aussicht auf Erfolg hat, daß Sie selbst keine Befriedigung aus Ihrem Tun zu ziehen vermögen. Sie opfern die eigene Individualität für einen "höheren Zweck", der sich leider eines Tages als das Ego eines anderen Menschen entpuppen könnte."

    nun, diese beschreibung trifft so ziemlich genau das auf den kopf, wie sich alles seit einem jahr entwickelt hat...

    unterm strich macht mich das alles etwas mutlos. irgendwie habe ich das gefühl, ich reite wie don quichotte gegen die windmühlen...

    ich strample, mache und tue - und wenn ich mir im nachhinein dann mein horoskop für einen gewissen zeitabschnitt betrachte, finde ich darin genau die erlebten muster wieder...???

    also komme ich bald zu dem schluß: es ist egal, was man tut... es kommt ohnehin, wie es kommt...??

    z.b. wird in obigem text geraten, sich nicht in dunkle machenschaften verwickeln zu lassen bzw. sich von unternehmungen fern zu halten, die man als korrupt und unehrlich erkannt hat - schön und gut - so etwas ist sicherlich gut darauf anwendbar, wenn man sich überlegt, einen geschäftlichen vertrag abzuschließen - aber in der liebe? klar, ich habe ja immer wieder versucht, mich von der ganzen sache zu distanzieren - aber mit welchem erfolg? gleich null!! es wäre ja schön, wenn man sich so einfach zwingen könnte

    und nun wieder ein versuch, von ihm loszukommen (diesmal ein ziemlich harter)! aber was bedeutet dies in zusammenhang mit meiner auftretenden saturn-sonne-opposition im juli? heißt das, ich werde es zum jetzigen zeitpunkt ohnehin nicht schaffen, mich zu lösen - aber im juli muß ich, ob ich will oder nicht? oder heißt es: wenn ich es jetzt schaffe, mich zu lösen - dann kann mir die saturn-sonne-opposition nichts mehr anhaben??

    die gleiche frage beschäftigt mich mit den dann später noch mal auftretenden pluto-saturn- und jupiter-saturn-oppositionen. wobei auch pluto in den letzten wochen schon mal kurz in opposition zu saturn stand. ich glaube, pluto war da rückläufig.

    genau in dieser zeit erlebte ich natürlich auch noch mal die absoluten negativ-highlights dieser verstrickung, die mich auch schließlich dazu veranlaßten, in meine heimatstadt zurückzukehren, was für mich nun zwar beruflich unsicherheit bedeutet - aber nichts geholfen hat, um mich von dem mann zu lösen...

    was heißt es nun, wenn diese opposition wieder aktuell wird (glaube 2007/2008). hat sie dann immer noch etwas mit dieser beziehung zu tun? oder vielleicht schon mit der nächsten? kann sich die konstellation dann auch auf eine andere situation auswirken? oder wird sie bedeutungslos, wenn ich jetzt schon meine lektion lerne?? oder kann sie sogar etwas positives heißen - in etwa, daß ich schwanger werde - und sich dadurch meine strukturen ändern??

    grrr... in mir dreht sich ein gedankenkarussel! please help! kann jemand licht in mein dunkel bringen?

    vielen lieben herzlichen dank!!

    amyridis
     
  2. amyridis

    amyridis Neues Mitglied

    Registriert seit:
    4. April 2006
    Beiträge:
    5
    ich weiß der text ist ziemlich lang. ich hoffe, es liest ihn trotzdem jemand. ich habe ihn auch schön bunt gemacht, damit das lesen leichter fällt :)
     
  3. la mer

    la mer Guest

    hi amyridis,

    ... kommen sicher noch gehaltvollere, ausführlichere beiträge als der meinige :clown: .

    aber du schreibst + führst es ja schon teilweise selbst aus ... du fühlst dich von konstellationen beherrscht, bedroht, vorausbestimmt. fragst in der folge ab, ob denn diese oder jene konstellation womöglich wieder das fass zum überlaufen bringt. kenne ich auch solche phasen, wie das kaninchen auf die schlange zu starren ... sprich irgendwelche zukunftsvarianten, die unausweichlich scheinen. doch wie eng oder weit ein rahmen gesteckt ist, entscheidet nicht der oberflächliche, etwas gelähmte blick. hat eher mit einer gewissen nüchternheit und mentalem aufräumen zu tun ... so lästig dies oft ist.

    plump geantwortet - das weisst du ja sicher selbst - nehmen dir die konstellationen nicht das durchhalten bei eisernen entschlüssen, das weichenstellen ab. sie schaffen gegebenenfalls den rahmen für dich zu wirken. du hast ein sonne-trigon-pluto im chart. damit hast du eigentlich viel aktivierbare power, deins durchzuziehen, in die wiege gelegt bekommen. dein merkur wird sowohl von saturn (=> sachlichkeit) als auch von uranus (=> kreativität) trigonal gespeist. dies ist ein mächtiges mentales werkzeug. sollte die situation tatsächlich ohne für dich sinnvolle aussicht sein - hast du möglichkeiten durch deinen abschiedsschmerz zu gehen, und dich wieder zu befreien.

    frage ist, was du tatsächlich willst ... nicht wohin andere wollen oder wackeln. andere mit ihrem willen usw kannst du nur wahrnehmen, erspüren und reflektieren. stimmt deren zielrichtung nicht mit deiner überein bzw. sähe eine zukunft mit demjenigen nicht weitestgehend so aus, wie´s dir vorschwebt, dann scheint der cut sinnvoller.

    aber deine reflektionen (nicht die konstellationen) scheinen mir so rein virtuell auf die entfernung betrachtet noch ziemlich diffus, etwas unsortiert … das sind jetzt einfach fragen, die mir spontan beim lesen einfielen … warum ist er denn wieder ausgezogen, wenn es doch so eine große anziehung zwischen euch gibt? ist die anziehung eventuell einseitiger? woran scheiterte der alltag? gehst du nur nach deinem romantischen gefühl oder hast du auch eine vorstellung, inwieweit ihr "alltagstechnisch" harmoniert? eine schwankende mentalität und das etwas vermauschelte könnte er zum beispiel grundsätzlich an den tag legen. hatte er schon öfter konstellationen dieser art in beziehungen? … und die idee mit der schwangerschaft in der hoffnung auf eine verbindlichere beziehung widerstrebt mir ehrlich geschrieben ziemlich. nimm mir das bitte nicht übel – aber das ist ein ziemliches paket für so ein ungeborenes kind … kann die probs eventuell für dich selbst zusätzlich vergrößern anstatt sie zu verkleinern.

    Lg*la mer
     
  4. amyridis

    amyridis Neues Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    5
    hallo la mer,

    freue mich über deine antwort! :)

    dein eindruck ist richtig in bezug auf meine diffusität... das ist ja vermutlich auch genau mein problem: mein verstand sagt: geh!! mein herz sagt: nein, ich will nicht...

    und genau da komme ich in die bredouille: verstandesmäßig wäre es besser, sich zu distanzieren, als den eiertanz weiter mitzumachen...

    das würde mir vermutlich aber nur gelingen, wenn ich nicht beruflich so eine enge bindung zu ihm hätte, in der wir uns täglich sehen oder sprechen... und da schaffe ich es einfach nicht, wirklich loszulassen - jedes mal, wenn wir uns nach irgendeiner aktuellen beziehungs-katastrophe wiedersehen, dann ist diese magnetische anziehungskraft noch so stark, daß nach spätestens einer stunde doch einer die hand des anderen nimmt - und dann ist's wieder aus mit dem konsequenten abstand...

    jetzt hab ich vor lauter verzweiflung schon in kauf genommen, meinen job auf's spiel zu setzen - irre, oder? - nur damit wir wenigstens räumliche distanz haben - und ich wenigstens in meinem alten leben (d.h. in meiner heimatstadt) wieder inneren halt finde... und wie es in der ganzen sache nun jobmäßig weitergeht, bereitet mir auch starkes kopfzerbrechen, weil beides wirklich unmittelbar miteinander verknüpft ist...

    in bezug auf die alltagstauglichkeit habe ich bisher keine probleme feststellen können - ganz im gegenteil, da harmonieren wir eigentlich perfekt, vor allem auch beruflich. ich denke, daß die problematik wirklich von seiner unentschlossenheit herrührt, die familie definitiv zu verlassen.

    im übrigen muß ich mich wohl etwas mißverständlich ausgedrückt haben: zu klärung, wer wohin gezogen ist: er ist zuhause ausgezogen in eine eigene wohnung. ich habe eine zeit lang mit ihm in dieser wohnung gelebt, die übrigens auch in meiner stadt ist. zwischendurch hatte ich dann noch eine wohnung am arbeitsplatz, die ich jetzt gekündigt habe, um in meine heimatstadt und meine alte wohnung zurückzukehren. er wohnt immer noch in seiner eigenen wohnung und kommt in das familien-zuhause auf besuch, um die kinder zu sehen.

    und noch ein mißverständnis: NIE IM LEBEN WÜRDE ICH AUF EIN KIND SPEKULIEREN, UM EINE BEZIEHUNG ZU FESTIGEN!!! das war rein hypothetisch auf den aspekt bezogen. wer weiß, ob ich nicht bis dahin jemand anderen kennengelernt habe? ;-)

    liebste grüße

    amyridis
     
  5. Arnold

    Arnold Sehr aktives Mitglied

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    Hallo amyridis,

    Ich habe mir deine Horoskopdaten angesehen und bin wie la mer ebenso der Auffassung, dass es eine Phase der Sinnfindung ist. Dabei geht es aber primär um deine Sonne, welche bei dir ins Aspektbild so "reingehängt" steht und auch ein Quadrat zu Mars im Radix bildet. Zudem hast du ein Quadrat von Uranus zu deiner Venus im Radix. Der Psychosynthese nach ist es wichtig, dass man alle Planeten als Funktionsorgane erkennt und auch diese integriert. Aber wir Menschen stecken alle in Mustern, meistens von der Erziehung und der Tradition des Kollektivs her. Dabei ist es für eine Frau ebenso wichtig, sich die männlichen Planeten Pluto, Mars und Sonne eigen zu machen. Du bist Wassermann - Sonne und stehst derzeit mit deinem Alterspunkt in diesem Zeichen im sechsten Haus nach Koch.

    Deine Sonne hast du mit dem AP im November 2004 in der Konjunktion berührt. Damit hast du ebenso Mars ausgelöst, welcher ja im Aspekt mit deiner Sonne steht. Aber ebenso wichtig erscheinen mir deine zwei anderen Persönlichkeitsplaneten Saturn und Mond, welche im zehnten Haus stehen. Aber beide Planeten, also Saturn und Mond sind als Köper-Ich ( Saturn ) und Gefühls-Ich ebenso wichtig. Im zehnten Haus hat man mehr den Zug dazu, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen, für sich Verantwortung zu tragen. Er ist Waage, damit hat er sicher Entscheidungsschwierigkeiten. Aber man bräuchte seine genauen Daten, um mehr über diese Situation sagen zu können.

    Du hast ein weit gesträutes und sehr feingliedriges Aspektbild mit nicht gerade wenig grünen Aspekten. Diese stehen für Denkprozesse, aber es geht mit dem aufsteigenden Mondknoten im vierten Haus bei dir auch um den Zugang zu den eigenen Gefühlen. Neptun steht hier in der Nähe, verwischt und verwässert vielleicht die eigenen mondhaften Gefühle.

    Der Aszendent Jungfrau sagt auch aus, dass man eine "junge - freie Frau werden soll, welche selbst Ordnung ins Chaos bringt...:)

    Alles liebe!

    Arnold
     
  6. GreenTara

    GreenTara Sehr aktives Mitglied

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    Hallo amyridis :)

    habe mich jetzt mal durch deinen Beitrag gearbeitet und möchte eigentlich nur auf das für mich Wesentliche antworten:

    Yes, Kopfkino pur. So, wie ich es aus einer Dreiecksbeziehung kenne, die der deinen sehr stark ähnelt. Ähnliches Verhalten, ähnliche Ereignisse. Sein Mond auf meiner AC-DC-Achse. Schön - und fürchterlich.

    Ja. Du selbst.

    Nur du kannst erkennen, was diese Beziehung in dir bewegt, was sie an's Licht bringt, uns zwar von dir. Ich war fassungslos, als ich entdeckte, was in mir veborgen ist. Ohne diese Beziehung hätte ich nicht hingeschaut, nicht wahrgenommen, was mich treibt, was / wer mich da lenkt. Es war schrecklich, mich selbst nicht wieder zu erkennen. Ich war ein schreiendes, weinendes, anhängliches kleines Kind, das nicht gesehen wurde und das mit diesem Schmerz kaum umgehen konnte. Es konnte sich nicht lösen, es wollte geliebt werden. Alle Erklärungsversuche wie "karmische Beziehung", Abhängigkeit etc. fruchteten gar nix. Astrologie übrigens auch nicht, obwohl ich schon sehen kann, was auf der Ebene der Horoskope los ist.

    Schau hin, schau nach innen. Trau dich, dir zu begegnen. :)

    Was treibt jemanden mit einer Wassermann-Sonne, sich in eine solche Beziehung zu begeben, die diesem Prinzip der Unabhängigkeit, der Distanz ja diametral entgegensteht? Ich halte das, was du beschreibst, für sehr plutonisch und weniger für karmisch. Was dir jetzt sozusagen um die Ohren fliegt, sind deine Vorstellungen davon, wie eine Beziehung, eine verbindliche Beziehung (Haus 8) sein sollte. Aber eben nicht ist. Sie scheint eine Verstrickung zu sein statt einer Verbindlichkeit.

    Neptun in 4 bedeutet für mich, die Schleier der Herkunft zumindest teilweise zu lüften und zu erkennen, dass man jemand ist, der sich auf schwankendem Boden bewegt. Genau daraus beziehst du deine Kraft - so paradox das auch klingen mag.

    Alles Liebe
    Rita

    PS. La mer's Beitrag finde ich übrigens sehr gut und die Anregungen und Anmerkungen für hilfreich.
     
  7. amyridis

    amyridis Neues Mitglied

    Registriert seit:
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    5
    da fällt mir noch etwas ein zu dem thema "determinierung oder freiheit" bzw. wäre der begriff "causalität" vielleicht besser:

    und zwar komme ich darauf zwecks kind-spekulation zur beziehungs-festigung. ein befreundetes paar erwartet ein kind. will man den aussagen glauben schenken, so hat sie damit gegen seinen wunsch (und zu seiner überraschung) ihren willen durchgesetzt. ich vermute in gewisser weise nicht nur aus mutterinstinkt, sondern auch, um ihn an sich zu binden - denn einige monate zuvor hatte er sie eigentlich schon mal verlassen. und er macht mir nun auch nicht gerade den eindruck, als fieberte er der geburt mit erwartung entgegen, eher als würde er es jetzt als gegebenes los hinnehmen, aus dem er das beste macht...

    nun gut, soviel dazu. ich habe mal einen blick in ihr horoskop geworfen. dabei ist mir aufgefallen, daß auch bei ihr in einigen jahren eine pluto-saturn-opposition auftritt. wobei pluto ihren saturn im siebten haus bestrahlt.

    meine interpretation ist nun, daß sich vermutlich ihr partner zu diesem zeitpunkt dann doch aus der verbindung lösen wird, um seine eigenen wege zu gehen.

    frage ist nur: inwieweit rufen unsere handlungen die speziellen auswirkungen solcher konstellationen auf den plan?

    ich meine, hätte sie jetzt auf das kind verzichtet, wäre die konstellation ja dennoch da. nur würde sie sich vielleicht auf einen anderen partner auswirken, oder?? oder kann es tatsächlich sein, daß sich diese konstellation dann nicht auswirken würde, weil sie die grundlage erst gar nicht geschaffen hätte, ihrem jetzigen partner einen grund für ein späteres ausbrechen zu geben?? (weil er ohne das kind villeicht schon in naher zukunft seiner eigenen wege gegangen wäre...?)
     
  8. amyridis

    amyridis Neues Mitglied

    Registriert seit:
    4. April 2006
    Beiträge:
    5
    oh, hallo ihr lieben - da sind ja inzwischen noch mehr antworten! :)

    ja, vielen dank für euer interesse und die mühe, euch meiner kleinen geschichte anzunehmen :)
     
  9. blackandblue

    blackandblue Guest

    hmm.. also zur frage nach determinismus oder "freiheit" gibts ein paar interessante gedankenspiele: ;)

    -der verstand arbeitet hypothetisch-deduktiv bzw axiomatisch-deduktiv; sprich;
    *man kann nur schlüsse ziehen aus bereits als bekannt vorausgesetztem
    *man kann nur beweisen indem man anderes als wahr vorraussetzt

    -das ist nicht eine einschränkung der wissenschaften allein.. es ist die logik die so und nicht anders kann..

    -das heisst, jede theorie über die physik ist ebenfalls axiomatisch deduktiv, wie auch zB die mathematik..

    -es bleiben in der physik nur zwei möglichkeiten:
    *totaler determinismus (wie in der klassischen physik)
    *oder teilweiser determinismus (moderne physik/ Quantenmechanik) (sprich: ins regelwerk eingebauter zufall)

    -die notwendige bedingung dafür, dass ich einen physikalischen prozess (zB das drücken auf die x- taste) als meine entscheidung ansehen kann, ist, dass der prozess zufallsbasiert ist (sonst wäre es keine entscheidung / stünden vor meiner wahl fest was käme, wärs gar keine wahl zwischen mehreren optionen sondern nur einer :D)

    -jede physik die zufall enthält bringt eine a priori nicht vorherbestimmte geschichte hervor..
    *es kann aber jeder sich "am ende der zeit" hinstellen und sagen:
    ** eure gesetze die das ermöglichten waren nicht falsch; aber nicht volständig; das sie diese geschichte nicht als die einizg mögliche erzwingen.. und sie ist ja passiert.. also kann ich sagen das euch ein gestz gefehlt hat.. und keiner kann mir widersprechen
    *sprich: es gibt keinen empirischen unterschied zwischen einem deterministischen und einem um die vorgefallene geschichte ad hoc erweitertes deterministisches universum.
    * man kann nicht wissen ob es zufall gibt.. obwohl ohne ihn keine entscheidungen möglich sind

    -da eine entscheidung nicht vorherbestimmt sein kann (sonst wäre es keine) kann sie keine ursache haben (die legen ja fest was passiert.. und festgelegt kann eine entscheidung nicht sein)

    -d.h. der "akteur"; derjenige also der "entscheidungen" trifft ist keine physikalische ursache für die entscheidung...
    der akteur ist keine kausa..

    -eine folge von entscheidungen charakterisiert nachträglich (a posteriori) den charakter des ursprünglich (a priori) nicht festgelegten akteurs

    -glücklicherweis, hat der zufall es nicht nötig einer nichtbrechbaren regel zu gehorchen um sich doch so zu verhalten als ob er das wäre..

    -die einzigen gesetze nach denen sich der zufall richten kann ohne seine zufaääligkeit zu verlieren sind brechbare.. mathematisch ausgedrückt: statistische...

    -der einzige weg also charaktere.. akteure.. zu beschreiben beruht auf der "karrikatur".. es kann nicht verbindlicher gemacht werden als es der zufall erlaubt.. eine unsicherheit bleibt immer.. der akteur ist keine ursache seiner handlung.. aber der zufall kann sich soi verhalten als ob es so wäre..

    -wenn man also den charakter.. den akteur.. beschreibt als eine ansammlung von neigungen.. ne überlagerung von parallel nebenher koexistierenden statistischen gesetzen auf makroskopischer ebene.. (mensch ist komplexer alsn atom, gfür den licht absorptions- und emmissionsprozesse schon teilweise zufallig sind) dann ist das alles was man machen kann... das einzige was vom charakter physiklaisch dokumentiert sein kann ist seine vergangenheit und evtl seine intentionen.. aber niemals seine zukünftigen entschediungen..

    -der akteur ist also ein metaphysisches wesen dessen spielraum die möglichkeiten sind die die physik ihm bietet.. er kann nur zwischen ühysikalisch realisierbaren
    möglichkeiten "wählen" wobei diese wahlen keine ursache haben.. nur konsequenzen.. ein bruch mit der kausalität sozusagen.. aber ohne.. gibt es keine entscheidungen sondern leblose deterministische mechanik in der in jedem augenblcik die vergangenheit wie die zukunft drin steckt.. also keine infrormationsänderung trotz "zeit"-ablaufs..

    -und da wahrscheinlichkeitsverteilungen als statistische gesetze allein herangezogen werden können um akteure zu beschreiben; und
    *weil verschiedene wahrscheinlichkeitsverteilungen für das gleiche system verschiedene ergebnisse hervorbringen kann und gleiche wahrscheinlichkeitsverteilungen verschiednen ergebnisse.. ist jede behauptung über die existenz solcher wahrscheinlcihkeitsverteilungen nicht im strenbegen sinne falsifizierbar.. und daher "unwissenschaftlich"..

    -d.h. nur weil solche gesetze nicht mit schärfe und gewissheit überprüft werden können und sich daher dem vorwurf der unwissenschaftlichkeit beugen müssen können sie trotzdem im statistischen sinne gelten.. und somit doch beobachtbar sein.. ohne dass man auf sie zählen könnte wie auf das gravitationsgesetz ;)

    ----

    -zusammengefasst:
    *wir können nicht wissen ob es zufall gibt
    *wir wissen, dass es ohne zufall keine entscheidungen gibt
    *wir können also nicht wisen, ob wir entscheiden können
    *der akteur ist keine ursache und hat keine ursache für seine entscheidungen
    *man kann nur mit statistischen gesetzten beschreiben
    *diese sind nicht so zuverlässig wie "starre gesetze"; und von natur aus "brechbar" auch wenn sich der zufall sich doch regelhaft verhält.. er muss es nicht

    -es gibt keine psychologie; keine theorie über das bewusstsein ohne metaphysische annahmen... ;)

    na? überzeugt? :D ;)
     
  10. la mer

    la mer Guest

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    hallo du :) - welcome here!,

    wie´s der "zufall" so will: wennauch nicht zur freude aller hier,
    hatte ich mich gestern über ähnliches via zitaten ausgelassen - einen vortrag mit einem fazit f. die parapsychologie:

    http://www.esoterikforum.at/threads/36171
    nicht im widerspruch zu deinem geschriebenen, sondern etwas weitersinniert, blackandblue:
    frage wäre vielleicht, ob die meist scheinbar willentlichen entscheidungen, die nach beratungssituationen gefällt werden, nicht zu einem sinnvollen programm gehören. einem "geführtwerden" (=> das ist möglicher metaphysischer kontext, den du erwähnst), in dem sich sozusagen freiheit und bestimmung aufheben bzw. ergänzen.

    das kann dann heissen, dass die frage selbst - nach determinismus oder freiheit - von vornherein an bedeutung verlieren kann.

    lg*la mer
     
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