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Das System

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von Blau, 19. August 2006.

  1. Blau

    Blau Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. August 2004
    Beiträge:
    1.336
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    Wie die meisten von Euch schon sicherlich festgestellt haben, läuft in Deutschland, und nicht nur hier in Deutschland, gewaltig was schief. Das Sozialsystem wird immer mehr abgebaut, die Löhne sinken bis ins Bodenlose, die Preise explodieren, immer mehr Menschen fallen in Armut, die Leute haben immer weniger Kaufkraft zur Verfügung und viele sind froh, wenn es gerade noch für Essen, Miete, Strom und Kleidung reicht.

    Viele Menschen leiden unter den immer mieser und unmenschlischer werdenden Zuständen und jammern sich am Stammtisch gegenseitig die Ohren voll. Sie fragen sich nach der Ursache und die ist schnell gefunden, denn zum Glück haben Politiker und Wirtschaftswissenschaftler jede Menge Begründungen und Schuldzuweisungen auf Lager, wie etwa "das niedrige Wirtschaftswachstum", "die hohe Staatsverschuldung", "die Wiedervereinigung", "die faulen, schmarotzenden Arbeitslosen", "die kränkelnde Konjunktur", "die hohen Lohnkosten" oder auch "die Kaufunlust der Deutschen". Die Liste ist lang und wird immer länger, wie die Nase von Pinoccio!

    "Tja, da kann "man" nichts machen", sagt der normale Bürger, schaut auf die Uhr und muß den Stammtisch schon wieder verlassen, weil er glaubt, in 8 Stunden wieder wie ein Sklave, für einen lächerlich geringen Hungerlohn buckeln zu müssen. Der ein oder andere mag sich jetzt fragen, was er da eigentlich auf seinen Schultern buckelt? Ganz einfach, er buckelt das System, denn ohne ihn würde es zusammenfallen wie ein Kartenhaus.

    Doch schwer fällt es in Anbetracht des riesiegen Berges von Lügen und Halbwahrheiten, welche tagtäglich über Medien wie Fernsehen, Radio, Zeitungen und Zeitschriften auf uns einprasseln, die wahren Zusammenhänge zu erkennen. Machen wir uns nichts vor, diese sogenannten "freien" Medien haben im Sinne einer unabhängigen, unzensierten, kritischen, objektiven Berichterstattung und Information kläglich versagt. Sie tanzen nur nach der Pfeife ihrer Geldgeber oder Besitzer, welche sie als mächtiges Machtinstrument zur Meinungsmache schamlos mißbrauchen.

    Unser Geldsystem

    Geld ist im Grunde eine sehr praktische Sache, ein Tauschmittel, nichts weiter. Die Zahlung in Naturalien zum Beispiel wäre auch eine ziemlich umständliche Angelegenheit. Geld an sich hat keinerlei Wert, einzig das Versprechen, das es verkörpert, hat Bedeutung. Dieses Versprechen besteht aus nichts anderem als die Garantie, in Zukunft eine Leistung oder einen Sachwert dafür zu bekommen. Gibt es für Geld keine Leistungen und Sachwerte mehr, ist es wertlos. Da kann man dann noch soviel davon horten, wenn es irgendwann verfällt, steht man mit leeren Händen da.

    Dessen sind sich die Reichen durchaus bewußt und sind bestrebt, ihr Geld schleunigst in Sachwerte, wie Gold, Immobilien, Antiquitäten, Wertgegenstände und ähnliches umzuwandeln, indem sie diese kaufen, ersteigern oder, wie im Falle von Banken, Sicherheiten aus geplatzten Krediten einbehalten.

    Doch Geld ist nicht gleich Geld. So gibt es einerseits "totes" Geld, welches sich auf den Finanzmärkten (Börsen) oder in längerfristigen Anlagen tummelt, und andererseits "lebendiges" Geld, welches tatsächlich im realen Wirtschaftskreislauf kursiert. Warum diese Unterscheidung? "Totes" Geld wird nicht dazu benutzt, um Angebot und Nachfrage einander zuzuführen und das kann es auch garnicht, weil es dem realen Wirtschaftskreislauf entzogen ist. Der tatsächliche Geldwert, also wieviel man für eine Geldeinheit (zum Beispiel 1 Euro) kaufen kann, hängt, wie den meisten Menschen durchaus bewu0t ist, maßgeblich von der vorhandenen Geldmenge ab. Je größer die ist, umso weniger, und je geringer die ist, umso mehr bekommt man für eine Geldeinheit. Das gilt jedoch nur für das in Umlauf(!) befindliche Geld. "Totes" Kapital befindet sich nicht in Umlauf und kann auch nicht dafür benutzt werden etwas zu kaufen, weshalb es auch keine Auswirkungen auf den Geldwert hat, jedenfalls solange es "tot" ist.

    Wenn nun die Reichen, deren gigantisches Vermögen zum Großteil aus eben jenem "toten" Geld besteht, in einer kettenexplosionsartigen Panikreaktion auf den nahenden Zusammenbruch des Dollar-Währungssystems, und damit eng verbunden auch des Euro-Währungssystems, dieses schnellstmöglich in Sachwerte umwandeln, um es noch irgendwie "rüberzuretten", wird eine stetig anschwellende Geldflut den Wirtschaftskreislauf überschwemmen. Die Folge einer solch riesigen Geldmengensteigerung im Umlauf wäre eine daraufhin einsetzende galoppierende Inflation, die das gesamte Währungssystem in die Knie zwingt. Doch noch ist es nicht soweit, noch stecken wir mitten in einer Deflation, die nicht minder gefährlich ist und die eigentliche Ursache der Angst um den Zusammenbruch des Dollarsystems ist.

    Wie ein jeder weiß, vergeben Banken Kredite. Es gibt kaum noch Unternehmen, die nicht in hohem Maße bei einer Bank verschuldet sind. Selbst Privatpersonen sind verschuldet. Diese Schulden, samt der damit verbundenen Zinslasten, steigen stetig.

    Hierzu ein Beispiel: mal angenommen ein Sparer, sei er nun reich oder nicht, legt Geld in Höhe von 10.000 Euro langfristig bei der Bank an. Dafür bekommt er Zinsen. Dieses Geld hält die Bank nun als gesetzliche Mindestreserve (2%) bei ihrer Zentralbank und vergibt dafür nach eigenem Ermessen Kredite in einer Höhe von bis zu 500.000 Euro (ja, Du hast richtig gelesen!). So wird heutzutage Geld erschaffen und seit der "europäischen Währungsreform" und der damit einhergehenden Abschaffung der deutschen Mark, hat die Regierung die Hoheit über die deutsche Währung in die Hände gieriger Privatbankiers gelegt, die Geld erschaffen, verleihen an wen sie wollen und dafür auch noch kräftig Zinsen kassieren.

    Doch das ist noch nicht alles! Das Geld für die Zinsen muss ja schließlich auch irgendwoher kommen. Da ein Kreditnehmer nur über wenig oder garkein "totes" Geld verfügt, denn sonst bräuchte er garkeinen Kredit, stammt das Geld für die Zinszahlungen stets aus dem aktiven Wirtschaftskreislauf. Verschuldete Unternehmen schlagen ihre Zinslast auf die Preise um und die Regierung versucht sie mittels Steuererhöhungen beim Volk einzutreiben. Um diese durch die stetig wachsende Zinslast erhöhten Ausgaben zu bedienen, muß früher oder später wiederum irgendein anderer, sei es nun einer Privatperson oder ein Unternehmen, Kredit bei der Bank aufnehmen, weil ihm das Geld ausgeht. Doch deshalb gibt es nicht etwa mehr Geld in Umlauf!! Das fliesst nämlich alles über kurz oder lang wieder zu den Banken über Kreditzinsen und Tilgungen zurück, einfach weil es kein frisches, sondern mit Kredit belastetes Geld ist.

    Ein heimtückischer Schuldenkreislauf, der sich von selbst immer weiter hochschaukelt und an dessen Ende der wirtschaftliche Kollaps und der Zusammenbruch der Währung steht. Und wenn die Unternehmen alle pleite gegangen sind, weil sie ihre Schulden und Zinsen nichtmehr bezahlen können, ist auch das Geld nichtsmehr wert, weil es dann nichts mehr gibt, das man für die Währung noch kaufen kann. Wie war das doch gleich mit den Insolvenzen in Deutschland? So hoch wie nie zuvor? Die Binnenwirtschaft kränkelt? Kein Wunder, wenn keiner mehr genug Geld hat, um etwas zu kaufen oder anbieten zu können! Die Nachfrage ist da, die Produktionmittel sind da und an Arbeitskräften mangelt es auch nicht. Einzig und allein das Geld fehlt, Geld, das nichts weiter ist als ein Tauschmittel.

    Erkennt ihr wie fatal es war, daß deutsche Politiker die Währungshoheit in die Hände von Privatbanken gelegt haben? Hätte unser Staat sie noch, könnte er frisches, unbelastetes Geld drucken, es gezielt in den Wirtschaftskreislauf pumpen, eben dort, wo es gebraucht wird, etwa in die Sozialsysteme, die Infrastruktur oder auch gezielt in bestimmte Wirtschaftszweige, zinsfrei und unbelastet, um so den Schuldenkreislauf rückwärts auszuhebeln und für das Erlöschen von Krediten samt der damit verbundenen Zinsverpflichtungen im Vielfachen (aufgrund des Jojo Effekts) der von ihm in den Wirtschaftskreislauf eingespeisten Geldmenge zu sorgen. Das so eingebrachte Geld würde auch keine Inflation hervorrufen, einfach weil es gesamtwirtschaftlich betrachtet in die Rückzahlung von Krediten fliesst und somit wieder dem Umlauf entzogen wird.

    Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes besagen, dass die Ausleihungen der deutschen Banken, Bausparkassen und Versicherungen derzeit die Summe von rund 3 Billionen Euro erreicht haben. Dazu kommen in Umlauf befindliche, festverzinsliche Wertpapiere der öffentlichen Hände und der Industrie in Höhe von ca. 1 Billion Euro. Auslandsschulden, insbesondere auch aus steuerlichen Gründen im Ausland aufgenommene Darlehen, sowie privaten Ausleihungen und die Darlehen aus dem grauen Kapitalmarkt dürften vorsichtig geschätzt eine weitere Milliarde Euro umfassen. Die daraus insgesamt entstehende Zinslast, bereinigt um die Kosten der Banken, dürfte bei mindestens 400 Milliarden Euro p.a. liegen. Weitere "Zinsen", nämlich der Pacht- und Mietzins, bereinigt um die Zinslasten der Finanzierung können mit ca. 300 Milliarden Euro angenommen werden.

    Diese immensen Zinsen belasten jeden Konsum und jede Investition. Weil die Verschuldung mit derzeit jährlich etwa fünf Prozent deutlich schneller wächst, als die volkswirtschaftliche Leistung, ist eine ständige Ausweitung der über das Sozialprodukt zu erwirtschaftenden Zinslast unauweichlich. Das System des modernen Geldes führt zwangsläufig dazu, dass seine Kosten ständig wachsen, völlig unabhängig von der Anzahl und dem Ausmaß der mit Hilfe des Geldes tatsächlich ausgeführten Transaktionen. Daraus ergibt sich die unglaubliche Tatsache, dass die meisten Bürger, auch diejenigen, die selbst nicht verschuldet sind, sondern sogar über eigene Guthaben verfügen, über die in den Preisen und in Steuern und Abgaben enthaltenen Zinslasten zu den Netto-Zinszahlern der Volkswirtschaft gehören.

    Erst wenn das Geldvermögen des einzelnen privaten Haushalts nach Abzug eventuell vorhandener Schulden eine Größenordnung von etwa 200.000 Euro erreicht und durchschnittliche Zinsen abwirft, kann bei sparsamer Haushaltsführung erwartet werden, dass sich Zinserträge und versteckte Zinszahlungen aufheben. Die eigentlichen Nutznießer des Geldsystems, die Netto-Zins-Empfänger finden wir erst unter den Besitzern von Geldvermögen deutlich über 200.000 Euro und diese Grenze verschiebt sich stetig weiter nach oben.

    Es gibt jedoch noch weitere Ursachen, die einen Zusammenbruch des Währungssystems und der gesamten Wirtschaft vorantreiben. Daß die Besitzer der großen Privatbanken die reichsten Leute der Welt sind, brauche ich hier wohl nicht weiter zu erwähnen. Durch eine Verknappung der Geldmenge im Wirtschaftskreislauf, einfach indem sie Kredite verweigern, können sie eine künstlich geschaffene Deflation (Geldknappheit) bewirken, was sie in letzter Zeit auch immer häufiger tun. So können sie die Kaufkraft ihres gigantischen Geldvermögens auf hohem Niveau zu halten, damit sein Wert nicht sinkt. Die Folge davon ist, daß es wieder vorne und hinten an Zahlungsmitteln mangelt, sei es bei den Sozialsystemen, Kindergärten, Schulen, der Erfüllung der Grundbedürfnisse wie Essen oder ein Dach über dem Kopf, den Investitionen von Unternehmen oder der Versorgung von Alten und Kranken. Bedarf, Arbeitskraft und Produktionsmittel sind auch hier vorhanden.

    Daß amerikanische Heuschreckenfirmen Unternehmen aufkaufen, nur um sie kaputtzuwirtschaften, das Letzte aus ihnen herausquetschen und riesige Spekulationsgewinne einfahren, die Situation nicht gerade entschärfen, ist ebenso einleuchtend. Wen wundert es da noch, daß derlei Investment-Firmen von Großbanken ins Leben gerufen werden, die sich selbst Kredit geben, um auf diese Art und Weise Profit aus den ausgebeuteten Unternehmen zu schlagen, welcher letzlich dem Kreditgeber, also der Bank selbst, zugute kommt? Deutsche Politiker haben ihnen, den vielgeprießenen "außländischen Investoren", Tür und Tor geöffnet und sie in Deutschland herzlich willkommen geheißen. Wahrscheinlich bekommen sie ein Stückchen ab von der Beute, gerade jetzt, wo sie wieder fleissig, still und leise dabei sind, Staatseigentum an außländische, meist amerikanische Investoren zu verschachern. Deutschland steht zum Ausverkauf!

    Und als kleine Belohnung dafür, daß Du es bis hierhin geschafft hast, ein kleiner Videoclip, welcher, wenngleich auch fiktiv, die gegenwärtige Lage recht gut wiederspiegelt. Ja, manchmal haben selbst Hollywood Regisseure ihre hellen Momente :)

    Und noch ein zweiter Clip mit dem, was US Präsident George Bush dazu zu sagen hat.

    Und wer nicht an die Existenz von Superreichen und einer extremen Ungleichverteilung von Geldvermögen glauben kann, dem seien die Informationen auf dieser Seite ans Herz gelegt, so daß er seinen Standpunkt überdenken und abwägen kann.

    Grüße
     
  2. FIST

    FIST Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2004
    Beiträge:
    25.988
    Schalom Alechem

    ein guter, wenn auch etwas Langer Artikel mit einem ganz zentralen Fehler drin. Wie du ganz richtig siehst, ist das Geld nicht ein Wert an sich, sondern ein Tauschwert der aufgrund von "Abmachungen" seinen Wert besitzt... und wie du auch richtig erkennst, steht der Geldwert in Relation zur Menge des Geldes die es gibt...
    darum kann der Staat ja nicht einfach so Geld drucken, da dies unweigerlich zu einer Inflation führen würde... es währe dann nicht mehr Tauschwert des Geldes vorhanden, sondern an bräuchte für das gleiche Produkt mehr Geldeinheiten. Der Wert des Geldes ist ja gekoppelt an den "Wert" einer Nation, also Bruttoinlandprodukt, Goldmenge (und Wert), Import/Export usw. Wenn nun diese Nation viel Geld druckt, so hatt die grosse Menge an Geld den gleichen Wert wie vorher die kleinere Menge des Geldes...leidtragende einer Solchen Inflation währen wiedrum diejenigen, denen es sonst schon nicht so gut geht, da diese fast keine Möglichkeit haben ihr Geld in Stabile Sachwerte zu infestieren.
    Übrigens ist das eine von den USA recht geschickt eingesetzte Form der Psychologischen Kriegsführung... man stiehlt die Druckplatten der Nationalbanken, druckt unmengen an Geld dieser Nation und pumpt es ins Land, was unweigerlich zu einer Inflation führt, was viele zwingt in den Harten Dollar zu investieren (und die USA kassiert), das Land stürzt ins Chaos weil jeder sein Geld so schnell wie möglich loswerden will, das Soziale und Wirtschafliche Leben wird mehr oder weniger aufgehoben, andere NAtionen verlangen natürlich sofort ihre Schulden zurück bevor das Geld gar nix mehr wert ist- die Nation ist am Boden, es kommt zu Bürgerkrieg und die USA im Mantel der UNO kann sich als Friedensstifer prophilieren...

    aber recht hast du, was das tote Kapital anbelangt, das vor sich hin fault... denn durch je mehr Hände das Geld geht, umso mehr wird Mehrwert erzeugt, dest stabiler und härter wird das Geld, was einer Nation gute Devisen einbringt und sie Wirtschaftlich und Sozial antreibt... das Spice muss fliessen, heisst es in Dune, und das gleiche gilt für das Geld...

    mfg by FIST
     
  3. Blau

    Blau Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    1.336
    Hallo Fist!

    Wären die deutsche Wirtschaft, viele Privathaushalte und der Staat nicht hoch verschuldet, wäre das vollkommen korrekt. Die negativen Auswirkungen einer Inflation sind mir ebenso bekannt, doch verschwindet das neugedruckte Geld über kurz oder lang wieder aus dem Geldumlauf, indem es in die Kredite zurückfliesst, um diese zu tilgen, was die tatsächlich in Umlauf befindliche Geldmenge nicht explodieren lässt und somit auch keine Inflationsgefahr darstellt. Die dadurch verminderte Zinslast trägt wiederum zu niedrigeren Preisen bei (schließlich wollen die Unternehmen konkurrenzfähig bleiben) und ermöglicht, daß noch mehr Kredite von anderen getilgt werden können, undsoweiter. Faktisch nichts anderes, als der Schuldenkreislauf rückwärts aufgerollt. Würde der Staat urplötzlich gigantische Mengen von unbelastetem Geld in einem großen Schub in Umlauf bringen, so käme es durchaus zu einer vorübergehenden Inflation.

    Ich weiß nicht, ob das gängige Praxis ist, vielleicht, da kann ich nur spekulieren :)

    Grüße
     
  4. Galahad

    Galahad Guest

    Thema verschoben.

    Übriegens ein interessanter Gedankengang.
    Steckt meiner Meinung nach sehr viel Wahrheit drinnen.

    LG
    Galahad
     
  5. SalixAlba

    SalixAlba Aktives Mitglied

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    Österreich - Kreis Voitsberg
    Hallo Blau,

    deine Darstellung ist sehr interessant. Ich versuch das mal jetzt auf einfache Weise irgendwie hinzukriegen. Wenn ich falsch liebe, bitte ich, das zu korrigieren.

    Okay... ich hab mir also ein wenig Geld gespart.. sagen wir.. hm.. 10 T Euro und das bringe ich jetzt zur Bank. Andere bringen auch ihr Erspartes zur Bank und die hat somit "flüssige Mittel" (denn ohne dem Ersparten der Leute hätte ja die Bank kein Geld). Die Bank legt also alle Ersparnisse in einen Topf, aber mit Aufzeichnungen, daß Herr X und Frau Y etc. soundsoviel Geld gebracht haben, um es aufs Sparkonto zu legen.
    Die Bank sagt, daß sie mich dafür belohnt und sagt mir Zinsen zu in Höhe von (fiktiv) 5 %. Also gehe ich davon aus, daß mein Geld wächst und in einem Jahr 10.500 Euro ausmacht. Die anderen Sparer bekommen natürlich auch Zinsen.

    Nun kommt aber Herr W zur Bank und will Geld leihen. Die Bank verleiht ihm Geld.. sagen wir 50.000 Euro. Weil die Bank aber ja selbst nicht so viel Geld hatte, verleiht sie das Geld von den Sparkonten. Herr W muß Zinsen dafür zahlen, daß er Geld leiht und zahlt im Endeffekt viel mehr an die Bank zurück, als er ursprünglich ausgeliehen hat (wenn er es denn zurückzahlen kann). Andere Leute kommen auch und leihen Geld. Also verleiht die Bank das Sparguthaben derer, die eingezahlt haben.

    Fließendes Geld der Girokonten rechne ich hier jetzt nicht mit.

    Die Bank verleiht Geld, das ihr nicht gehört. Im Grunde werden ja auch nur Zahlen verschoben. Von meinem Sparkonto wird offiziell nichts genommen. Doch auf dem Konto von Herrn W landen 50.000 Euro. Was wäre nun, wenn alle Sparer kämen und ihr Geld haben wollen, weil sie es für irgendeinen Zweck benutzen wollen? Woher würde die Bank das Geld nehmen, das sie ja verliehen hat?

    So in etwa hast du das ja erklärt, Blau.

    Tja.. da ist aber eine Menge Geld, das hin- und hergeschoben wird und wo mir nicht klar ist, wo das eigentlich her kommt. Diese Geldsache ist ziemlich komplex und so verworren, daß man richtig verwirrt wird und irgendwie den Überlbick verliert.

    Aber ich weiß eins, wenn ich wirtschaften würde wie unser Staat, dann hätte ich schon vor langer Zeit den finanziellen Super-Gau erlebt. Denn ich habe nur das Geld, das ich eben zur Verfügung habe. Und ich kann nicht über Geld verfügen, welches mir nicht gehört, oder von dem ich gar nicht weiß, ob ich es haben werde.

    Diese ganze Geldschieberei ist mir sehr suspekt und ich geh jetzt nochmal und denke darüber nach.

    Alles Liebe
    Moonrivercat
     
  6. Trixi Maus

    Trixi Maus Sehr aktives Mitglied

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    wow, also ich hab's trotz der späten Stunde noch geschafft und verstanden, glaube ich. Vielen Dank!! Morgen werd ich mal darüber nachdenken. Mal gucken, was ich heute Nacht träume:weihna1
     
  7. voss

    voss Mitglied

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    380
    Ich dachte Du denkst nicht mehr, dachte ich mir so
    in Bezug auf das Nicht-Denken und so.
    Denken ist BÖÖÖÖÖSE!

    Also ich will nich mehr denken, dachte ich aber ich denke ja noch.
    Das hab ich mir anders vorgestellt!

    Aber denkste!:)


    DENKEN against GEWAHRSEIN-
    was für ein Battle !
     
  8. Trixi Maus

    Trixi Maus Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    23. Oktober 2005
    Beiträge:
    26.439
    Ja, ichhab auch sehr gelacht, als ich das geschrieben habe. Worüber wollte ich nachdenken? Ich muss es nochmal durchlesen. Solche "Vorhaben" scheitern bei mir an meiner Vergesslichkeit. Tjaja, das fortgeschrittene Alter...:weihna1 Vossibär, ich war gestern singen, das war sehr fein. In einem kleinen Chor :) Da hab ich mal rübergewunken zu Dir durch die gebildeten Tonrohre :banane:
     
  9. Trixi Maus

    Trixi Maus Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    23. Oktober 2005
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    26.439
    Wieso, man kann doch seiner Gedanken gewahrsein, dann ist doch eigentlich kein Problem da, oder? Ich mach das beim Schreiben- kannste ja mal probieren:weihna1

    Geeeld, Gäääld, gib mir Gääääld, voss!:kuss1:

    "Gott "Mammon" schafft ein merkwürdiges irdisches Reich. Es ist in seinem Göttertum anderen Göttern in keiner Weise unterlegen- Mammon ist sozusagen die "Vererdlichung" einer göttlichen Quelle im Himmel. Seine Verlockung ist Luxus (lat. Lux=Licht, man beachte auch die goldene Stadt Ägyptens namens Luxor).
    Mammon nimmt das geistig-spirituelle Wachstum des Menschen aus seinem Inneren heraus und bringt es als sichtbaren oder nichtsichtbaren Wohlstand auf die Erde. Wer Geld hat lebt im irdischen Reich Gottes, wer kein Geld hat lebt in der Hölle auf Erden. Der Grundgedanke ist: wer kein Geld hat, macht etwas falsch im Umgang mit Gott Mammon. Wer etwas im Umgang mit Mammon falsch macht, der "verdient" kein Geld, es steht ihm auch gar nicht zu. Er muss sich erst wandeln. Im irdischen Reich Mammons ist zur Zeit Gott, wer in einem silbernen Mercedes mit 260 über die Autobahn braust und ein eigenes Haus mit Gartenanlage hat in dessen Teich ein paar bunte Kois schwimmen. In der Freizeit geht Gott Tennis spielen oder golfen und er neigt zum Extremsport (Risikobereitschaft=Mammongöttlichkeit). Er fährt gerne in Urlaub und leitet ein Unternehmen, in dem er (Gott Führer im Auftrage Mammons) seinen Brüdern und Schwestern im Unternehmen Gutes tut. (ich wr auf dem besten Weg so ein Leben zu führen und ich muss sagen: kein Spass!)

    Tja, wieso ist das heute selten zur Gänze verwirklicht, denn die MitarbeiterInnen ja heute gar nicht als Brüder und Schwestern erkannt???
    In meinen Augen liegt es daran, dass der Begriff "Qualität" nicht ausreichend durch Mammon definiert wird. Mammon definiert lediglich die Menge des zur Verfügung stehenden Geldes als göttlich oder nichtgöttlich. Entweder Du sitzt im Schnellboot oder auf einem selbstgefrickelten Holzfloss. Zwei Aspekte entscheiden darüber, ob man im Schnellboot sitzt oder auf dem Holzfloss: erstens die Geburt (reiche Familie/arme Familie) und zweitens die Fähigkeit, Ideen zu haben und sie konsequent als Mensch umzusetzen- unabhängig von anderen. Man ist dann irgendwann mit etwas Glück ein "Star" und räkelt sich mit der lieben Dritt-Freundin und mit der Gesellin Kokain in der Vip-Lounge rum.:clown:

    Die Bibel empfiehlt nun zum Beispiel dem einfachen Volk die sogenannte Netzwerk-Technik. Dem Jesus sind die Gedanken, wie man eigentlich "Fische fängt" (=Geld macht?) beim Umgang mit Netzen gekommen. Wenn man ein Netzwerk bildet, dann kann ein Einzelner sogar über Wasser gehen, weil er durch das Netzwerk, das ganz nah unter der Wasseroberfläche liegt, so dass es keiner sieht, getragen wird. Und mit und mit erlangen alle diese Fähigkeit. Dabei empfiehlt die Bibel eine bestimmte Art der Vorgehensweise im Verändern gesellschaftlicher Zusammenhänge: das Bilden "Heiliger Familien". Aber es würde jetzt zu weit führen, dass hier auseinander zu klamüsern, was die Bibel da meinen könnte.

    Buddhische Schriften empfehlen, die vereinzelnden Gedanken des Individuums zu zähmen und eine gemeinsame Bewusstseinsebene aufzusuchen ("Buddha", in denen der einzelne Mensch Energie aufnimmt und sich mit der realen Lebenssituation, in der er steckt, anfreundet. Auch hier: das "Vereinen" mehrerer Menschen auf einem einzigen Bewusstseinsniveau stellt ein "Netzwerk" dar, über das man sich verbindet. Die Unterschiede zwischen Ich und Du verschwinden langsam und irgendwann fällt nichts irdisches mehr durch die Maschen der Wahrnehmung.
    Wir machen das hier im Forum in Form einer gemeinsamen Meditationspraxis, die uns alle, die wir gemeinsam meditieren, auf universaler Ebene miteinander verbindet (Forumspyramide, Super-Thread 2). Uns wird so die Wahrnehmung für Realitäten geöffnet und wir lernen, dass wir nicht vereinzelt sind, sondern eine Gruppe mit gleichen Wahrnehmungen- obwohl wir uns noch nie begegnet sind.

    Schamanische Schriften empfehlen, das wahre Potential des menschlichen Bewusstseins in seiner Kommunikationsfähigkeit mit natürlichen Aspekten der Natur wieder zu entdecken. Die Rückvereinigung unseres von der Natürlichkeit gespaltenen Denkens und Handelns wird hier über eine universale Tier-Ebene erschlossen und das Bewusstsein erhält eine "Vision", innerhalb derer es in verschiedenen Dimensionen heilerisch- oder je nach Aufgabe, die durch die Vision vermittelt wurde, auch universal-gestalterisch wirksam wird. Auch hier die Aussage: es gibt ein Netzwerk und das ist die Natur und die Wahrnehmung, die wir von ihr haben. Wir alle haben in uns "Schlange", ob wir sie nun Schlange, Medizinalstab, böse Zunge, Kundalini oder Ida und Pingala nennen.Die Natur und ihre Wesenheiten führt unsere Wahrnehmung in ein verlässliches Netzwerk von inneren Bildern, die unser Leben in einen universalen Wahrnehmungs-Fluss bringen, wenn wir es zulassen.

    So, das waren mal wieder meine "Gedanken". Das Wort Mammon leitet sich übrigens aus dem Hebräischen ab und bedeutet: das, worauf man vertraut.
     
  10. Klartext

    Klartext Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    1. November 2005
    Beiträge:
    2.415
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    Dieser Text charakterisiert sehr gut die Zustände in Ländern wie z.B. Kuba. Wer damit die Lebensbedingungen in Deutschland meint, hat keine Ahnung, wie gut es uns eigentlich noch geht. :escape:
     
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