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Chiron und seine Bedeutung

Dieses Thema im Forum "Astrologie" wurde erstellt von mysticsky, 16. September 2008.

  1. mysticsky

    mysticsky Guest

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    Hallo,
    wer kann mir weiterhelfen? Welche Bedeutung hat der Chiron im Radix?
    Ich habe ihn im 6. Haus/Widder im Sextil zu Jupiter (4.Haus) und in Opposition zum Mond (12.Haus). Kann mir das jemand deuten?
     
  2. baubeau

    baubeau Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. August 2008
    Beiträge:
    635
    Ort:
    Ich nenne es das Santa Fé von NRW...
    Hallo Mysticsky,

    Chiron steht für den wunden Punkt in uns, eine Verletzung, eine Schwäche, wird zumindest zunächst so wahrgenommen.
    Diese Verletzung will uns auf unser MENSCHSEIN hinweisen, das heißt auf unsere Sterblichkeit. In einem bestimmten Bereich gehen wir einfach nicht konform, wir sind evtl unseren Trieben ausgeliefert, fühlen uns in der Tat "getrieben", können jedoch nicht damit umgehen oder wissen hier nicht um das rechte Maß. Andererseits können wir gerade das Triebhafte in uns nicht annehmen. Wir versuchen unbewußt meist, einen bestimmten Anspruch zu erfüllen, und lassen dabei einen wichtigen Teil von uns nicht zu: Wir gestehen uns nicht zu EINZIGARTIG zu sein, jenseits aller überhöhten Vorstellungen davon.
    Im sechsten Haus geht es nun um Anpassung an die Notwendigkeiten des Seins. Darunter fällt das Alltägliche und unser Umgang damit. Es geht also um Selbstorganistion und Verhalten und auch um Selbsthygiene. Die Psychosomatik von Erkrankungen fällt in das sechste Haus, da jede Krankheit darauf hinweist, das unser Verhalten nicht mehr angemessen ist. Wir müssen uns ändern, wollen wir gesund werden! Das Vehalten anzupassen, an das, was gerade gefordert ist (auch Arbeit, Begegnung). Dieses Haus gibt auch Hinweise auf unsere Fähig und Fertigkeiten, die wir uns mit der Zeit angeeignet haben.
    Steht Chiron nun im sechsten Haus kann es z. b. bedeuten dass wir uns zusehr an die Bedingungen um uns herum anpassen, ohne es vielleicht selbst wirklich so wahrzunehmen, weil es so scheint als sei es "normal". Es mag das unbestimmte Gefühl sein, einen Teil von sich zu verleugnen, evtl scheinen die Anforderungen zu hoch (wenn man sich selbst gegenüber ehrlich ist!).Oder/Und es fällt uns schwer, dem Alltag zu begegnen, weil uns dieser Bereich immer mit einem Verhalten von uns konfrontiert, das wir scheinbar nicht abstellen können. Vielleicht begnet einem dieses Verhalten auch im Aussen.
    Mit den Aspekten zu Jupiter in Vier und Mond in Zwölf ist das Thema der Herkunft und Familie doppelt angesprochen. Dabei geht es bei dem Sextil um geistige Erneuerung und das Zulassen dessen. Jup in 4 will Wachstum im seelischen Bereich mit der Konsequenz, die Bedingungen daran anzupassen, das dieses Wachstum auch möglich ist. Inwiefern fördert oder hindert der familiäre Hintergrund das eigene Wachstum? Gibt es hier evtl Idealisierungen/Fixierungen? Eine gute Beziehung zu einem Elterteil?
    Mond in Zwölf ist ein Thema für sich. Weist Du um Deine Bedürfnisse? Kannst Du Dich emotional abgrenzen (z.B. der Mutter/dem fürsorfenden, evtl fürsaufenden und fürsorgenden Elternteil gegenüber?)
    Bei der gegebenen Aspektierung geht es grundsätzlich darum, für sich einen Rahmen/Bedingungen zu erschaffen, die den eigenen Bedürfnissen (u.a. nach Rückzug/Transzendenz) Rechnung tragen und das eigene seelische Wachstum unterstützen.
    Guck Dir Saturn und Uranus an: Saturn gibt Dir Hinweise auf Die Glaubensmuster, nach denen Du handelst. Da wo Saturn steht, kannst Du eigene Wertmaßstäbe entwickeln, die Deinem Handeln zugrundeliegen.

    Mit Chiron kann man gut sehr konkret arbeiten, auch wenn es etwas Übung, Bewußtheit, Erfahrung braucht: Chiron ist Deine ganz persönliche Wahrheit im JETZT, das geistige und körperliche Erleben in Verbindung miteinander. Wer sich Chiron nähern will, kann dies über seinen Körper tun, über die Anerkennung und das Zulassen der eigenen körperlichen Impulse. Es geht um das sich erspüren.

    Hoffe, ich konnte Dir weiterhelfen,

    Gruß, Gerhard
     
  3. Lichtfunke

    Lichtfunke Mitglied

    Registriert seit:
    20. August 2008
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    ganz weit oben im Norden
    Hallo baubeau,
    ich bin zwar nicht "Mystiksky" ,doch ich finde die Erklärung super.....! Über den Körper arbeiten bedeutet sozusagen also soviel,wie ....bsplsw. mit Meditationsübungen ?
    Grüße,Lichtfunke
     
  4. valli

    valli Aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    austria
    hallo gerhard, dem schließe ich mich an - ich find deine erklärung auch super - ich hab auch chiron (fisch) in 6 und auch saturn(widder) und kann mich wirklich sehr gut wiederfinden in deiner erklärung. :)

    die anpassungsprozesse im täglichen leben, die unterordnung, die organisation fällt mir wirklich nicht leicht - und die probleme äußern sich immer psychosomatisch - ich seh m ich einer aufgabe nicht gewachsen - und werd krank

    lg valli:umarmen:
     
  5. mysticsky

    mysticsky Guest

    Hallo Gerhard,
    lieben Dank für deine ausführliche Deutung. Ich bin wirklich überrascht, du hast den "Nagel auf den Kopf getroffen". Ich hab mich total wiedererkannt in deinen Ausführungen. Besonders der Umgang mit dem Alltäglichen ist eine große Herausforderung für mich, bedingt sicher auch durch den Mondknoten im 3.Haus und Uranus am Aszendent, der mir immer das Gefühl gibt, irgendwie "anders" zu sein.
    Mein Saturn steht übrigens im Zwilling (9.Haus) in Opposition zum Mondkonten (3.Haus). Kannst du mir dazu auch noch was sagen?

    Liebe Grüße
    magicsky
     
  6. baubeau

    baubeau Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. August 2008
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    Ich nenne es das Santa Fé von NRW...
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    Hallo Lichtfunke,

    ich glaube, das kann alles mögliche sein, solang es Dich in das Hier und Jetzt bringt. Alles was das Aussteigen aus dem Gedanken - und Bewertungskarussel fördert, was Dich Dich und Deinen Körper spüren läßt. Es geht um das zulassen von Erlebnis und Erfahrung. Ich singe, tanze, spiele, atme, jogge; bei mir ist es die Interaktion und der Austausch mit Anderen. (Chiron in 9 opp Ur 3 , sext venus in 10 sext mars in 7, Sat in10) Ungefähr bis zu meinem 26igsten beruhte meine Erfahrung allein auf Theorie, z.B.. Wenn ich damals jemandem was vom Leben erzählen wollte, fand ich kaum Zuhörer weil es nicht auf eigener Erfahrung beruhte. Jetzt scheint es etwas anders, weil ich jetzt eine Anschauung habe, die ich selbst erlebt hab. Die kann ich jetzt sogar in der Öffentlichkeit vertreten, und damit Andere motivieren, wenn ich mich dieser Erfahrung stellle. Und es ist das Zulassen und Wahrnehmen meiner Verletzlichkeit und der Austausch darüber, was mir Kraft und Erkenntnis bringt.

    Das ist alles ein Prozess, aber von wegen Meditation: die bewußte Wahrnehmung der Atmung glaub ich ist immer ne gute Sache. Es ist das einfachste und grundsätzlichste und auch schwierigste....

    Gruß, Gerhard
     
  7. Iakchus

    Iakchus Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. August 2005
    Beiträge:
    4.208
    Ort:
    Deutschland
    Hallo Mysticsky!

    Ich habe über Chiron einiges geschrieben, wenn du Lust hast, kannst du dir das auch noch reinziehen: http://www.stefan-arens.de/astrologie/chiron-asteroid-astrologie.html

    Weitgehend hat Gerahrd ja schon einiges gesagt, was ich passend finde. Aber ich beschreib es auch einfach mal, wie ich es schreiben würde, auch wenn es sich wiederholt (ich habe diesen Absatz übrigens hier erst geschrieben, nachdem ich Gerhards Text gelesen hatte):

    Die Opposition zwischen Mond und Chiron ist ein Thema für dich, das Sextil zu Jupiter verfeinert die Bedeutung dieser Opposition.

    Das 6. Haus und sein Chiron Thema muss man in der Regel separat von den Aspekten behandeln.
    Es gibt zwar oft auch ein gemeinsames Thema zwischen Aspekten von Chiron auf andere Planeten und Chirons Haus, - aber meine Erfahrung ist, dass es hier verschiedene Ebenen gibt und Chiron im Haus nicht immer so wirkt, wie man es bei den Aspekten von Chiron auf Planeten kennt.

    Das heisst, man deutet erst Chiron in seinen Aspekten zu persönlichen Planeten (zB dem Mond) und dann unabhängig davon die Hausposition des Chirons. Wenn im Haus des Chirons noch ein anderer Planet steht, dann wird dieser Planet oft das Thema von Chiron im Haus weiter färben.

    Die Aspekte: Du nimmst bei der Deutung den Mond als Ausgang (weil er als Deutungselement wichtiger ist) und betrachtest den Chiron als grundsätzliche Problematik, die dem Mond beigestellt ist; bei dir steht der Mond im 12. Haus, da geht es in dem Aspekt mit Chiron vielleicht um den Eindruck, im weitesten Sinne nicht immer klar zu sehen, was die Einflüsse von anderen Menschen oder Situationen um dir herum angeht (Mond in 12). Es könnte mit Chiron das Problem entstehen, dass irgendetwas fehlt, um die eigene Balance (12. Haus) zu finden. Bei einer Opposition neigt man zu Projektionen, also man bezieht seinen eigenen Mangel auf die Ursachen von aussen oder verdrängt eigene Probleme.

    Aber dadurch kann man sich nicht helfen. Man muss selbst einen Weg finden.
    Im 6. Haus geht es um den Kraftaufwand, den man zur Verfügung hat, oder bereit stellen kann und zwar aus eigenen Ressourcen - und im 12. Haus merkt man, wenn man sich übernommen hat oder zu sehr sich selbst verliert, weil man zu vielen Anforderungen gerecht werden will ohne dabei noch an sich selbst zu denken. Im 12. Haus der Mond: Man hat ein Ohr für das, was unter der Oberfläche passiert. Aus dem 6. Haus kommt Chiron und stachelt an und es kann der Eindruck entstehen: Es ist nicht genug, etwas fehlt, man ist nicht richtig im Fluß. Vielleicht hat man den Eindruck, die Dinge nicht so wahrnehmen zu können, wie sie geschehen. Oder man nimmt Dinge wahr, die real nicht so wichtig sind, wie sie bewertet werden von einem selbst. Vielleicht entsteht auch (bei einem Waage-Mond) der Eindruck, man müsse immer besonders auf andere und deren Befindlichkeit oder Interessen achten. Mit Chiron würde das verschärft werden.
    So das wäre das Thema Chiron/Mond. Wenn auch nur ungefähr von mir gedeutet. Weil es gibt da auch immer viele Möglichkeiten. Und ich habe jetzt nur die Angaben, die du genannt hast, also kein Radix.

    Der Chiron im Haus kann auch - neben dem, was Gerhard geschrieben hat -, besondere Mittel einem zur Verfügung stellen. Man findet in positiver Weise eine Möglichkeit, und angemessene Mittel, in seinem Alltag die richtigen Wege einzuschlagen. Zuerst aber reibt man sich zu sehr daran, eben eine gewisse Angst davor zu haben, "etwas richtig oder falsch zu machen". Man hat den Eindruck, dass etwas fehlt, dass man nicht alles kennt, oder die passenden Mittel findet. Aber wenn man ab und zu inne hält, und aus Erfahrung zu lernen bereit ist, kann man ein Experte dort werden, wo man bislang immer den Eindruck hatte, dass einem etwas fehlt oder man die gewisse Fähigkeit nicht hatte. Es ist eben oft nur eine Art Angst vor Verletzung, wenn man sich der Konfrontation mit dem Alltäglichen aussetzt. Das Sextil mit Jupiter könnte das etwas begünstigen und die positiven Eigenschaften, dass man irgendwann in der Lage ist, bestehende Anforderungen angemessen gerecht zu werden, noch weiter hervorheben. Denn Jupiter sagt: das ist gut, wenn man es tut, - es bringt Sinn oder Fülle.

    Was Chiron ansonsten noch bringen kann, habe ich im Artikel oben geschrieben. Es geht im weistesten Sinne um angemessene Mittel, die Verletzung ist nur , weil einem der Eindruck gegeben ist, diese Mittel nicht finden zu können.

    LG
    Stefan
     
  8. Lichtfunke

    Lichtfunke Mitglied

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    ganz weit oben im Norden
    Hallo Gerhard,
    ich hätte dazu eine Frage zur bewussten Atmung .....!
    Die atmung ist eines meiner größten Probleme ......!Liest sich eigentlich irrsinnig ,da ich es ja unbewusst mache........stimmts?!
    In Meditationsübungen versteife ich mich zu sehr darauf,statt es atmen zu lassen.......! Das ist nicht immer so ,aber das Atmen ansich macht mir immer wieder Kummer.......!Ist es das,was Du als schwierig bezeichnest? LG Anja
     
  9. Jonas

    Jonas Sehr aktives Mitglied

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    Köln
    Hallo Forum.

    Mir ist aufgefallen, das ich bei Erkältungsbedingter Atmungserschwerung meist erst einmal wieder lernen muss mich den bedingungslosen Ausatmen anzuvertrauen.

    Die Atemprobleme wurden meist nerviger, als ich meinte, es würde nicht genug Luft da sein. Also ich einfach zu schnell wieder eingeatmet habe.

    Dabei kann man lange ausatmen. Und zwischen ausatmen und einatmen ist es ganz natürlich eine kleine kurze Pause einzulegen. Also da ist die völlige Stille und dann braucht man eigentlich nur recht wenig einatmen.


    Viele Grüße

    Jonas
     
  10. Ahsle

    Ahsle Neues Mitglied

    Registriert seit:
    19. September 2008
    Beiträge:
    13
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    Hallo, weiss jetzt nicht, ob der Text so geht, weil ich ein wenig Probleme mit dem Programm habe :rolleyes:
    Vielleicht klappts ja.

    Chiron ist Heiler und "Verletzer", er "tut" beides, indem er verletzt - heilt er auch. Das finde ich eine ganz wichtige Aussage, Chiron in der Mythologie hat eine Wunde geschlagen bekommen, die er sich selber heilen konnte ? oder auch nicht ? Ich bin kein Chiron-Experte, aber ich denke, dass Chiron, dort, wo er im Horoskop steht, wirklich heilen kann.

    lb.Grüsse Ahsle
     
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