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Astrologie - einmal anders

Dieses Thema im Forum "Astrologie" wurde erstellt von astrophenix, 12. August 2011.

  1. astrophenix

    astrophenix Neues Mitglied

    Registriert seit:
    11. August 2011
    Beiträge:
    13
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    Panaitios und sein Schüler Poseidonis (2.Jh. v. Ch.) haben ein fatalistisches Astrologieverständnis geprägt. Dieses besagt, dass alles, Gestirne und Menschen, ist als Teil der Weltseele miteinander verbunden. Was am Himmel passiert, findet demnach auf der Erde seinen Widerhall.
    Diesen Gedanken hat Thomas von Aquin (1224-1273) in seinem Werk „Summa theologica“ aufgegriffen und gefragt: Ist Wahrsagung aus den Sternen erlaubt?
    Antwort: JA, denn da man aus der Beobachtung der Ursachen auf die Wirkung schließen dürfe und da die Bewegungen der Himmelskörper die Ursache für materielle Veränderungen auf der Erde sind.

    Nun, Voraussetzung, um sich dem Thema Astrologie zu nähern ist also der Glaube oder Fakt – wie oben so auch unten.

    Ein anderer Fakt, den Hipparchos (ca.190-125 v. Ch.) bereits errechnet hat, war die Präzession der Aquinoktien. Zu dieser Zeit stimmte der Frühlingspunkt des tropischen (an den Jahreszeiten orientierter) Tierkreises mit dem siderischen (an den Sternen orientierten) Tierkreis überein. Jedoch aufgrund der Präzession wandert der Frühlingspunkt auf der Ekliptik durch den Tierkreis (ca. 1° in 72 Jahren), d.h. der Frühlingspunkt ist zur heutigen Zeit schon ca. 30° weiter. Eine komplette Umrundung dauert 25729 Jahre und entspricht einem platonischen Jahr.

    Dies bedeutet, das am 21.März (Beginn Tierkreis Widder) die Sonne im Sternbild Fische steht. Also hat der tropische Tierkreis schon heute nichts mehr mit der realen Konstellation am Himmel zu tun.

    Wie deckt sich dies nun mit der Grundvoraussetzung wie oben genannt?
    Ist es nicht an der Zeit den tropischen Tierkreis zumindest mal in Frage zustellen und sich zurück zum Himmel zu orientieren?
    Wie ist der tropische Tierkreis auf der Südhalbkugel der Erde zu erklären (da der 21.März ja offensichtlich kein Frühlingspunkt ist)?
     
  2. Gabi0405

    Gabi0405 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. Mai 2007
    Beiträge:
    11.023
    Ja und - das ist doch nichts neues. Jeder der sich mit Astrologie beschäftigt, kennt diese Grundthese der Astrologie.
    Allerdings ist die "wie oben so unten"-These unvollständig übersetzt und vermittelt u.U. falsche Annahmen.
    Komplett übersetzt lautet die Aussage des Hermes Trismegistos:

    Das, was unten ist,ist so wie das, was oben ist.
    Das, was oben ist, ist so wie das, was unten ist.

    Das heisst, es besteht keine Einbahnstraße von oben nach unten, sondern oben und unten bedingen sich wechselseitig. Ebenso gut könnte man von dem was unten ist, auf planetarische Konstellationen schließen --> die Erde (unten) zeigt an, was im Kosmos (oben) geschieht.
    Die Aussagen "wie oben, so unten" ist daher so unvollständig,wie falsch. Der Himmel diktiert nichts, sondern wir projizieren unser eigenes Bild von Ordung und unsere Vorstellung, wie diese Ordung beschaffen ist an den Himmel.
    Und daher haben moderne psychologische Astrologen auch nichts mit Wahrsagen oder konkreten Vorhersagen am Hut - die Paneten bewirken nichts, sie sind einzig und allein ein Konstrukt für unsere Wahrnehmung und für unsere inneren Bilder, freilich ein höchst ausgefeiltes und über jahrhunderte bewährtes Konstrukt.


    In der westliche Astrologie arbeitet man mit dem tropischen Tierkreis, indische Astrologen arbeiten mit dem siderischen Tierkreis. Beide Systeme sind in sich geschlossen und funktionieren. Warum? - Weil es in der Astrologie nicht um die Art der angewendeten Systeme geht, sondern es geht darum ein System als Projektionsfläche zu gebrauchen. Die westlichen Astrologen benutzen dafür den tropischen Tierkreis und die indischen Kollegen den siderischen Tierkreis - der Ausgangspunkt ist jedoch immer die menschliche Wahrnehmung.
    Das beim tropischen Tierkreis, Sternbilder und Tierkreiszeichen nicht mehr übereinstimmen, spielt dabei überhaupt keine Rolle, weil die Sternbilder nicht zum "Handwerkszeug" eines westlich orientierten Astrologen, der mit dem tropischen Tierkreis arbeitet, gehört.

    Gabi
     
  3. astrophenix

    astrophenix Neues Mitglied

    Registriert seit:
    11. August 2011
    Beiträge:
    13
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    Hallo Gabi,
    ich muss Dir absolut zustimmen im ersten Teil, ich habe tatsächlich nur die halbe Wahrheit widergegeben, aber ich schreibe auch als Laie, der sich aus Neugier dem Thema nähert...
    Da schließe ich mich an...

    Könntest Du nochmal näher erläutern, was damit gemeint ist?
    Nach meinem Verständnis ist es das Wesen der Astrologie das eigene Leben einerseits besser zu verstehen und andererseits Risiken und Chancen für die Zukunft aufzuzeigen. Dies ist natürlich unabhängig davon, welche Entscheidung jeder einzelne dann trifft.
    Mit der Geburt ist die Persönlichkeit und die Bestimmung eines Menschen vorgezeichnet, anhand des Horoskops erklärbar auf Basis der Konstellationen am Himmel. Jedoch die Ausprägung der Persönlichkeitsmerkmale entwickelt sich in Abhängigkeit vom Umfeld - und ob der Idealweg dann auch gegangen wird, entscheidet jeder selbst. Jedoch nur wenn du der Bestimmung folgst, wirst du erfolgreich und vor allem glücklich.

    Die Planeten (bzw. Aspekte zwischen Planten) bewirken vielleicht direkt nichts, aber indirekt immer. Sie zeigen uns das WAS im Leben, um die Seele im Einklang mit den Körper zu bringen.
    Meine Erwartung als Kunde ist: Ein guter Astrologe muss in der Lage sein, das vergangene Leben anhand des Horoskops, Transite und Sonnensolar zu erklären und auf dieser Basis auch zuverlässige Voraussagen (hinsichtlich Zeitpunkte, Risiken und Chancen) zu treffen.
    Und da ist die Frage, welches Zeichen- und Häuser-System liefert die besten Ergebnisse. Oder liefern alle Systeme das gleiche Ergebnis? Wieso gibt es eigentlich verschiedene Modelle?
    Heiko
     
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