Liebe soulflower,
ich freue mich auch, hier mal wieder von dir zu hören.
Ja, was ist passiert? Unsere Seelen haben einen neuen Abschnitt der Heilung
begonnen. Es geht um das Ego, um seine Rückbildung auf die Funktionen,
die für das Leben hier in dieser Welt notwendig sind.
Ansonsten ist das Ego der größte Widerstand, der unser inneres Licht daran
hindert, seinen wahren, klaren Glanz zu entwickeln und strahlen zu lassen.
So hat uns also unsere Seele mit bestimmten Aspekten unseres Egos konfrontiert,
und das Ego ist sehr gut darin, Angstgefühle, Furcht, Disharmonie zu produzieren.
Als eng seelenverwandte Menschen können wir uns diese Dinge dann sehr gut
gegenseitig spiegeln, und schon projiziert man diese Gefühle auf den Partner,
obwohl es im Grunde nur Prozesse sind, die in unserem Inneren ablaufen und
geheilt werden wollen.
Dann ist es nicht mehr weit zu dem Schritt, dass einer diese Situation nicht
mehr aushält, und schon ist man getrennt. Zumindest was die irdische Außenwelt
angeht, wirklich getrennt ist man ja nie.
Aber das ist wohl auch wieder im Sinne der seelischen Entwicklung, denn diese
"Erziehung" des Egos scheint man in bestimmten Teilen allein durchmachen zu
müssen. Es ist wichtig, sich von den Erwartungen zu lösen, die das Ego ständig
produziert, denn jede Erwartung ist eine Eingrenzung unserer Schöpferkraft,
die in Wirklichkeit keine Grenzen kennt, wenn wir sie uns nicht selbst setzen.
Ja, das war jetzt mal die Theorie, in der Praxis ist das doch mit sehr viel
Schmerz und Einsamkeit verbunden. Loslassen tut innerlich sehr weh und erzeugt
sehr viel Trauer in einem.
Doch ein Meister hat mal gesagt, dass Trauer eine Brücke zur Liebe ist.
Also versuche ich mal die Brücke zu finden und hinüberzugehen, ohne zu wissen,
was mich erwartet, einfach im Vertrauen in meinen Weg "nach Hause".
Denn das ist der Weg, auf dem wir früher oder später alle sind, und wenn sich
da links oder rechts des Weges noch ein Stückchen Glück finden sollte,
dann ist es um so besser.
Liebe Grüße,
Diddi
