Will nun aufsteigen... wer hat Lust mitzukommen?

Werbung:
Das Buch Siddharta von Hermann Hesse ist mein Lieblingsbuch. Hier der Ausschnitt aus Sidharta Herman Hesse von dem ich sprach, ich nenne es der Fluss der tausend Stimmen:



Der Fluss der tausend Stimmen

Siddhartha lauschte. Er war nun ganz Lauscher, ganz ins Zuhören vertieft, ganz leer, ganz einsaugend, er fühlte, daß er nun das Lauschen zu Ende gelernt habe. Oft schon hatte er all dies gehört, diese vielen Stimmen im Fluß, heute klang es neu. Schon konnte er die vielen Stimmen nicht mehr unterscheiden, nicht frohe von weinenden, nicht kindliche von männlichen, sie gehörten alle zusammen, Klage der Sehnsucht und Lachen des Wissenden, Schrei des Zorns und Stöhnen der Sterbenden, alles war eins, alles war ineinander verwoben und verknüpft, tausendfach verschlungen. Und alles zusammen, alle Stimmen, alle Ziele, alles Sehnen, alle Leiden, alle Lust, alles Gute und Böse, alles zusammen war die Welt. Alles zusammen war der Fluß des Geschehens, war die Musik des Lebens. Und wenn Siddhartha aufmerksam diesem Fluß, diesem tausendstimmigen Liede lauschte, wenn er nicht auf das Leid noch auf das Lachen hörte, wenn er seine Seele nicht an irgendeine Stimme band und mit seinem Ich in sie einging, sondern alle hörte, das Ganze, die Einheit vernahm, dann bestand das große Lied der tausend Stimmen aus einem einzigen Worte, das hieß OM : die Vollendung.
 
Das Buch Siddharta von Hermann Hesse ist mein Lieblingsbuch. Hier der Ausschnitt aus Sidharta Herman Hesse von dem ich sprach, ich nenne es der Fluss der tausend Stimmen:



Der Fluss der tausend Stimmen

Siddhartha lauschte. Er war nun ganz Lauscher, ganz ins Zuhören vertieft, ganz leer, ganz einsaugend, er fühlte, daß er nun das Lauschen zu Ende gelernt habe. Oft schon hatte er all dies gehört, diese vielen Stimmen im Fluß, heute klang es neu. Schon konnte er die vielen Stimmen nicht mehr unterscheiden, nicht frohe von weinenden, nicht kindliche von männlichen, sie gehörten alle zusammen, Klage der Sehnsucht und Lachen des Wissenden, Schrei des Zorns und Stöhnen der Sterbenden, alles war eins, alles war ineinander verwoben und verknüpft, tausendfach verschlungen. Und alles zusammen, alle Stimmen, alle Ziele, alles Sehnen, alle Leiden, alle Lust, alles Gute und Böse, alles zusammen war die Welt. Alles zusammen war der Fluß des Geschehens, war die Musik des Lebens. Und wenn Siddhartha aufmerksam diesem Fluß, diesem tausendstimmigen Liede lauschte, wenn er nicht auf das Leid noch auf das Lachen hörte, wenn er seine Seele nicht an irgendeine Stimme band und mit seinem Ich in sie einging, sondern alle hörte, das Ganze, die Einheit vernahm, dann bestand das große Lied der tausend Stimmen aus einem einzigen Worte, das hieß OM : die Vollendung.
Wunderschön!!
 
Jedenfalls verklickerst du mir das sehr liebe voll
und so kann ich es annehmen und auch achten.:)

Eigentlich ist dieses verschmelzen und der Ozean sein
vom Osten kommend. Es gab da diesen Disput zwischen Avicenna und Thomas von Aquin, den letzen Endes Thomas von Aquin gewann.

Denn jeder Mensch hat einen Funken ( wie Meister Eckhard es nennt) das beinhaltet die Kontinuitaet des Bewusstseins.

Tja... wer hat nun Recht? der Orient oder der Okzident?


@Plissken

habe ich mich vertan, es war Averroe und nicht Avicenna

https://de.qantara.de/inhalt/der-an...ßvater-der-aufklärung-war-ein-muslim?page=0,1

Dieser Disput bzw. Kampfschrift von Thomas von Aquino war sehr wichtig. Sonst waeren wir nicht zu den heutigen Indiviedien herangewachsen. Es gaebe keinen Beethoven mit seiner Neunten Symphonie und keine so grossartigen Malereien und Kunstwerke.

Ich glaube, dass eben immer wieder grosse Menschheitsfuehrer kommen um die Weichen umzustellen.
So sicherlich auch Luther, denn der Verlauf gerade der Dominikaner war beaengstigend mit ihrer Inquisition und Machtgeluesten.

Eigentlich geht es dann immer "darueber hinaus"
so wie Wellen.... eine Welle loest die naechste ab, und wenn eine Welle auf ihrem Hoechsttstand ist, formt sich ganz unten bereits die nachste. So ist nun einmal der Prozess der Evolution.

Aber zurueck zu dem Disput von Thomas von Aquin und Averroes: Da geht es um das Ich oder Ich Bin. Das ist glaube ich das bedeutsame daran, dass wir eine unsterbliche Seele sind und nicht nach dem Tod in einem grossen kollektiven Topf verschwinden, wie Averroes es behauptete.

Wir sind der Tropfen und wir sind gleichzeitig der Ozean.


LG Ali
 
Wir leben in einem mehrdimensionalen Universum, einem multidimensionalem Universum.
Wir nehmen eine bestimmte Dimension ein, aber es gibt viele andere Dimensionen, auf die wir normalerweise nicht zugreifen können.

Es gibt bestimmte Plaetze, die "hotspots" wo auch Stargates vermutet werden.

Die Alten wussten darueber, spaeter als die uebernatuerlichen Kraefte nachliessen, baute man Tempel auf diese Orte. Und nochmals spaeter Kirchen und Kathedralen.

In Edfu Aegypten steht auf dem Horus Tempel: Wir bauen solange Tempel, bis wir selbst wissen, der Tempel zu sein!

 
@Plissken

habe ich mich vertan, es war Averroe und nicht Avicenna

https://de.qantara.de/inhalt/der-andalusische-philosoph-averroës-der-großvater-der-aufklärung-war-ein-muslim?page=0,1

Dieser Disput bzw. Kampfschrift von Thomas von Aquino war sehr wichtig. Sonst waeren wir nicht zu den heutigen Indiviedien herangewachsen. Es gaebe keinen Beethoven mit seiner Neunten Symphonie und keine so grossartigen Malereien und Kunstwerke.

Ich glaube, dass eben immer wieder grosse Menschheitsfuehrer kommen um die Weichen umzustellen.
So sicherlich auch Luther, denn der Verlauf gerade der Dominikaner war beaengstigend mit ihrer Inquisition und Machtgeluesten.

Eigentlich geht es dann immer "darueber hinaus"
so wie Wellen.... eine Welle loest die naechste ab, und wenn eine Welle auf ihrem Hoechsttstand ist, formt sich ganz unten bereits die nachste. So ist nun einmal der Prozess der Evolution.

Aber zurueck zu dem Disput von Thomas von Aquin und Averroes: Da geht es um das Ich oder Ich Bin. Das ist glaube ich das bedeutsame daran, dass wir eine unsterbliche Seele sind und nicht nach dem Tod in einem grossen kollektiven Topf verschwinden, wie Averroes es behauptete.

Wir sind der Tropfen und wir sind gleichzeitig der Ozean.


LG Ali
Vielen Dank für den Link. Ich habe den Artikel gelesen und recherchiert, was Thomas von Aquinas über dieses Thema geschrieben hat.
Thomas von Aquinas unterschied nicht zwischen Geist und Seele. Er behauptete, dass die Seele „gewissermaßen alles ist“. Daraus leitete er ab, dass die Seele „unsterblich“ ist. Weiters behauptete er, dass Gott die Welt aus dem Nichts erschuf. Averroës bestritt die Unsterblichkeit der individuellen Seele und die Erschaffung der Welt aus dem Nichts durch Gott.

Ich gebe Averroës recht insofern, als die Seele nach gnostischem und theosophischem Verständnis nicht unsterblich ist. Die Seele ist unser individuelles Ich (M.me Blavatsky nennt es „Ego“, aber nicht im negativen Sinne), das auf der Suche nach Erlösung aus dem irdischen Gefängnis immer wieder inkarniert. Wenn das Ich bzw. die Seele sich von der Materie hin nach oben wendet, geht sie in den Geist ein und kehrt als Geist (Atman) in den Unendlichen Geist zurück, was man sich bildlich auch als der Tropfen, der in den Ozean eingeht, vorstellen kann.

Bei der Integration der Seele in das größere Ganze ist mir der Aspekt der Individualität wichtig. Die Seele geht zwar in den Ozean ein, aber ohne ihre Individualität zu verlieren. Es ist eine Vereinigung, keine Vermischung.

In einem Haus, in dem viele Lampen sind, kann niemand das Licht einer Lampe von dem der anderen unterscheiden. Wenn aber jemand eine Lampe aus dem Haus entfernt, kann diese Lampe nichts von dem anderen Licht mitnehmen noch etwas von dem ihren in dem anderen zurücklassen; denn es bestand eine vollkommene Vereinigung aller mit allen, aber durchaus keine Vermischung in irgendeinem Teil.
 
...............
Thomas von Aquinas unterschied nicht zwischen Geist und Seele. Er behauptete, dass die Seele „gewissermaßen alles ist“. Daraus leitete er ab, dass die Seele „unsterblich“ ist. Weiters behauptete er, dass Gott die Welt aus dem Nichts erschuf. Averroës bestritt die Unsterblichkeit der individuellen Seele und die Erschaffung der Welt aus dem Nichts durch Gott.

Ich gebe Averroës recht insofern, als die Seele nach gnostischem und theosophischem Verständnis nicht unsterblich ist. ...........

Vielleicht hat Thomas vom Aquin unter Seele einfach etwas anderes verstanden als Averroes.....
Seele ist für mich das im Menschen (und in Allem), das aus dem Ewigen selber kommt (in Ermangelung besserer Worte) .... Psyche ist das Ich (für mich).
Das nur als Beispiel, dass man es unterschiedlich betrachten kann...
 
Vielleicht hat Thomas vom Aquin unter Seele einfach etwas anderes verstanden als Averroes.....
Seele ist für mich das im Menschen (und in Allem), das aus dem Ewigen selber kommt (in Ermangelung besserer Worte) .... Psyche ist das Ich (für mich).
Das nur als Beispiel, dass man es unterschiedlich betrachten kann...
Seele, Psyche und Ich sind dasselbe. Darunter haben die alten Griechen das Leben verstanden. Als Menelaos seine Lanze in die Eingeweide eines Gegners sticht: "und aus der gestoßenen Wunde enteilte / Rasch die Seele, und Dunkel umhüllte die Augen, die beiden". Später wurden diese Begriffe immer wieder unter anderen Vorzeichen verwendet. Sie bleiben bis heute noch unklar. Dazu empfehle ich Dir folgendes Buch, in dem die "Geschichte" des Begriffes "Seele" geschildert wird.
upload_2019-7-13_11-24-13.webp
 
Seele, Psyche und Ich sind dasselbe. Darunter haben die alten Griechen das Leben verstanden. Als Menelaos seine Lanze in die Eingeweide eines Gegners sticht: "und aus der gestoßenen Wunde enteilte / Rasch die Seele, und Dunkel umhüllte die Augen, die beiden". Später wurden diese Begriffe immer wieder unter anderen Vorzeichen verwendet. Sie bleiben bis heute noch unklar. Dazu empfehle ich Dir folgendes Buch, in dem die "Geschichte" des Begriffes "Seele" geschildert wird.
Anhang anzeigen 62609
Nun, ich trenne es. Und finde es auch sinnvoll.
Das Ich stirbt. Die Seele nicht. Ich brauche ein Wort, um das im Menschen (und in Allem) zu beschreiben, das Ausdruck des Ewgigen ist.
 
Werbung:
Nun, ich trenne es. Und finde es auch sinnvoll.
Das Ich stirbt. Die Seele nicht. Ich brauche ein Wort, um das im Menschen (und in Allem) zu beschreiben, das Ausdruck des Ewgigen ist.
Das was ewig bleibt, ist nicht die Seele (Ich), sondern der Geist (Atma) sowie die höher entwickelten Anteile der Seele, die sich im Geist auflösen, wie in diesem Diagramm von M.me Blavatsky dargestellt.

sevenprinciplesofman.jpg
 
Zurück
Oben