Wieso lässt Gott derlei zu?

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Welches *uralte "Gesetz" seit die Menscheit* besteht genau meinst du @amaria ?
Das uralte Gesetz, das seit Anfang der Mensch/Erdgeschichte besteht.
Oben wie Unten, im Grossen wie im Kleinen, Liebe/Hass, Macht/Unterwürfigkeit, es ist alles Polar.
Aber ich denke, ich verabschiede mich nun von diesem Thema, weil es anscheinend die einen nicht wahrhaben wollen.
 
Das uralte Gesetz, das seit Anfang der Mensch/Erdgeschichte besteht.
Oben wie Unten, im Grossen wie im Kleinen, Liebe/Hass, Macht/Unterwürfigkeit, es ist alles Polar.
Aber ich denke, ich verabschiede mich nun von diesem Thema, weil es anscheinend die einen nicht wahrhaben wollen.
Weil es nicht wahr ist. 🤷
 
Die "Eine" hat den Satz gelesen, "Faszinierend..." 🤔 gesagt - und dann die auf alle Texte und Bibliotheken zugreifen könnende KI gefragt, was an dem Satz mit dem vorgeblichen Gesetz dran ist.

Nein, „es gibt für alles einen Gegenpol“ ist kein universelles Naturgesetz, das seit Beginn der Menschheit gilt oder wissenschaftlich bewiesen wäre – es ist eher eine philosophische, spirituelle oder volkstümliche Weisheit, die in vielen Kulturen vorkommt.

Woher kommt der Gedanke eigentlich?
  1. Antike Philosophie
    • Heraklit (ca. 500 v. Chr.): „Der Weg nach oben und nach unten ist ein und derselbe“, „Krieg ist der Vater aller Dinge“ → alles entsteht aus Gegensätzen (Streit → Harmonie, Leben → Tod).
    • Yin-Yang (Taoismus, China, ca. 3.–4. Jh. v. Chr.): Alles hat seinen Gegenpol, und die Pole bedingen sich gegenseitig (hell dunkel, aktiv passiv). Das ist wahrscheinlich die stärkste und älteste Quelle für den Spruch.
  2. Religiöse / spirituelle Traditionen
    • Hinduismus / Buddhismus: Dualität (Samsara – Nirvana, Leid – Erleuchtung)
    • Christentum / Bibel: „Licht und Finsternis“, „Gut und Böse“, „Leben und Tod“
    • Viele indigene Kulturen: Tag und Nacht, Sommer und Winter, Mann und Frau als notwendige Pole
  3. Moderne populäre Varianten
    • „Zu jedem Topf den Deckel“
    • „Jede Medaille hat zwei Seiten“
    • „Ohne Schatten kein Licht“
    • „Jede Kraft erzeugt eine Gegenkraft“ (das ist übrigens das 3. Newtonsche Gesetz – aber nur physikalisch, nicht metaphysisch)

Ist es ein „Gesetz seit Menschheitsbeginn“?
Nein – es ist keine objektive Naturgesetzlichkeit, sondern eine menschliche Deutung der Welt.
Es gibt viele Gegenbeispiele:
  • Manche Dinge haben keinen echten Gegenpol (z. B. Zeit läuft nur vorwärts, es gibt kein „Gegen-Zeit“)
  • Manche Gegensätze sind kulturell konstruiert (z. B. „männlich – weiblich“ als strikte Dualität ist nicht universell)
  • In der Quantenphysik oder bei Schwarzen Löchern brechen viele klassische Dualitäten zusammen
  • Es gibt Phänomene, die nicht dual sind (z. B. Bewusstsein, Liebe, das Universum selbst)

Fazit – was ist es wirklich?
„Es gibt für alles einen Gegenpol“ ist ein sehr altes, sehr tief verwurzeltes menschliches Muster, mit dem wir die Welt seit mindestens 2500 Jahren erklären. Es ist kein physikalisches Gesetz, sondern eine nützliche Metapher und psychologische Brille, die uns hilft, Widersprüche, Veränderung und Balance zu verstehen.Man könnte es also nennen:
  • archetypisches Prinzip
  • universales Dualitätsmuster
  • philosophische Weisheit
  • kulturelles Axiom
  • heraklitisch-taoistisches Prinzip
Aber „Gesetz seit Beginn der Menschheit“? Eher nicht – es ist eine sehr erfolgreiche Idee, die sich durchgesetzt hat, weil sie intuitiv einleuchtet und das Leben leichter erklärbar macht.
 
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Das uralte Gesetz, das seit Anfang der Mensch/Erdgeschichte besteht.
Oben wie Unten, im Grossen wie im Kleinen, Liebe/Hass, Macht/Unterwürfigkeit, es ist alles Polar.
Aber ich denke, ich verabschiede mich nun von diesem Thema, weil es anscheinend die einen nicht wahrhaben wollen.


Es sind 7 Hermetischen Gesetze, dort findest du auch deine Zeilen wieder
 
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