Westerwelle und die Sozialachmarozer

Ich verstehe Euch leider nicht. Was habt Ihr denn dagegen einzuwenden, dass die arbeitsfähigen Empfänger von Hartz-IV-Leistungen einer sinnvollen Tätigkeit nachgehen?

Dagegen ist nichts einzuwenden, wenn der Betroffene es auch möchte.

Es ist aber am Problem, nämlich, dass wir anständig bezahlte Arbeitsplätze brauchen, vorbei.

Hartz4 ist eine Sicherungsfunktion. Anders ausgedrückt das Alg2 ist KEIN Gehalt bzw. darf es auf keinen Fall sein...

Wenn du sagst, es ist sinnvoller, stelle ich die Gegenfrage, sinnvoller, in letzter Konsequenz für wen?

Für den Leistungsbezieher nämlich nicht, weil sofort Interessen entstehen, ihn da zu halten wo er ist. Eine fast entrechtete billige und vom Staat, also uns allen, bezahlte Arbeitskraft.

Gerade diese Entwicklung gibt es in Deutschland. Sie ist Teil des Problems und nicht die Lösung.
 
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Ich verstehe Euch leider nicht. Was habt Ihr denn dagegen einzuwenden, dass die arbeitsfähigen Empfänger von Hartz-IV-Leistungen einer sinnvollen Tätigkeit nachgehen? Sollen sie ihrer Passivität frönen und nichts tun? Das Bild eines Parasiten abgeben? Struktur und Arbeitshaltung verlieren? Zwecklos herumstehen bei 1-€-Maßnahmen?

Ja, genau das ist die Frage. Nur stellst Du sie hier im Forum den falschen Leuten.
Man sollte sie denen stellen, die gegen Verkürzung der Wochenarbeitszeit sind, denen, die den Rahmen der erlaubten Überstunden möglichst groß halten wollen. z.B.


Warum soll man ihre Arbeitskraft nicht nutzen?

Weil Märkte von Angebot und Nachfrage bestimmt werden. Auch Arbeitsmärkte.
Wem also nutzt es, wenn Millionen arbeitslos sind? Diese Grundarbeitslosigkeit erfüllt einen guten Zweck, denn es ist derjenige in der unterlegenen Position, der austauschbar ist.
Arbeitskräftemangel -> der Arbeitgeber
Arbeitsmangel -> der Arbeitnehmer

Deswegen besteht zumindest aus unternehmerischer Sicht kein Interesse an Vollbeschäftigung. Lohndumping adé.


Ich weiß, ich habe Deine Fragen jetzt etwas aus dem Kontext gerissen, aber ich hoffe es ist klar, was ich damit aufzeigen will.


Der richtige Weg, also der zum Wohle aller, wäre m.E. folgender:
1. die Wochenarbeitszeit auf 30h/Woche senken - bei vollem Nettolohn.
2. Einführung von Mindestlöhnen auf für beide Seiten annehmbarem Nivau.
3. Überstunden gesetzlich auf ein Minimum reduzieren. Kontrollinstanzen dafür schaffen.
4. Die Leiharbeit steuerlich verteuern.
5. Bildungsmaßnahmen für Arbeitslose rationalisieren, an die aktuelle Situation anpassen (welche Fähigkeiten braucht der Arbeitgeber? - diese dann zügig vermitteln)

Finanziert werden würde das Ganze durch:
1. die Reduzierung der Lohnnebenkosten.
2. steuerliche Vergünstigungen für Unternehmen.
3. die zusätzlichen Steuereinnahmen aus dem Leiharbeitssektor.
4. durch den Wegfall mehrjähriger Umschulungsmaßnahmen, die doch oft nur wieder in Arbeitslosigkeit enden, sowie weiterer Beschäftigungsmaßnahmen, die keinen erkennbaren Nutzen außer Statistikverbesserung aufweisen.

Das ist realistisch, das geht. Ist nur eine Umverteilung von Geldern. Alle würden dabei gewinnen, und die Leute, die arbeiten, hätten auch wieder Zeit für ihren Garten und Haushalt.;)

Ups, habe ich gesagt, alle würden dabei gewinnen?:tomate:

Die Macht wäre verlagert, zugunsten der Arbeitnehmer, da ja fast Vollbeschäftigung herrscht.
"Was, wir können die nicht mehr triezen? Die Penner sind gleichberechtigt? Am Ende wollen die noch mehr Lohn, und ich kann mir 5m weniger Yacht leisten.":schmoll: "Und überhaupt, ich will die totale Macht, Ich, ich ICH!":D

Alternativ kann man hier auch die Verschwörungstheorie seiner Wahl einsetzen.:)


Viele Grüße,

.....A.
 
Du vergisst einen entscheidenden Faktor !

Arbeit ist nicht gleich Arbeit !!!!!

Gib mir MEINE Arbeit und die Sache sieht anders aus....

Zwing mich irgendwas zu machen und ich arbeite nichts !!!!

Nun, wenn der Arbeitsmarkt aber gerade keine Arbeit bieten kann, sind die Dienstverpflichtungen als Übergang geeignet. Wenn Du unbedingt arbeiten willst, dann kannst Du dies ja in diesen Haushaltsarbeiten unter Beweis stellen. Wenn Du zu wählerisch bist, zeugt das nicht gerade von Arbeitsflexibilität, die heute aber von vielen gefordert ist. Das Leben ist kein Ponyhof.
 
Nun, wenn der Arbeitsmarkt aber gerade keine Arbeit bieten kann, sind die Dienstverpflichtungen als Übergang geeignet. Wenn Du unbedingt arbeiten willst, dann kannst Du dies ja in diesen Haushaltsarbeiten unter Beweis stellen. Wenn Du zu wählerisch bist, zeugt das nicht gerade von Arbeitsflexibilität, die heute aber von vielen gefordert ist. Das Leben ist kein Ponyhof.

Du meinst, das Alltagsleben unserer Gesellschaftswelt ist Leiden und Schmerz, weil Freude an sich selbst als Menschheit zu kurz und ins Hintertreffen kommt?

Hat jemals Kleinmütigkeit Grossmütigkeit oder geistige Kurzsichtigkeit WeltWeitBlick hervorgebracht?
 
Dann sollte man Jobs schaffen.

Es würde ja für Arbeit gesorgt, aber mittels Proteste wird diese ja rigoros abgelehnt von den Hartz-IV-Leuten. Dass sie zum Beispiel zugunsten der Allgemeinheit, die ihnen ihre Sozialleistungen finanzieren, tätig werden, indem sie bspw. die öffentlichen Wege und Straßen von Schnee befreien, haben sie ja abgelehnt! Sie schreien nach Arbeit, um sie im gleichen Zuge abzulehnen. Bei der Dienstverpflichtung ist es ähnlich. Anstatt positive Signale auszusenden und sich initiativ zu zeigen und zu strukturieren, wettern sie gegen Arbeitsangebote.
 
Es würde ja für Arbeit gesorgt, aber mittels Proteste wird diese ja rigoros abgelehnt von den Hartz-IV-Leuten. Dass sie zum Beispiel zugunsten der Allgemeinheit, die ihnen ihre Sozialleistungen finanzieren, tätig werden, indem sie bspw. die öffentlichen Wege und Straßen von Schnee befreien, haben sie ja abgelehnt! Sie schreien nach Arbeit, um sie im gleichen Zuge abzulehnen. Bei der Dienstverpflichtung ist es ähnlich. Anstatt positive Signale auszusenden und sich initiativ zu zeigen und zu strukturieren, wettern sie gegen Arbeitsangebote.

Unfug. Das was du propagierst ist nichts anderes wie Sklavenarbeit. Wegfallen würden dabei reguläre Arbeitsplätze.
Jemand, der nach bspw. 20 Jahren Arbeit wegrationalisiert wurde oder Ü 50 ist und keine neue Stelle findet, ist kein fauler Sack, der aus Spaß an der Freude arbeitslos wurde und nun dem Staat aus Lust und Laune auf der Tasche liegt.

Kirchliche Organisationen und Bereiche des Straßendienstes und anderer Instiutionen sind heute schon Nutznießer des Jobkillers 1 Euro. Es entstehen dadurch weder Arbeitsplätze, noch gliedern sie Arbeitssuchende in Jobs wieder ein.
Lohndumping zwingt Arbeitnehmer sich den Rest zum Sozialhilfesatz beim Amt zu holen. Und selbiger ist heut gang und gäbe.

Arbeit macht frei? Das hatten wir schon mal... :rolleyes:
 
Es würde ja für Arbeit gesorgt, aber mittels Proteste wird diese ja rigoros abgelehnt von den Hartz-IV-Leuten. Dass sie zum Beispiel zugunsten der Allgemeinheit, die ihnen ihre Sozialleistungen finanzieren, tätig werden, indem sie bspw. die öffentlichen Wege und Straßen von Schnee befreien, haben sie ja abgelehnt! Sie schreien nach Arbeit, um sie im gleichen Zuge abzulehnen. Bei der Dienstverpflichtung ist es ähnlich. Anstatt positive Signale auszusenden und sich initiativ zu zeigen und zu strukturieren, wettern sie gegen Arbeitsangebote.

Schüler werden ja auch von der Allgemeinheit mitfinanziert...wäre ja sicher kein Problem, diese an den WE dazu zu verpflicheten, Straßen vom Müll zu reinigen. Oder in Krankenhäusern mitzuhelfen...Bettpfannen waschen etc.


Sage
 
Es würde ja für Arbeit gesorgt,
-danke herrfrau merkelwelleschröder-
aber mittels Proteste wird diese ja rigoros abgelehnt von den Hartz-IV-Leuten.
Dass sie zum Beispiel zugunsten der Allgemeinheit, die ihnen ihre Sozialleistungen finanzieren, tätig werden, indem sie bspw. die öffentlichen Wege und Straßen von Schnee befreien, haben sie ja abgelehnt! -vorsicht loch-
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Sie schreien nach Arbeit, um sie im gleichen Zuge abzulehnen.
-ich seh nix-
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Bei der Dienstverpflichtung ist es ähnlich. -!stift fallen lassen-
Anstatt positive Signale auszusenden -hand reichen- und sich initiativ zu zeigen und zu strukturieren, wettern sie gegen Arbeitsangebote.
-die polizei und ihr job-

aääähm ....ich hab älles im BILD: http://www.alice-dsl.net/hartzkritik/pics/Hartz IV Comic4.jpg




hatz Iv versteht sich wohl als grundsicherung.


darin ist keine arbeitsleistung und verpflichtung enthalten - soweit ich weiß....rein gesetzlich - die moral/ethik/gewissen ist formbar.

auch dann nicht, wenn gewisse "medien/strömungen" versuchen das der allgemeinheit einzureden

schneeschippen im winter ...für die allgemeinheit ?
für eine pauschale/mindestlohn - abgemacht - überhaupt kein problem.

da kann man durchaus ein rotationsverfahren entwickeln ...auch für diejenigen, die jetzt noch arbeiten.

in dem sinne wäre leiharbeit vllt gar nicht so schlecht - und die verwaltungsebene geeignet das zu verwalten.... aber letztlich könnten das auch die staatlichen institutionen abwickeln.



ich find´s auch schrecklich...das in städten fast überall müll herumliegt ... auf dem land fängt das auch schon an.

scherben fast an jeder ecke.
und dann gibt es in allerhand dinge die man aufwerten/verschönern kann.
....aber niemand hat zeit/geld/struktur/aufmerksamkeit dafür - scheint so.




scheint so:





-meine arbeit kostet außerdem immer geld oder leben-
 
Schüler werden ja auch von der Allgemeinheit mitfinanziert...wäre ja sicher kein Problem, diese an den WE dazu zu verpflicheten, Straßen vom Müll zu reinigen. Oder in Krankenhäusern mitzuhelfen...Bettpfannen waschen etc.

Meine Mutter war in ihrer Jugend beim BDM. Bund deutscher Mädel und mein Vater bei der HJ Hitler Jugend. Da wurden's auch regelmäßig verpflichtet.
Und geschadet hat es ihnen, nach eigenen Aussagen, nix.

Wäre vielleicht gar nicht so blöde. Weniger besoffene und gelangweilte Jugendliche würde den Staat nachhaltig weniger belasten. :zauberer1
 
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Unfug. Das was du propagierst ist nichts anderes wie Sklavenarbeit. Wegfallen würden dabei reguläre Arbeitsplätze.

Wieso denn??? Sie bekommen doch einen Zuverdienst von einem oder zwei Euro pro Stunde für ihre Arbeit im Schneedienst + Sozialleistung. Wir hatten ein so gigantisches Schneeangebot in diesem Winder. Da wären keine Arbeitsplätze blockiert worden, wenn die Hartz-IV-Leute als Aushilfe unterstützend fungiert hätten.

Du willst also, dass der Staat Arbeitsplätze subventioniert und dadurch schafft, reguläre? Nun, dafür braucht er erst einmal Gelder. Und genau dieser monetäre Zuwachs für den Staat ergäbe sich, würde er die Hartz-IV-Empfänger dienstverpflichten wie von mir vorgeschlagen. Das habe ich abe alles schon geäußert. Und damit wäre meine Idee letztlich produktiv - auf für die Hartz-IV-Leute selber.


Jemand, der nach bspw. 20 Jahren Arbeit wegrationalisiert wurde oder Ü 50 ist und keine neue Stelle findet, ist kein fauler Sack, der aus Spaß an der Freude arbeitslos wurde und nun dem Staat aus Lust und Laune auf der Tasche liegt.

Ich bin dafür, dass auch diesen Menschen geholfen werden kann, sich in ein Arbeitsverhältnis erneut zu integrieren. Und bis dahin können sie als Zeichen des guten Willen gern weiterhin aktiv sein. Das täte ihnen auch gut. Wir sind nun mal eine Leistungsgesellschaft.

Und eine Berufstätigkeit schafft tatsächlich neue Lebensqualitäten und -möglichkeiten, weil man über mehr Geld verfügt. Da ist also durchaus etwas dran.
 
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