Westerwelle und die Sozialachmarozer

Sorry, wenn man keine Zeit für einen Garten hat, sollte man sich auch keinen anschaffen. Auch das gehört mE zur Eigenverantwortung dazu.

Nun ja, vielleicht schafften sie die Gartenarbeit gerade noch, aber eine Entlastung durch Gartenarbeiter wäre halt trotzdem für die Familie von Nutzen.

Gärten bringen viele Vorteile, jedenfalls erlebe ich es so. Sie sind vielseitig verwendbar, vor allem, wenn man mehrere besitzt, die man voneinander abtrennen kann.l

Und die Hartz IV-Empfänger, die Haus- und Gartenarbeiten machen, sollten natürlich entsprechend dafür entlohnt werden.
Einen unterbezahlten Haushälter würde ich nicht in meinen Privathaushalt lassen.

Als "Entlohnung" bekommen sie ja die Sozialleistung.
 
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In Niedersachsen ist schon jemand verhungert, weil ihm die Leistungen gekürzt wurden. Ist ne super Entscheidungsfreiheit: Entweder Du machst den Job oder riskierst den Hungertod.

Ich verstehe unter Entscheidungsfreiheit etwas anderes.

Es ist immerhin eine Entscheidungsfreiheit. Warum sollte Passivität noch finanziell entlohnt werden, zumal wenn Staatsgelder knapp sind, weil die Regierung nicht rational investieren kann?
 
ich find es halt blöd, wenn die Sozialleistungen um 100% gekürzt werden, ohne den Fall genauer zu prüfen.
Da ist dann schnell ein Mensch als Arbeitsunwillig verschrieen, obwohl eigentlich ganz andere Probleme hat.

Zumindest habe ich keine allgemeine Kürzung vorgeschlagen, sondern nur, dass sie für ihre Sozialleistung, die immerhin von den Arbeitenden bezahlt werden, auch aktiv werden zugunsten der Berufstätigen. Warum nicht? Und vom Vorwurf des Parasitären könnten sich die Hartz-IV-Empfänger auch freisprechen, da sie ja initiativ wären dann. Also, wenn sie arbeitswillig sind, können sie dies ja in den Haushalten unter Beweis stellen. Es ist ja nicht von Dauer, denn parallel sind diese Hartz-IV-Leute natürlich angehalten, sich fortan zu bewerben usw.

Wenn jemand seiner Verantwortung nicht nachkommt, kürzt sich der Betroffene selbst das Geld, denn er kennt ja die Konditionen.
 
ja manche werden krank weil sie keine, andere, weil sie zu viel arbeit haben.

Letzteres trifft auf einen Hartz-IV-Empfänger sicherlich nicht zu... Und die Haushaltsführungen werden sie nicht überfordern, sondern im Gegenteil strukturieren und schützen.

es gibt überhaupt nur eine lösung (in meinen augen) und das ist eine regulär bezahlte arbeit, von der man also leben kann, und an der man nicht kaputt geht. depression durch nix tun und burnout durch zu viel sind zwei seiten, der selben medaille.

Ich denke, dass mein Vorschlag das erfüllt: Von der Sozialleistung kann man anscheinend leben, sie würden regulär "bezahlt", solange wie sie ohne eigentlichen Beruf sind, würden nicht überfordert, wären aber auch nicht ohne Beschäftigung.

ich glaube der knackpunkt ist dir bewusst. mir fällt auf, dass du schreibst "kein direkter zwang" - also indirekter schon, ge?

Es geht darum, dass wenn der Betroffene seine Verantwortung nicht wahrnimmt, er dann die Konsequenzen zu tragen hat. Und ich bin einfach der Ansicht, Arbeitslose können sich engagiert zeigen. Legte ich jetzt einfach die Hände in den Schoß und täte nichts, hätte ich später vermutlich auch keinen Beruf. So funktioniert unsere Gesellschaft nun einmal nicht.

diese senkung ist aber doch virtuell.

Solange sich nichts verändern an den Investitionsverhältnissen und politischen Strukturen, schon. Aber gerade für eine solche Wandlung plädiere ich ja.

die aufgabe der politik ist aber nicht statistiken zu schönen (ehr sie transparent zu halten), sondern die rahmenbedingungen zu schaffen, dass arbeitsplätze entstehen. das funktioniert über die regulierung des finanzmarktes z.b., darüber, dass überstunden gesetzlich eingeengt werden. und vieles mehr.

Ich habe in einem anderen Beitrag etliche Vorsschläge dazu gemacht. Einer davon ist eben diese Dienstverpflichtung Arbeitsloser.

ich halte das ganze gerede davon zu sparen, weil die schulden so hoch seien für bauernfängerei, weil man die schulden niemals wird abbauen können.

(griechenland ist nicht pleite, weil die so viel schulden habe, die haben wir ja auch, wie du siehst. wenn gesagt wird die sind pleite bedeutet das, dass die einfach keine neuen kredite von den banken bekommen.)

Mitte der 50er Jahre erhob die Regierung unter Fritz Schäffer einen steuerlichen Prozentsatz von nur 10%, weil der Staat sparte. Unter diesen Bedingungen gelang es der Bundesrepublik zum einzigen Mal in ihrer Geschichte, einen Juliusturm an Staatsgeldern zu erzielen, der anschließend jedoch von der Bundeswehr verschlungen wurde. Auch heute kämen wir dort wieder hin, auch wenn es ein langfristiger Prozess wäre.

Meine Eltern müssen relativ viel Steuern abtragen und auch ich habe das bereits mit meiner Geldanlage bezüglich der Zinsen erlebt. Aus diesem Grunde glaube ich schon, mit dieser Steuerproblematik vertraut zu sein. Jmeand meinte hier ja immer, die Regierung fordere nicht viele Steuern. >.<
 
Nun ja, vielleicht schafften sie die Gartenarbeit gerade noch, aber eine Entlastung durch Gartenarbeiter wäre halt trotzdem für die Familie von Nutzen.

Gärten bringen viele Vorteile, jedenfalls erlebe ich es so. Sie sind vielseitig verwendbar, vor allem, wenn man mehrere besitzt, die man voneinander abtrennen kann.l

Als "Entlohnung" bekommen sie ja die Sozialleistung.

Du hast da natürlich vollkommen Recht. Das war ja auch Guidos Gedankenblitz, Guidolein kam halt eines morgens nicht mehr aus sein Häuschen wegen dem Schnee und er hatte keine Lust selbst zu schippen, daher bekam er die geniale Idee.
Er musste nämlich selbst ran und kam dadurch nicht so schnell in den Bundestag, um seine ach so genialen Gedankengänge unter das Volk bringen zu können. Und dabei müssen ihm doch natürlich die Sozialschmarotzer, für die er ja zahlt, helfen ...... ist doch logisch, oder ?

Genau das Gleiche, wie bei den Eigenheimbesitzern, die nen schönen großen Garten haben wollten, da können doch auch die Sozialschmarotzer helfen, denen das Leben besser und billiger zu machen. Ganz abgesehen davon, dass dann die Eigenheimbesitzer dann doch mehr Zeit hätten, um z.B. noch mehr zu arbeiten, um natürlich ihr Häuschen schneller abzubezahlen. Oder den nächsten Benz zu kaufen, kommt uns dann ja alle nur zu Gute. Noch ein paar mehr Sozialschmarotzer. Och mensch, die Sozialschmarotzer kriegen dann auch noch ne Kiste hingestellt, damit das Klischee dann wieder passt.

Irgendwie doch genial, Förderung der Dummschwätzer, der Leibeigenschaft, des Zugewinns und der Sozialschmarotzer (ähhm Harz4ler)

Weiter so, den Kleinkrieg am Gartenzaun übernehmen dann wir Schmarotzer auch, hat was :D
 
@ touchforhealth

nu sei froh, dass es nur schneeschippen sein sollte, und nicht autobahnen bauen...:D

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alice,

wenn man arbeit, die da ist mit billigarbeitern bzw. H4lern besetze verhindert man ja, dass diese jobs regulär besetzt und bezahlt werden.

ich kann schon verstehen, was du meinst, teilen kann ich es aber nicht, zumindest nicht im großen stil.
etwas anderes ist es z.b. einen umschüler unterbezahlt, aber mit jobperspektive so unterzubringen. dafür kämen aber privathaushalte ehr weniger in frage.

es löst das problem auch nicht die leute irgendwas machen zu lassen. lösung ist, da sind wir einig, denke ich,
Aber gerade für eine solche Wandlung plädiere ich ja.

Letzteres trifft auf einen Hartz-IV-Empfänger sicherlich nicht zu...
leider doch. es gibt leute, die durch ihre arbeit erkrankten und in folge der krankheit arbeitslos und später h4 empfänger wurden.

ich teile übrigens die meinung, dass die regierung zumindest nicht zu viel steuern fordert. problem ist aber die verteilung, mit einem "steuerbauch" als zeichen politischer unfähigkeit und was mit den geldern geschieht.
 
wenn man arbeit, die da ist mit billigarbeitern bzw. H4lern besetze verhindert man ja, dass diese jobs regulär besetzt und bezahlt werden.

Nein, der Schluss ist nicht zulässig, da für die betroffenen Familien ja keine Kosten für die Hartz-IV-Empfänger anfielen. Sie könnten also ohne finanzielle Verluste auf diese sinnvollen Arbeitskräfte zurückgreifen, OHNE DASS der Schluss gezogen werden kann, dass sie ohne diese Hilfskraft einen teuren Gärtner oder Haushaltspfleger eingestellt hätten.

es löst das problem auch nicht die leute irgendwas machen zu lassen. lösung ist, da sind wir einig, denke ich,

Da liegst Du aus meiner Sicht völlig richtig. Die heutigen Hartz-IV-Empfänger machen aber gemäß meiner Kenntnis bei ihren 1-€-Jobs "irgendetwas", zumindest nichts Sinnreiches. Daher spreche ich mich ja für eine Umstruktierung aus, die vorsieht, die 1-€-Jobs abzuschaffen und die Dienstverpflichtungen einzuführen, so dass die Hartz-IV-Leute etwas Konstruktiveres erledigen könnten. Was dies wäre, habe ich ja nun oft genug wiederholt.

leider doch. es gibt leute, die durch ihre arbeit erkrankten und in folge der krankheit arbeitslos und später h4 empfänger wurden.

Ich habe ja explizit von arbeitsfähigen Hartz-IV-Empfängern geredet, denen eine Dienstverpflichtung anbefohlen werden sollte, nicht von Invaliden. Das wäre sinnlos.
 
moin,

Ich habe ja explizit von arbeitsfähigen Hartz-IV-Empfängern geredet, denen eine Dienstverpflichtung anbefohlen werden sollte, nicht von Invaliden. Das wäre sinnlos.

ja, stimmt. du sprachst von arbeitsfähigen..

Nein, der Schluss ist nicht zulässig, da für die betroffenen Familien ja keine Kosten für die Hartz-IV-Empfänger anfielen. Sie könnten also ohne finanzielle Verluste auf diese sinnvollen Arbeitskräfte zurückgreifen, OHNE DASS der Schluss gezogen werden kann, dass sie ohne diese Hilfskraft einen teuren Gärtner oder Haushaltspfleger eingestellt hätten.

ganz ehrlich. es ist kein problem derartiges zu machen, wenn der arbeitslose es möchte und ihm die decke auf den kopf fällt (so etwas gibt es), dann soll der gärtnern, okay.
zwang jedoch halte ich für zweifelhaft. generell ist es aber sinnvoller, wenn man arbeiten möchte, sich zu bewerben, statt bei dir zu hause rumzugärtnern. aber, wie gesagt, wenn es derjenige will, dann klar.

auf alle fälle ist zweifelhaft die leute nur irgendwas machen zu lassen, ob sie wollen, oder nicht, und ihnen bezüge zu kürzen, wenn sie sich weigern, den x-ten computerkurs zu absolvieren, der ihnen aufgedrückt wird, um sie aus der statistik zu bekommen. dieses ist nicht zweckdienlich.
 
Das Hauptproblem ist doch, dass wir keinen wirklichen Arbeitsmarkt haben. Die Wirtschaft pickt sich nur noch die Rosinen heraus, der große Rest muss sehen, wie er überleben kann. Und das geht kaum noch, weil die Grundlast so hoch ist, dass bei den heute üblichen Stundenlöhnen keine Zeit fürs Privatleben bleibt. Wer noch einen regulären Arbeitsplatz hat, muss jederzeit damit rechnen, dass er auf der Abschussliste landet. Wer über 50 ist, kann keine 60 Stunden Dauerstress mehr ertragen - und wird es auch kaum ernsthaft wollen, für das, was Andere fürs Nichtstun bekommen. Weniger arbeiten geht nicht. Alles oder Nichts. Entweder du arbeitest, oder du bist draußen. Also machen wir weiter, bis zum Zusammenbruch. Obwohl das alles bekannt ist, wird es nicht zur Erkenntnis genommen, denn dann müsste man ja reagieren.

Dann: Die elende Heuchelei, dass jeder, der arbeiten will, auch arbeiten kann, ist billige Polemik. Seit ca. 20 Jahren werden werktäglich in Deutschland ca. 3000 Arbeitsplätze abgebaut. Neu geschaffen aber nur Billig- und Minijobs, von denen niemand mehr leben kann. Diese Entwicklung läuft inzwischen immer schneller. Würden die Manipulateure in den Regierungen und Behörden nicht ständig die Statistik-Formeln ihren gewünschten Zahlen zuliebe anpassen, wir hätten heute ca. 10 Mio Arbeitslose, allein aus den nicht mehr vorhandenen verarbeitenden Gewerbeben. Sicher, Medienfuzzis und neunmal-kluge Schwätzer und Berater haben etwas Abhilfe geschaffen und 85% der heutigen Jugend möchte in diesem unproduktiven Bereich ein angenehmes Leben in hipper Umgebung fristen und dabei auch noch ordentlich verdienen. :D

Macht nur weiter so.
 
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Nun ja, vielleicht schafften sie die Gartenarbeit gerade noch, aber eine Entlastung durch Gartenarbeiter wäre halt trotzdem für die Familie von Nutzen.

Gärten bringen viele Vorteile, jedenfalls erlebe ich es so. Sie sind vielseitig verwendbar, vor allem, wenn man mehrere besitzt, die man voneinander abtrennen kann.l



Als "Entlohnung" bekommen sie ja die Sozialleistung.


Das erinnert mich doch glatt wieder ans Mittelalter, wo die Leibeigenen auf den Feldern schuften durften und zur Entlohng gerade eben am Leben erhalten wurden.

Aber genau da soll H4 ja hinführen wenn es nach Westerwelle und einigen CDU Politikern geht.
Fehlt dann nur noch der Pranger wenn es so ein Höriger wagt gegen die Behandlung zu protestieren.
 
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