Hey,
ich habe mich ja auch bereits in aller Deutlichkeit für plebiszitäre Rechte ausgesprochen. Gerade der Euro, aber auch die neue Rechtschreibreform sind exemplarische Beispiele dafür, wie in der Vergangenheit die Regierung und die Bürokratie über das Volk entschied, ohne dieses selbst einzubeziehen.
Und auch dass mit diesen Reformationen massiv in die nationale Identität der Deutschen eingegriffen wurde, nahmen Politiker nicht zum Anlass, die Bevölkerung zu involvieren hinsichtlich dieser folgenschweren Entscheidungen. Das ist keine Demokratie. Heute verläuft es kaum anders.
hey,
dito
Sondern? Der Passivität frönen? Struktur und Selbstbestätigung verlieren? Dich vielleicht sogar in Depressionen verlieren?
ja manche werden krank weil sie keine, andere, weil sie zu viel arbeit haben. es gibt überhaupt nur eine lösung (in meinen augen) und das ist eine regulär bezahlte arbeit, von der man also leben kann, und an der man nicht kaputt geht. depression durch nix tun und burnout durch zu viel sind zwei seiten, der selben medaille.
es kann natürlich sein, und das wird es auch geben, dass es manchen reicht reduziert zu leben und daher keiner arbeit nachgehen wollen. wenn sich jemand für soetwas entscheidet, und das werden ja die aller aller wenigsten, weil es mit starken einschränkungen einhergeht, muss eine gesellschaft das aushalten. man geht in d, laut geißler von ca. 200.000 solcher menschen aus.
daran geht eine gesellschaft genausowenig kaputt, wie an den paar steuerhinterziehern, womit ich aber gerade letzteres nicht gutheißen möchte.
Nein, das ist keine Zwangsarbeit, denn den Empfängern dieser Sozialleistungen stünde es ja frei, das Arbeitsangebot in den privaten Haushalten anzunehmen oder auszuschlagen. Letzteres hätte aber selbstverständlich finanzielle Konsequenzen für den Bezieher von Hartz-IV, aber es gäbe keinen direkten Zwang, da immer noch die Entscheidungsfreiheit gegeben wäre.
hier teile ich Ahorns argumentation. eine wahlfreiheit hat nur, wer mit der alternative auch leben kann. das trifft auf einige wenige H4 empfänger zu, aber auf die wenigsten.
ich glaube der knackpunkt ist dir bewusst. mir fällt auf, dass du schreibst "kein direkter zwang" - also indirekter schon, ge?
Und die Senkung der Arbeitslosenzahlen ließe sich genau damit erreichen, steuerliche Sätze zu reduzieren mittels staatlicher Steuerersparnis. Also ist das ein Argument für meinen Vorschlag der Dienstverpflichtung, weil sich hieraus steuerliche Vorteile im Jahr ergeben.
diese senkung ist aber doch virtuell. die 1-jobber fallen auch aus der arbeitslosenstatistik, ebenso wie die abm'ler, umschüler usw.
die aufgabe der politik ist aber nicht statistiken zu schönen (ehr sie transparent zu halten), sondern die rahmenbedingungen zu schaffen, dass arbeitsplätze entstehen. das funktioniert über die regulierung des finanzmarktes z.b., darüber, dass überstunden gesetzlich eingeengt werden. und vieles mehr.
(in d gehen 1 million arbeitsplätze verloren, weil gezielt mit überstunden kalkuliert wird. auf kosten der gesundheit der mitarbeiter...)
Der Bund hat 1,9 Billionen Euro Schulden. Dieser Betrag wächst sekündlich um ca. 4 500 an. Ebenfalls pro Sekunde zahlt die Bundesrepublik 80 000 = 5 000 000 in der Stunde an Zinsen infolge der Verschuldung. Was ist daran reich?
muss zugeben, mit dem argument hattest du mich fast. (bin kein vwl'er).
ich würde sagen eine gesellschaft ist um so reicher, je finanziell potenter ihre mitglieder sind. und da wir uns im schnitt mehr leisten können, als der durchschnitt der weltbevölkerung, würde ich sagen, sind wir zumindest nicht arm.
die staatsverschuldung hat damit wenig zu tun. beim derzeitigen finanzsystem kann ein land nicht schuldenfrei sein, weil die finanzielle größe die wirtschaftliche realität übersteigt, d.h. man kann gar nicht so viel erwirtschaften, wie an minusgeld auf dem konto ist.
es gab zur zeit clintons mal die situation, dass gesagt wurde die u.s.a. seien schuldenfrei, wie hier manchmal von einem ausgeglichenen staatshaushalt gersprochen wird. das bezieht sich nur auf die neuverschuldung.
ich halte das ganze gerede davon zu sparen, weil die schulden so hoch seien für bauernfängerei, weil man die schulden niemals wird abbauen können.
(griechenland ist nicht pleite, weil die so viel schulden habe, die haben wir ja auch, wie du siehst. wenn gesagt wird die sind pleite bedeutet das, dass die einfach keine neuen kredite von den banken bekommen.)