Wer hilft mir bitte, böse zu sein?

gibt es nun wirklich keinen vernünftigen Grund, sich von moralischen Prinzipien einschränken zu lassen. Also, ich benötige dringend eure Hilfe, um ein bisschen böser zu werden, damit ich mein volles Potential entfalten kann.



Tolle Thread, viel schlaue Antworten :sneaky:

Hat es dir etwas gebracht?


Hier vielleicht noch ein Gedanke von mir.

Ich sehe schon, dass es moralische Prinzipien gibt, nach denen man/frau handelt, ob man das als Einschränkung erlebt oder einem inneren Kritiker folgt, ist so eine Sache.

Wiesooft - wenn´s komplex zugeht - ist es Auslegungssache und warum denken wir stets so polarisiert?

In der christlichen Kultur (die überwiegend uns Mitteleuropäer prägt), hat das Gute einen direkten Gegenspieler, das Böse. Aber das meist du ja nicht?

Wenn du sagst „du möchtest nicht mehr freundlich sein, du willst böse sein", dann schaue dir an, was das ist und wie du das ausleben willst! Es ist sicher für jeden Menschen etwas anders.

Will du böse sein im Sinne von: andere übers Ohr hauen, ihn übervorteilen, ihn was Schlechtes wünschen? Das wäre für mich böse.

Ich denke, deine drastische Formulierung meint was anders. Vielleicht willst du nicht mehr gefällig sein, angepasst, kein Gutmensch auf ´Teufel kommt raus´.

Typische Merkmale des geborenen Gutmachens: zu allem Ja & Amen sagen.

Ich denke, es geht um situationsangepasstes Verhalten..

Gut kann bedeuten: angenehm / freundlich / wohlwollend /

Und wie sieht das Böse aus: boshaft /gehässig / hinterlistig / herzlos.

Ich bin mir sicher, das willst du nicht sein.:):sneaky:
 
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Der Parasit schwimmt in den Wirtsmund und umarmt dessen Zunge...klingt zärtlich, aber die Zunge des Wirtes stirbt dadurch ab.
Der Nutzniesser agiert fortan als neue Zunge des Wirtes.

Mal abgesehen davon, dass dieses eklige Foto nicht geeignet ist, die Schönheit unserer Beziehung darzustellen, bin ich der festen Überzeugung, dass es sich hier eher um ein symbiotisches als um ein parasitäres Verhältnis handelt. Natürlich hat alles seinen Preis, aber selbst wenn mir dadurch ein (geringer und vorübergehender) äußerlicher Schaden entsteht, dann nur, um ein tiefsitzendes Bedürfnis zu stillen und damit innere und dauerhafte Heilung zu bewirken.
 
Oh, wie wahr.
Dann hilft wohl nur Entzug - damit es nicht immer wieder wehtut.

Irgendwann springt man halt nicht mehr darauf an, weil man zur Genüge so konditioniert wurde, dass sobald man sich auf den anderen einlässt, dann doch nur wieder Ablehnung kommt. Um sich der Launenhaftigkeit anderer zu entziehen, bleibt nur die Möglichkeit, selber nein zu sagen.
 
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@Zhantee
Sag mal... Ist es böse, unmoralisch zu sein? Sich nicht entsprechenden Normen anzupassen, weil sie nun mal einschränken? Ist es böse, entgegen jeglicher, eigener, anerzogener Regeln zu leben? Zu fühlen? Ist es böse, neue Dinge zu leben? Empfindest du das so?

Ist es das, was du unter „böser werden“ verstehst? Die eigene Moral überlisten?
 
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