Wenn es Hellsichtige wirklich gibt...

Hallo


ich will auf das Phänomen der "Telepathie" (in Anführungszeichen - damit ich denen Tribut zolle, die das Phänomen als nicht existent einstufen - für meine Erlebenswelt ist das keine Frage) näher eingehen.

Zunächst eine Schilderung aus meinem praktischen Leben:

Ich bin in einer Frauengruppe, wo wir ein Püppchen (als Symbol für die Intuition) beim 1. Wochenende gebastelt haben.
Vor 2 Wochen fand eine Fortsetzung statt - wir sind 3 Frauen - keine hatte die Puppe dabei, obwohl jede den Impuls hatte sie mitzunehmen - bei mir schob sich der Gedanke dazwischen: es ist mühsam, die Puppe mit dem Zug zu transportieren, möglicherweise lasse ich sie liegen - so ähnlich war das auch bei den anderen zwei Frauen. Meine Lehrerin hatte intensiv den Gedanken ausgesandt, dass wir das Püppchen mitbringen sollen - den Impuls haben wir alle empfangen, doch dann schob sich der "vernünftige, praktisch orientierte" Verstand dazwischen mit seinen Argumenten.

Da ist die Frage, die ich u.a. an Joey richte:

Wenn ich annehme, dass Gedanken eine Wellenlänge haben - was ja in den Hirnwellenfrequenzen des EEGs sichtbar ist - http://www.hirnwellen-und-bewusstsein.de/hirnwellen_1.html - und in den Raum ausgesandt werden und auf einen Empfänger treffen, der es als neutraler Beobachter aufnimmt, ohne es zu interpretieren oder zu werten (wie in obigem Beispiel - die Puppe mitzunehmen) - welchem Begriff ordnest Du dieses Phänomen zu?
Für mich fällt das unter Telepathie.

Anderes Beispiel - heute sprach die neue Arbeitskollegin - die seit 1.Juli dabei ist - an, ob sie eine Lösung für KM-Punktion schon mal hergestellt hat. Kurz darauf kam eine Anmeldung für diese Analyse (sind ein kleines Spital, etwa 1-3 eine KM-Punktion) - warum habe ich das vorher erfasst - passiert mit fast täglich - kaum spreche ich von etwas - dann geschieht genau das, was ich erwähnt habe.
Meiner Wahrnehmung nach ist es eine Kombination aus Logik und zulassen von spontanen Eingebungen, sprich Intuition - das macht mich unschlagbar:;)

Im Bereich der Chemie gibt es das Beispiel mit der chemischen Formel des Benzolrings - wäre nicht im Traum die Schlange gewesen, die sich in den Schwanz biss, wie wäre man sonst auf die Formel gekommen?
http://de.wikipedia.org/wiki/Benzol - im 3. Abschnitt unter Geschichte beschrieben.
 
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Nochmal kurz zum Thema Beschreibung der Natur: @gawyrd, Wie beschreibst Du denn die Naturgesetze? Was ist für Dich eine Beschreibung? Pass auf was Du antwortest; es ist eine Fangfrage. Wenn Du das antwortest, was ich glaube, was Du antworten wirst, werde ich mit Deinen Argumenten Dir erklären, warum das nach Deinem Bild keine Beschreibung ist.

Shangrila schrieb:
Wenn ich annehme, dass Gedanken eine Wellenlänge haben - was ja in den Hirnwellenfrequenzen des EEGs sichtbar ist - http://www.hirnwellen-und-bewusstsein.de/hirnwellen_1.html - und in den Raum ausgesandt werden und auf einen Empfänger treffen, der es als neutraler Beobachter aufnimmt, ohne es zu interpretieren oder zu werten (wie in obigem Beispiel - die Puppe mitzunehmen) - welchem Begriff ordnest Du dieses Phänomen zu?
Für mich fällt das unter Telepathie.

Ja, das wäre Telepathie. Aber was sagt das über die Existenz des Phänomens aus? Du steckst da gewisse Grundannahmen rein, die nicht unbedingt gegeben sind. Auf dem EEG sind Wellenmuster zu sehen. Aber was sind die Gedanken? Sie hängen irgendwie mit den Wellenmustern zusammen, aber wie? Und dann schreibst Du etwas darüber, dass sie in den Raum ausgestrahlt werden. Wie? Nun gut, wie jeder Stromkreis, so werden auch von Nervenphasern EM-Wellen ausgestrahlt. Diese sind aber um viele Größenordnungen schwächer als die üblichen Funkwellen. Die Spannungen, die in anderen Gehirnen dadurch induziert werden ist astronomisch klein. Es ist sehr fragwürdig, ob sie überhaupt eine Auswirkung haben. Aber gehen wir nur kurz mal davon aus, sie hätten. Die Frequenz der Hirnströme liegt im Herz-Bereich. Um einen Empfänger auf einen Sender genau einzustellen muss die Senderfrequenz innerhalb der sog. Bandbreite der Empfängerfrequenz liegen. Es gibt mittlerweile 6 Milliarden Menschen auf der Welt. Die Bandbreite des einzelnen Hirns als EM-Empfänger müsste also extrem klein sein im Millardstel-Herz-Bereich. Die Hirnströme müssten Atomuhr-genau (oder gar noch genauer) aufeinander synchronisiert sein, um eine Unterscheidung zwischen den ganzen Hirnstrommustern, die auf einen einfließen würden, zu gewährleisten.

Fazit: Wenn es Telepathie gibt, dann beruht sie nicht auf den EM-Emissionen des Gehirns.

Shangrila schrieb:
Anderes Beispiel - heute sprach die neue Arbeitskollegin - die seit 1.Juli dabei ist - an, ob sie eine Lösung für KM-Punktion schon mal hergestellt hat. Kurz darauf kam eine Anmeldung für diese Analyse (sind ein kleines Spital, etwa 1-3 eine KM-Punktion) - warum habe ich das vorher erfasst - passiert mit fast täglich - kaum spreche ich von etwas - dann geschieht genau das, was ich erwähnt habe.
Meiner Wahrnehmung nach ist es eine Kombination aus Logik und zulassen von spontanen Eingebungen, sprich Intuition - das macht mich unschlagbar:;)

Und warum kann es nicht nur "Logik" und unbewusstes erfassen von subtilen Signalen sein?

Im Bereich der Chemie gibt es das Beispiel mit der chemischen Formel des Benzolrings - wäre nicht im Traum die Schlange gewesen, die sich in den Schwanz biss, wie wäre man sonst auf die Formel gekommen?
http://de.wikipedia.org/wiki/Benzol - im 3. Abschnitt unter Geschichte beschrieben.

Vielleicht er selbst etwas später oder jemand anderes wäre auf die Idee gekommen. Spätestens nach der Erfindung der Röntgenstrukturanalyse, hätte man es erkannt.

Viele Grüße
Joey
 
Ach Gawyrd, du kennst Joey nicht. Du fühlst dich von ihm angegriffen, weil er viele Dinge in Frage stellt, an die du glauben möchtest. Wär dein Glaube gut fundiert, könnte Joey dich nicht so erschüttern. Und wenn du Joey kennen würdest, dann wüsstest du ganz genau, dass es ihm niemals darum geht, zu Widerlegen, sondern darum zu Erforschen. Das Widerlegen ist zwar ein wichtiger Teil auf dem Weg zur Erkenntnis. Aber eben nur ein Teil. Und auf diesen Teil reagierst du immer hyperempfindlich.

Wieso gehst du nicht einfach auf seine Bereitschaft ein, die natürlichen Übertragungswege in der Hellsicht so gut wie möglich auszuschliessen? Das wär der kreative und konstruktive Weg.

Ich jedenfalls kann in Joey nichts Kaltes, Destruktives erkennen. Gar nichts. Er ist einer der freundlichsten Menschen in diesem Forum und mir ein Vorbild im Posten. Ganz so sanft wie er werd ich wohl nie werden. Aber man kann ja dran arbeiten :)

Grüessslis
:zauberer1

Ach Elli, es gibt Forscher und Forscher. Sowie Philosophen und Philosophen. Ich kenne sehr talentierte junge Menschen, die im Rahmen von Jugend forscht forschen. Für Joey gilt der Welpenschutz nicht mehr, nehme ich mal stark an. Joey überzeugt mich nicht, mit seiner Linie, so wurde bis jetzt - erfolglos - geforscht. Ausgeleierte Gleise sind das.
 
Insoweit man Hellsicht als Hellsichtigkeit definiert, die 'brainfuck' (oder wissender Glauben) ist und sich vom Irrsinn dahingehend unterscheidet als sie auf Konvention beruht, solange gibt es sie wohl auch. Mindestens als Begriff.

LG Loge33

Für mich existiert sie auch, wenn man sie nicht so wie oben definiert!
Im Übrigen scheint hier der Wunsch vorzuliegen, dass nicht sein kann, was nicht sein darf.
Frage mich bloß, wovor hier soviele solche Angst haben. Davor einmal in die Zukunft blicken zu können? Oder davor ein ganzes Weltbild zu verlieren?
Na dann viel Spaß mit Euren Ängsten vor Eurer Irrationalität. So werdet ihr sie jedenfalls nie bei Euch integrieren.
Denn es gibt sie, die Irrationalität, auch bei Euch, ätch bätch.
LG MM
 
Mathematik ist keine empirische Wissenschaft, sondern eine analytische. Allenfalls könnte man sagen, daß sie quantitave Aspekte der Natur beschreibt, mehr auch nicht. Und auch das wäre im strengen Sinne falsch, von Haus aus beschreibt sie überhaupt nix. Vielleicht helfen hier mal ein paar Sätze aus wiki:

Für Mathematik gibt es keine allgemein anerkannte Definition; heute wird sie üblicherweise als eine Wissenschaft, die selbst geschaffene abstrakte Strukturen auf ihre Eigenschaften und Muster untersucht, beschrieben.

http://de.wikipedia.org/wiki/Mathematik

Sie referiert auf nichts Empirisches, weil sie selbstreferentiell ist, d.h. aus Axiomen Herleitungen macht. Axiome sind Festlegungen, die weder philosophisch noch mathematisch zu begründen sind. Davon gibt es in der Mathematik noch und nöcher. "Gewißheit" zu erwarten ist deshalb schon unmöglich, weil es diese Gewißheit nicht geben kann aufgrund der schlichten Tatsache, daß Mathematik ein Set von abstrakten Ordnungsschemata darstellt, mit der wir an die Natur in quantitaiver Einstellung herantreten, um uns besser in ihr zurechtzufinden. "Gewißheit" im Sinne von unumstößlicher Wahrheit könnte ohnehin nur jemand haben, der das Universum und seine Strukturen quasi von der Seite her einsehen könnte.

Mathematik ist eine Hilfswissenschaft. Sie macht eo ipso keine Aussagen über die Natur, wie sollte sie das auch können. Eine Zahl wie etwa "2" referiert auf keine Entität in der Welt; ein Sprachausdruck wie etwa "Tiger" dagegen sehr wohl. Mathematisch ist ein "Tiger" nicht beschreibbar, die Mathematik kann hier keine qualitativen Aussagen machen. Erst wenn wir mathematische Aussagen als Instrument einbinden, wird sie empirisch relevant, von sich aus hat sie keinen Bezug zur Empirie. Oder ums anders zu sagen: Erst wenn wir in unserem Beispiel auf ein Hintergrundwissen, was ein "Tiger" ist, zurückgreifen, können wir quantifizierbare Aspekte an diesem "Tiger" mit Hilfe der Mathematik identifizieren. Von Haus aus kennt die Mathematik keine Tiger, sowie überhaupt keine "Natur". Deshalb ist auch die Rede von der Mathematik als "Beschreibung der Natur" schief.
 
Es ist - zumindest für mich ! - auffällig, welch fulminante logische Bocksprünge die selbsternannten Skeptiker bei sich selbst tolerieren und wie i-tüpferlreiterisch sie bei Berichten von seelischen Erfahrungen werden.

Noch wichtiger : das Atmosphärische. Viele "Skeptiker"-Beiträge haben - für mich ! - oft unterschwellig etwas kalt-Vernichtendes, Einschüchterndes, sich-selbst-zum-Ankläger-und-Richter-(und-manchmal-auch-Henker)-in-einer-Person-Aufschwingendes. Dagegen ist - für mich ! - der durchgeknallteste Esoteriker ein belebendes Labsal.

Sehe ich genauso, wäre einen extra Thread wert, wird aber nichts ändern - nicht an der Atmosphäre und nicht an der unterschiedlichen Handhabung eigener und fremder Erfahrungen/Themenschwerpunkte.

Ruhepol
 
Ach Elli, es gibt Forscher und Forscher. .... Ausgeleierte Gleise sind das.
1. ging es nicht um das Forschen als Hauptaspekt, sondern darum, darzustellen, dass nicht jeder Wissenschaftler in diesem Forum nur hier ist, weil er gern auf spinnerten Esos rumhackt und diese widerlegen will.
Falls es dir noch nicht aufgefallen ist: Es gibt leider extrem viele Esoteriker, die Wissenschaft rundherum ablehnen und als Feindbild hochstilisiert haben.

2. gibt es Leute, die gucken sich auch gern selbst was an, weil sie sich nicht mit Abbildern begnügen. Ich meine ja zB, ein Foto vom Mars ist was sehr Schönes. Aber sicher nicht zu vergleichen mit einem Spaziergang dort :)

:zauberer1
 
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@ Elli,

Antworten kann man ins Unendliche produzieren, mit Beispielen dafür oder dagegen en gros, en detail - die meisten passen für jede beliebige Thematik. Joeys Problem scheint fehlendes Talent für diese Sparte zu sein, er will sie aber unbedingt knacken(auch Grisu konnte nicht Feuerwehrmann werden). Auf meine Definition des neuzeitlichen Wissenschaftsbegriffes ist er nicht eingegangen. Dabei erklärt er allein die Unmöglichkeit eines Konsens zwischen z.B. Telepathie und Wissenschaftlichkeit anno 2008.
 
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