Genau, das geht auch über die Sprache. Dass wir die Spiegelneuronen nicht im Griff haben können, ist mir natürlich klar. War so eine nächtliche Frage, um mir das Wort "Bedeutungsräume" in Erinnerung zu bringen...
Ja, ein schönes Wort, finde ich auch.
Man kann sich aber fragen, weshalb beim Spiegeln in einer Beziehung die Aktivität vom anfangs positiven Bereich (den positiven Gefühlen und Empfindungen), später bei vielen in den negativen Bereich wechselt...
Kapitel: Wenn die Liebe zu Ende geht
Ich fasse mal sinngemäß zusammen: Wenn eine Liebe sich entwickeln können sollte, müssen Spannungen und Enttäuschungen ausgehalten werden, damit dann auch neue
beglückende Erfahrungen eintreten und eintreffen. Manche Paare schaffen es, sich immer neu im glücklichen Spiegeln zu erschaffen und manchmal hälts sogar ein Leben lang. Leidensfähigkeit sollte jedoch ihre Grenzen haben.
Und dann setzt eben auch oft das Gegenteil ein. Wenn die erste Begeisterung nachgelassen hat, wird es dann oft zur Qual und sie machen sich das Leben gegenseitig schwer, wenn die Freude verflogen ist, sich auf den Partner spiegelnd einzustellen.
Es ist so, daß spiegelnde typische Verhaltensweisen immer mehr nachlassen, ein Beispiel dafür ist das Ausbleiben der gemeinsamen Aufmerksamkeit. Der eine lenkt seinen Fokus spontan auf etwas, beim anderen ist jedoch Funkstille. Und wenn diese "joint attention" immer mehr nachlässt, geht der emotionale Kontakt verloren. Oder ganz gravierend, wenn Paare in derartiger Not sind, weichen sie auch Blicken des anderen aus, dies ist ja die unmittelbarste Form, mit der Menschen sich Bedeutungen geben. Und am Ende zeigt sich die Körpersprache des Kontaktabbruchs.
Und individuell könnte sich die Frage stellen: In welchem Erfahrungsbereich werde ich in einer Beziehung besonders gerne gespiegelt oder spiegle ich gerne?
Ist es eher der physische Bereich oder sind es mehr die Emotionen und wie empfänglich bin ich beispielsweise für das Sprachliche? Wo ist meine Aufmerksamkeit und bilde ich diese Neuronenaktivität deshalb immer weiter aus?
Gute Fragen, hast du Antworten darauf?
Und letztlich eigentlich: Was könnte ich Neues lernen?
also das Buch hab ich wieder hervorgeholt...

Liebe Grüsse
Malve
Ja, was könnte man Neues lernen?
Z.B. alte fixierte und unerwünschte Verhaltensweisen beobachten, reflektieren und ändern, das Neuronennetz dadurch verändern. Denn genau dieses sorgt ja dafür, daß wir immer wieder in alte Muster abdriften. Das ist ein vielleicht manchmal sehr schmerzvoller Prozess, da wir uns ganz genau ansehen müssten, was da gerade vorgeht. Die Energie, den verlorenen Sohn, wieder einladen und ihn nun bewusst durch den Emotionalkörper jagen, diesmal aber in reiner Beobachtung
ohne emotional involviert und beherrscht davon zu sein.
Mensch, was hab ich wieder Ideen heute Morgen. Werd ich gleich mal machen .......
