Wege in den Wahn

  • Ersteller Ersteller Hellequin
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Aber im Originalzitat sähe es einerseits natürlich harmloser aus, weil im argumentativen Kontext, und andererseits hätten dann die Leute mit dem Wort "Flüchtling" nicht gleich mit dabei geliefert bekommen, wie politisch unkorrekt zu sein ich mich doch wage mit meinem Realismus.
Ich habs gelesen und schätze es argumentativ genauso ein wie du.
 
Das klingt ja beinahe, als sei ich von solchen Leuten umgeben. Nee, nee, das sind schon ausgewählte Einzelpersonen, deswegen merk ich mir die ja auch so gut :)


Nun, ich differenziere. Was bei dir schon zu scheitern anfängt, wenn Leute mit unterschiedlichen Nicknames und unterschiedlichen Argumenten und Argumentationen gerade mal einige ausgewählte parallele Ansichten vertreten.


Och, ich bin gar nicht verbittert. Im Gegenteil, seit ich dahinkomme, dass einige Menschen mir dann irgendwann echt egal sind, geht's mir richtig gut :D


Hab ich, sehr viel sogar :)


Vergebung für Leute, die a) darum bitten und b) sie verdienen, und Liebe für Leute, die es Wert sind, statt für Menschen, die sie mit Füßen treten.
Das nennt man Differenzierung, und es ist definitiv gesünder als sich einzureden, jeden gernzuhaben gehe immer gut. Das funktioniert maximal, bis das, was du da gern hast, ein Beutegreifer ist, und du selbst potentiell auf dem Futterplan stehst. Oder im Weg. Oder als Konkurrent daneben.
So weit sollte man einfach manchmal denken können.

Und in eine ähnliche Richtung geht dann auch der Grund dafür, dass man es eben sehr unterschiedlich handhaben muss, wenn es sich um Eigenenergie handelt .. oder um Fremdenergie, die Schwierigkeiten verursacht.
Licht und Liebe für alle kann man sich genau solange leisten, bis man tatsächlich mal in der Situation ist, sich zwischen Schaden für Andere oder Schaden für sich selbst entscheiden zu müssen. Und nicht bis zu so einer Situation denken zu können, ehe sie eintritt, tut vielen Teilen unserer aktuellen Politik nun wirklich alles Andere als gut ;-)

Such dir was Anderes für deine Projektionen.

Wir haben wohl eine unterschiedliche Auffassung von Mitgefühl. Es bedeutet nicht, sich als Fußabtreter benutzen zu lassen. (Jemand sagte mal: ein Boddhisattva ist kein Depp).
Es bedeutet zu verstehen, dass der Andere ebenso seine Vorgeschichte hat, wie du selbst. Dass er so handelt, wie er es in diesem Moment eben vermag. Dass er vielleicht ebensowenig Herr seines Verhaltens ist, wie du selbst. Dass er sich wenig in andere Menschen hineinversetzen kann, wie du selbst, wenn du andere Menschen absaufen lassen willst. Da geht das Herz einfach zu aus vermeintlichem Selbstschutz. In Wahrheit ist Verletzung Anderer immer auch die eigene Verletzung. Die Geschichte läuft fort und fort und fort.
Die tiefen Verletzungen können doch nur geschehen, weil sie an frühe Verletzungen anknüpfen, gegen die man damals keinen Schutz hatte, und die deshalb heute noch das Empfinden und Verhalten steuern. Der Trick ist: Es zu verstehen, was da in einem selbst abläuft, und was den Anderen dazu bewegt, sich zu verhalten, wie er es tut, nimmt der Verletzung die Macht über dich. Der Schmerz ist da, aber er kann heilen.
Mitgefühl für dich selbst ermöglicht Mitgefühl mit anderen Menschen. So wie du mal als unschuldiger Säugling auf die Welt kamst, so war es bei anderen Menschen auch. Und so, wie du es gerade nicht schaffst, die Liebe, die du in dir hast, hervorkommen zu lassen, und statt dessen um dich schlägst und verletzen willst, so geht es anderen Menschen auch.
Es ist deine Entscheidung, ob du diesen Weg weitergehen willst, oder ob du es anders machen willst.
Ich schreibe dir das alles, weil es mir schon lange so leid tut, dass du so offen über deinen Schmerz hier im Forum schreibst, aber so verletzt bist, dass du gar nicht hören kannst, was irgendjemand dir schreibt. So schreibt inzwischen niemand mehr was dazu.
Ich habe jetzt mal einen Versuch gewagt, obwohl ich dich nicht kenne, und obwohl du weiter wie gewohnt reagierst.
Die allermeisten Menschen haben ihre Narben im Leben davongetragen; es ist die Frage, ob man bereit ist, den Weg zur Heilung zu gehen. Dein Schreien hier sehe ich als guten Anfang. Versau ihn nicht, indem du dabei bleibst.
Es tut mir wirklich sehr leid, dass du so verletzt bist (es gibt Menschen, die meinen, was sie sagen).
Vielleicht wirst du auch das jetzt als LUL abtun, aber ich sage dir: Licht und Liebe, wirklich und wahrhaftig, das ist Magie.

Glaub es einfach, hehe.;)
;)
 
Tja, das mit dem "Leuts absaufen lassen" war "ein wenig" in den Po gegriffen, aber jetzt zu postulieren, dass Sannam selbst schuld daran hätte von jemandem anderen mies behandelt worden zu sein und sie doch nachzudenken habe, warum ihr SOLCHE GESCHICHTEN passieren, ist es ebenso. Da könntest du, mit deiner Gesinnung, gleich mal darüber nachdenken, warum man Solches, z.b. einem Vergewaltigungsopfer, NICHT sagen täte.

Weißt, dir ist nicht im geringsten ersichtlich, wie widersprüchlich du denkst und es wiedergibst. Guck besser auf dich und nicht auf die Fehler der Anderen.
Vielleicht kannst du darüber nachdenken, warum du herausliest, dass Sannam selbst schuld sei an dem, was ihr passiert ist.
Vielleicht schafft es etwas Klarheit, wenn du liest, was ich ihr gerade geschrieben habe.
Zu dem "warum ihr solche Geschichten passieren (und ich schrieb ja weiter: oder warum sie Situationen oder Menschen auf diese Art wahrnimmt)": Ich habe es so formuliert, weil ich nicht dabei war, und nicht weiß, was genau da passiert ist.
Es ist aber einfach so, dass wir unsere schlimmen Erfahrungen immer weiter er-leben, wenn wir sie nicht verarbeiten. Wir suchen uns unbewusst ein Umfeld, auch Partner, die mit uns alte Geschichten immer wieder neu durchspielen, bis wir die Lektion verstanden haben (und damit meine ich, dass wir einen Weg zur Heilung gefunden haben). Und oft nehmen wir auch Dinge durch einen Filter wahr, der die Wirklichkeit verzerrt. Das weißt du doch.
Es geht nicht um Schuld, sondern einfach nur um das Warum.
Ich weiß nicht, ob es Sinn macht, hier von Vergewaltigungsopfern anzufangen. Das ist eine schwere Kiste. Es ist schwer, sich da hineinzuversetzen. Ich kann dir nur von betroffenen Eltern berichten, deren kleine Tochter Missbrauch erleben musste, und die daran glauben, dass gerade aus dem schlimmsten Unglück etwas besonderes erwachsen kann. Jemandem verzeihen zu können, der einem so etwas angetan hat, ist eine unglaublich große Herausforderung, und sicher gelingt es Vielen nicht.
Aber wenn wir da weiter sprechen, kommen wir auf die Frage: Warum gibt es Leid? Und das würde dann in meinem Falle in Glaubensdinge gehen, und da bist du vielleicht nicht dran interessiert.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich schreibe jetzt mal nichts mehr zum Thema, bis es Fortschritte gibt.
Der Obsidianspiegel hat sich als nützlich erwiesen. Es ist definitiv keine Kreatur des Es und auch keine Macht, die mir auf dieser Ebene gefährlich werden könnte - oder wollte. Das eigentliche Problem liegt offensichtlich in meiner Perspektive bzw. in einer Art Behinderung, die mir die Kommunikation erschwert: Unter bestimmten Umständen bringe ich Phantome hervor und diese Phantome sind unvermeidlich, da sie in meiner gegenwärtigen Erscheinungsform angelegt sind. Daher muss ich lernen, im Einklang mit dem Willen wahrzunehmen. Helfer stehen zur Verfügung.
 
Es geht nicht um Schuld, sondern einfach nur um das Warum.
Ich weiß nicht, ob es Sinn macht, hier von Vergewaltigungsopfern anzufangen. Das ist eine schwere Kiste. Es ist schwer, sich da hineinzuversetzen. Ich kann dir nur von betroffenen Eltern berichten, deren kleine Tochter Missbrauch erleben musste, und die daran glauben, dass gerade aus dem schlimmsten Unglück etwas besonderes erwachsen kann. Jemandem verzeihen zu können, der einem so etwas angetan hat, ist eine unglaublich große Herausforderung, und sicher gelingt es Vielen nicht.

Und das unterschreibe ich jetzt einfach mal. Ich war selbst von so einer Situation betroffen. Überwunden ist es nicht - deshalb ist das Thema Schattenarbeit auch hier für mich ganz interessant. Aber mir wird immer mehr bewusst, dass dahinter eine ganze Menge an Themen stehen, die es noch zu bewerkstelligen gilt und die - so absurd es klingen mag, größte "Schätze" zu Tage bergen.
 
Ja, so hat es der Vater des Mädchens auch ausgedrückt.
Und wenn du schon zu solchen Gedanken fähig bist, dann glaube ich, dass du diese Schätze auch heben wirst. :guru:

Zumindest nehme ich an, dem Ganzen auf der Schliche zu sein. Es geht meines Erachtens nach um die Gefühle dahinter. Der "Vorfall" (Missbrauch) hat bestimmte Gefühle ausgelöst, die aber unterdrückt wurden (Schatten). Der Missbrauch selbst war meines Erachtens nach nur "das Werkzeug", um die eigentlichen Themen zu "aktivieren". Der Schatten konfrontiert mich mit den unterdrückten Gefühlen bzw. der Schatten stellt die Gefühle dar. Auch wäre es denkbar, dass die unterdrückten Gefühle den Schatten manifestieren.

"Mein Schatten" hat eine sehr reale Gestalt (in Form eines Tieres), dass zu jederzeit in mein Wahrnehmungsfeld rücken kann (und dies auch regelmäßig tut). Sofort sind die Gefühle präsent. Zuweilen habe ich den Eindruck, der Schatten taucht auf, wenn meine Gedanken wieder vermehrt um den "Vorfall" bzw. die daraus entstandenen Gefühle kreisen. Der Schatten offenbart sich dann, um überwunden, angenommen, integriert, besiegt zu werden (genau weiß ich das noch nicht).

Ich habe lange gebraucht, überhaupt zu lernen, dass nicht der "Vorfall" an sich der Schlüssel ist (Missbrauch, Karma, Zusammenhänge) sondern die Gefühle dahinter offenbaren mir sukzsessiv einige Verbindungen (auch karmisch gesehen). Zu tun gibt es für mich noch jede Menge und oft werde ich schwach und gebe mich den Gefühlen wieder hin und lasse mich von ihnen "versklaven". Aufgeben werde ich jedoch in keinem Fall.

Und selbst wenn es zum Schluss keinen magischen sondern nur einen psychologischen Ansatz hätte - die Leistung eines jeden Menschen, der es schafft, derartige Herausforderungen zu meistern, ist mit Worten nicht zu beschreiben.
 
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