Ich erzähl mal, ohne zu meinen, dass du es anders oder genau so siehst.
Ich selber glaube ja nicht an externe übersinnliche mächtige Wesen. (Jedoch an eine intelligente heilende u. transformierende Kraft.)
Daher ist meine Erklärung zu Vielem (nicht allem) sehr psychologisch.
Besessenheit ist für mich das Kolabieren des Ich aufgrund psychischer Reizüberflutung, was zu Wahn führen kann. Gefühle/Gedanken von Fremdeinwirkung sind hier (oder später) klassisch und im subjektiven Empfinden sehr real (s. z.B. Psychose/Schizophrenie) , aber sie tauchen aus dem kollektiven Unbewussten der eigenen desorganisierten oder wie auch immer entarteten Psyche auf, und treffen auf ein fragmentiertes Ich, dass dann glaubt von fremden Mächten sabotiert zu werden.
(Deine Wahrnehmung ist damit natürlich nicht gemeint! )
Alles was an Schatten auftaucht ist ein Teil von mir, es gibt keine Fremdenergien in dem Sinne, obschon sie aufgrund ihres scheinbaren Eigenleben so wirken können. Teilweise kann sich das sehr bedrohlich anfühlen, und bis hin zu Todes-oder Vernichtungsängste auslösen.
Der Schatten ist nicht nur das „verdrängte“ A....loch in mir, sondern auch das Postive wie z.B. Fähigkeiten oder Talente, Muster, Prägungen etc.. …und alter, nicht gefühlter Schmerz.
Aber, wenn du dir schon Gedanken über Wahn, momentan stabile/instabile bzw. nicht ausgeglichene Psyche u.ä. machst, dann würde ich davon abraten etwas übers Knie zu brechen, oder zu forcieren.
Deine Befürchtungen sind m.E. nicht unbegründetet, sondern evtl. eine intuitive Stimme zu deinem Schutz, die dir sagt, dass es gerade nicht passt, dass es möglicherweise zu früh ist.
Denn ginge man davon aus, es münde tatsächlich in einen Wahn, gäbe es bei genügend Sensibilität wohl die selben Vorzeichen. (?)
Angst ist ja bei bei bedrohlich wirkenden Schatten ganz normal, aber die Sorge um eine außreichende Belastbarkeit einschließlich die um den Wahn und das übermässige Misstrauen, was sich natürlich u.a. daraus speist, wirken in Kombination zumindest verdächtig. Das weißt m.E. eher auf eine mögliche Überforderung hin, und die Herausforderung auf eine Versuchung.
Sicher könnten auch hypochondrische Gedanken obige Befürchtungszenarien auslösen o. sie verstärken, aber ein Risiko bleibt m.E. bestehen.
Aus meiner Sicht könnte die Aufgabe und Herausforderung auch darin bestehen auf magische Praktiken vorerst zu verzichten, obwohl und gerade weil du das nicht möchtest, und das dem Ego evtl. nicht schmeckt.
Desweiteren lernst du deine Grenzen kennen, sie wahrzunehmen und präziser zu unterscheiden,.... deiner Intuition (zu der du scheinbar guten Zugang hast) zu folgen und ihr zu vertrauen, also insgesamt besser für dich zu sorgen, und dein Wollen dafür hin und wieder hintenanzustellen.
(bitte alles nur als meinen Gedankensalat betrachten, der nur eine Möglichkeit darstellt

)
Das ist keine feste Überzeugung, nur ein paar Gedanken zu deinen Eingangsfragen.
Und imgrunde läuft dir sowieso nichts weg.
P.s.: Da ich keine Magierin bin, kann es natürlich sein, dass du/ihr da noch ganz andere Mittel kennt, mit denen eine Annäherung an den Schatten möglich ist ohne ihn ganz zuzulassen. Damit kenne ich mich nicht gut aus, obwohl ich ein Buch dazu habe, das gut sein soll:
Den Dämonen Nahrung geben . Ich habs gelesen, aber die beschriebene Technik kaum angewendet. Ich kenne imgrunde nur sich öffnen und zulassen, oder sperren. Sind die Abwehrmechanismen mal gelockert besteht weniger die Möglichkeit zu sperren, aber das Vertrauen, dass alles zur rechten Zeit erscheint ist dann (bei mir jedenfalls) gegeben...