Ich halte fast durchgehend eine Art losen Kontakt (und habe versucht, das eine oder andere outzusourcen). Was voller Konzentration bedarf, bleibt gerne liegen, bis es nicht mehr anders geht. Wie früher in der Schule halt.
Eigentlich gebe ich nicht gerne konkrete Anleitungen raus, wie man eine Problematik im magischen Bereich konkret angehen kann, weil das in meinen Augen eine sehr individuelle Sache ist, aber vielleicht hilft dir mein folgender Vorschlag doch etwas mehr, dich zu motivieren mal noch im Urlaub damit anzufangen.
Ich schrieb:
1.
[...] Übertragen auf deinen Stalker heißt das, an den Punkt zu kommen, an dem er nur noch ein Schemen ist, den du registrierst. [...]
Was du als "Stalker" bezeichnet hast, wirkt aufgrund deiner Schilderungen wie eine komplexe und starke interne Grundproblematik. Solche Teile gehen selten völlig weg.
Was sich meiner Erfahrung nach völlig auflöst sind Teile, die eher durch kleinere interne Grundproblematiken verursacht werden.
Daher schrieb ich an dieser Stelle, dass es gut wäre an den Punkt zu kommen, wo der Stalker kein Stalker mehr ist, sondern ein Schemen, dessen Anwesenheit du lediglich registrierst.
2.
[...] Mit Auflösen allein ist es nicht getan. Man kann aber daran arbeiten, ihnen die Grundlage zu entziehen. Wie du das konkret umsetzt, musst du für dich ausprobieren. Das bedeutet Arbeit an dir selbst. [...]
Wie entzieht man einem solchen Teil die Grundlage? Das habe ich, wie eben erwähnt, nicht im Detail ausgeführt, weil die Technik, die bei mir funktioniert hat nicht auch automatisch bei dir funktionieren muss.
Ich schildere dir dennoch meine Technik, weil du dann auch mal ein konkretes Beispiel hast, wie man sich effizient sowas annähern
kann.
Zunächst werde ich den theoretischen Hintergrund schildern und im Anschluss meine angewendete Technik erklären.
1. Hintergrund
Ich habe mich vor einiger Zeit mal durch den schwarzen Obsidian (Spiegel) bewusst mit meinem schwärzesten Anteil konfrontiert. Das Ergebnis war, dass ich von da an seine Präsenz ständig gespürt habe. Im Prinzip war es ein permanenter Störfaktor, der Aufmerksamkeit wollte. In der ersten Zeit habe ich mich davon ablenken lassen, vor allem auch deswegen, weil es mit starken Emotionen einherkam. In solchen Momenten konnte ich es nicht einfach ignorieren und mich auf andere Dinge konzentrieren. Ignorieren ging auf lange Sicht sowieso nicht, denn es ploppte, wie das PN-Fenster, ständig wieder auf.
Mir wurde dann der Tipp gegeben, mich dem Teil auf eine Art zu nähern, die es mir erlaubt seine Energie so wahrzunehmen, dass ich im Alltag die Energie (aus einer gewissen Distanz heraus) wiedererkennen kann, aus der sich das Teil eigentlich speist. Da es sich bei allen unseren Anteilen um Dinge handelt, die wir mit Energien (ob bewusst oder unbewusst) füttern, muss man quasi die Situationen erkennen können, aus deren Dynamik sich das Teil sein Futter holt. Wenn man das erkennt, dann kann man die entsprechenden Situationen so gestalten, dass diese konkrete Dynamik (Nahrungsquelle) gar nicht erst entsteht.
Aber selbst wenn man das erkannt hat, kann man es nicht immer umsetzen. (Zumindest bei einem komplexeren internen Grundproblem.)
--> Das heißt konkret, dass das Teil zwar gelegentlich immer noch Futter bekommt, aber eben so wenig, dass es lediglich als Schemen im Hintergrund existiert. Du registrierst dann zwar seine Anwesenheit, kannst dich aber dennoch auf das Wesentliche konzentrieren.
2.Technik
Wie bin ich an den Punkt gekommen, um das Teil lediglich als Schemen wahrzunehmen und nicht mehr als Störfaktor?
Ich habe
mehrere Nächte bewusst einen Klartraum eingeleitet, in dem ich diesem Teil gegenübertrete. Zuvor habe ich tagsüber in meine normale Meditationspraxis mein nächtliches Ziel mit eingebaut. Das habe ich getan, indem ich mich während der Meditation auf eine Kampfenergie (nicht Handlung!) konzentrierte.
Zunächst war es mein Ziel, meine Angst vor diesem Teil zu überwinden. Dazu wollte ich das Teil so nahe an mich ranlassen, dass ich mit ihm kämpfen und niederringen kann. Als ich das nach mehreren Anläufen geschafft hatte, war mein nächstes Ziel es aus meiner neuen Position heraus entspannter wahrzunehmen, damit ich mit seiner Energie vertraut werde. Das habe ich eine Zeitlang Nacht für Nacht gemacht.
Das Ergebnis war, dass ich nun tagsüber tatsächlich diese Energie in bestimmten Situation wiedererkannt habe und zwar an einem Punkt, an dem ich noch die Chance hatte dieser Energie nicht die Macht über die komplette Situation einzuräumen. Damit konnte ich ihr nach und nach die Nahrung entziehen, da mir in solchen Situationen bewusst wurde, was jetzt gerade tatsächlich läuft und entsprechend die Möglichkeit hatte, entgegenzusteuern.
Abschließend möchte ich noch anmerken, dass die Technik auf dem Klartraum als Ausgangspunkt basiert.
Wenn dir aber zum Beispiel das Klarträumen nicht so liegt, dann kannst du auch etwas anderes ausprobieren. Am besten etwas, dass dir wirklich liegt, also was du aus dem FF beherrscht.
Worauf es nämlich ankommt, ist das Erfassen der Energie, die das Teil eigentlich ausmacht. Wenn du die einmal erfasst hast, dann kannst du sie in konkreten Situationen wiedererkennen und gegensteuern.