Wege in den Wahn

  • Ersteller Ersteller Hellequin
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Zäh, weil ich noch eine Woche Urlaub habe. Spätestens wenn die Zeit knapp wird, bewegt sich was.

Hat dich der Aufschiebedämon besetzt? :tongue:

Nee, mach wie du das für richtig hältst. Ich gehe da vielleicht auch zu stark von mir aus, denn es gibt bestimmte Praktiken, die ich jeden Tag mache (z. B. Meditation). Die sind aber auch in den Tagesablauf mit eingebaut, wobei es dann nicht drauf ankommt, ob ich Urlaub habe oder unter Strom stehe.
(Das gilt allerdings nicht für komplexere magische Arbeiten.)
 
Hat dich der Aufschiebedämon besetzt? :tongue:
Ja, aber schon damals in der Schule. Und im Studium, glaube ich, hat er sich geklont. ;)

Nee, mach wie du das für richtig hältst. Ich gehe da vielleicht auch zu stark von mir aus, denn es gibt bestimmte Praktiken, die ich jeden Tag mache (z. B. Meditation). Die sind aber auch in den Tagesablauf mit eingebaut, wobei es dann nicht drauf ankommt, ob ich Urlaub habe oder unter Strom stehe. (Das gilt allerdings nicht für komplexere magische Arbeiten.)
Ich halte fast durchgehend eine Art losen Kontakt (und habe versucht, das eine oder andere outzusourcen). Was voller Konzentration bedarf, bleibt gerne liegen, bis es nicht mehr anders geht. Wie früher in der Schule halt.
 
Ups, jetzt bin ich bei La Vey rausgekommen... :cautious:
lol. Den hab ich selbst großenteils gar nicht gelesen, und wenn doch, dann nicht absichtlich. Aber passt schon ;-)

War auch nur ein Beispiel dafür, dass die Entwicklung von Fertigkeiten etwas mit Bedürfnissen zu tun hat.

PS: Wobei, ich hab tatsächlich mal kleine Satanisten darüber diskutieren sehen, wie sie jetzt welches satanische Gebot anwenden und welche satanische Sünde vermeiden, und bei sowas entwickle ich dann schon Assoziationen zu natürlicher Selektion :D
 
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Ich erzähl mal, ohne zu meinen, dass du es anders oder genau so siehst. :)

Ich selber glaube ja nicht an externe übersinnliche mächtige Wesen. (Jedoch an eine intelligente heilende u. transformierende Kraft.)
Daher ist meine Erklärung zu Vielem (nicht allem) sehr psychologisch.
Besessenheit ist für mich das Kolabieren des Ich aufgrund psychischer Reizüberflutung, was zu Wahn führen kann. Gefühle/Gedanken von Fremdeinwirkung sind hier (oder später) klassisch und im subjektiven Empfinden sehr real (s. z.B. Psychose/Schizophrenie) , aber sie tauchen aus dem kollektiven Unbewussten der eigenen desorganisierten oder wie auch immer entarteten Psyche auf, und treffen auf ein fragmentiertes Ich, dass dann glaubt von fremden Mächten sabotiert zu werden.

(Deine Wahrnehmung ist damit natürlich nicht gemeint! )

Alles was an Schatten auftaucht ist ein Teil von mir, es gibt keine Fremdenergien in dem Sinne, obschon sie aufgrund ihres scheinbaren Eigenleben so wirken können. Teilweise kann sich das sehr bedrohlich anfühlen, und bis hin zu Todes-oder Vernichtungsängste auslösen.

Der Schatten ist nicht nur das „verdrängte“ A....loch in mir, sondern auch das Postive wie z.B. Fähigkeiten oder Talente, Muster, Prägungen etc.. …und alter, nicht gefühlter Schmerz.

Aber, wenn du dir schon Gedanken über Wahn, momentan stabile/instabile bzw. nicht ausgeglichene Psyche u.ä. machst, dann würde ich davon abraten etwas übers Knie zu brechen, oder zu forcieren.
Deine Befürchtungen sind m.E. nicht unbegründetet, sondern evtl. eine intuitive Stimme zu deinem Schutz, die dir sagt, dass es gerade nicht passt, dass es möglicherweise zu früh ist.
Denn ginge man davon aus, es münde tatsächlich in einen Wahn, gäbe es bei genügend Sensibilität wohl die selben Vorzeichen. (?)
Angst ist ja bei bei bedrohlich wirkenden Schatten ganz normal, aber die Sorge um eine außreichende Belastbarkeit einschließlich die um den Wahn und das übermässige Misstrauen, was sich natürlich u.a. daraus speist, wirken in Kombination zumindest verdächtig. Das weißt m.E. eher auf eine mögliche Überforderung hin, und die Herausforderung auf eine Versuchung.
Sicher könnten auch hypochondrische Gedanken obige Befürchtungszenarien auslösen o. sie verstärken, aber ein Risiko bleibt m.E. bestehen.

Aus meiner Sicht könnte die Aufgabe und Herausforderung auch darin bestehen auf magische Praktiken vorerst zu verzichten, obwohl und gerade weil du das nicht möchtest, und das dem Ego evtl. nicht schmeckt.
Desweiteren lernst du deine Grenzen kennen, sie wahrzunehmen und präziser zu unterscheiden,.... deiner Intuition (zu der du scheinbar guten Zugang hast) zu folgen und ihr zu vertrauen, also insgesamt besser für dich zu sorgen, und dein Wollen dafür hin und wieder hintenanzustellen.

(bitte alles nur als meinen Gedankensalat betrachten, der nur eine Möglichkeit darstellt :))
Das ist keine feste Überzeugung, nur ein paar Gedanken zu deinen Eingangsfragen.

Und imgrunde läuft dir sowieso nichts weg. ;)

P.s.: Da ich keine Magierin bin, kann es natürlich sein, dass du/ihr da noch ganz andere Mittel kennt, mit denen eine Annäherung an den Schatten möglich ist ohne ihn ganz zuzulassen. Damit kenne ich mich nicht gut aus, obwohl ich ein Buch dazu habe, das gut sein soll: Den Dämonen Nahrung geben . Ich habs gelesen, aber die beschriebene Technik kaum angewendet. Ich kenne imgrunde nur sich öffnen und zulassen, oder sperren. Sind die Abwehrmechanismen mal gelockert besteht weniger die Möglichkeit zu sperren, aber das Vertrauen, dass alles zur rechten Zeit erscheint ist dann (bei mir jedenfalls) gegeben...
 
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Seele= Licht
Schatten = fehlen von Seelenanteilen

wie soll jetzt das fehlen von Seelenanteilen "weiter integriert" werden?
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Alle Geheimnisse kann man sowieso nicht alleine entdecken, eine Zusammenarbeit muss da schon stattfinden
bloss was für eine und mit wem genau ist die Frage.
 
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Ich halte fast durchgehend eine Art losen Kontakt (und habe versucht, das eine oder andere outzusourcen). Was voller Konzentration bedarf, bleibt gerne liegen, bis es nicht mehr anders geht. Wie früher in der Schule halt.

Eigentlich gebe ich nicht gerne konkrete Anleitungen raus, wie man eine Problematik im magischen Bereich konkret angehen kann, weil das in meinen Augen eine sehr individuelle Sache ist, aber vielleicht hilft dir mein folgender Vorschlag doch etwas mehr, dich zu motivieren mal noch im Urlaub damit anzufangen.

Ich schrieb:

1.
[...] Übertragen auf deinen Stalker heißt das, an den Punkt zu kommen, an dem er nur noch ein Schemen ist, den du registrierst. [...]

Was du als "Stalker" bezeichnet hast, wirkt aufgrund deiner Schilderungen wie eine komplexe und starke interne Grundproblematik. Solche Teile gehen selten völlig weg.
Was sich meiner Erfahrung nach völlig auflöst sind Teile, die eher durch kleinere interne Grundproblematiken verursacht werden.
Daher schrieb ich an dieser Stelle, dass es gut wäre an den Punkt zu kommen, wo der Stalker kein Stalker mehr ist, sondern ein Schemen, dessen Anwesenheit du lediglich registrierst.

2.
[...] Mit Auflösen allein ist es nicht getan. Man kann aber daran arbeiten, ihnen die Grundlage zu entziehen. Wie du das konkret umsetzt, musst du für dich ausprobieren. Das bedeutet Arbeit an dir selbst. [...]

Wie entzieht man einem solchen Teil die Grundlage? Das habe ich, wie eben erwähnt, nicht im Detail ausgeführt, weil die Technik, die bei mir funktioniert hat nicht auch automatisch bei dir funktionieren muss.
Ich schildere dir dennoch meine Technik, weil du dann auch mal ein konkretes Beispiel hast, wie man sich effizient sowas annähern kann.

Zunächst werde ich den theoretischen Hintergrund schildern und im Anschluss meine angewendete Technik erklären.

1. Hintergrund
Ich habe mich vor einiger Zeit mal durch den schwarzen Obsidian (Spiegel) bewusst mit meinem schwärzesten Anteil konfrontiert. Das Ergebnis war, dass ich von da an seine Präsenz ständig gespürt habe. Im Prinzip war es ein permanenter Störfaktor, der Aufmerksamkeit wollte. In der ersten Zeit habe ich mich davon ablenken lassen, vor allem auch deswegen, weil es mit starken Emotionen einherkam. In solchen Momenten konnte ich es nicht einfach ignorieren und mich auf andere Dinge konzentrieren. Ignorieren ging auf lange Sicht sowieso nicht, denn es ploppte, wie das PN-Fenster, ständig wieder auf.
Mir wurde dann der Tipp gegeben, mich dem Teil auf eine Art zu nähern, die es mir erlaubt seine Energie so wahrzunehmen, dass ich im Alltag die Energie (aus einer gewissen Distanz heraus) wiedererkennen kann, aus der sich das Teil eigentlich speist. Da es sich bei allen unseren Anteilen um Dinge handelt, die wir mit Energien (ob bewusst oder unbewusst) füttern, muss man quasi die Situationen erkennen können, aus deren Dynamik sich das Teil sein Futter holt. Wenn man das erkennt, dann kann man die entsprechenden Situationen so gestalten, dass diese konkrete Dynamik (Nahrungsquelle) gar nicht erst entsteht.
Aber selbst wenn man das erkannt hat, kann man es nicht immer umsetzen. (Zumindest bei einem komplexeren internen Grundproblem.)
--> Das heißt konkret, dass das Teil zwar gelegentlich immer noch Futter bekommt, aber eben so wenig, dass es lediglich als Schemen im Hintergrund existiert. Du registrierst dann zwar seine Anwesenheit, kannst dich aber dennoch auf das Wesentliche konzentrieren.

2.Technik
Wie bin ich an den Punkt gekommen, um das Teil lediglich als Schemen wahrzunehmen und nicht mehr als Störfaktor?

Ich habe mehrere Nächte bewusst einen Klartraum eingeleitet, in dem ich diesem Teil gegenübertrete. Zuvor habe ich tagsüber in meine normale Meditationspraxis mein nächtliches Ziel mit eingebaut. Das habe ich getan, indem ich mich während der Meditation auf eine Kampfenergie (nicht Handlung!) konzentrierte.
Zunächst war es mein Ziel, meine Angst vor diesem Teil zu überwinden. Dazu wollte ich das Teil so nahe an mich ranlassen, dass ich mit ihm kämpfen und niederringen kann. Als ich das nach mehreren Anläufen geschafft hatte, war mein nächstes Ziel es aus meiner neuen Position heraus entspannter wahrzunehmen, damit ich mit seiner Energie vertraut werde. Das habe ich eine Zeitlang Nacht für Nacht gemacht.
Das Ergebnis war, dass ich nun tagsüber tatsächlich diese Energie in bestimmten Situation wiedererkannt habe und zwar an einem Punkt, an dem ich noch die Chance hatte dieser Energie nicht die Macht über die komplette Situation einzuräumen. Damit konnte ich ihr nach und nach die Nahrung entziehen, da mir in solchen Situationen bewusst wurde, was jetzt gerade tatsächlich läuft und entsprechend die Möglichkeit hatte, entgegenzusteuern.


Abschließend möchte ich noch anmerken, dass die Technik auf dem Klartraum als Ausgangspunkt basiert.
Wenn dir aber zum Beispiel das Klarträumen nicht so liegt, dann kannst du auch etwas anderes ausprobieren. Am besten etwas, dass dir wirklich liegt, also was du aus dem FF beherrscht.
Worauf es nämlich ankommt, ist das Erfassen der Energie, die das Teil eigentlich ausmacht. Wenn du die einmal erfasst hast, dann kannst du sie in konkreten Situationen wiedererkennen und gegensteuern.
 
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