Wege in den Wahn

  • Ersteller Ersteller Hellequin
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Ich versuchs zu erklären:
Ich gehe bis an die Essenz und harmonisiere dann...also ich steige aus allem was ich weiss aus und allem was ich bin und gehe nackt auf den Schatten zu , wie ein Baby ...ich lass es das innere Kind erledigen, .

aber ich weiss nicht ob ich dies jemanden raten soll .:)
ich denke der Schatten ist nur dann immer mächtiger , je mehr ich interpretiere und die Angst wächst mit jeder Möglichkeit die mir einfällt ...das ist aber der Erwachsene in mir.
 
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Mache ich auch so, und kann wirklich verstehen, wenn sich jemand unter diesen Umständen mit konkreten Ratschlägen zurückhält, sofern Begleitung nicht möglich ist.

Aber noch eine Frage: Was "harmonisierst" du denn da? Was bildet den Massstab für Harmonie? Mir scheint ein derartiges Harmoniestreben in der Schattenarbeit nicht nur kontraproduktiv sondern viel mehr die völlige Verfehlung (siehe Tandavas Post)

Oder willst auf was völlig anderes hinaus? :)
Harmonie ist Gleichgewicht ...Schattenproblem ist aus dem Gleichgewicht ...Gleichgewicht ist alles hat seine wahre Grösse , sein Mass. :)
 
ja, hab auch nichts anderes behauptet, ich hab einfach bloss was geschrieben, welche zusammenhänge Du da webst ist ein anderes Ding

Die Frage war, hast Du die Kontrolle? weil Du meinst irgendwelche Zustände kontrolliert zu erleben?

Ich weiß natürlich worauf du hinaus willst, deshalb schrieb ich bereits von "Gewahrwerden" und nicht von Integration, denn genauso sehe ich das auch.
Ich muss auch nicht alles integrieren oder transformieren, da gibt es Wesenheiten die besser sind als ich, man kann das getrost abgeben.

Das Licht ist das Christuslicht - und mit zwangshafter Kontrolle aus dem Ego heraus hat das nichts zu tun.

Bei bestimmten Zuständen ist es zielführend mental eine gewisse Kontrolle zu behalten, manchmal ufert es jedoch aus, was Sinn macht, denn Magie ist die Balance zwischen Sinn- und Wahn-Sinn ;-)
 
Wer Magie betreibt, braucht(e) hier wie dort einen gewissen Schaden und ein meist nicht gerade ethisch korrektes Motiv (oder mehrere, je nachdem).

Ich habe darüber noch mal nachgedacht und komme zu dem Schluss, dass ein Schaden meinerseits mich NICHT zur Magie brachte. Das waren andere Begebenheiten. Die Schadensarbeit wurde aber dennoch Thema und dennoch sehe ich mich normaler als den üblichen Strom der seinem Trott folgt.
 
Nur mal angenommen, da wäre so etwas wie ein magischer Stalker, der sich in jeden Sender einhackt, den man aufzurufen versucht, und jede Menge Gesprächsbedarf hat, obwohl er eine betont abschreckende Maske trägt und alles andere als heilsam wirkt; ein Stalker, der in unmittelbarer Verbindung steht zu denjenigen Bereichen des eigenen Schattens, denen gegenüber man hilflos ist, und der von sich behauptet, wichtige Geheimnisse zu kennen. Ein Stalker zumal, der sich nur unzureichend bannen lässt und an allen Orten herumgeistert, die man mit Magie verbindet:

Ist es klug, sich auf ihn einzulassen, ist er also eine Art Prüfung? Oder ist er eine Warnung, besser nicht weiterzumachen?

Wie würdet ihr reagieren?

mach weiter

wenn er dann in dir nix mehr zum andocken hat, dann wird er von allein verschwinden...
 
Es hat aus der gar nicht mal so unbetroffenen Distanz (Ansätze der Hypochondrie kennen sicher alle phasenweise mehr als weniger) schon eine gewisse Situationskomik, wenn ein ausgewachsener Hypochonder jemand anderen aggressiv darum bittet, ihn nicht kränker zu reden als er denn tatsächlich ist.
Komisch mag es sein, aber nicht sonderlich sonderbar. Man weiß einfach, wohin es führt. Hypochondrische Gedankengänge sind eine schiefe Bahn und führen nicht zu einer realistischeren Sichtweise des eigenen Zustandes, sondern in die Verzweiflung angesichts des scheinbar sicheren Todes, besonders, wenn auch andere Menschen besorgte Blicke auf deine Gesundheit werfen. Meine Haltung zum Thema Therapie in diesem Fall habe ich bereits geschildert und begründet. Diese Therapien sind entweder Medikamentenlotterie oder basieren auf suggestiven Techniken. Ersteres mag ich bei Psychopharmaka nicht - denn dieser Zweig der Medizin ist unterentwickelt - und für Zweiteres bin ich nicht empfänglich genug. Was bisher am besten hilft, ist körperliche Erschöpfung. Die lindert wenigstens die Symptome bis zur Unauffälligkeit. Magische Techniken machen bis dato ebenfalls einen vielversprechenden Eindruck, also werde ich mich daran orientieren. Wenn es sich erheblich verschlimmern sollte, muss ich mich eben auf die lange Suche nach einem brauchbaren Therapeuten machen. Und wenn ich Fragen habe, werde ich mich ggf. privat z.B. an Mipa wenden, wenn ich darf, denn sie hat da offensichtlich einige Erfahrung.

Was ich nicht tun werde: im Unterforum Magie nach Rat fragen, wenn es um solche Sachen geht. Ich frage auch keinen Psychotherapeuten nach Rat, was magische Techniken angeht. Zwar gibt es bestimmt welche, die in ihrer Freizeit Magie praktizieren, aber die Chance, auf einen zu treffen, der keine Ahnung davon hat, ist ungleich größer.

Gerade im Hinblick auf Schattenarbeit womöglich einen besonderen Blick wert (?) (auweija... hoffe ich trete dir oder anderen nicht zu nahe :/) :)
Alles, was mich auf die Palme bringt, ist dahingehend möglicherweise von Belang. Dass ich heftig reagiere, bedeutet ja nicht, dass ich nicht auch lese, was da steht. Wenn der Reiz verklungen ist, den die Triggerbegriffe ausgelöst haben, schaue ich mir den Post in der Regel noch mal an. Es gibt eine einzige Ausnahme, aber die ist schon einige Wochen inaktiv.
 
Die Sonne ist dein "immerwährendes wahrendes Selbst"

Der Schatten und wie in meinem beispiel der Vorhang (zB. als Weltenbühne/Interpreationsmechanismen/Prägungen/Programm usw.) ... sind die Anteile, die aufgrund von reellen Manifestationen (Leiter) sich oft genug entstellt und verwirrend dem Bewusstsein darstellen, das heisst in ihrer Erscheinungsweise gerade dadruch unheimlich werden, dass sie "uninformativ" werden, alles mögliche.... am besten noch das Schrecklichste was wir uns gerade vorstellen können, sein können...

Hier passiert es oft, dass wir die Konfrontation meiden vor allem und einzig aus dem Grund, wahnsinnig zu werden. Wenn sich nun der Schatten vergrössert und förmlich aufdrängt, sehen wir uns in unserer Angst und Abneigung erstrecht bestätigt. DAS ist also wirklich etwas gaaaanz gar fürchterliches...., wir "erfahren" es ja eben genau so!!!

"Wwwitziger"weise befinden wir uns in diesen Augenblicken des Schattenboxens gerade ganz wahrhaftig im Wahn... in der Regel nicht nur, ohne es zu merken, sondern in der gar sonderlichen Choreogoraphie, sämtlichen Leuten im Umfeld einschliesslich sich uns selbst im wahrsten Sinne des Wortes zu verkaufen, wie wir des "Schattens" mächtig wurden:

Im Bogen zur von mir eingangs geschilderten Szenerie, wäre es vergleichbar mit jemandem, der nun in welchem Gewand auch immer dir zuerst den "Traktor" als den Schatten und die Schattenarbeit verkauft... weil er es selbst nicht zu einer anderen und der "tatsächlichen" Wahrnehmung schaffte.... um dich dann je nach Bedarf und unter Androhung des vermeintlich Schlimmsten zu missionieren, ruhig zustellen, zu rekrutieren, manipulieren und sonstwie nutzbar zu machen... damit du früher oder später in der eigenen Band mitspielst... und die Option auf den SuperStar gibts immer, in allen Systemen, und wenns noch soviele bereits gab, die Stelle bleibt sogar wirklich immerzu unbesetzt, komischerweise.

Bald haste hier die Magier, die dir erklären, wie du dich vor diesem bösen, mächtigen Traktor schützen kannst und sollst, gar musst.... denn der will dich wahnsinng machen und sich deiner ermächtigen, hier die Esoteriker, die dich anflehen, eine Energiequelle zu Glück, Reichtum, Harmonie und weiss der Geier was im Traktor zu sehen um dir das in teuren Seminaren voll von Gehirnwäsche zu verkaufen, dort Realisten, Konformisten und Mainstreamler, die dir Tabletten und Pharmazeugs verabreichen samt Psychotherapie, weil sie selbst keine Lösung zum Phänomen an sich finden konnten, aber wenigstens in der Lage sind die Denkdisziplin aufzubringen, dass du selbst entweder als Energiequelle zum Erhalt eben genau dieser irgendwelcher diffusen Gesellschaftsnormen herhalten sollst und wenn nicht das, dann wenigstens mit deinen Merkwürdigkeiten ruhiggestellt gehörst...

usw. usf. (im kleinen wie im grossen). Und besonders tragisch, verwirrend... kaum wer hat unrecht, an allem ist durchaus was dran.

Frage ... wenn du magst... und überhaupt nachvollziehen kannst/willst, Hellequin.... was ist da schief gelaufen?

Und Gretchenfrage:

WO findet der Schatten statt?

Was ist er wirklich? Was kann er überhaupt sein?

Des Pudelskern:

Was... wer ist die Leiter? WO findet diese Statt?

Ausganspunkte:

Der Traktor ist quatsch... ist irreal, auch dann noch, wenn er "ganz real erfahrbar" wie beim Staffellauf von Mann zu Mann gereicht wird.... und alle geordnet rennen auch gegen die Gegner... aber alle, einschliesslich Gegner sich einig darin sind, dass *gameover* ist, sobald jemand ihn fallen lässt. ;) und @Wahn.

Die Sonne ist Licht, Information.... Lebensspender, ultimativ, die absolute Realität, Gewissheit, Bewusstsein, wie oben schon kurz umrissen, das "höhere Selbst".

Also, unter diesen Voraussetzungen... was fällt dir dazu bzgl. Schattenarbeit und Wahn ein? :)
Ich kann dir nicht in jedem Punkt folgen, obwohl ich den Beitrag jetzt mehrmals gelesen habe. Im Wesentlichen sagst du, dass das, was mein "höheres Selbst" gerade beleuchtet bzw. das, worauf es zentriert ist, durch die Zentrierung einen Schatten wirft, der eigentlich nichts weiter ist als ein zeitweilig blinder Fleck, aber, weil man ihn nicht einordnen kann, Projektionsfläche für alles ist, was man sich so an Schrecklichem ausdenken kann. Man züchtet ihn sich als eine Art künstliches Monster oder Monsterdummy, mit dessen Bekämpfung man sich selbst oder anderen gegenüber den Eindruck erweckt, ein großer Held zu sein. Fällt man zu sehr auf die eigene Schöpfung herein, kann sie von anderen Menschen dazu verwendet werden, einen in ihre Weltbilder einzuspannen. Du hältst es für möglich, dass er mir aus dem Ruder gelaufen ist, und fragst mich, warum das geschehen konnte, bzw. willst, dass ich mir diese Frage stelle, da die Antwort darauf womöglich einen Lösungsansatz bietet.

Der Schatten findet demzufolge in der Fantasie dessen statt, der die Leiter betrachtet. Ich bin der Betrachter, die Leiter ist meine Position, wie sich der Schatten präsentiert, hängt davon ab, wie die Sonne scheint, wie die Leiter steht und was der Betrachter so alles darin vermutet. Nur Letzteres macht den Schatten zur Bedrohung, aber so groß sie auch scheinen mag, zeigt sie doch nur verzerrt, was der Betrachter gerne verborgen wüsste, und auch das nur deswegen, weil da eine Leiter steht.

Schattenarbeit in deinem Sinne besteht also nicht im Umgang mit den Erscheinungsformen des Schattens, sondern in der Beantwortung der Frage, warum man dem Schatten so viel Bedeutung zubilligt. Habe ich das in etwa richtig verstanden?
 
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Nein, nicht nur "Orden", also bei den Westlern, das ist in sämtlichen östlichen Bereichen, wo Magie o.ä. praktiziert wird, nicht anders. Da gibt es erstmal ein Streitgespräch über die Lehren .. und wenn dann eine Partei zu dem Schluss gekommen ist, dass die Anderen eh alle Idioten sind, sprich, wenn eine Partei eigentlich dabei ist, zu verlieren, geht man über zur "Praxis", soll heißen, dann gibt's ein Duell per Siddhis, wobei auch gern mal Leute sterben können.

Die Anhänger des Verlierers sind angehalten, anschließend auf ihren gesunden Menschenverstand zu sch***en, der ihnen theoretisch sagen könnte, dass die größte Wahrheit nicht immer bei der größeren Kanone oder dem besseren Kriegsherrn beheimatet sein muss, und den traditionellen Regeln nach angehalten, den Gewinner für erleuchteter zu halten als den Verlierer.
Sprich, zur Lehre des (physischen) Gewinners zu konvertieren.

Es hat echt nichts mit Orden im engeren Sinne zu tun, und auch nicht mit irgendwelchen westlichen Mentalitäten. Es ist einfach typisch menschlich, dass automatisch die Person für besser gehalten wird, die rein physisch die größere Durschlagskraft hat (das Patriarchat lässt hier übrigens grüßen, denn der höhere Wert eines Mannes geht letztlich darauf zurück, dass Männer wegen ihrem Testo nunmal mehr Körperkraft und körperliches Durchhaltevermögen mitbringen und daher die besseren Kämpfer/Krieger abgeben - was in dem Moment zur zentralen Qualität wurde, als Menschen entdeckt haben, dass es inzwischen genügend niedergelassene, "schwache" Gemeinschaften gab, um davon leben zu können, die zu überfallen und mit sehr physischer Gewalt zu unterdrücken).
Der Verweis auf die Orden war nur als Beispiel gedacht. Ich stimme dir in der Sache voll und ganz zu, nur mit der Einschränkung, dass auch Hackordnungen unter Frauen alles andere als ein altruistisches Zuckerschlecken sind. Wir sind eine Affenart und gerieren uns immer dann am meisten als solche, wenn uns diese Tatsache nicht bewusst ist. Das trifft gleichermaßen auf Primitivlinge wie auf Leute zu, die meinen, sie stünden himmelweit über ihrer tierischen Natur (was Magier ziemlich gerne tun).

Die gerissensten Tiere sind nunmal Räuber/Beutegreifer, und die besten und einfachsten Motive, Fortschritte zu machen, haben mit Tugenden doch meist weniger zu tun als mit Egoismus. Sollte man sich einfach mal drüber klar werden.
Ja, nur finde ich nicht, dass die Tugend des Beutegreifers anderer Tiere Tugenden unterlegen ist. Aus dem Reich der in Herden lebenden Beutetiere kommen das Prinzip der Stampede, also des mörderischen gemeinsamen Amoklaufs aufgrund irgendwelcher Gerüchte, und der Zwang, sich entweder der Gruppe zu fügen oder gefressen zu werden. Unsere Grausamkeit stammt aus dem Reich raubender, mordender und Krieg führender Affenbanden, die ebenfalls von großen Beutegreifern bedroht werden. Wer an der Spitze der Nahrungskette steht, hat auch die meisten Freiheiten, und zählt er dann noch zu denen, die nicht in der Gruppe leben, tötet er nur noch mit gutem Grund, nämlich um zu fressen oder sich zu verteidigen. Ups, jetzt bin ich bei La Vey rausgekommen... :cautious:
 
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