Wege in den Wahn

  • Ersteller Ersteller Hellequin
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ich denke , der starke Wunsch nach Macht , erzeugt diese Schatten erst .

Ich spreche nicht von einem 'wunsch nach macht', sondern darüber, abzuwägen, wo (einem) kontrolle wichtig ist und wo nicht, also von einer differenzierung. Je mehr kontrolle ich brauche, desto eher will und muss ich über alles macht haben, alles hinterfragen, zerquatschen, verstehen oder auch mich verteidigen etc.. Entspannender wurde es für mich, als ich begann zu differenzieren oder auch prioritäten zu setzen. Da verlor so einiges an wichtigkeit und wurde einfacher, ich fühlte mich aber seltsamerweise machtvoller.

Darum finde ich beide wege sinnig und zielführend: Dem stalker die nahrung zu entziehen oder klarheit zu finden, indem man ein direktes gespräch führt (aufschreiben).
 
Ahja.

Mal ganz ehrlich, ich hab mir meine ersten Einweihungen weder gewünscht noch ausgesucht. Menschen haben mir seitdem so oft sowas vor den Latz geknallt wie du das hier beim Hellequin tust, aber die Geister hat's irgendwie nie interessiert. Insofern find ich menschliche Maßstäbe da immer sehr seltsam, und würde mal behaupten, wer sich hier herumtreibt, wird schon mehr als eine gemäßigte Macke haben, sonst würd sich sowas ja gar net aushalten lassen, was hier abgeht ^^

Ich denke, wir können jedem Menschen, der an Magie praktisch interessiert ist, ein mehr als gemäßigtes Interesse an Macht und Absonderlichkeiten unterstellen, und ob das in anderen Kulturkreisen besser aussieht, wage ich auch mal massiv zu beweifeln. Liegt einfach in der Natur der Sache.

Aber gut, gibt's dann irgendwas, das du als Alternative vorschlägst, außer "verreck irgendwoanders, aber bitte nicht in meinem Interessengebiet"?
 
Ich mein nur, es ist immer auffallend, dass solche Sprüche meistens von Menschen gegenüber anderen Menschen kommen, deren Wohlergehen sowie auch Entwicklung in einem heilsamen Sinne ihnen doch eigentlich ganz schön am Hinterteil vorbeigehen.
Sowas ist Revierhackerei und sonst nichts. Und ziemlich mies obendrein auch noch.
 
Dieser Einfluss, denke ich, tritt umso deutlicher zutage, je mehr ich mit mit Magie befasse, und will bearbeitet werden. Ich habe ja die zweifelhafte Ehre, nicht nur ein depressiv veranlagtes Sensibelchen zu sein, sondern auch seit Jahren mit einer hypochondrischen Angststörung zu leben. Diese Anteile werden nun, wenn man so will, ebenfalls magisch aufgeladen und nehmen die Gelegenheit wahr, mich zu konfrontieren. So meine aktuelle Deutung, denn ich glaube, den Einfluss an seinem Auftreten erkannt zu haben. Neugier ist da sicherlich auf beiden Seiten im Spiel. ;) Da es ein bisschen mehr ist als der Schatten eines eher ausgeglichenen Menschen, befällt mich natürlich eine gewisse furchtsame Scheu, wenn es auftritt, und ich frage mich, ob es gefährlich sein könnte, sich zu stark darauf einzulassen, bzw. eben, wie ich ihm am besten begegnen sollte.

Und jetzt wird es mal Zeit, den Thread zu lesen. Bin erst auf Seite 1 1/2, aber es sieht mir nach doch vielen brauchbaren Beiträgen aus.

uii, wie kompliziert ..
bist Du in Therapie wegen dem Sensibelchen und der Angststörung.?
 
Ich spreche nicht von einem 'wunsch nach macht', sondern darüber, abzuwägen, wo (einem) kontrolle wichtig ist und wo nicht, also von einer differenzierung. Je mehr kontrolle ich brauche, desto eher will und muss ich über alles macht haben, alles hinterfragen, zerquatschen, verstehen oder auch mich verteidigen etc.. Entspannender wurde es für mich, als ich begann zu differenzieren oder auch prioritäten zu setzen. Da verlor so einiges an wichtigkeit und wurde einfacher, ich fühlte mich aber seltsamerweise machtvoller.

Darum finde ich beide wege sinnig und zielführend: Dem stalker die nahrung zu entziehen oder klarheit zu finden, indem man ein direktes gespräch führt (aufschreiben).
Fein , deine Sicht eben ...
Ich verzichte auf Macht und bin auch nicht ohnmächtig geworden ...es braucht keine Kontrolle , nur Achtsamkeit.
 
Wenn das so sein sollte, fände ich das natürlich bedenklich, aus vermutlich nachvollziehbaren Gründen.
Aber naja, ist net meine Sache.

:thumbup:Das ist richtig. Einen eingefleischten 'nicht-fan' braucht das nicht zu interessieren.
Wenn ich was schönes, konstruktives sehe oder erlebe, dann erwähne ich das ganz gerne, weil es mir wie eine saat erscheint. Das augenmerk darauf scheint das wachstum anzuregen. Man erkennt sie tatsächlich immer an den früchten.
 
Wollte ich auch schon fragen, wobei das sensibelchen sehr sympatisch ist. Gegen die ängste gibt es aus eigener erfahrung schon hilfreiche therapien. Allerdings sind wir hier im muf und nicht im psychologie-uf.:nudelwalk:D
Wer der Ansicht ist, Psyche und Magie hätten nichts miteinander zu tun, muss ja nicht teilnehmen. :)

Meine Ansicht ist, daß du jegliches Praktizieren von "Magie" (oder was du dafür hältst), unterlassen solltest. Aber ich weiß auch, daß dieser ungefragte Rat ignoriert werden wird, da es hier im Grunde nur um Bestätigung deiner bereits bestehenden Vorstellungen und (definitiv nicht ausgeglichenen) Denkmuster geht.
Deine Position zum Thema kenne ich und die Tatsache, dass du die Fassung verlierst, wann immer Psychologie ins Spiel kommt, könnte aus psychologischer Sicht für dich interessant sein. Dein unangemessen belehrendes Auftreten in diesem Fall stützt Sannams These, es gehe wohl um Dominanzspielchen.

Nüchtern betrachtet haben du und ich völlig unterschiedliche Vorstellungen von Magie. Ich sehe den Sinn der Magie vor allem in der Transformation des Bewusstseins, während du offensichtlich eher einen erfolgsmagischen Ansatz vertrittst, der nicht auf individuelle Entwicklung zielt. Unterschiedliche Ansätze sollten eigentlich koexistieren können.

bist Du in Therapie wegen dem Sensibelchen und der Angststörung.?
Man muss nicht wegen jedem Scheiß eine Therapie machen. Ist ja nicht so, dass ich deshalb lebensunfähig wäre, und ich lege doch sehr viel Wert darauf, meine Probleme soweit möglich selbst zu lösen. Klar, ganz besonders im MUF gibt es fast nur Menschen ohne jegliche Form von persönlicher Schwäche, einer fortgeschrittener als der andere. Ich breche ein Tabu, indem ich öffentlich Schwächen eingestehe, ohne mich zu erniedrigen, einfach weil meine Vorstellung von Magie einen individuellen Weg beinhaltet, auf dem früher oder später alles, was so im Schatten gärt, konfrontiert werden muss. Hier kommt mir wieder Ali G. in den Sinn mit seinem Zitat: "Wenn mich Videospiele etwas gelehrt haben, dann, dass man auf dem richtigen Weg ist, wenn man Feinden begegnet." ;)
 
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