Wege in den Wahn

  • Ersteller Ersteller Hellequin
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schwierig zu sagen, ich wäre zu neugierig um mich nicht einzulassen....
Dieser Einfluss, denke ich, tritt umso deutlicher zutage, je mehr ich mit mit Magie befasse, und will bearbeitet werden. Ich habe ja die zweifelhafte Ehre, nicht nur ein depressiv veranlagtes Sensibelchen zu sein, sondern auch seit Jahren mit einer hypochondrischen Angststörung zu leben. Diese Anteile werden nun, wenn man so will, ebenfalls magisch aufgeladen und nehmen die Gelegenheit wahr, mich zu konfrontieren. So meine aktuelle Deutung, denn ich glaube, den Einfluss an seinem Auftreten erkannt zu haben. Neugier ist da sicherlich auf beiden Seiten im Spiel. ;) Da es ein bisschen mehr ist als der Schatten eines eher ausgeglichenen Menschen, befällt mich natürlich eine gewisse furchtsame Scheu, wenn es auftritt, und ich frage mich, ob es gefährlich sein könnte, sich zu stark darauf einzulassen, bzw. eben, wie ich ihm am besten begegnen sollte.

Und jetzt wird es mal Zeit, den Thread zu lesen. Bin erst auf Seite 1 1/2, aber es sieht mir nach doch vielen brauchbaren Beiträgen aus.
 
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Es passiert mir hin und wieder das mir das emotionale Dämonchen nach vielen doppelt und mehrfach geboosteten Ablösungen durch die Emotionen meiner Mitmenschen angreift.
Da hab ich kein wirksames Gegenmittel, bin auch nur ein schwacher Mensch und irgendwann gehen die Nerven durch.
Umlängst hat mich ein extrem grausames Wesen geritten. Da es sich bei dem was ich schreibe um was echtes handelt, kenne ich diese Gefahr, habe aber kein Gegenmittel ausser das Wissen was geschieht.
Und da sind wir wieder beim "Nachgiebig sein"
Das will ich aber nicht als Standard, weil ich damit nicht klar komm.
Da hätte ich gern Tips.

lg
 
Jetzt hatte ich grade eine dieser schnittchenweise an den Nerven zehrende Situation.

Ich sitze draußen und rauche.
Alles Vollkommen Gegenwart, Jetzt einfach "rein"
Dann kommt dieses Gefühl dieses negative in der Brustgegend. Ich achte auf dieses Gefühl und es weicht zurück. Ok, ich achte nicht mehr darauf und da ist es wieder immer hin und her mich sekierend und neckend. Ich imaginierte ein Pentagramm in den 4 Richtungen dann war Ruhe. Aber ich weiß es kommt wieder.
 
@Hellequin : An deiner Stelle würde ich dem "Ding" eine Chance geben. Ich würde das so machen, dass ich einen fixen Termin damit vereinbare, Zettel und Stift parat halte und es dann sprechen lasse bis alles ausgeplaudert ist (natürlich alles mitschreiben). Nach meiner Erfahrung ist das Teil dann entlarvt und hat nicht mehr die Macht dazwischen funken zu können. Es kann sich aber auch so gestalten, dass doch ein paar interessante Dinge aufkommen über die man nachdenken kann. Und wenn man sich nicht sicher ist, legt man den Zettel beiseite und holt ihn ein anderes mal hervor. Oder es ergibt sich eben etwas anderes. Der Vorteil ist, dass die Gespräche im Kopf so aus einem rauskommen können und auf dem Zettel fixiert werden, dass kann man beim Tun zusätzlich visualisieren. Das Gebrabbel ist durch den Zettel dann von dir getrennt und wird dann schon zeigen was man davon zu halten hat.
Ok, danke. Ich gehe am besten dorthin, wo es am deutlichsten sprach, und in einer Verfassung, die es mir erlaubt, diszipliniert aufzutreten. Notfalls tue ich das nach dem Urlaub, denn wenn ich körperlich erschöpft bin, trete ich souveräner auf.

Von Haus aus sind solche Teile deines Selbst keine Stalker. Sie werden erst dazu, wenn du ihnen zu viel Macht über dich einräumst. Das effektivste Mittel, um sich durch so ein Teil nicht von der magischen Arbeit ablenken zu lassen, ist immer noch eine stahlharte Konzentration während des magischen Aktes. Damit entziehst du diesem Ding die Nahrung, nämlich deine Aufmerksamkeit.
Macht räume ich ihm ein, indem ich es mit starken Emotionen füttere. Angesichts der Quelle dieser Anteile ist das nicht so leicht zu umgehen. Es braucht jedenfalls Konzentration und Disziplin, dann kann ich es auf seinen Platz verweisen und sehen, was es genau zu sagen hat.

Wenn du einen verlässlicheren Zugang zu deiner inneren Quelle haben möchest, dann triff dich mit deinem eigenen ("höheren") Selbst.
Auch das ist ein guter Tipp. Ich weiß nicht, wie blöd das für dich klingen mag, aber mein Bezug zum höheren Ich ist noch zu schwach, um dessen Denkweise durchzulassen, wenngleich es mir nicht mehr völlig fremd ist.
 
Hellequin ist genau so, wie dieser Aspekt, welcher lästig erscheint, im Magieunterforum aufgetaucht. Konstruktive Dialoge waren anfangs gar nicht möglich, er tauchte dann ab.
Wenn das zutrifft, ist er leicht zu knacken. Dann sollte ich nur nicht den Eindruck erwecken, mehr zu wissen, als ich wissen kann, und ihm das Gefühl geben, ich nähme ihn ernst. ;)

Ernsthaft: Das Bild, das du in Erinnerung hast, ist überzeichnet. Ich habe dich anscheinend ähnlich stark getriggert wie du mich.

Aber dein Punkt ist insofern berechtigt, als er darauf hinweist, dass das Ding tatsächlich kein Fremder ist.
 
das geht nur mit ...Angst überwinden und drauf zugehn...und fragen , wie kann ich dir helfen ?
wenn ein mir zugehöriger Anteil (Schatten) aufdringlich wird , dann hat das m. M. den Grund das er aufgearbeitet werden soll ...sonst kommt er immer wieder , genau dann , wen ich ihn nicht brauchen kann ...dies nenne ich dann gefährlich.
Die alte Geschichte vom Monster im Keller. Klassisches Thema der Schattenarbeit und im Zusammenhang eine wahrscheinlich richtige Beobachtung.

Ich finde Hellequins Bedenken über die Art und Weise in Beitrag 6 nicht ganz unberechtigt. Es ist pauschal nicht zu beantworten und hängt auch mit Kräfteverhältnissen zusammen. Vom Kopf her weiß er Meines Erachtens schon ganz gut Bescheid. Nun müsste diesem das Gefühl entzogen werden (was in der klassischen Dämonologie verheerend sein kann..)
Das Gefühlsthema ist auch eine offene Baustelle. Ich bin durchaus dazu in der Lage, sie abzustellen, aber nur nach Art eines Barbaren. Wenn, dann Kahlschlag, und das wäre nicht zielführend.

Klar, hier antwortet jeder aus seinem Kontext. Und meiner ist eben die Erfahrung, dass Schatten grösser und unberechenbarer wirken wenn man sie nicht zu Wort kommen lässt. Angst vor Ungewissheit und Spekulationen darüber füttern auf unbewusste Weise.
Man sollte sich halt auf Augenhöhe begegnen. Ich werde es versuchen.
 
Und sich voll und ganz darauf einzulassen, kann zu Besessenheiten führen.
Genau das ist das Problem. Die Sorge, überrumpelt und übernommen zu werden, wenn das Kräfteverhältnis nicht stimmt.

ich denke , der starke Wunsch nach Macht , erzeugt diese Schatten erst .
Das denke ich nicht, zumindest nicht in diesem Fall. Es geht darum, dass vereint werden muss, was gegeneinander arbeitet. Die weiteren Wege können nur vom Ganzen beschritten werden.
 
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