Was kann man machen, wenn man verhasst ist?

Warum hast du gesagt, das du Pädagogin bist?

Weil es die Wahrheit ist. Ich muss mich doch nicht für meinen Beruf schämen.
Zumal es doch albern wäre. Hätte sie doch so oder so gemerkt. Es wartete eine Schülergruppe nach ihrem Unterricht vor der Tür. Zu fünft wäre Klavierunterricht wohl etwas unpraktisch...
 
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hmmm...ok. dann scheinen ja mehrere leute in deinem umfeld verunsichert zu sein. so wie ich mitbekam.

vielleicht wäre eine möglichkeit, wenn du wieder ständig nach den qualifikationen gefragt wirst, mit einer gegenfrage zu reagieren.

z.b. welche wichtigkeit oder bedeutung es hätte für die klavierstunden oder so ähnlich.

ansonsten würde ich diese eigenständig gar nicht erwähnen.
als mein sohn zum gitarrenunterricht ging war im prinzip nur wichtig ob er ihm in einer speziellen richtung das entsprechende lehren konnte und sich mit dem lehrer wohlfühlt.
Genau, in meinem Fall gehört es nicht zusammen.

Ich habe ihr in der Stunde Tipps gegeben, wie sie ihre Nervosität dämpfen kann.

Die Schwierigkeiten fingen erst an, als ich sagte, dass ich Sek II- Pädagogin bin. Da hat sie ihre Chance gewittert, auf mich ihre Unsicherheiten zu projezieren. Das hat wohl nicht funktioniert und jetzt sie ärgert sich.

LG
 
Naja,
ehrlich wenn ich zwei Probestunden im Klavierunterricht nehmen würde , ich würde erwarten das ganz allein das Interesse der Musiklehrerin sich um mich dreht, um meine Person und meine Motivation zu diesen Lerninhalt.

Weißt du ich versuche einfach nur nachzuvollziehen was gelaufen sein könnte.
 
so langsam erahne ich warum sie dir das in den briefkasten legte. sie als erwachsene mit möglichen komplexen bekommt gesagt.... sie wird von sek2 pädagogin unterrichtet und draußen wartet ne horde kinder.

klar ist es nicht schlimm...aber ich kann mir die assoziation der dame vorstellen ;) autsch....

vielleicht sagt man lieber nix und wartet fragen ab.
bzw ich stimme flimm zu.... was die aufmerksamkeit des kunden betrifft. das meinte ich z.b. mit zwischenmenschliche begegnung. das einlassen auf den kunden.

Weil es die Wahrheit ist. Ich muss mich doch nicht für meinen Beruf schämen.
Zumal es doch albern wäre. Hätte sie doch so oder so gemerkt. Es wartete eine Schülergruppe nach ihrem Unterricht vor der Tür. Zu fünft wäre Klavierunterricht wohl etwas unpraktisch...
 
"hier noch ein paar allerletzte Worte an Sie: dass Sie in Ihrer Persönlichkeit soooooo
klein sind, hätte ich nicht für möglich gehalten!!! Sie sind also derart beleidigt, weil ich mich dagegen entschieden habe, Klavierunterricht bei Ihnen zu nehmen, dass Sie nicht mehr fähig sind, eine Freundlichkeit anzunehmen, ein "Danke und ich freue mich darüber" zu senden >>> das ist bedauernswert. Da müssen Sie ja ständig beleidigt sein, denn es werden ja immer wieder Absagen kommen.
Sie haben sich jetzt selbst ein "Armutszeugnis" ausgestellt, welches von keinem mehr übertroffen werden kann!!!
Sie sollen wissen, dass ich angesichts dieser Erkenntnis NIEMALS jemandem empfehlen könnte, ein Angebot von Ihnen anzunehmen --- das Gegenteil wäre der Fall.
Eine ernstzunehmende Lehrperson stellt man sich allgemein doch anders vor, nämlich erwachsen und stabil, sowie souverän, deren Frustrationstoleranz ÜBER der eines Kleinkindes liegt.

Machen Sie es gut --- ich wünsche Ihnen "Gute Besserung"!"

Ich schreibe ihr jetzt eine saftige Mail. Das reicht jetzt wirklich.

LG,

Stäbchen
Liebe Stäbchen, mir kommt aus den Zeilen ihres Briefes verletzte Emotionen zum Vorschein. Ich sehe einen abgewiesenen Liebhaber. (verstehst du was ich meine?)
 
welche "freundlichkeit annehmen" meinte sie denn? gab es eine bestimmte geste oder dankesbrief von ihr? oder meinte sie die musikstücke im briefkasten?
 
Liebe Stäbchen, mir kommt aus den Zeilen ihres Briefes verletzte Emotionen zum Vorschein. Ich sehe einen abgewiesenen Liebhaber. (verstehst du was ich meine?)

Hallo liebe east of the sun,

ehrlich gesagt, verstehe ich nicht, was du meinst.

Sie fand mich doch nie toll. Sie hat mir nach diveresen Beleidigungen, auf die ich nicht reagierte, einen Brief und Noten in den Briefkasten reingeschmissen. Der Brief erhält auch Anspielungen, dass ich nicht so gut Klavier spielen könne. Das habe ich unkommentiert stehen gelassen. Heute Nacht hat sie mir dann diese Mail geschrieben.
Also ich sehe mehr eine einsame, schwierige, ältere Dame und möchte nicht von ihr belästigt werden. Letztendlich ist es egal, was ich mache oder nicht mache. Sie wird mir das immer krumm auslegen. Verstehst du, was ich meine?

LG,

Stäbchen
 
Also ich habe mich hier sehr für Stäbchen eingesetzt zu Anfang. Ich denke, das weißt du Stäbchen und wenn nicht, kann es hier jeder nachlesen.
Ich habe mir echt Mühe gegeben.

Die letzte Nachricht an dich war nett gemeint und ohne irgendwelche Hintergedanken. Das wollte ich dir sagen.
Daraufhin habe ich von dir auch so eine Reaktion bekommen, die sehr abwertend war, wenn nicht sogar vernichtend. Und wenn ich mich nicht gut abgrenzen hätte können, dann hätte mich das wahrscheinlich sehr verletzt und schockiert, genauso wie die andere Dame aus deinem Klavierunterricht.

Ich denke, dass du echt viel als Angriff siehst, wo ein anderer aber vielleicht eine ganz andere Absicht hatte und überhaupt nicht an solche Intrigen gedacht hat. Bei mir warst du jedenfalls nicht "verhasst" und für die, die gute Absichten haben, ist das eben sehr kränkend.

Ich könnte mir auch vorstellen, dass du diesen Kommentar von mir als sehr verlogen deutest und die freundlich gemeinte Absicht nicht siehst.

Aber vielleicht ist das die Lösung, zu versuchen dich in den anderen hineinzuversetzen und erstmal nicht vom Schlimmsten auszugehen und dann kann man Konflikte auch meistens ganz schnell lösen. Oder man fragt einfach nochmal nach, wenn es Missverständnisse gibt.
Meistens ist die Welt wirklich so, wie man sie sieht. Wenn man nur Schlechtes sieht, begegnet einem nur Schlechtes. Wenn man nur Gutes sieht, dann begegnen einem auch die Menschen mit guten Absichten. Man zieht das Glùck an.
Aber man muss eben auch ein Auge für das Gute haben und andere wertschätzend behandeln. Das kann man sogar dann noch tun, wenn man selbst nicht so behandelt wurde, denn sonst ist man ja genauso.
Es geht auch gar nicht darum perfekt zu sein, jeder hat mal eine Laune und sagt vielleicht etwas, was nicht so gemeint ist, aber dann kann man sich auch entschuldigen oder auf die anderen zugehen...

Und ich möchte weder Rufmord betreiben, noch dich verfolgen, noch bin ich eine Verehrerin. Das ist hier auch meine letzte Nachricht für dich. In der ich dir sagen will, dass du bei mir nicht verhasst warst.

Und ich bin mir ganz sicher, dass du es bei den anderen auch nicht warst.
Ich wette, wenn du versuchen würdest, es nicht als Angriff zu werten, sondern erstmal zu sehen... ok, vielleicht sieht diese Frau mich gar nicht als schwach oder unqualifiziert oder oder oder, dann wirst du sehen, dass sie in dir vielleicht was ganz positives gesehen haben könnte und deshalb auch besonders enttäuscht von deiner Reaktion ist.

Genau so abgelehnt, wie du dich fühlst, fühlt der andere sich dann auch. Nur, dass es vielleicht aus deiner Vergangenheit herrühren könnte und der andere da in dem Moment gar nichts für kann.

Ich wünsche dir und auch deinen Schülern viel Glück.
 
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