Wann tritt Griechenland aus den Euro aus?

Zum Rest: Kannst Du mal bitte belegen, dass die Troika ein Sozialsystem einführen will oder wollte?
Nein, ich hörte heute im Presseclub, dass die Troika / EU Griechenland aufgefordert habe, ihr Gesundheits-/Sozialsystem ebenfalls zu reformieren.
Gut - jetzt protestiert Krankenhauspersonal, weil einfach Geld und Personal fehlt. (Das ist übrigens in D nicht anders).
Wo ist denn das Geld geblieben, mit dem Griechenland ständig gefüttert wird? Ist das jetzt die EU auch noch schuld, dass das Sozialsystem in GR so marode ist und dort kein Geld ankommt oder was?
http://www.deutschlandfunk.de/griec...eitssystem.795.de.html?dram:article_id=276814

So unterstützten französische Experten die griechische Regierung bei der Verwaltungsreform; Deutschland unter anderem bei der Reform im Gesundheitswesen und der Kommunalreform. Dass Griechenland trotzdem in vielen Bereichen hinterher hinkt, leugnet Reichenbach nicht. Strukturreformen bräuchten nun einmal Zeit, sagt er. Doch das, was bisher geleistet wurde, sei enorm.
 
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Du sagst, ein Land müsse sich das leisten können. Was ein Land sich leisten kann und was nicht sollte mal einer genaueren Beobachtung unterzogen werden. Wir können es uns offensichtlich leisten das große Konzerne so gut wie keine Steuern zahlen. Wir können es uns offensichtlich leisten, dass die EZB Sparer schleichend enteignet indem über 1 Billion in die Märkte gepumpt werden um Banken zu schützen. Wir können es uns offenbar leisten dass die EU-Steuerzahler die Kredite übernimmt die die Banken lieber nicht mehr wollen, weil sie in ihrer Spielsucht doch auch mal daneben lagen. Wir können es uns offenbar leisten das die CEOs dieser Banken trotzdem so hohe Boni pro Jahr bekommen das davon 10 Familien ein ganzes Leben bestreiten könnten. Wir können es uns leisten, dass griechische Superreiche ihr Geld in Deutschland und England in den Immobilienmarkt investieren ohne das auch nur irgendwen interessiert ob das legales Geld ist oder Steuerhinterziehung. Wir können uns leisten, dass nen Typ der Luxembourg zum Steuerparadies ausgebaut hat genau dann zum Präsidenten der Europäischen Kommission gewählt wird als das auffliegt. Wir können uns leisten, dass Schäuble den Griechenland-Ausverkaufsfonds genau dort verwalten will. Wir können es uns leisten dass starke Länder wie Frankreich alle Gesetze überschreiten dürfen und schwache Länder wie Griechenland in den Abgrund getrieben werden. Wir können uns massive Insolvenzverschleppung, nicht nur in Griechenland, leisten, während wir sogar in Deutschland Schulen haben wo es reinregnet. Wir können uns leisten, dass 1000 Superreiche der EU soviel haben, dass sie Griechenland gleich zweimal komplett entschulden könnten und ihr Vermögen genau in der Zeit der Krise verdoppelten.

Was wir uns alles leisten können! Das Problem sind echt die Menschen in der EU... die können wir uns langsam nicht mehr leisten.

Na ja, dummer Weise gibt es nicht so viele Boni und Geldverschwendung, wie Du es nennst, dass man damit dauerhaft alle anderen Menschen ins Konsumparadies befördern könnte. Denn auch Gesundheits- und Sozialleistungen gehören zu dem, was Menschen konsumieren.

Und die 50 Mrd, die griechische Privatleute ins Ausland in Sicherheit brachten, käme GR gerade mal ein paar Monate zusäztlich über die Runden und - weg wäre es. Wobei auch du wieder vergisst, dass die Gelder dieser Superreichen zumallergrößten Teil in der Wirtschaft drin stecken, selbst Aktien sind Investision in die Wirtschaft. Wäre das rausgesogen (und Leuten Konsumgüter zu spendieren wäre genau das), bliebe die leere Hülle eines runzligen Luftballons.

LG
Any
 
Na ja, dummer Weise gibt es nicht so viele Boni und Geldverschwendung, wie Du es nennst, dass man damit dauerhaft alle anderen Menschen ins Konsumparadies befördern könnte. Denn auch Gesundheits- und Sozialleistungen gehören zu dem, was Menschen konsumieren.

Wenn die reichsten 1000 EU-Bürger während der Krise ihr Vermögen etwa verdoppelten und das zusammengenommen so viel ist, dass sie Griechenland vollkommen entschulden könnten und dann immer noch reich wären... Siehst Du darin nicht vielleicht ein deutliches Zeichen von Misswirtschaft, ein grundlegendes Problem?

Wenn der Steuerzahler Banken aus der Pflicht entlässt, deren Schulden übernimmt, in Griechenland viele Menschen aber nicht mal mehr für ihre Gesundheit bezahlen können, ist das Deiner Ansicht nach nicht ein grundlegendes Problem?


Und die 50 Mrd, die griechische Privatleute ins Ausland in Sicherheit brachten, käme GR gerade mal ein paar Monate zusäztlich über die Runden und - weg wäre es.
Ah... okay. Also drauf geschissen. Die paar Milliarden auf denen Reiche sitzen machen nicht den Unterschied. Aber Löhne und Renten kürzen, Mehrwertsteuer erhöhen und den Ärmsten der Armen den Strom abschalten... das ist natürlich das Mittel zur Gesundung einer kaputten Volkswirtschaft und zur Sanierung eines bankrotten Staates!


Wobei auch du wieder vergisst, dass die Gelder dieser Superreichen zumallergrößten Teil in der Wirtschaft drin stecken, selbst Aktien sind Investision in die Wirtschaft. Wäre das rausgesogen (und Leuten Konsumgüter zu spendieren wäre genau das), bliebe die leere Hülle eines runzligen Luftballons.
Mal eine sehr simple Frage: Mit welchem Ziel investiert jemand mit viel Geld sein Geld in der Wirtschaft?
 
Condemn,

was Du übersiehst, ist, dass Einmalzahlungen immer nur eine sehr begrenzte Wirkung haben und das meiste des Kapitals in der Wirtschaft gebunden ist, auch wenn das Vermögen in privater Hand ist. Das verstehen aber sehr viele Menschen nicht, die sich von großen Summen blenden lassen und zeitlich kaum weiter schauen möchten, als von der Tapete bis zur Wand (also bis das angeblich daraus lösbare Kapital vom Volk wegkonsumiert wurde). Und die Vermögenswerte erzeugen sich aus minimalen Abträgen aus den laufenden Geldern, man spricht gemeinhin von 1-3% Gewinn für Firmen vom Gesamtumsatz. Der Rest muss gebunden bleiben und darf nicht verkonsumiert werden. Aus diesen 1-3% generieren sich auf lange Zeit diese hohen Vermögenswerte und die bestehen aus Zinsen, was Du dann eh bereinigen musst (Inflation).

Wenn Du das Vermögen der Reichen verteilst, geht es allen Menschen gleich schlecht. Und niemandem auf Dauer wirklich besser. Gibst Du dieses Vermögen ins Volk, ist es quasi weg bzw es wird sich von Null auf da wieder Stück um Stück ansammeln, wo es auf wirtschaftliche Disziplin und Intelligenz trifft. Wir sind einfach zu viele Menschen auf dem Planeten. Vor allem, wenn man dann die vielen Konsumwünsche erfüllen will. Das geht einfach nicht. Idealisten reden sich das dann anders hin, aber scheitern regelmäßig an der Wirklichkeit.

LG
Any
 
Condemn,

was Du übersiehst, ist, dass Einmalzahlungen immer nur eine sehr begrenzte Wirkung haben und das meiste des Kapitals in der Wirtschaft gebunden ist, auch wenn das Vermögen in privater Hand ist. Das verstehen aber sehr viele Menschen nicht, die sich von großen Summen blenden lassen und zeitlich kaum weiter schauen möchten, als von der Tapete bis zur Wand (also bis das angeblich daraus lösbare Kapital vom Volk wegkonsumiert wurde). Und die Vermögenswerte erzeugen sich aus minimalen Abträgen aus den laufenden Geldern, man spricht gemeinhin von 1-3% Gewinn für Firmen vom Gesamtumsatz. Der Rest muss gebunden bleiben und darf nicht verkonsumiert werden. Aus diesen 1-3% generieren sich auf lange Zeit diese hohen Vermögenswerte und die bestehen aus Zinsen, was Du dann eh bereinigen musst (Inflation).

Wenn Du das Vermögen der Reichen verteilst, geht es allen Menschen gleich schlecht. Und niemandem auf Dauer wirklich besser. Gibst Du dieses Vermögen ins Volk, ist es quasi weg bzw es wird sich von Null auf da wieder Stück um Stück ansammeln, wo es auf wirtschaftliche Disziplin und Intelligenz trifft. Wir sind einfach zu viele Menschen auf dem Planeten. Vor allem, wenn man dann die vielen Konsumwünsche erfüllen will. Das geht einfach nicht. Idealisten reden sich das dann anders hin, aber scheitern regelmäßig an der Wirklichkeit.

LG
Any

Es wird schon seinen Sinn haben, warum Du nicht zitierst und meine Fragen nicht beantwortest. Ich schrieb nicht einfach nur von hohen Summen oder Einmalzahlungen!

Ich fragte:

Wenn die reichsten 1000 EU-Bürger während der Krise ihr Vermögen etwa verdoppelten und das zusammengenommen so viel ist, dass sie Griechenland vollkommen entschulden könnten und dann immer noch reich wären... Siehst Du darin nicht vielleicht ein deutliches Zeichen von Misswirtschaft, ein grundlegendes Problem?

Wenn der Steuerzahler Banken aus der Pflicht entlässt, deren Schulden übernimmt, in Griechenland viele Menschen aber nicht mal mehr für ihre Gesundheit bezahlen können, ist das Deiner Ansicht nach nicht ein grundlegendes Problem?



 
GrauerWolf schrieb:
Egal, wo das Geld letztlich landet, GR war der Anlaß und hat sich fette Kredite bei internationalen Geldgebern gegönnt, um dem Konsum frönen zu können, anstatt nachhaltig und klug zu investieren. Wir wollen doch nun mal nicht Ursache und Wirkung vertauschen.

Du gell? Mich brauchst du nicht grantig angehen. Hätten EU, DE & Co. die Banken pleite gehen lassen statt mit Milliarden und Abermilliarden zu stützen, würde die Sache heute anders aussehen.
 
Wobei auch du wieder vergisst, dass die Gelder dieser Superreichen zumallergrößten Teil in der Wirtschaft drin stecken, selbst Aktien sind Investision in die Wirtschaft.

Na und? Das tut nichts zur Sache, natürlich stecken Aktien etc. in der Wirtschaft. Wichtig ist der Eigentümer bzw. wie er agiert - sozial und zum Wohl anderer, oder rein auf sich selbst und seinen Reichtum bezogen mit maximaler Gewinnabsicht - um noch reicher, und noch reicher, und noch reicher zu werden - und der Umgang mit der "normalen" Bevölkerung immer mehr zur Sklavenhaltung wird. Ausbeutung pur, nicht wahr? Ist doch ein nettes, lukratives Geschäft! :rolleyes:
 
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Also bitte....Die Troika hat beim letzten Rettungspaket die Einführung eines Sozialsystems gefordert. Wurde von Tsipras nicht umgesetzt

Tssss.... irpas ... böswillig sogar in Zeiten, wo er nicht im Amt war.
So sind sie eben, die Griechen - erst mal gleich gar nicht da und dann machen sie beim Nicht-da-sein auch nix.

:lachen:
 
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