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Italien - mögliche EU- und Eurokrise 3.0

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von Condemn, 27. Mai 2018.

  1. KingOfLions

    KingOfLions Sehr aktives Mitglied

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    Die EU ist eine Krise so lange es sie gibt, weil sie auf falschen Grundlagen aufbaut. Aber sie wird es noch schaffen, die europäischen Staaten zu zerstören, bevor sie abtritt ....
     
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  2. Condemn

    Condemn Sehr aktives Mitglied

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    Man muss da zwischen EU und Euro unterscheiden. Die EU wird sicherlich nicht abtreten, dafür gibts keinerlei Anzeichen. Manche würden vielleicht sagen das Brexit sei eines, aber gerade nachdem England schon während der Austrittsverhandlungen immer mehr leidet kann man davon ausgehen, dass das so schnell niemand nachmacht. Und Staaten die den Euro aufgeben würden oder müssten würden deshalb nicht auch die EU verlassen - Griechenland z.B. war nahe dran aus dem Euro auszuscheiden, aber sie wären deshalb nicht aus der EU ausgetreten.

    Was den Euro betrifft... sicher, der ist eine Missgeburt. Da dürften auch mittelfristig (im Sinne von 5-30 Jahre) so ziemlich alles möglich sein was man sich an Negativ-Szenarien ausdenken kann. Italien könnte da den Weg weisen, denn es gibt da m.A.n. kein realistisches positives Szenario.

    Die kommende Italien-Krise dürfte jedenfalls deutlich extremer werden als Griechenland. Erstens weil die italienische Regierung extremer ist und zweitens und vor allem: Italien ist deutlich größer.
     
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  3. KingOfLions

    KingOfLions Sehr aktives Mitglied

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    Natürlich wird die EU nicht abtreten, da es hier um Macht und Ideologie geht. Sie wird erst abtreten, wenn Europa zerstört ist. Sie ist deshalb eine Fehlgeburt, weil sie nach wie vor nur eine prolongierte EWG ist, und die Basis der Zusammenarbeit nur der Wirtschaft dient ... und das wird sich halt das Volk (hoffentlich) nicht mehr lange anschauen.

    England leidet deshalb unter den Austrittsverhandlungen, weil die Mächte in der EU ein Exempel statuieren wollen, um weitere Austritte zu verhindern. Was - meiner unmaßgeblichen Meinung nach - schlichtweg eine Sauerei ist, einen so wesentlichen Bündnispartner so zu vergraulen und in die Hände der USA zu treiben.

    Der Euro ist völlig daneben, das ist klar. Hier sind massenweise Fehler passiert, nur um die Eurozone zu vergrößern. Und gerade der Euro hat sehr viele in sich funktionierende Wirtschaften zerstört ... nur um des Gewinns anderer Wirtschaften wegen. Vom Euro hat niemand einen Gewinn.
     
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  4. Teach

    Teach Sehr aktives Mitglied

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    So ist es. Sie fürchten sich geradezu davor.

    Da bin ich nicht so sicher, dass die geschieht. Das UK wird mit der ganzen Welt Handelsabkommen eingehen und so nicht nur auf die usa angewiesen sein und auf die EU schon gar nicht. Die Engländer werden alles dafür tun, weitgehend selbständig zu sein. das ist ja der Sinn des Brexit. der Brexit wird, wenn er dann endlich steht, dem Kingdom einen enormen Schub an Wohlstand bringen. Dies durch die Wirtschaft, denn durch günstige Steuerangebote (sie wären dumm es nicht zu tun aber die Engländer sind nicht dumm) werden internationale Konzerne wie auch die weltweite Finanzwirtschaft nicht zögern, sich vermehrt im UK anzusiedeln. Aber dazu, wie gesagt, muss der Brexit stehen und die Fakten klar sein.

    Eigentlich sollte Frau May und das britische Parlament Nordirland in den EU-Grenzen belassen und dadurch den Austritt vorantreiben und abschliessen.
    T
     
  5. KingOfLions

    KingOfLions Sehr aktives Mitglied

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    Tja, nur so einfach ist es halt doch nicht, als einzeler Staat Handelsverträge zu bekommen. Vor allem da vom "britischen Empire" heute ja nurmehr eine hohe Arbeitslosenquote übrig ist. Und dass England halt kaum mehr etwas Interessantes anzubieten hat.

    Da bin ich bei dir. Es kann für jeden Staat nur förderlich sein, aus der EU auszutreten. Nur hat England eben nichts, was sie irgendwie anbeiten könnten. Sie haben kaum mehr Industrieproduktion, und nahezu alle Rohstoffe die sie brauchen würden müssten sie teuer importieren. Also so leicht wird es für England nicht werden.

    Na ja, nein, denke ich nicht. Das hat man ja am Beispiel Irland gesehen, wo die Verhältnisse vor der EU etw ähnlich den heutigen Verhältnissen in UK sind. Letztlich haben sich die Iren um "nen Appel und en Ei" an die US-Großunternehmen verkauft, als verlängerte Werkbank für IT-Unternhehmen. Und heute strampfen sie, weil die EU genau diese Unternehmen in die Steuerpflicht nehmen will, und damit die ganzen schönen Vorteile die sie bisher bieten konnten weg sind ... und die Unternehmen daher abwandern werden ....

    Die Grenze zu Irland ist ja nur ein Stellvertreterthema. Es ist nirgends ein Problem, für Arbeitnehmer entsprechende Grenzerleichterungen zu schaffen und Arbeitsgenehmigungen auszustellen.
    Das wo es sich spießt ist letztlich das Geld. Und da sehe ich den Standpunkt der EU sogar zu Recht, dass natürlich UK die eingegangenen Verträge einhalten muss. D.h. alle Anteile an Fördergeldern natürlich bis zum Auslauf der Projekte (3-5 Jahre) weiter fließen müssen. Im Gegenzug dafür natürlich UK auch auf die Ergebnisse der gemeinsamen Projekte zugreifen kann.
    Und das ist natürlich herb ... denn an Geld wird es zumindest eine Zeit lang mangeln, und deshalb ziert sich an der Stelle die Regierung so sehr ... denn alles Geld das sie in die EU schaufeln müssen, erhöht natürlich die Konkurrenzfähigkeit der EU und verschlechtert die Budgetsituation in England.
     
  6. Condemn

    Condemn Sehr aktives Mitglied

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    Verselbständigt sich die Krise?Am Montag beginnt Italiens Schicksalswoche
    Von Hannes Vogel

    Im Schuldenstreit mit Brüssel schaltet Italien auf stur. Die Märkte reagieren mit nervösen Zuckungen: Nächste Woche muss Rom gleich drei Klippen umschiffen. Börsianer warnen eindringlich vor einer neuen Euro-Krise.
    https://www.n-tv.de/wirtschaft/Am-Montag-beginnt-Italiens-Schicksalswoche-article20679374.html


    Bestes Zitat des Artikels:

    Niemand weiß, wie es diesmal kommt. Nur eins ist sicher: "Für eine Italien-Krise gibt es kein Drehbuch, am Ende kann und wird hier kein Rettungspaket stehen", sagt Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Italien sei zu groß um gerettet zu werden, und "groß genug, um den Euro auf eine existentielle Probe zu stellen".

    Pure Heuchelei:

    Der Rest Europas hat das längst erkannt. Österreichs Kanzler Sebastian Kurz, der derzeit die EU-Ratspräsidentschaft innehat, warnte vor den Gefahren, die von Italiens Schulden-Explosion für die Eurozone ausgingen. Die EU funktioniere, "weil es gemeinsame Regeln gibt, an die sich alle halten müssen", sagte Kurz. "Wenn man diese Regeln bricht, dann bedeutet das, dass Italien sich selbst gefährdet, aber natürlich auch darüber hinaus andere mit gefährdet. Man sei "nicht gewillt, dieses Risiko, diese Schulden für Italien zu übernehmen."


    Heuchelei ist es, weil das absolut gar nichts mit Regeln zu tun hat. Die Euro-Gemeinschaft hat die aufgestellten Regeln selbst laufend gebrochen und tut es nach wie vor --> Vergemeinschaftung von Schulden Die EZB bricht ebenfalls Regeln ---> billionenschwere Staatsanleihenkäufe gerade von schwächeren Staaten, was ebenfalls eine Vergemeinschaftung von Schulden ist. Ganz zu Schweigen von den Bankenrettungen die die Krise ursprünglich ausgelöst haben, womit der Kapitalismus im Grunde abgeschafft wurde. Italiens Fall ist nur aus einem Grund anders als z.B. Griechenland: Zu groß...
     
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  7. Teach

    Teach Sehr aktives Mitglied

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    So schlecht stehen die Engländer nun auch wieder nicht da.
    Sicher, so einfach wird es für sie nicht werden, haben aber sehr wohl noch Interessantes zu bieten, nämlich das vorzüglich schmeckende Shortbread Buttergebäck und auch den Whisky darf man nicht vergessen :) :)

    Nein, London ist immer noch das führende Finanzzentrum der Welt. Also die Nummer eins. Das sagt viel aus für die Zukunft des Kingdoms.. Diese Position wird sich noch verstärken, wenn die Umklammerung der EU-Regulierungen abgeschüttelt ist. (Frankfurt liegt weltweit nur auf Platz 20).

    Abgesehen davon, England ist eine Atommacht, man sollte es sich mit diesem Land nicht verscherzen. ;-)
    T
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Oktober 2018
  8. KingOfLions

    KingOfLions Sehr aktives Mitglied

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    Unbestritten. Nur davon kann ein Land halt nicht leben. Ausser sie finden eine Möglichkeit, Whisky als alternativen Kraftstoff zu platzieren :LOL:.

    Wobei halt viele Bahnken durch die Intrigen der EU bereits ihre Zentren abziehen. Die USA (bzw. US Banken) sind gerade dabei, sich den gemeinsamen Aktienmarkt einzunähen um die Kontrolle darüber zu haben. Aktienmarkt ist auch immer mehr Internet ... London halt als landeslokale Börse keine wirkliche Funktion mehr. Also so einfach wird's nicht werden.

    England ist, wie alle europäischen Staaten, Atommacht von US Gnaden. Die einzige wirkliche Atommacht in Europa ist Frankreich ... und die haben kein Geld dafür. Es steht auch zu vermuten, dass die USA in England Atomraketen stationieren werden. Heisst für die Engländer dann nur ... im Falle eines Konflikts mit Russland oder China wird's die Insel nicht mehr geben.
     
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  9. Condemn

    Condemn Sehr aktives Mitglied

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    Ratingagentur stuft Kreditwürdigkeit herab
    Nur noch eine Stufe fehlt zum berüchtigten Ramschstatus: Die Ratingagentur Moody's hat Italiens Regierung für ihre Schuldenpolitik abgestraft.
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/so...-stuft-kreditwuerdigkeit-herab-a-1234260.html
     
  10. Condemn

    Condemn Sehr aktives Mitglied

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    Einer der interessantesten Artikel zum Thema Italien, eine wahrscheinlich sehr realistische Vorhersage wie es mittel- bis längerfristig weitergeht:

    Nervöse Investoren - Wer könnte Italien retten?
    https://www.focus.de/finanzen/exper...en-wer-koennte-italien-retten_id_9803149.html
     
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