Das ist eine falsche Information. Für ungeborene Kinder ist der tägliche TL Lebertran bereits gefährlich, wenn die Mutter ihn einnimmt.
Nix für Ungut.
Lg
Any
Wie schon gesagt, Schwangere sollten erstmal gar keine Präparate nehmen. Die Menge sollte man - wie bei allem! - ohnehin individuell anpassen; ich nehme die relativ große Dosis eines ganzen Esslöffels, weil ich eher groß bin, viel Kraftsport mache und dementsprechend erstens eine gewisse Masse und zweitens einen generell erhöhten Bedarf hab (Vitamin A spielt eine bedeutende Rolle in der Proteinsynthese), was auch durch meinen regelmäßig recht stressigen (Uni, Arbeit, etc) bedingt ist. Wenn ich meinen Esslöffel mit Daumen mal pi 2,7 mg Vitamin A einnehme, bin ich damit auf etwa 150% des durchschnittlichen Tagesbedarfs; ein Wert, der mir gerechtfertigt erscheint (zumal ich bei dieser Dosierung in Sachen Vitamin D ziemlich genau auf 100% komme).
Dass ein täglicher Teelöffel Lebertran schädlich für den Fötus sein soll, halte ich für eine reine Spekulation von dir, der hätte nämlich in etwa 0.8 mg Vitamin A und damit nicht einmal den Tagesbedarf einer durchschnittlichen schwangeren Mutter (der ist nämlich erhöht von durchschnittlich 0,8 mg auf durchschnittlich 1,1 mg).
In Norwegen wird sehr viel und sehr häufig Lebertran getrunken, deswegen gab es dazu schon einige Studien.
Erstens weiß man, dass in Europa generell sehr viele Mütter (und konsequenterweise die Föten) unter Vitamin D-Mangel leiden. Und obwohl Norwegen weniger Sonne abbekommt als mediterranere Teile Europas, sind die Vitamin D-Werte von Müttern und Kindern in Norwegen statistisch gesehen besser. (
Quelle)
Außerdem vermutet man, dass die mehrfach ungesättigten Fettsäuren in Lebertran sich positiv auf die Entwicklung des Nervensystems des Fötus auswirken (
Quelle) und sogar zu einer besseren Entwicklung des IQ beitragen können (
Quelle)
Die Neugeborenen von Schwangeren, die regelmäßig Lebertran tranken, sind im Schnitt schwerer als andere. Höheres Geburtsgewicht wiederum korreliert positiv mit einer geringeren Chance, gewisse Krankheiten zu bekommen. (
Quelle)
Hätte ich eine schwangere Frau, wär mir aber dennoch nicht recht, wenn sie ohne Konsultation eines Arztes irgendwelche Supplemente nimmt, ehrlichgesagt. Hier jetzt aber irgendwelche Horrorszenarien von Totgeburten zu produzieren finde ich auch ein wenig hysterisch.