Die Europäer überweisen Hilfsgelder, wenn Stürme oder Fluten Tausende töten - blasen aber weiter fröhlich Treibhausgase in die Luft, was solche Wetterkatastrophen wahrscheinlicher macht.
Schau dir mal die Luft- und Gewässerverpestung seitens der "armen Länder" an, wie Indien oder China. Nur so, um ein Gefühl für die Verhältnismäßigkeiten zu entwickeln.
Konflikten vor der eigenen Haustür sehen sie oft nur zu (wie in Syrien) oder verlieren sie nach einem kurzen Eingreifen aus den Augen (wie in Libyen). Die Folgen dieses Tuns treffen genau jene Länder, deren Menschen jetzt an Europas Grenzen stehen.
Jo, ich fand und finde es eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, dass die westlichen Mächte ausgerechnet einem der übelsten, religiös inspirierten Massengemetzel der jüngeren Geschichte zusehen, bloß weil irgendso ein Diktator am Ende gar keine ABC-Waffen hatte. Als sei das die selbe Situation!
Ich hab die ganze Lage in Syrien von Beginn an ziemlich verfolgt ... inzwischen hat man sich einfach daran gewöhnt, dass dort nicht nur Menschen gekreuzigt werden, junge Mädchen von ganzen Rudeln sich selbst so betrachtender "Gottes"krieger durchgenommen werden - und das sind ausgerechnet Mädchen aus einer sehr tugendhaften Religion, die ihnen eigentlich sagt, dass ihr Lebenswert damit auf unter Null gesunken ist - sondern auch massiv und gezielt schlichtweg alles zerstört wird, das mit Respekt vor anderen Kulturen oder auch Geschichte/Archäologie zu tun hat. Es wird auf Menschen geschissen, auf Werte, auf eigentlich ALLES von diesen Leuten, die sich als Muslime ausgeben, während deren Propaganda ja bereits aussagt, was sie eigentlich sind: Aggressive, bösartige Menschen/Raubtiere, denen eine heile Welt, in der sie nicht das Recht haben, zu Tode zu foltern, was ihnen nicht in den Kram passt, einfach irgendwie zu langweilig geworden ist.
Ich hab mich darüber echauffiert, informiert, sah mich allein damit, das überhaupt wichtig zu finden, und bin im Laufe der Zeit, in der es niemand eingesehen hat, dagegen etwas zu tun, einfach dermaßen abgestumpft aufgrund meines Willens, mich zu informieren, dass ich inzwischen von mir sagen kann, dass es mich nicht mehr tangiert, wenn ich mal wieder was von einer Hinrichtung lese oder höre. Was die Reaktionswilligkeit angeht, die Bereitschaft, gegen so etwas vorzugehen oder es bloß allzu negativ zu finden, hab ich mich da sehr allein gefunden. Unsere Regierung jedenfalls scheint es verhältnismäßig wenig zu kümmern - wahrscheinlich, weil die einfach von vornherein auch mehr Details zu anderen Dingen wissen, die wir als Weltgemeinschaft tolerieren, von denen ich dank mangelnder Aktualität als Bürger einfach überhaupt nichts erfahre.
Unsere ethisch-humanistischen Maßstäbe haben sich aus meiner Position in dem Moment verabschiedet, in dem zwar auf der Homepage der Tagesschau regelmäßig die neuesten Vergewaltigungsberichte nachlesbar waren, ähnlich, bloß halt schlimmer, wie wir das von Indien schon kannten .. in der es aber in der militärischen Praxis offenbar für niemanden einen Unterschied gemacht hat, und sich für niemanden ernsthaft eine Notwendigkeit daraus ergeben hat, dagegen etwas zu tun. Darüber reden, wie schlimm es ist? Naja, hin und wieder mal, seitens unserer Politik, wenn es sich nicht vermeiden ließ. Aber so schlimm, dass man jetzt mehr tun würde als mal als ein paar Flugzeuge vorbeischicken, war es ja offenkundig dann doch nicht.
DAS war der Offenbarungseid Europas. Nicht die Flüchtlingssituation jetzt. Und wenn wir das Problem schon selbst verursacht haben, also offenbar hinter den Ursachen stehen und damit gut leben können, wieso sollen wir auf DER Schiene dann auf einmal so tun, als seien wir irgendwie humanistisch oder ethisch besser als die Verursacher? Mit dem schweigenden, untätigen Einverständnis haben wir uns doch längst einverstanden erklärt mit dem, was da passiert.
Ob ich bereit wäre, den Leuten, die diesen Horror vor Ort erleben müssen, bloß weil wir der Türkei erlauben, trotz Bündnismitgliedschaft diesen Massenmördern in die Hände zu spielen, und es selbst nicht einsehen, einzugreifen, Hilfe anzubieten? Sicher.
Wozu ich allerdings NICHT bereit bin, ist mir aufdrücken lassen, diese Situation betreffe auch die ganzen Wirtschaftsflüchtlinge, die mit Geld hier her kommen, mit dem sie in ihren Heimatländern gut Geschäfte aufbauen oder selbst Investitionen starten könnten, und die das bloß deswegen nicht tun, weil sie als Gesellschaft komplett versagen und keine Staaten aufgesetzt bekommen, die solche Probleme wie Korruption mal in den Griff bekommen würden. Weil das (Gleichsetzen dieser sehr unterschiedlichen Hintergründe, sein Heimatland zu verlassen) schlichtweg nicht die Wahrheit ist.
Ich für meinen Teil hätte kein Problem mit Flüchtlingen aus Syrien. Aber die Probleme wie erhöhte Kriminalität etc., die ich durch relativ nahe Lage eines "Flüchtlings"-Heims erlebe, geht auch nicht von Leuten aus Syrien aus. Sondern von den Leuten, die den Großteil der Flüchtlinge ausmachen - Afrikaner und Menschen aus eigentlich sicheren Balkanstaaten.
Bin ich aber gegen diese Leute, bin ich bereits ja der böse Nazi, der gegen Flüchtlinge ist.
Tatsächlich wär ich eher dafür, wenn irgendjemand diesen Terror in Syrien mal eiskalt beenden würde, ehe diese Menschen sich da als "Staatsform" festsetzen. Das steht uns nämlich auch noch bevor - die Verträge und Bündnisse mit einem Staat, dessen Völkermord wir tatenlos zugesehen haben, und dessen Vertreter unsere Politiker dann an unseren Tischen die Hand schütteln werden, als seien diese Dinge alle dort nicht so, und vor allem auch niemals passiert.
Es ist ja nicht so, dass wir als humanistische Weltgemeinschaft nicht die militärischen Mittel hätten, diese Leute auszuradieren, wenn das irgendjemand mal wirklich wollen würde. Das Problem ist, dass wir nicht bereit sind, das zu tun.
Dass wir die paar Leute, die den Terror überlebt haben, bei dem wir zusehen, dann wenigstens hier unterstützen, ist doch wohl das Mindeste. Nicht, dass es eine realistische Perspektive gäbe, dass sie jemals nach Hause könnten. Es sei denn vielleicht, der IS greift die Türkei so massiv an, dass ein vernünftiger Militärschlag, den diese bislang aus offensichtlichen Eigeninteressen verhindert hat, von dieser neuerdings gewünscht werden sollte.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das passieren wird.
Ich sag's euch, auch wenn wir die paar Überlebenden aufnehmen .. innerhalb von weniger als zwanzig Jahren werden unsere Politiker den Menschen, die denjenigen, die wir jetzt "Kriegsflüchtlinge" nennen, das angetan haben, die Hand schütteln werden wie jedem sonstigen Chinesen oder Diktator auch. Mal sehen, ob ein paar der Überlebenden, oder deren Nachfahren, bis dahin bei uns in einem hinreichenden Maße in Lohn und Brot stehen werden, um dagegen irgendwo eine kleine Demonstration zu organisieren. Mit der bis dahin erworbenen deutschen Staatsbürgerschaft, versteht sich.
Wenn sich nicht in der Außenpolitik irgendetwas massiv ändert, wird es für diese Leute ein "zu Hause" in ihrem Herkunftsland nie wieder geben. Sollte man sich hin und wieder einfach mal klarmachen. Und die paar Kurden, die die US zugunsten der türkischen Gewogenheit nun auch nicht mehr unterstützen, werden's bei einem solchen Ausmaß an Gewalt alleine auch nicht reißen.