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Vertrauen - Urvertrauen - Angst - Urangst

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von mdelajo, 15. August 2010.

  1. maria45

    maria45 Guest

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    So aus neurologischer Sicht betrachtet, gibt es einfach in jedem menschliche Gehirn (sofern es nicht geschädigt ist) die Amygalae, die unter anderem für Angstempfindung und -management zuständig sind.
    Genauso gibt es natürlich neuronale Systeme, die Urangst, Vertrauen oder Urvertrauen verarbeiten können.
    So wird das Gehirn im Laufe des Lebens mit Sicherheit irgendwann mal alle diese Empfindungen durchlaufen.
    Wenn man nun sagt "keine Angst gibt es nicht" dann wäre das wohl so zu verstehen, dass jeder Mensch wohl irgendwann mal die Empfindung spürt. Ob allerdings deshalb alle Menschen auch immer vor irgendetwas Angst haben müssen, scheint nicht zwangsläufig so zu sein.
    Möglich wäre doch auch ein gutes Management der eigenen Empfindungen, eine gute Selbststeuerung, die entsprechende emotionale Programme einfach nicht aufruft, weil der Mensch effizientere Mechanismen zur Bewältigung aktueller Erfahrungen aufgebaut hat.
    Man könnte sich das anhand des Beispiels "Aggression" vor Augen führen. Jeder Mensch ist fähig, jemand anderen zu schlagen. Doch viele haben gelernt, dass es effizientere Möglichkeiten gibt. Trotzdem gibt es diese archaischen Strukturen im Gehirn, die auch starke Aggressionen verarbeiten können. Aber nur deshalb, weil es sie gibt, diese Möglichkeiten, bedeutet es nicht, dass sie auch aufgerufen und durchlaufen werden.
    Es bedeutet, es gibt Menschen, die haben irgendwann bewusst aufgehört, andere zu schlagen. Genauso könnte es doch auch Menschen geben, die irgendwann bewusst aufgehört haben, Angst als Programm aufzurufen.
     
  2. Interessant wäre noch wie weit die angeborenen Charakterzüge einen Einfluss haben, ich denke das ist nicht unwesentlich.
    lg
    Cyrill
     
  3. mdelajo

    mdelajo Guest

    Nun, so wunderbar wie Mipa :))) werde ich den Thread hier nicht moderieren, aber ich lese alles aufmerksam, versprochen.

    Das ist auch meine Vermutung, weil die Betonung darauf bereits Hinweis auf einen Widerspruch in sich sein könnte. Stichwort Vermeidungsstrategie/Verdrängung. Wenn ich von etwas frei bin, bin ich wirklich frei, falls jemand versteht, was ich damit gerade ausdrücken möchte.


    Maria: Wie stellst du dir vor bewusst aufzuhören "Angst als Programm" abzurufen? Was meinst du mit Angst als Programm?

    Schlangenstab, kannst auch deine Idee näher erläutern?


    Zur postnatalen Phase:

    Dann wirds natürlich mächtig brenzlig, wenn der Bezugsrahmen, die Bezugsperson von jetzt auf gleich in der Frühkind- oder sogar Babyphase aus welchen Gründen auch immer entzogen wird oder es wechselnde Bezugspersonen bis hin zu einfach nur Personen gibt.

    Das ist natürlich ein Bruch sondergleichen mit Folgen.
     
  4. Aquarius777

    Aquarius777 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    20. Juli 2010
    Beiträge:
    1.571
    Es gibt keine angeborenen Charakterzüge. Nur anerzogene Charakterzüge.
     
  5. http://www.ifdn.tu-bs.de/didaktikbio/docs/Familie&Co.pdf
    Ein Teil ist erblich bedingt, ...
    Die Veranlagung ist erblich gegeben, zumindest ein Teil davon.
    lg
    Cyrill
     
  6. Aquarius777

    Aquarius777 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    20. Juli 2010
    Beiträge:
    1.571
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    Ja, ja. Man kann aber sogar die Gene und die DNA verändern. Und ich rede jetzt nicht von Gentechnik.
     
  7. suenja

    suenja Guest


    Liebe Jo
    Urvertrauen hat jedes Kind und das möchte bestätigt werden.Es hat selbstverständlich Angst sich selber nicht zu genügen,einfach nur wertlos zu sein,wenn es die Bestätigung der Elternliebe nicht fühlt.
    Also setz es wieder und immer wieder in die Eltern vertrauen,in der Hoffnung ihnen endlich zu genügen.(Das kann ein langwieriger Prozess werden,der sich bis ins erwachsenen Alter hinzieht)
    Diese Prägung verursacht oft einen Rückzug vom Leben,der eine Art Urangst manifestiert,die eine zwischenmenschliche Beziehung fast unmöglich werden lässt.

    Zu deiner Frage ,ob Angst durch Urvertrauen ausgehebelt werden kann,möchte ich sagen ...nur bedingt...irgendwann setzt Resignation ein,die ein erster Schritt zur Heilung ist.

    Tja,das löste der Titel deines Threads bei mir aus...
    Liebe Grüsse Suenja
     
  8. Faydit

    Faydit Guest

    Man im Normalfall eher weniger.
    Molekulargenetische Schalter können aber auf Grund bestimmter, intenisver Erlebnisse ihre Schaltposition verändern, sich unter bestimmten Vorraussetzungen selbst umprogrammieren, soweit ich weiß.

    Ist in etwas wie eine Mischung aus Darwin's und Lamarck's Modell.
    Oder anders gesagt, anscheinend gibt es nicht nur negative Schocks oder Traumata, sondern, so gesehen auch eine Art positive.
     
  9. Faydit

    Faydit Guest

    Was nicht bedeutet, andere nicht auf andere Weise schädigen zu können. Psychische Gewalt ist mitunter viel drastischer und effektiver als physische. Was wäre z.B. mit dem Liebesentzug einer Mutter, als regelmäßige Strafe angewendet, dem eigenen (Kleinst-)Kind gegenüber?
    Schadet, traumatisiert das nicht noch effektiver, löst noch tiefere Ängste aus, zerstört jede Sicherheit, jedes Grundvertrauen viel effektiver, als die Schläge des Vaters das je könnten?

    Wie soll jemand, der Urvertrauen nie wirklich erlebt hat, nie hat aufbauen können, weil bereits zu dem Zeitpunkt eine Menge schief lief, das später irgendwie abrufen, selbst erzeugen, oder es sich überhaupt nur vorstellen können? Wie wird so jemand in weiterer Folge die Welt wahrnehmen, sich in dieser Welt? Wie werden andere ihn wahrnehmen? Beide Seiten merken ständig das Anderssein der jeweils anderen, keine kann es verstehen oder nachvollziehen.

    Er wird weder sich selbst hier jemals zu Hause, sicher, geborgen fühlen, noch wird derjenige anderen vertrauen können. Und falls er es doch irgendwie schafft, wird er letzlich doch ständig die Bestätigung für sein, aus seiner Warte und Erfahrung berechtigtes Misstrauen erfahren.

    Ist vermutlich nicht der Normalfall, aber auch das gibt es.

    Nun kann man natürlich auch sagen, ist ein Weg, den derjenige sich karmisch, den die eigene Seele sich, warum immer selbst so gewählt hat. Kann man. Ändert nur zunächst einmal nichts an den Resultaten.

    Wie kann, könnte so jemand irgendwann zu einer Art (Ur-)Vertrauen finden? Denn letzlich bleibt, hinter all den Wunden, Enttäuschungen, der tief sitzenden Wut doch diese eine Sehnsucht bestehen.
    Die aber seltsamerweise, sobald man sich ihr nähert, kippt, in den Neid anderen gegenüber. Die haben etwas, das mir fehlt. Warum? Warum habe ich das nicht? Warum bin ich nicht wie die? Warum können die lachen, sich über seltsame Dinge freuen, die bei mir nur Schmerz und Wut auslösen?

    Und in dem Moment kommt/en dann mitunter als "Lösung", "Erlösung" Religion, religiöse oder auch profanere Heils-Konzepte ins Spiel. Die anscheinend dieses innere Defizit auffüllen können. Und schon haben wir statt einer verletzten Seele einen absolutistischen, (religiösen) Fanatiker. Der sich an den "Ersatz" ebenso klammert wie das Baby sich an die Mutter hatte klammern wollen. Aber nicht durfte, nicht konnte.
    Ersatzhandlung ist aber noch keine Threapie. Suggeriert höchstens, dass alles wieder in Ordnung ist, ohne an die Wurzeln zu gehen. An den eigentlichen Schmerz, die Urwunde.

    Ist doch interessant. Man könnte also vermuten, dass - nennen wir es neutraler - Glaubenssysteme jeglicher Art darauf angewiesen sind, möglichst verletzte Mitglieder zu haben, weil diese aufgrund der eigenen Defizite wesentlich leichter und effektiver an das System bindbar sind. Im Interesse des Systems verständlich, aber mitunter für das Individuum ein neuerlicher Hemmschuh zur eigenen (Weiter-)Entwicklung, Auflösung des Ganzen. Paradoxerweise.

    Klingt ziemlich extrem, weiß ich. Ich sage ja nicht, dass es nur so läuft. Aber mitunter eben auch. Oder subtil hinter einer Fassade, die was ganz anderes suggerieren mag.
     
  10. Sayalla

    Sayalla Guest

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    Genau das ist der grösste Irrtum des Menschen. Der Mensch geht dann nämlich von sich weg und sucht im Aussen, was er im Aussen nicht finden kann.
    :)
     
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