Vergewaltigungsanklage - DSK

Du misst der Bedeutung von Gut und Böse eine zu große Bedeutung bei. Wem bringt es etwas, ob jemand als gut oder böse definiert wird? Die Begriffe sind - je nach Ansicht und Anschauung - austauschbar. Ebenso verhält es sich mit der vermeintlichen Unter- oder Überlegenheit einer Person. Ich meine, nur unser aufgeblasenes Ego möchte sich mit solchen Begriffen abgrenzen, absichern, benennen. Um der Sicherheit willen und um alles im Griff zu haben. ("Du böse, ich gut"). Vielleicht ist es auch Selbstschutz?

Es geht auch anders.


LG
U.

Hier kann ich dir zustimmen (irgendwie hab ich's mit dir :clown:).

Ich denke, es ist nicht mal unbedingt Selbstschutz. Mit dem Ego ist es vielleicht wie mit Atommüll. Ma' weiß net, wohin damit. Ischt halt da. Da kann die Welt erleuchtet und erdeuchtet sein, wie sie will.


LG
 
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@Juppi
Der Saturn läuft ja grade durch die Waage, und du hast deinen Mond mit Uranus im Krebs stehen. Dh Saturn steht im Quadrat zu Mond/Uranus, das ist sicher kein leichter Transit. Außerdem steht er in Opp. zu deiner Sonne im Widder. Das kommt sicher dazu, dass das nicht die einfachste Zeit für dich ist. Außerdem hast du in deinem Horoskop Venus/Saturn Opp. Ich glaube, Saturn/Venus mag keine Kontakte, die nicht wirklich zu dir passen, und von Zeit zu Zeit wird das aussortiert, was eben nimmer passt.
 
Du misst der Bedeutung von Gut und Böse eine zu große Bedeutung bei. Wem bringt es etwas, ob jemand als gut oder böse definiert wird? Die Begriffe sind - je nach Ansicht und Anschauung - austauschbar. Ebenso verhält es sich mit der vermeintlichen Unter- oder Überlegenheit einer Person. Ich meine, nur unser aufgeblasenes Ego möchte sich mit solchen Begriffen abgrenzen, absichern, benennen. Um der Sicherheit willen und um alles im Griff zu haben. ("Du böse, ich gut"). Vielleicht ist es auch Selbstschutz?

Deswegen sage ich ja: mit der Richtigen Defintion und richtigen Anwendung ihrer sieht man die Sachen so, wie ich :zauberer1
 
So wie du auf Martinas Beiträge abgehst, rate ich dir, auf deine eigenen Verletzungen zu schauen. Es sind deine Themen, die du durch Martina gespiegelt siehst.

Och.. ich denke das kann man so und so sehen :D

ein nett gemeinter Tipp: verausgabe Dich mit Randalia nicht zu sehr. "Er" treibt hier schon seit Jahren sein "Unwesen". Da er selbst dem Bösen zugeneigt ist, hat er es sich zum Ziel gesetzt, das Böse zu legitimieren, notfalls mit wissenschaftlicher Gewalt.
 
Hallo,

ich meinte es nicht ironisch.
Die Frage an dich: was sind gesunde Emotionen ?

Es gibt nunmal Gefühle und Emotionen,
ich habe schon mit Mördern und Vergewaltigern gesprochen, sie sind ebenso Menschen. Nicht das soetwas nicht bestraft werden sollte oder es hierfür keine Regeln geben muss in unserer Gesellschaft, aber es sind Emotionen die ein Mensch leben kann und genau das macht den Menschen ( und auch Tiere/Pflanzen) aus.
Ob dieser dann einsichtig ist oder nicht ist unrelevant.
Wenn man Menschsein an Gefühlen und Emotionen festmacht, dann gehören auch diese Dinge mit dazu.

Wenn ich bedenke wieviele Menschen im sexuellen Bereichen Phantasien haben, die nicht der "Norm" entsprechen, da frage ich mich noch:
Was ist überhaupt normal.
Hat jemand Phantasien oder Emotionen nicht unter Kontrolle (was ja auch menschlich ist) dann kommen solch Dinge dabei heraus, wie auf der anderen Seite die Opfer-Traumas entstehen.
beide Seiten sind extreme Seiten , aber beides Seiten der gleichen Medaille.
Deswegen sind Täter oft gewesene Opfer.
Bei Kindern kann man das besonders gut beobachten, wie der Schlag immer am schwächeren weiter gegeben wird.

LG
flimm

Hi Flimm.

Worüber genau möchtest du diskutieren?

Für mich steht das, was du jetzt oben geschrieben hast nicht wirklich zur Debatte.

Hier geht es um Vergewaltigung.

Zu glauben solche sehr komplexen Themen seien mit Rundumschlägen wie Simis oder Randalias lediglich inspiriert ist einfach nur weitere Verdrängung.

Schau mal, wie sich Profis solchen Themen annähern.

Psychische Dynamik bei Vergewaltigungen

Auffallend ist, dass sich vergewaltigte Frauen mit der Person des Täters und dessen möglichen Motiven beschäftigen. In der Beschäftigung mit dem Täter liegt, auch wenn es irrational erscheint, die Hoffnung, der Täter könnte die Tat wieder gutmachen, bereuen, ihr vergeben, sie trösten. Bei einer erneuten Konfrontation mit dem Täter, z. B. Gerichtsverhandlung, erwartet die Frau, auch wenn ihr das eigene Verhalten irrational erscheint, ein Schuldeingeständnis des Mannes oder sogar eine Art Versöhnung. Aber selbst wenn es seitens des Täters zu einem Eingeständnis kommt, setzt der innere Trost nicht ein.

Eine Erklärung für dieses Phänomen, was nicht nur die Vergewaltigung betrifft sondern auch andere Situationen, in denen von außen ein Ereignis auf die Psyche einbricht, kann die Psychodynamik der traumatischen Reaktion bilden. Die Erklärung macht das Verstehen betroffener Frauen leichter.

Hauptkennzeichen einer Vergewaltigung ist ein radikales MachtOhnmacht-Gefälle. In der Situation verfügt der Täter faktisch und in der Wahrnehmung der Frau über Leben und Tod entscheiden zu können. Dadurch wird die Frau in eine massive existentielle Abhängigkeit gezwungen.

Um das eigene psychische Überleben zu sichern, wird die Unterwerfung als einzige Möglichkeit in der Situation gesehen. Der Täter, das Objekt, wird als allmächtig erlebt. Demgegenüber steht die große unbeherrschbare Angst. Beides erzwingt auf Seiten der Frau eine ReInfantilisierung.

Angst, Hilflosigkeit und die Abhängigkeit schaffen einen Regressionsdruck. Der Druck zwingt die Frau in die Situation des kleinen Mädchens der Kindheit. Es werden Verbindungen zwischen aktuellem Erleben und frühkindlichen Situationen von Bedrohungen und Ängsten hergestellt. Diese plötzlich wiedererlebten Ängste überraschen das Ich, denn es glaubte sie als längst überwunden, aber nun sind sie plötzlich wieder reaktiviert.

In der Kindheit galt die Unterwerfung unter die als mächtig erlebte Bezugsperson als Sicherheit, von ihr wurde Hilfe erwartet. Neben die von außen erzwungenen Regression gesellt sich eine innere Notfallreaktion. Intrapsychisch wird nun eine Regulierung zur Bewältigung des Notstands geschaffen.

Nicht nur die reale Situation ist unerwartet, sondern auch die Wiederkehr des Verdrängten. So wie das scheinbar längst überwunden geglaubte (kindliche Angstphantasien) wieder wahr wird, verwischen sich die Grenzen zwischen Realität und Phantasie. Die Folge sind Gefühle von Unwirklichkeit und Desorientierung. Wie bei einem Kind, das auf Hilflosigkeit so reagierte, indem es sich der allmächtigen Bezugsperson zuwendete, setzt bei der Frau die Suche nach einem HilfsIch ein.

Das HilfsIch soll die ihr in der Situation verloren gegangene Einfluss-möglichkeit stellvertretend übernehmen. Die Hoffnung ist, die Bezugs-person möge die Situation zum Guten wenden.

Fatalerweise gerät in der Vergewaltigungssituation der Täter aufgrund seiner Machtposition in die Rolle der so sehnlichst herbeigewünschten Bezugsperson. Ausgerechnet der Täter wird also vom Opfer in einem ganz radikalen Sinne als Beschützer und Garant des eigenen psychischen Überlebens erlebt.

Die vom Opfer erhoffte Hilfe, die Wiedergutmachung und die Beendigung des psychischen Schmerzes, findet trotz Unterwerfung nicht statt. Dies entspricht auf der Ebene der unbewussten Objektbeziehung, dem Verlust der Liebe des primären Objektes (Bezugsperson). So bleibt das Opfer in einer ausweglosen Situation gefangen, denn es glaubt, nur wenn es die Liebe des Täters gewinnt, kann es dessen Hass überleben.

Introjektion wird als Kern des Vergewaltigungstraumas bezeichnet. Es bedeutet, dass das Opfer das Bild in sich aufnimmt, was der Täter vom Opfer entwirft; eine minderwertige Existenz ohne eigene Rechte, eine Frau die es gewollt und verdient hat. Introjeziert wird das von der Bezugsperson angebotene Bild des bösen Kindes. Dieses hat es verdient so behandelt zu werden. Die aktive Unterwerfung unter die Bezugsperson führte im Normalfall zur Versöhnung.

Das Opfer versucht mit Hilfe der Introjektion, dass es wieder geliebt wird und dass es der psychischen Todesangst entrinnen kann. Die Folge ist, dass der Verfolger hier wie das primäre Objekt gesehen wird. Der Wunsch richtet sich also an ihn und er wird so behandelt, wie die Frau ihrem Primärobjekt bei Liebesverlust begegnet ist..

Vergewaltigte Frauen haben deshalb häufig das Gefühl, zur Komplizin des Täters geworden zu sein. Die damit verbundenen Schuld- und Schamgefühle tragen dazu bei, dass das Selbstwertgefühl weiter untergraben wird.

http://www.ppt.dtpnet.de/Texte/psych_dynamik.htm
 
Hi Flimm.

Vergewaltigte Frauen haben deshalb häufig das Gefühl, zur Komplizin des Täters geworden zu sein. Die damit verbundenen Schuld- und Schamgefühle tragen dazu bei, dass das Selbstwertgefühl weiter untergraben wird.

Und genau das ist ja das Ding: ihr Gefühl lügt sie nicht an. U nd wird es auch nicht tun.
Der Protest gegen meine Aussage ist der Protest gegen das Gefühl, das nicht lügt.

Was meine Kritiker scheinbar üersehen ist: das genau dieses Gefühl, nämnlich der Schuld am zulassen auch impliziert, dass sie es hat vermeiden können und müssen.
Und genau das ist mene These: sie hat die Macht, das Recht und die Pflicht es zu verhindern und darf es somit nicht zulassen, was sie wiederum nur frewillig kann, indem sie die Verantwortung für ihre diesbezügliche Sicherheit leugnet und somit in Bezug auf Vergewaltigbarkeit ängstlich wird und dadurch vergewaltibar wird.

Das ist doch das Spiel des Teufels: mixe irgendetwas was für sie interessant aussehe könnte mit der Angst (zum Beispiel verlockende Solidaritätsversprechen von Ebenfalls ängstlichen).. nimmt sie das verlockende mit, nimmt sie auch die Vergewaltibarkeit mit.. und der Teufel kann seine Schergen sich an ihr bedienen lassen. So funktioniert der Teufel.

Therapie besteht darin, sowohl die eigene Schuldhaftigkeit am Zulassen als auch die damit einhergehende gute Nachricht anzuerlkennen: sie kann es Verhindern (Tut sie das nicht, kann ihr das nochmal passieren).

Aber genau dagegen wird gekämpft: gegen die Wahrheit, die selbst fühlen, ob sie es wollen oder nicht, und ihre Gutartige Implikation von der ich rede.

Da denken Leute tatsächlich sie könnten ihre Gefühle umpolen indem sie mir widersprechen.. na dann.. viel Spass: es wird nicht funktionieren.
 
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Da denken Leute tatsächlich sie könnten ihre Gefühle umpolen
indem sie mir widersprechen..
na dann.. viel Spass: es wird nicht funktionieren.

Da denken Leute tatsächlich, sie könnten ihre Gefühle verdrängen,
indem sie diese versuchen zu theoretisieren und in den Kopf zu verschieben
na dann ... viel Spass: es wird nicht funktionieren. ;)
 
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