Vergewaltigungsanklage - DSK

Der Krieg bietet nicht nur eine Möglichkeit aufgestaute Aggressionen loszuwerden. Er führt auch dazu, dass sich Aggressionen und Hass überhaupt erst aufbauen. Wenn ein Krieg lange genug dauert und heftig genug ist, dann gibt es keine Guten mehr.
 
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Ach, das sind ja Themen zur Zeit hier. Da sind mir die Liebesthemen lieber:stickout2...obwohl Partner ja auch manchmal offene Feinde sind...:rolleyes:
 
Ja, besonders jahrelang unterdrückte Wut und angepasstes Verhalten kann der Auslöser für wahre Gewaltorgien sein, wenn Gewalt sozusagen "von oben" abgesegnet und legitimisiert wird (Krieg). Die aufgestauten Emotionen lässt man dann an Unschuldigen aus, bis hin zur Tötung dieser.
Die angepassten und zur Gehorsamkeit erzogenen Generationen unserer Eltern und Großeltern haben sich nicht umsonst deswegen im 1-ten und 2-ten WK "ausgetobt". Die als Kind ausgesetzte Ohnmachtssituation gab man 1 zu 1 an andere weiter, die dann wiederum die Opfer zu sein hatten.

Ja, stimmt vermutlich alles. Wenn man davon aus geht, dass Wut/Hass eine Wurzel sind. Ich halte Wut/Hass aber nicht für eine Wurzel sondern bereits als Austrieb. Und daher...

Ich halte das Austoben in einem Forum für legitim, wenn man es denn braucht. Durch Worte ist noch niemand getötet worden.

...Finde ich dies nicht legitim. Das ist eher faule Kompromisse eingehen. "Was kann man sich noch leisten und was nicht? Was tut nicht ganz so weh? Was ist nicht ganz so offensichtlich?"
Es wird ein Deckel drauf gesetzt, mit kleinem Loch zum Dampf ablassen. Unterm Deckel brodelt's nach wie vor. Das ist legitim? Das rettet Menschenleben?
Erst knurrt der Hund, dann schnappt er, dann beißt er.

Außerdem hat man die Macht, sich jederzeit zu entziehen und Flüche kann m.E. jeder so viel aussprechen, wie er möchte.

Ja, zumeist aber erst dann, wenn man die Schnauze voll [bekommen] hat. D.h. wenn einem etwas entrissen wurde, was einem das Einsetzen dieser Macht erst erlaubt. Fertig ist der Mechanismus.

Ich glaube nicht an solche Beschwörungsformeln, höchstens als Befreiungsaktion, um sich dann besser zu fühlen. ;)
Etwas anderes ist jedoch der tätliche Angriff auf einen Menschen, insbesondere wenn die Mittel zur Verteidigung nicht fair verteilt sind....

Ja, verstehe... ;)


LG
 
Sieht das Schicksal ein Ereignis vor, das der unbedarfte Weltmensch als leidvolles Erlebnis bewerten würde, so sieht ein Individuum, welches sich nicht nur als Individuum weiß, sondern auch als das Absolute, darin kein leidvolles Erlebnis, sondern nur ein Ereignis, das seinen Weg korrigiert und ihn in die richtige Bahn lenkt. Das ist die Willenskorrektur, von der du sprichst. Allerdings kommt diese nie zu einem Ende, solange ein Individuum existiert.

Anders gesagt: solange der Mensch in einem Körper auf Erden wandelt, findet eine Lenkung und Steuerung seitens des höheren Willens des Absoluten statt. Einen vollkommenen Einklang gibt es nur im Tod.

Das heisst ja dann, dass es da eine Trennung gibt zwischen dem Individuellen und dem Absoluten. In der einschlägigen Literatur wird aber behauptet, dass es nur einen, den absoluten, Willen gibt.

Woran erkennt man denn, was der absolute Wille ist? Bezogen auf mein 7. Haus jetzt; ist es vorgesehen vom Schicksal, dass ich ohne Partner bleibe? Und idealerweise müsste ich mich nur diesem Schicksal fügen und die Wurzel für mein leidvolles Erleben dieser Tatsache rausreissen?

Unter Verwirklichung stell ich mir immer vor, den absoluten mit dem individuellen Willen in Einklang zu bringen, schon vor dem Tod. Ist das nicht so?
 
Der Krieg bietet nicht nur eine Möglichkeit aufgestaute Aggressionen loszuwerden. Er führt auch dazu, dass sich Aggressionen und Hass überhaupt erst aufbauen. Wenn ein Krieg lange genug dauert und heftig genug ist, dann gibt es keine Guten mehr.


Ja, was war erster da, das Huhn oder das Ei?

Krieg ist nur das Symptom dafür, dass da noch jemand eine Antwort darauf finden will.

Welche Rollen spielen da für dich "die Guten"?
 
Ja, da musste jetzt selbst drüber lachen :D
Und hier wird deine eigene Verletztlichkeit sichtbar.
Einer löcherigen These zu widersprechen macht nicht verletzbar - verletzbar macht die Angst vor Widerspruch.

Nö; mich stört es nicht, wenn ihr widersprecht.
Ihr lebt mit dem Widerspruch ja in der selbstgebastelten Hölle.

Was wir als Wirklichkeit wahrnehmen, ist unsere Erfindung.
Heinz von Förster

Warum sollte es mich ärgern, wenn ihr euch in der Hölle einsperrt, in der ich nicht bin?
 
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Aber nicht Randalia fürchtet sich vor dem Widerspruch, Gabi, sondern er fürchtet, dass euer Widerspruch euch selbst schadet... Ich glaube, Randalia liebt Widerspruch. :D
 
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