Vergewaltigungsanklage - DSK

@All: Ich rate euch wirklich davon ab mir zu widersprechen :D nicht wegen mir, sondern wegen euch selbst.
Ihr macht euch vergewaltigbar, wenn ihr mir nicht zustimmt, dass man genau diese Vergewaltigbarkeit nur dadurch ausschließen kann und ausschliesst, dass man sie nicht fürchtet.

Ihr spielt mit dem Feuer. Nicht ich.

Ihr lehnt die Verantwortung für eure Sichrheit ab, und gebt sie gerade dadurch auf. Das empfehle ich keinem.
 
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Vergewaltigung stellt das Entreißen einer Ressource auf niederster Ebene dar. Fragt sich, welche Ressource. Was kann einem Menschen entrissen werden? Die Macht und Souveränität seines Körpers?
Das ist doch wohl die größte Last, die ein Mensch bisweilen mit sich trägt.

Kann ich es mir nicht aussuchen, ob mir mein Körper entrissen wird oder meine Vorstellung davon, einen Körper zu besitzen ergo sein zu können? Ist nicht das wenigstens eine Wahl?
 
Auch hier wieder: Angstfreiheit ist immer möglich und hinreichend für Schutz vor jedem Ereignis, welches mit einem Leidvollen Erlebnis gekoppelt.


Ja, dann steh doch mal als Frau angsfrei vor 20 Soldaten, die - weil Krieg ist - ausgehungert sind und denen es lüstern nach Sex dürstet.....

Oder soll sie die Sache in dem Moment spirituell sehen? So nach dem Motto: Ich opfer mich für diese armen Schweine, weil sie sich ja so allein, sexlos und überhaupt fast immer in Lebensgefahr befinden? Ja, kann man machen, allerdings weiss ich nicht, wie "Frau" sich nach dem 4-ten bespringen so fühlt - ich meine spirituell gesehen- weil ihr da der Ekel und die körperlichen Schmerzen oder sonst was einen Riegel vorsetzen?

Sie könnte sich natürlich auch einreden, daß sie trotz dieser Prozedur völlig angstfrei ist. Möglich ist alles, die Psyche ist ja zu allem fähig, um Traumatas abzuspalten.

An eines glaube ich allerdings nicht: Das dieses Rudel von Soldaten - welches seine Mitmenschlichkeit bereits aufgegeben hat - einfach an einem leichten Opfer vorübergeht.....Gerade in Kriegszeiten wird unsere hauchdünne Zivilisationstünche sehr schnell durchbrochen und wir fallen wieder in unsere brachialen Gewaltorgien zurück. Schau Dir Menschen in Ausnahmesituationen an: Sie agieren und reagieren nur noch nach ihrem Instinkt und der Stärkere tötet oder benutzt den Schwächeren.

Und manche Menschen - wir nennen sie Gewaltverbrecher - leben auch heute noch ohne diese Zivilisationstünche unter uns. 7.000 Anzeigen werden z.B. jährlich wegen Vergewaltigung der Polizei gemeldet. Die Dunkelzimmer soll 20-mal so hoch sein. Irgend etwas brodelt also noch gewaltig im Dunkeln unseres Menschseins.....

U.
 
Wie geht Urajup vor?

Postulat einer ausweglosen Situation, bei der einer dem befürchteten Bestrafer gegenüber steht. Dabei wird versucht den befürchteten Bestrafer ganz übermächtig erscheinen zu lassen, damit man ja an die Ausweglosigkeit glaubt.
Beliebte Beispeile: Vergewaltiger, Nazis, Krieg usw..

Und jetzt? Wen soll das beeindrucken? Welche Schlüsse soll derjenige daraus ziehen?
Dass eine solche Ausweglosigkeit möglich ist? Wozu sollte man so etwas glauben?

Wann verpflichtet sich jemand zu einem solchen "Glauben"? Wenn er etwas, will, was er nicht wollen darf (Verbotene Frucht) und dafür seine Verletzlichkeit in Kauf nimmt, die abzulegen ein Vertragsbruch (mit Wem? ;)) wäre, bei dem man seine Sicherheit zwar wiedergewinnt aber die Verbotene Frucht verliert.

Was ist also das Motiv jemanden an die Existenz einer ausweglosen Situation glauben lassen zu wollen? Und was passiert, wenn dieser Jemand sich nicht zu dem Bekenntnis zum Falschen bewegen lässt? Dann beschert er demjenigen, der es will, eine Niederlage: was verliert derjenige dadurch? ;)

Versteht ihr jetzt, warum einige so schlecht auf meine Wahrheitsbekenntnisse reagieren? ;)
 
Randalia schrieb:
Postulat: eine Ausweglose Situation bei der einer dem befürchteten Bestrafer gegenüber steht. Dabei wir versucht den befürchteten Bestrafer ganz übermächtig erscheinen zu lassen, damit man ja an die Ausweglosigkeit glaubt.
Beliebte Beispeile: Vergewaltiger, Nazis, Krieg usw..



War von mir eine ganz sachlich beschriebene Ausgangssituation, da nun einmal im Kriege die Frauen vergewaltigt werden. Da beisst die Maus keinen Faden ab. Ob die Täter nun übermächtig sind oder nicht, ist dabei gar nicht die Frage, denn bewaffnete Soldaten, die mit Waffengewalt jemanden gefügsam machen, sind übermächtig. Die Frage, ob man eine Wahl hat, ein Vergewaltigungsopfer zu werden, stellt sich für mich als solches nur von der Wahrscheinlichkeit oder der Berechnung her, ob Du als Frau evtl. selber eine Waffe hast, um den Angreifer zu töten oder ausser Kraft zu setzen. Wie gesagt, reine Mathematik und Berechnung, sollte ein Davonkommen möglich werden...


Und jetzt? Wen soll das beeindrucken? Welche Schlüsse soll man daraus ziehen?
Dass eine solche Ausweglosigkeit möglich ist? Wozu sollte man so etwas glauben?


Das hat mit "Glauben" nichts zu tun, weil es ja belegte Tatsachen - also Erlebnisberichte - sind (Kosovo, Afrika, 2-ter WK) u.s.w.


Wann verpflichtet sich jemand zu einem solchen "Glauben"? Wenn man etwas, will, was man nicht wollen darf (Verbotene Frucht) und dafür seine Verletzlichkeit in Kauf nimmt, die abzulegen ein Vertragsbruch wäre, bei dem man seine Sicherheit zwar wiedergewinnt aber die Verbotene Frucht verliert.

Wie gesagt, es ist kein "Glaube", sondern Berichte über Massenvergewaltigungen in Kriegs- bzw. Krisenzeiten gehören heute zu den anerkannten Greueltaten wider der Menschlichkeit. Es gibt darüber inzwischen sehr gute Literatur: warum, weshalb, warum diese Thematik gerade in Kriegszeiten u.s.w......


Was ist also das Motiv jemanden an die Existenz einer Ausweglosen Situation glauben lassen zu wollen?

Weil es diese ausweglosen Situationen gibt?


Versteht ihr jetzt, warum ihr so schlecht auf meine Wahrheitsbekenntnisse reagiert?

Und ich dachte, in diesem Thread geht es um Vergewaltigung. Warum denn jetzt plötzlich um deine "Wahrheitsbekenntnisse?":rolleyes:



LG
U.
 
An eines glaube ich allerdings nicht: Das dieses Rudel von Soldaten - welches seine Mitmenschlichkeit bereits aufgegeben hat - einfach an einem leichten Opfer vorübergeht.....Gerade in Kriegszeiten wird unsere hauchdünne Zivilisationstünche sehr schnell durchbrochen und wir fallen wieder in unsere brachialen Gewaltorgien zurück. Schau Dir Menschen in Ausnahmesituationen an: Sie agieren und reagieren nur noch nach ihrem Instinkt und der Stärkere tötet oder benutzt den Schwächeren.

Und manche Menschen - wir nennen sie Gewaltverbrecher - leben auch heute noch ohne diese Zivilisationstünche unter uns. 7.000 Anzeigen werden z.B. jährlich wegen Vergewaltigung der Polizei gemeldet. Die Dunkelzimmer soll 20-mal so hoch sein. Irgend etwas brodelt also noch gewaltig im Dunkeln unseres Menschseins.....

U.

Kreidest du das an? Stigmatisierst du das? Ja. Öffnet Stigmatisieren, der erhobene Zeigefinger, Tür und Angel für weiteres Brodeln? Ja. Wer stellt mal den Herd runter?

Nicht-menschliche Natur im Menschen versteht kein "menschisch". Einem Hund kann man nicht per menschlicher Sprache mitteilen, was er tun soll, man muss sich auf eine andere Sprache berufen, in diesem Fall die Körpersprache.
Wenn ich nicht weiß, was mein Körper spricht, verstehe ich die andere, re-agierende Körpersprache nicht.

Gewalt ist die Körpersprache eines Feuerbetonten. Wann hat er die menschliche Ebene verlassen und warum? Spielt keine Rolle. Er findet nicht wieder zu menschlicher Würde hin, wenn man ihn auf menschisch zuquasselt.
 
Kreidest du das an? Stigmatisierst du das? Ja. Öffnet Stigmatisieren, der erhobene Zeigefinger, Tür und Angel für weiteres Brodeln? Ja. Wer stellt mal den Herd runter?

Nicht-menschliche Natur im Menschen versteht kein "menschisch". Einem Hund kann man nicht per menschlicher Sprache mitteilen, was er tun soll, man muss sich auf eine andere Sprache berufen, in diesem Fall die Körpersprache.
Wenn ich nicht weiß, was mein Körper spricht, verstehe ich die andere, re-agierende Körpersprache nicht.

Gewalt ist die Körpersprache eines Feuerbetonten. Wann hat er die menschliche Ebene verlassen und warum? Spielt keine Rolle. Er findet nicht wieder zu menschlicher Würde hin, wenn man ihn auf menschisch zuquasselt.


Ja natürlich kreide ich Gewalt an und stigmatisiere sie. Und damit besonders den Krieg, weil der all unsere verborgenen, unterdrückten Gewaltpotentiale an unschuldigen Mitmenschen ausagieren lässt. Ich bin allerdings nicht so blöd zu negieren, daß die Menschen in "normalen" Zeiten nicht auch voller Wut und Hass sind. Allerdings müssen sie in diesen Zeiten ihre schwelenden Hassgefühle anders abzubauen, in andere Kanäle leiten......Die, die es nicht können, sitzen in Friedenszeiten - so nehme ich an - wohl im Gefängnis....;)


LG
U.
 
Ja natürlich kreide ich Gewalt an. Und somit besonders den Krieg, weil der all unsere verborgenen Gewaltpotentiale an unschuldigen Mitmenschen ausagieren lässt. Ich bin allerdings nicht so blöd zu negieren, daß die Menschen in "normalen" Zeiten nicht auch voller Wut und Hass sind.

Das klingt, als sei für dich Wut und Hass wohl die Wurzel.

Allerdings haben sie in diesen Zeiten die Möglichkeit, ihre schwelenden Hassgefühle anders abzubauen, in andere Kanäle zu leiten......Die, die es nicht können, sitzen in Friedenszeiten - so nehme ich an - wohl im Gefängnis....;)

...eine Wurzel, deren Austriebe zwangsläufig behackt, gestutzt, "in Kanäle" geleitet werden müssen.
Wie tut man dies denn anders als durch Krieg, töten, sich in einem Forum austoben, still und heimlich Flüche sprechen?
Verdorbene Wurzeln reißt man aus der Erde. ;)
 
Nein. Das ist falsch, Annie.
Motto: lass' die falsche Macht los, dann gewinnst du die echte. *lol

Ein Individuum hat weder Macht noch Kontrolle. Der Wunsch danach ist verständlich, in Wirklichkeit aber die Wurzel allen Übels.

Hm, aber kann man es nicht als eine Art Macht bezeichnen, vor nichts mehr Angst zu haben? Das ist das, was ich meinte. Die Macht, die man anstrebt, wenn man angstgesteuert unterwegs ist, ist abhängig vom anderen, also Machtstreben. Den Wunsch nach Macht bei der Wurzel rauszureissen lässt dann die "wahre Macht", die kein Machtstreben mehr kennt, entstehen. Also man braucht dann keine Macht mehr, und deshalb hat man sie.
 
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keoma schrieb:
Das klingt, als sei für dich Wut und Hass wohl die Wurzel.


Ja, besonders jahrelang unterdrückte Wut und angepasstes Verhalten kann der Auslöser für wahre Gewaltorgien sein, wenn Gewalt sozusagen "von oben" abgesegnet und legitimisiert wird (Krieg). Die aufgestauten Emotionen lässt man dann an Unschuldigen aus, bis hin zur Tötung dieser.
Die angepassten und zur Gehorsamkeit erzogenen Generationen unserer Eltern und Großeltern haben sich nicht umsonst deswegen im 1-ten und 2-ten WK "ausgetobt". Die als Kind ausgesetzte Ohnmachtssituation gab man 1 zu 1 an andere weiter, die dann wiederum die Opfer zu sein hatten.

eine Wurzel, deren Austriebe zwangsläufig behackt, gestutzt, "in Kanäle" geleitet werden müssen.
Wie tut man dies denn anders als durch Krieg, töten, sich in einem Forum austoben, still und heimlich Flüche sprechen?

Ich halte das Austoben in einem Forum für legitim, wenn man es denn braucht. Durch Worte ist noch niemand getötet worden. Außerdem hat man die Macht, sich jederzeit zu entziehen und Flüche kann m.E. jeder so viel aussprechen, wie er möchte. Ich glaube nicht an solche Beschwörungsformeln, höchstens als Befreiungsaktion, um sich dann besser zu fühlen. ;)
Etwas anderes ist jedoch der tätliche Angriff auf einen Menschen, insbesondere wenn die Mittel zur Verteidigung nicht fair verteilt sind....

LG
U.
 
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