Verfehlte Emanzipation der Frau?

Habe Bewusst das Wort "Hausfräuchen" kreiert, weil es dem Sinn am besten entspricht - denn alle Frauen über 18, egal ob verheiratet oder nicht (die meisten, die auf dem Markt einkaufen sind verheiratet und berufstätig) werden so angesprochen (auf dem Markt).
casera = Hausfrau
caserita ist eine Verkleinerungsform, aber nicht Fräulein.
Sagte man nicht auch Hausfrauchen mal früher in D.?
 
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Emanzipation stammt von dem lateinischen emancipatio, was „Entlassung aus der väterlichen Gewalt“ oder auch die „Freilassung eines Sklaven“ bedeutet.
(Wikipedia)

Da stellen sich für mich einige Fragen:

Wenn jemand "väterliche Gewalt" erfahren hat, wie kann man daraus entlassen werden, ohne dass sie im Kopf weiterhin wirksam ist.

Zum einen ist Latein eine sehr junge Sprache, was Emanzipation betrifft. Diese ist nämlich älter als die Lateiner.

Entlassung aus der väterlichen Gewalt -> Die Heime sind voll von entlassener väterlicher Gewalt. Und nur "nicht Emanzipierte" würden, wenn sie selbst Vater werden, "genauso handeln".
 
Ein Buch, das ich euch in Bezug auf Emanzipation, Nachdenklichkeit und Humor empfehlen kann:
"Die Töchter Egalias" von Gert Brantenberg.
Hier sind es die Männer, die Kinder bekommen und in der Pubertät ihren ersten PH kaufen gehen.
Für alle die lachen und dabei die Befrauschung verlieren möchten.
 
Hier in Lateinamerika ist noch alles "beim Alten". Der machismo ist so selbstverständlich, dass Frauen zwar unter ihm leiden, aber sie kommen garnicht auf die Idee sich dagegen aufzulehnen.

Beispiele: Etwa 30% aller Frauen werden von ihren Männern (meist in betrunkenem Zustand) geschlagen, viele krankenhausreif und manche tot; wenn sie sich trennen, bzw. flüchten, werden sie verfolgt, bedroht und angegriffen.

Die Frau macht alle Hausarbei, in der reichen Schicht hat jede Familie ihre Haushaltshilfe, die auch für die Kleinkinder da ist. Ausserdem arbeiten die meisten Frauen in ihren Berufen, Fabriken, auf dem Land oder wo auch immer und verdienen so das Geld für die Familie, jedenfalls bei den "Armen" (hier gibt es noch stark unterschiedliche soziale Schichten), denn die Männer versaufen den grössten Teil ihres Einkommens - berauscht sein ist ihr einziges Entkommen aus ihrer tristen Realität, ihr einziges Vergnügen ausser Sex.

Der Mann bestimmt wie selbstverständlich über Frau und Kinder. Dass Kinder von ihrem Vater verprügelt und die Mädchen vergewaltigt werden ist in der Kleinbauernschicht noch Gang und Gebe.

Abtreibung in jedem Fall verboten, das diesbezüglich angestrebte Gesetz für Abtreibung in besonderen Fällen ist in Bearbeitung.

Frauen müssen sich stylen, um als Sekretärinnen, Bankangestellte usw. eine Anstellung zu finden (schminken, falsche Fingernägel, gefärbte Haare, hohe Absätze, miniRock, Modeschmuck).

Wenn Chile eine Präsidentin hat, so, weil der ex Präsident Ricardo Lagos, in dessen Regierung sie erst Gesundheitsministerin und dann Verteidigungsministerin war, sie dazu machte. Nachdem sie von ihrer Partei (Sozialisten) als Kandidatin aufgestellt wurde, hatte sie praktisch schon den Sieg in der Tasche, da sie als mütterlicher Typ den "Mutterfrauen" Chiles eine Hoffnung gab (die sie sich in ihrer zweiten Regierung längst verspielt hat, da die Zustände im Land sich verschlechterten - zunehmende Kriminalität, ständige Streiks und Demonstrationen, zunehmende Verschuldung der Familien, das immer noch ungelöste Problem der Erziehung, das Aufdecken von Korruption in Senatorenkreisen u.a.

So stelle ich mir den Vorhof zur Hölle vor (wenn es denn eine gäbe). Einfach nur schrecklich. Die Welt steckt voller Frauenhasser.:(

Lg
Urajup
 
Die spanischen Eroberer brachten ja nicht nur den Katholischen Glauben in diese Religion sondern auch die Überzeugung ihres Herrenmenschentums. Das alles hat sich vermischt und ergab eine sehr unheilige Allianz.
Was mir so auffällt ist, dass dort wo der Katholizismus so besonders vorherrschend ist auch die Diskriminierung der Frauen, die Korrupton u.s.w. blühen. Woran das wohl liegen mag?

In vielen katholischen Männerköpfen steckt wohl immer noch die widersinnige Bewertung einer Frau in "Heilige oder Hure", "gute" oder "schlechte" Frau.

Wann all diese Unterdrücker, Schläger und Vergewaltiger wohl mal anfangen, solche moralischen Einteilungen bei sich selber vorzunehmen?

Lg
Urajup
 
warum redest du dann von "Glück gehabt", wenn es darum geht in den Himmel zu kommen oder nicht?
Ich jedenfalls will dort schon hin und nach Verheißung Jesu werde ich dort auch hinkommen (y)
Auch OT aber ein Wichtiges Thema finde ich!
Dein Glaube sei dir unbenommen.

Ich lebe im HIER und JETZT , das zählt für mich.;):)
 
Du hast vollkommen Recht was die Ausbeutung von Menschen in der Arbeitswelt durch Unterbezahlung betrifft. Das betrifft sicherlich hauptsächlich Frauen. Dagegen muss man weiterhin ankämpfen! Ich meine aber weniger den direkten wirtschaftlichen Schaden, der durch verfehlte Emanzipation entstand und entsteht, sondern allgemein die Beziehung zwischen den Geschlechtern und nicht zu vergessen letztlich die ganze Familie, die Schaden erleidet.

Die Arbeitsleistung der Frauen kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden, wenn es um die unbezahlten Tätigkeiten zugunsten der Familie geht. Unsere Gesellschaft hat hier immer noch viel zu wenig Ausgleich bzw. Anrechnung geschaffen. Ganz besonders wenn Kinder in die Welt kommen, ist es unabdingbar, dass die Mutter die Möglichkeit hat, zumindest in den ersten Lebensjahren beim Kind zu sein, ohne wirtschaftlichen Schaden erleiden zu müssen. Ich sage ganz bewusst "Mütter" denn die Väter sind meines Erachtens gerade in den ersten Lebensjahren kein vollwertiger Ersatz. Das ist rein biologisch betrachtet einfach so.

Verfehlte Emanzipation der Frau richtet sich eigentlich letztlich gegen die Familie und auch gegen funktionierende, harmonische Partnerschaft. Es kommt mir so vor, als wollten es diese Frauen mit Gewalt der Männerwelt heimzahlen, was die Frauenwelt in Vergangenheit zu leiden hatte und teilweise immer noch leidet. Das kann kein gemeinsames Ziel sein!

Im Idealfall sollten beide Geschlechter zu gleichen Teilen für ihre Arbeit entlohnt werden, und auch die Möglichkeit haben, wenn sie sich für eine Familie entscheiden, diese auch human adäquat, liebevoll versorgen zu können und nicht innerhalb unserer Leistungsgesellschaft in wirtschaftliche Abhängigkeiten gedrängt werden, um dem Gewinnstreben der Gesellschaft dienlich zu sein! Wenn ich mir allerdings den status quo ansehe, ist es reines Wunschdenken, weil dieses Ideal meilenweit von der Realität entfernt ist und die Entwicklung in eine vollkommen falsche Richtung geht!

Eine Folge der Verfehlung ist auch, dass die Geschlechterbeziehungen immer weiter auseinander driftet und sich oftmals auf Sexualität und symbiotischer Prozesse reduzieren, wie auch immer die aussehen. Da fällt mir spontan der Begriff "Patchworkfamilie" ein. Ist das nicht jämmerlich? Es ist letztlich sowohl für den Mann, als auch für die Frau unbefriedigend und - ja, auch auf die Gefahr hin dass ich wieder einmal für meine konservativen Ansichten gesteinigt werde - auch nicht im Sinne Gottes!

Ich stimme dir zu, bis auf den letzten Absatz.;)
Hm,..nicht in Gotte Sinne,...Liebe ist,...
 
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Emanzipation stammt von dem lateinischen emancipatio, was „Entlassung aus der väterlichen Gewalt“ oder auch die „Freilassung eines Sklaven“ bedeutet.
(Wikipedia)

Da stellen sich für mich einige Fragen:

Wenn jemand "väterliche Gewalt" erfahren hat, wie kann man daraus entlassen werden, ohne dass sie im Kopf weiterhin wirksam ist.
Selbst wenn ich davon ausgehe, dass die Gewalt in Wirklichkeit Sorge war.
Bleibt nicht im besten Fall der Wunsch nach Schutz - und was gebe ich dafür auf?

Können sich auch Männer aus dieser "väterlichen Gewalt" entlassen fühlen?
Wollen sie es überhaupt?

Können Menschen, die Sklaven waren, wirklich frei sein? Ahmen sie nicht fast automatisch das Gebahren ihres Herren nach?
Doch , ich denke schon, wenn sie sie sich von "Altem" befreien, können sie auch wirklich frei sein und dann ihr Leben leben.:) Nicht alle schaffen das, aber viele.
 
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