Uranus (der Prüfer der Zentrierung der Identität)

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:mad2: bin froh Dich Hier und Jetzt zu wissen :kuss1: . In MA wärest Du vermutlich mit Deinen heutigen Interessen als Hexe verbrannt, und in Deinem Alter am Ende der durchschnittlichen Lebensdauer. :weihna1
Wenn es Reinkarnation gibt, dann hat man sowieso schon mal im MA gelebt...und wer weiss, vielleicht auch als Hexe oder sonstwas verbrannt worden..:zauberer1 Gut, dass man's nimmer weiss.:kuss1:
 
Hi, Mrs. Marx.



Tja, ich habe auch nur die aufgezählt, zu denen ernstzunehmende offizielle Papierln existieren. Daneben erlaube ich mir, weitere Interessen zu haben, zu denen ich keine Vorlesungen an staatlichen oder anerkannten privaten Bildungsinstitutionen besucht habe. Und wenn du je irgendwas studiert haben solltest, wirst du vielleicht noch wissen, dass es beim Studium darum geht, das Lernen als solches und das wissenschaftliche Arbeiten zu lernen. Aus dieser Position kann man sich dann mit jedem Thema auseinandersetzen, solange man die Grundregeln beachtet.

Hi, Herr Mag. hi2u,

Papierln sind eine formale Geschichte. Schein und Sein hat die wahre Bedeutung. Manche studieren, und lernens NIE. Manche, Zitat: haben viel Beruf und wenig Ausbildung. Und sind gescheiter, als Leute, die 6 mal ein Abschluß hatten. Manche haben nur autodidaktisch gelernt, und sind wahre Kapazitäten auf ihrem Gebiet, sehe Prof. (österreichischer Titel) Otto König.

Informatik ist kein Lernen, ich muß lächeln, wenn ich dran denke, wie Freund meiner Tochter, ein Informatiker, sich gewundert hat, wieviel sie bei Medizin pauken muß. Er kennt das nicht, ihm gibt der Herr sogar im Schlaf. Architektur hast vermutlich abgebrochen, Dipl.Ing. schwer vorstellbar bei einem Studium, zu Deiner Zeit mit realer Dauer von 10-13 Jahren. Und die anderen Studienrichtungen sind für einen rhetorischen Vifzack sicher kein schwerer Brocken. Zeit und Einsatz braucht man, zweifellos, aber das wäre auch alles. Recherchieren, googeln kannst Du, PR und Verkauf gehen auch gut? Ist eh viel. Kann nicht jeder.
 
Auf der Uni lernt man sowieso nur Kopfwissen, sonst nix.
Ich mochte die kühle, rationale Atmosphäre dort nie, ich habe dort oft "gefroren". Freilich gab's auch Ausnahmen, die sind aber in der Minderheit.
 
ich wollte damit sagen, daß nur zählt, was wirklich existiert. Es gibt hervorragende Lehrer, und welche, die nur die Zeit abbimmeln, oder Wissenschaftler, die zwar Forscher, aber keine Wissensvermittler sind. Ich habs mit den Leidenschaftlichen, wie seinerzeit Prof. Tuppy, der ein guter Lehrer gewesen ist. Eine Glückssache. Bei den Studienabbrechern im Jahre 1990 hatten 70% wegen Isolation, sowohl unter den Studierenden, als auch zum Lehrer, aufgegeben. Professoren-Studenten Kommunikation, wie in den USA, gibts in Ö kaum. Es ist schon viel, wenn man ein paar Tipps bei der Dissertation bekommt, Begleitung (persönliche Gespräche zwischendurch) eine Seltenheit. Allerdings Mails haben eine neue Ära eingeläutet. Man fragt einfach schriftlich beim Lehrpersonal nach.

O.T. oder uranische Spinnereien?
 
Hi, Mrs. Marx.

Papierln sind eine formale Geschichte.

Klar, aber alles andere ist ungeprüfte Einbildung. Was soll ich denn noch raushängen lassen? Hey, ich habe meine Jahrzehnte nicht wirklich vertrödelt und die paar Zettel sind nur die Spitze des Eisbergs -- und vor allem: Geschichte.

Was sagt schon ein Papierl von vor ein paar Jahren über mich heute aus? Eben, nix. Ich find's nur lustig, wie du die Schwierigkeit eines Studiums einschätzt. Nach meiner Ansicht sind die am schwersten, zu denen man keinen Bezug hat. Wenn ein Mediziner was auswendig pauken muss, damit er die Dinge beim richtigen Namen nennen kann, dann bloss deshalb, weil Latein halt ein bisserl ungeläufig ist. Ich hatte in der AHS Oberstufe ein sehr inniges Verhältnis zur Chemie und bin da auch zur Matura angetreten. Mit dem Wissen habe ich dann noch zwei Jahre später meiner Cousine Nachhilfe für die Chemie-Prüfung im Medizin Studium geben können. Wenn man es mag, ist es gleich, wie komplex der Stoff ist, und wenn man es nicht mag, wird man auch Trivialitäten mühsam finden.

Wenn jemand ein Studium nicht weiterbringt, weil es ihn/sie anödet, dann sollte ein Wechsel ins Auge gefasst werden -- nicht jeder mag den Betrieb, nicht jeder den Stoff, und irgendwann muss man auch die Konsequenz ziehen...

Mir hat das Studieren immer Spaß gemacht, und wenn's mir wer zahlen würde, könnte ich mich jederzeit wieder in Hörsälen vorstellen. Doch leider kann man nicht als Studiousus in Pension gehen :) Und Lehre -- nö, die ist akademisch nicht meins, da ist mir zu viel Hickhack hinter den Kulissen, das nervt und lenkt ab...
 
hi2u schrieb:
Wenn jemand ein Studium nicht weiterbringt, weil es ihn/sie anödet, dann sollte ein Wechsel ins Auge gefasst werden
Wobei das nur Sinn macht, wenn man eine wirklich gute Alternative hat. Ansonsten hängt man in der Luft, hat keine abgeschlossene Ausbildung und darf Hilfsarbeiten machen...
 
Wenn man es mag, ist es gleich, wie komplex der Stoff ist, und wenn man es nicht mag, wird man auch Trivialitäten mühsam finden.

Wenn jemand ein Studium nicht weiterbringt, weil es ihn/sie anödet, dann sollte ein Wechsel ins Auge gefasst werden -- nicht jeder mag den Betrieb, nicht jeder den Stoff, und irgendwann muss man auch die Konsequenz ziehen...

Bei Medizinstudium geht es nicht nur um mögen oder nicht mögen, oder anöden. Es geht darum, daß das Studium andere Menschen braucht als die Arbeit danach.
In Medizin ist auch nach neuester Reform eine Prüfung = Rigorosum, mit wenigen Ausnahmen, bei Übungen. Der Stoff ist immens. Z.B. für Pathologie nach altem System (jetzt gibts zweigeteilt) war mindest! Lerndauer - für Schnelllerner - 4-6 Monate. Stures auswendig lernen von Punkten. Entweder hat man gutes Kurzzeitgedächtnis und lernt schnell, vergiß aber das Gelernte bald, oder tuts sich schwer, weil man Langzeitgedächtnis hat oder man braucht zunächst ein Netzaufbau von Informationen, die dann lebenlang als Compendium dienen. Vergißt das mühsam Gelernte nicht , oder nur marginal. Die Durchfallquote bei Pathologie hoch, mitunter 50 %, nur Physiologie hat zeitweise 80% gehabt. Interesse für den Fach ist unwichtig, weil das Studium für Schnellauswendiglerner konzipiert ist, erst im -damals - dritten Abschnitt, bei den Einzelfächer (Interne, Chirurgie...), konnte man Zusammenhänge benützen, da taten sich auch die Langzeitgedächtnislerner besser, weil sie den vergangenen Stoff intus hatten, wogegen die Kurzzeitgedächtnislerner immer wieder nachlernen mußten. Die Praxis im Beruf (Diagnostik und Indikationen) braucht wiederum andere Geistesqualitäten, die reinen Superauswendiglerner sind dazu kaum geeignet. Ihr Diplom gibt dieser Absolventengruppe aber recht = Schein. Viele meiner Kollegen haben aufgegeben, schon im Vorklinikum, während der Sezierkurse, später, im zweitem Abschnitt wegen dem Lernwahnsinn.
Ich gehöre übrigens zu denen, die ein Infosnetz brauchen, bin kein Kurzzeitgedächtnislerner.

Herr Mag. hi2u, ich lese Sie gern, es ist nicht meine Absicht, partout recht zu haben, aber Sie tappen immer wieder mit halbem Wissen in meine Gefilden. Ich verstehe z.B. wenig aus dem Bereich der Informatik, halte auch demententsprechend bei diesen Themen meine Klappe.
 
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Hi, Lilith.

Wobei das nur Sinn macht, wenn man eine wirklich gute Alternative hat. Ansonsten hängt man in der Luft, hat keine abgeschlossene Ausbildung und darf Hilfsarbeiten machen...

Da ist schon wieder das Sicherheitsstreben: "Lieber mühe ich mich für einen Titel durch ein Sch*studium, als dass ich etwas mache, das mir vielleicht entspricht". Was machst du jetzt mit deinem abgeschlossenen Studium? Ganz etwas anderes? Oder etwas, das zumindest noch partiell mit dem Studium zu tun hat?
 
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