esoterix
Aktives Mitglied
Bitte nicht wieder als Gejammer auslegen, denn ich beklage mich persönlich nicht im Geringsten, denn ich zum Glück stabil genug um dieses Spiel durchzustehen. Gleichwohl mache ich mir aber Sorgen um Mitmenschen, die einer solchen Behandlung nicht gewachsen sind. Daher möchte ich euch meine bisherigen Erfahrungen einmal schildern:
Vor 3 Jahren zog ich die Notbremse und kündigte meinen Arbeitsplatz, der mich seit Jahren über alle Maße belastet hatte. Zunächst folgte einfach nur die Suche nach einer anderen Stelle, was wenig erfolgreich war. Allerdings setzte mir die Behandlung durch das Arbeitsamt sehr zu und ich wußte damals nicht, was ich mehr fürchtete: Arbeit zu haben, oder keine. Auf jeden Fall fand ich schließlich wieder eine Anstellung, merkte jedoch schnell, dass ich den Anforderungen nicht mehr gewachsen war. So wurde mir nach 35 Berufsjahren zum ersten Mal gekündigt. Erneut dem Druck der Arbeitsverwaltung ausgesetzt, ging ich endlich zum Arzt und war seitdem krankgeschrieben. Burnout, Erschöpfungsdepression, Distymia und andere Diagnosen habe ich gehört und gelesen. Dann kam eine 6-wöchige Reha, während der mein Zustand sich nicht besserte, sondern das Gegenteil eintrat. Als mich die Krankenkasse schließlich aussteuerte, stellte ich auf Anraten aller beteiligten Experten einen Rentenantrag. Nun ging es erst richtig los: Wieder zum Arbeitsamt, Gutachter hier, Gutachter dort: Abgelehnt. Widerspruch. Der Gutachter des Arbeitsamts hatte derart geurteilt, dass ich noch zwischen 3 und <6 Stunden arbeitsfähig bin, worauf ich mit diversen Einschränkungen als arbeitsuchend aufgenommen wurde. Damit könnte ich leben, denn dieses Pensum traue ich mir z.Zt. gerade noch zu. Stunden später hatte das schlechtere Gutachten des Experten der BFA zur Folge, dass ich nun wieder als voll erwerbsfähig gelte, was bedeutet, dass ich erneut mit min. 10 Stunden incl. Fahrt rechnen muss. Dies ist völlig unmöglich, da ich nach spätestens 3 Stunden Arbeit erschöpft bin und mich regenerieren muss. Krank schreiben geht nun auch nicht mehr. Sch....spiel könnte ich nun sagen, wenn der Staat mich mit allen Mitteln austricksen will, dann mache ich es halt auch so. Das aber ist nicht mein Ding und auch nicht sinnvoll, weil jeder Chef sehr schnell merken würde, was mit mir los ist. Es reicht im Übrigen ein Monat ohne Beitrag zur Rentenversicherung, um den Anspruch auf Erwerbsminderungsrente zu verlieren. Alle beteiligten Ärzte sehen es realistisch, aber ein Gutachter reicht, um mich in diese schwierige Lage zu bringen. Hätte ich nicht meinen festen Standpunkt auf Gottes Boden, im Universum oder wie wir es auch nennen wollen, ich wüsste nicht mehr ein, noch aus. Zum Glück kann mich das nicht weiter drücken, aber ich denke, dass unser "Sozialstaat" mit diesen Methoden schon viele in den Selbstmord getrieben hat.
....ich werde euch auf dem Laufenden halten.
lg esoterix
Vor 3 Jahren zog ich die Notbremse und kündigte meinen Arbeitsplatz, der mich seit Jahren über alle Maße belastet hatte. Zunächst folgte einfach nur die Suche nach einer anderen Stelle, was wenig erfolgreich war. Allerdings setzte mir die Behandlung durch das Arbeitsamt sehr zu und ich wußte damals nicht, was ich mehr fürchtete: Arbeit zu haben, oder keine. Auf jeden Fall fand ich schließlich wieder eine Anstellung, merkte jedoch schnell, dass ich den Anforderungen nicht mehr gewachsen war. So wurde mir nach 35 Berufsjahren zum ersten Mal gekündigt. Erneut dem Druck der Arbeitsverwaltung ausgesetzt, ging ich endlich zum Arzt und war seitdem krankgeschrieben. Burnout, Erschöpfungsdepression, Distymia und andere Diagnosen habe ich gehört und gelesen. Dann kam eine 6-wöchige Reha, während der mein Zustand sich nicht besserte, sondern das Gegenteil eintrat. Als mich die Krankenkasse schließlich aussteuerte, stellte ich auf Anraten aller beteiligten Experten einen Rentenantrag. Nun ging es erst richtig los: Wieder zum Arbeitsamt, Gutachter hier, Gutachter dort: Abgelehnt. Widerspruch. Der Gutachter des Arbeitsamts hatte derart geurteilt, dass ich noch zwischen 3 und <6 Stunden arbeitsfähig bin, worauf ich mit diversen Einschränkungen als arbeitsuchend aufgenommen wurde. Damit könnte ich leben, denn dieses Pensum traue ich mir z.Zt. gerade noch zu. Stunden später hatte das schlechtere Gutachten des Experten der BFA zur Folge, dass ich nun wieder als voll erwerbsfähig gelte, was bedeutet, dass ich erneut mit min. 10 Stunden incl. Fahrt rechnen muss. Dies ist völlig unmöglich, da ich nach spätestens 3 Stunden Arbeit erschöpft bin und mich regenerieren muss. Krank schreiben geht nun auch nicht mehr. Sch....spiel könnte ich nun sagen, wenn der Staat mich mit allen Mitteln austricksen will, dann mache ich es halt auch so. Das aber ist nicht mein Ding und auch nicht sinnvoll, weil jeder Chef sehr schnell merken würde, was mit mir los ist. Es reicht im Übrigen ein Monat ohne Beitrag zur Rentenversicherung, um den Anspruch auf Erwerbsminderungsrente zu verlieren. Alle beteiligten Ärzte sehen es realistisch, aber ein Gutachter reicht, um mich in diese schwierige Lage zu bringen. Hätte ich nicht meinen festen Standpunkt auf Gottes Boden, im Universum oder wie wir es auch nennen wollen, ich wüsste nicht mehr ein, noch aus. Zum Glück kann mich das nicht weiter drücken, aber ich denke, dass unser "Sozialstaat" mit diesen Methoden schon viele in den Selbstmord getrieben hat.
....ich werde euch auf dem Laufenden halten.
lg esoterix