Nein
Wohoool
Gaahr nicht waahr
DOOHOOCH
Lassen wir das lieber gleich.
oh je...weil ich deinen ernsthaften Beitrag vermeintlich nicht genug *gewürdigt habe*, habe ich angeblich 95 % deiner Fragen nicht beantwortet.
Ne... um "würdigen" gehts dabei nicht. Aber Du hast nicht "angeblich" nicht ge-/beantwortet sondern Du hast nicht. Ist auch kein Problem, aber ich weise eben kurz darauf hin.
das ist ne ganz plumpe Unterstellung, denn das schrieb ich NIRGENDWO, sondern ich habe jetzt mehrfach erläutert, warum ich diese Begriffe für überflüssig und leicht ersetzbar halte.
Wenn Du schreibst, es gibt keine Menschenrassen und daher auch keine Mischlinge, dann ist das zuerst mal einfach eine Meinung oder auch Überzeugung und beruht auf Deinen Konzepten davon. Andere haben andere Ansichten und Überzeugungen und Konzepte. Dabei gehts mir jetzt nicht um Wertigkeiten oder die Frage nach objektiver Wahrheit (die es bei der Frage so nicht gibt). Es geht mir darum, dass beide Aussagen, "es gibt..." und "es gibt nicht..." auf Konzepten beruhen die sich letztlich sogar ähneln. Und die kriegt man eben nicht weg nur weil man behauptet sie seien nicht da. Egal welche Umformulierungen Du vornimmst, oder wie Du Begriffe ersetzt oder ob Du sie streichst, hat keinen Einfluss auf die Konzepte. Und es sind ja die Konzepte im Hintergrund die zu Spannungen führen, wenn sie negativ besetzt sind.
und wieder....plus einer erneuten Unterstellung...von VERBANNEN sagte ich ebensowenig was, sondern vom unreflektierten Übernehmen gewohnter Begriffe, die Menschen, auf die sie sich beziehen, aus guten Gründen oft nicht so prickelnd finden.
Du hast nicht das Wort "verbannen" benutzt, aber Du bist ja der Ansicht man sollte solche Begriffe nicht nur nicht benutzen, sondern es brauche auch keine anderen um dasselbe zu sagen.
Und da finde ich wirklich die Frage interessant, ob dann nicht auch Begriffe wie "Schwarze" nicht mehr benutzt werden sollten. Das wäre dann nur konsequent.
es gibt keine objektive Bedeutung...du wirst langsam albern.
Dann ersetze "objektiv" durch "wertneutral". Eine Bewertung wird ja immer erst hinzugefügt. Eine Rose ist eine Rose... man selbst fügt dann subjektive Bewertungen hinzu wie "schön" oder auch Assoziationen wie "zuletzt auf einer Beerdigung gesehen".
Es wurde lange Zeit wertneutral benutzt, so wie heute das Wort "Schwarzer" verwendet wird. Ansonsten wäre der Begriff wohl kaum in den Kinderbüchern gelandet, oder glaubst Du Astrid Lindgren fand ihn rassistisch?
und jetzt zum zweiten oder dritten Mal. Ich habe nirgends von verbannen gesprochen, sondern davon, mal zu sehen, in welchem Kontext man Begriffe benutzt und ob die nicht sehr einfach ersetzbar sind.
Beispiele gabs reichlich.
Zum dritten mal:
Du sagtest, es gibt keine "Mischlinge" und Du willst auch keinen anderen Begriff der diesen ersetzt. Es gibt aber ja Menschen mit Vorfahren sehr unterschiedlicher Herkunft. Das ist wertneutral. Der Begriff selbst wird als rassistisch empfunden, obwohl er zumindest wertneutral sein könnte... das rassistische wird ja auch assoziativ hinzugefügt. Es geht mir aber nicht darum das ich darauf bestehe diesen Begriff verwenden zu wollen. Es geht mir darum, das die reine Bedeutung "Menschen mit Vorfahren unterschiedlichster Herkunft, bei denen das auch deutlich sichtbar ist" wertneutral sein sollte und ich die Logik nicht verstehe warum es dafür keinen ebensolchen Begriff geben soll. Denn wie gesagt: Konsequenterweise müsste dann auch der Begriff "Schwarze" wegfallen.
mir wirds jetzt langsam echt zu doof.
Diese angeblichen *Kriterien* haben ne lange Geschichte in verschiedener Ausführung und sind nicht haltbar.
Das sind wieder die Assoziationen/Konzepte dazu. Die sind subjektiv, je nachdem welche man gelernt hat. Und noch mal: Es geht mir nicht darum den Begriff unbedingt nutzen zu wollen. Es geht mir darum, das wertneutrale Konzepte in Sprache übersetzbar sein sollten und vor allem darum, dass die Probleme in den Konzepten liegen.
Hollywoodinterviews sind ganz bestimmt der erste Maßstab für Differenziertheit und herausragende Intelligenz.
Denk vielleicht noch mal drüber nach. Denn angenommen, dass der Fragesteller zu dem Begriff keinerlei negatives Konzept hat und Jamie Foxx ebenfalls nicht.. ist das eher gut oder nicht gut? Und sowohl Frage als auch Antwort legen genau das ja nahe... dadurch wird auch genau das an Leser vermittelt. Plus: Das Thema Rassismus wird offen angesprochen und Foxx gibt offene Einblicke. Besser gehts doch im Grunde gar nicht. Warum willst also Du ein Problem damit haben wenn der schwarze Schauspieler offenbar keines hat?
da muß mir die letzten Jahre was entgangen sein, denn das Wort Unruhen höre ich öfter - Rassenunruhen jedoch nicht mehr. Das könnte einen Grund haben.
Gerade jetzt wird das Wort aber oft benutzt, weil es in den USA die Sorge gab das die Geschichte des schwarzen "Cop-Killers" zu Rassenunruhen führen könnten und es wird auch oft Bezug auf die Rassenunruhen Anfang der 90er genommen.
Beispiel 10.02.2013
Spätestens seit den Rassenunruhen von 1992, ausgelöst durch einen Übergriff weißer Polizisten auf einen Schwarzen, reagieren die Behörden bei diesem Thema empfindlich.
http://www.spiegel.de/panorama/just...ucht-und-kriegt-neues-verfahren-a-882468.html
Anderes Beispiel 05.01.2012
In Fotoreportagen zeigte sie Rassenunruhen, Kriege, Armut. Nun ist Eve Arnold in einem Londoner Altenheim gestorben.
http://www.spiegel.de/kultur/gesell...m-fotografin-eve-arnold-ist-tot-a-807445.html
Der Begriff wird ganz einfach deshalb nach wie vor benutzt weil sie irgendeinen beschreibenden Begriff brauchen. Wenn man sich fragt, was alternativ verwendet werden könnte fällt mir da jetzt auch nicht viel ein. Dir?
sagte ich bereits....es gab diverse *Rassekonzepte* und die sind allesamt nicht haltbar, mal ganz davon abgesehen, wie sie benutzt wurden und werden.
Offenbar werden Rassebegriffe nach wie vor benutzt und sehr oft lange nicht immer so wertend wie Du sie empfindest. Und es macht doch viel mehr Sinn diese Wertungen möglichst aufzulösen, als die Begriffe ersatzlos zu streichen oder es zu kritisieren wenn andere sie wertfrei benutzen.
Noch ein Beispiel:
Schwarz oder weiß? Die Antwort auf diese Frage fiel Hispanics in den USA bisher schwer. Doch nun gelten sie dort als eigene "Rasse". Damit werden sie mancherorts zur entscheidenden Wählergruppe - und es geht auch um Geld.
(...)
"Rasse" ist in Amerika laut United States Census Bureau eine "soziale Definition". Die Erhebungen stellen keinen Versuch dar, "Rasse biologisch, anthropologisch oder genetisch zu definieren". Die entsprechenden Statistiken beruhen auf "Selbstidentifikation" der Bürger.
Nun hat das Census Bureau einige Neuerungen angekündigt. Erstens: Das Wort "negro" wird nicht mehr verwendet werden;
immer weniger Schwarze, heißt es, hätten sich zuletzt noch mit dem Begriff identifizieren können, der damit die letzte Legitimität zu verlieren scheint, die er überhaupt noch hatte - die einer Selbstbezeichnung. Zweitens: Araber sollen sich als solche kenntlich machen können. Und vor allem drittens: Die Hispanics sollen bei der nächsten Volkszählung, die für 2020 ansteht,
als eigenständige Rasse gelten.
(...)
http://www.sueddeutsche.de/politik/...a-hispanics-gelten-als-eigene-rasse-1.1442247
Wenn also die Betroffenen selbst nicht nur kein Problem damit haben, sondern eine Selbstbezeichnung wünschen, die unter dem Überbegriff "Rasse" läuft... und die USA diesen Begriff wertfrei benutzen... ist das Deiner Ansicht nach eher Fortschritt oder Rückschritt? Und welche Alternativen würdest Du vorschlagen? Mir fallen keine ein... außer wieder irgendwelche Drumherumformulierungen.
Und wenn ich sage, daß ich lieber mit Menschen spreche, dann meine ich: mit Menschen sprechen und nicht mit einer Hautfarbe.
Ich spreche auch mit Menschen und nicht mit Hautfarben. Ich denke, das tun die meisten. Es macht m.A.n. nur keinen Sinn Hautfarben und sonstige Unterschiede, die offensichtlich sind, sprachlich krampfhaft ignorieren zu wollen. Vor allem gibt es nun mal durchaus das Phänomen ÜBER Menschen zu sprechen. Der gesamte Journalismus lebt davon in all seinen Facetten.
Übrigens ist es kein ganz neues Phänomen, daß Opfer von Völkermord und Rassenideologien diese sogar übernehmen, um sich u.a. mit *Reinrassigkeit* von den Tätern abzugrenzen mit der Folge, daß *Mischlinge* von beiden Seiten diskriminiert werden.
Rassenideologie ist sowieso kein neues Phänomen und existierte schon lange vor dem Begriff selbst. Als Ideologie gab es Rassismus schon in der Antike und im alten China, in Indien usw. Ich vermute sogar, dass es Rassismus gibt seit es Menschen gibt. Weil es für Menschen zuerst mal natürlich ist mit Angst auf alles zu reagieren das fremd erscheint. Auf Fremde wird dann Schuld und Minderwertigkeit projeziert. Das kann natürlich viele verschiedene "Formen" annehmen, aber als grundlegendes Phänomen wird es Rassismus vermutlich immer schon gegeben haben.
Verdammt gute Gründe, um diesen Rassenscheißdreck nicht zu unterstützen.
Möglicherweise verstehst Du tatsächlich nicht was ich sagen will. Lass es mich so formulieren: Verdammt gute Gründe, um mal tiefer zu hinterfragen wie es zu Rassismus kommt, inwiefern die eigenen Konzepte zum Thema eher konstruktiv oder destruktiv sind, und ob es da nicht so einige verbindende Elemente zwischen Rassisten und jenen gibt, die sehr schnell und möglicherweise auch mal ein bisschen vorschnell Rassismus zu sehen glauben und den Zeigefinger heben.