Überarbeitung von Kinderbüchern - notwendig oder Zensur?

Auch da stimme ich Dir zu. Die Frage ist aber: Wann ist es natürlich, wann ist es nur ein harmloses Klischee und wann wird dieser Umgang mit diesen Unterschieden schädlich? Die Grenzen dazwischen sind fließend. Aber EIN Kriterium, wann sowas schädlich wird, ist, wenn dadurch die betroffenen Menschen behindert werden.

Nehmen wir beispielsweise wieder den Leistungssport. Wenn da nun das Klischee "Schwarze laufen schneller" dazu führt, dass nur noch schwarze Läufer in Sprotvereinen zugelassen werden und zu Wettkämpfen geschickt werden, und die weißen Läufer dürfen nicht einmal ihr Können zeigen. Dieses Beispiel mag lächerlich weit hergeholt erscheinen - mit Absicht - der Punkt ist aber: Klisches haben Menschengruppen immer wieder arg geschadet. Beispielsweise den Afroamerikanern. Da gab es sogar auch "Statistiken" in den 50ern, die angeblich zeigten, dass diese Bevölkerungsgruppe weitaus weniger intelligent wäre - wobei die betreffenden "Wissenschaftler" dabei in fast jede Stolperfalle der statistischen Datennahme und Interpretation hereingefallen sind, in die man nur tapsen kann - angefangen von der alles andere als repräsentativen Datennahme etc.

Ich glaube, all diese Probleme werden weiterhin existieren. Es werden beständig Spannungen innerhalb größerer und kleinerer Gemeinschaften aufgebaut und andere dafür abgebaut. Das Spiel wird nicht enden... Und wenn wir Menschen irgendwann alle super miteinander klarkommen, landen irgendwelche Aliens... :D

M.A.n. sollte man v.a. im eigenen Leben darauf schauen das man die Menschen mit denen man zu tun hat respektvoll behandelt. "Von oben" sind solche Probleme nicht in den Griff zu bekommen.
 
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Warum interessiert mich das in dem Moment nicht mehr, wo die Elite bei dem Beispiel des Sprints das Ausschlaggebende ist?

Wenn ich versuche etwas zu relativieren, nur weil ich es gelernt habe eine Statistik anders zu lesen, was aber an den offensichtlichen Fakten wieder vorbei geht.

Wenn ich Dich richtig verstehe, hast Du ähnlich so argumentiert, als Condemn die Statistik der Schwarzen Sprinter anführte.

Ja, denn die Schlussfolgerung, die aus dieser Statistik gezogen wird, ist falsch. Der Satz "Farbige laufen schneller" ist immernoch falsch, weil sich die Verteilungsfunktionen aller Farbiger und aller Weißen wahrscheinlich stark überlappen. Richtiger wäre evtl. der Satz: "Trainierte Farbige laufen schneller als trainierte Weiße." - darum habe ich in einer Antwort an Condemn auch die Aufspaltung in Trainingsklassen erwähnt, die da interessant wäre. Erst, wenn man das alles kennt, kann man anfangen gute und gut belegte Aussagen über die Ursachen zu machen.

Aber wie kann man so argumentieren, wenn es eindeutig ist, dass Schwarze im Durschnitt deutlich schneller laufen können?

Merkst Du nicht, wie schlecht alleine diese Frage formuliert ist? Wir kennen die Verteilungsfunktionen der Laufzeiten von Weißen und Schwarzen nicht. Insofern können wir keine Aussagen machen über "im Schnitt deutlich schneller". Alles, was wir kennen, ist der Medailen-Spiegel. Aus dem können wir aber nichts über Durchschnitt und Mittelwerte etc. ablesen.

Mathematisch ist es sogar überhaupt kein Problem, dass eine Gruppe einen deutlich höheren Elite-Anteil hat, obwohl ihr Mittelwert geringer ist als in der anderen Gruppe - ebenfalls mit Normalverteilungen gerechnet; die Streubreite in der einen Gruppe muss nur ziemlich größer sein, als in der anderen.

D.h. von "im Schnitt deutlich schneller" können wir von den Medailen-Spiegel alleine nicht schließen.

Und aus solchen Statistiken lassen sich ersteinmal nicht die Ursachen für die Unterschiede ablesen. Im Falle des Sprints ist da der Artikel, den Condemn verlinkt hat, interessant, aber wahrscheinlich auch nicht der weisheit letzter Schluss.

Wenn es (glaube) in den letzten 40 Jahren keinen einzigen weißen Sprinter gab, der die Weltmeisterschaft in der Königsdisziplin des 100m Sprints gewann?
Wenn von den 70 Läufern, die die 10 Sekunden Hürde geknackt hatten gerade einmal 1 einziger davon ein weißer war?

Immerhin ein Weißer.

Welche Aussagen können wir daraus ziehen? Nicht die, die hier im Thread teilweise draus gezogen wurden.

Ich habe damit keine Probleme als weißer zu sagen, der Schwarze Mann läuft durchschnittlich schneller als ein weißer. Ich kenne noch mehr Unterschiede. Der Schwarze hat i.d.Regel ein besseres Rhythmusgefühl und ich glaube, das ist das Entscheidende für diese schnellen Sprints.
Bin ich jetzt rassistisch, weil ich das so seh?

Meiner Ansicht nach, bist Du dann rassistisch, wenn Du aufgrund dieser Unterschiede einzelne Individuen der betreffenden Gruppe benachteiligst. Z.B. wenn Weiße nicht mehr im Spitzensport gelassen würden, weil "sie ja eh nicht das hohe Sprint-Niveau erreichen können." ... eine Schlussfolgerung, die in anderen Beispielen in der Geschichte schon getroffen wurde und immernoch wird, die allerdings schlicht und ergreifend FALSCH ist.

Diese Frage kann man erst danach stellen, es ist erst einmal maßgebend, zu sehen, dass diese Unterschiede überhaupt existieren.

... und wie groß bzw. relevant er ist. Und auch dieser Unterschied ist mitunter irrelevant.

Das ist wieder eine dritte Komponente, die man mit den ersten nicht vermischen darf. Ansonsten könnte man sofort alle Gabeln und Messer verbieten, denn es wurden damit schon Menschen getötet.

Genauso, wie es unmoralisch ist, mit Gabeln und Messern andere Menschen zu töten, ist es schlicht falsch, solche Fakten - wie Du es nennst - zu überinterpretieren und daraus dann Aussagen zu formen, die durch diese Fakten gar nicht gedeckt werden. Denn damit wäre es auch unmoralisch, Menschen zu verweigern, den Zutritt zu einer Elite zu versuchen, weil sie zur falschen Gruppe gehören. Das tun Rassisten (und Männer-Rechtler). Wenn Du das nicht tust, bist Du in meinen Augen kein Rassist (und kein Männer-Rechtler), aber Du überinterprtierst die Zahlen immernoch maßlos in einer Art, wie es auch Rassisten tun.

Was quakt und watschelt wie eine Ente, wird oft für eine Ente gehalten. Wer sich nicht als Ente sieht und sich beschwert, für eine Ente gehalten zu werden, sollte sich bemühen, die eigenen Unterschiede zu Enten aufzuzeigen.
 
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Das ist ja ganz verlogen, als ob diese Wortschlacht jetzt plötzlich von den Initiativen der Schwarzen ausging. Bitte die Kirche im Dorf lassen. Es sind immer gewisse Ideologen, die sagen was beleidigend ist, was nicht. Und hat man einmal EINEN Schwarzen gefunden, der das ähnlich sieht, füllt man damit die Medien. Sehr verlogen das Ganze.

ok...nehmen wir einmal an das stimmt! und das tut es nicht! das ist eigentlich so ziemlich die rassistischste Scheisse, die ich seit langem hier gelesen habe! und eigentlich habe ich grad echt ne Schreibblockade, weil ich nicht weiß, wo ich anfangen soll, diesen unmöglichen Schwachsinn zu kommentieren...

aber ok, selbst wenn das stimmt, dann sagst du immer noch, dass der Schwarze beleidigt ist (auch wenn dahinter natürlich der verschwörerische Manipulierungsversuch weißer Akademiker steht, wahrscheinlich Kommunisten!)!!!! also obwohl sich der "schwarze" beleidigt fühlt und du das weißt, durch dieses unscheinbare Wörtchen, das von so vielen Menschen mit Hass und Ausgrenzung und Vernichtung verbunden wird, obwohl das so ist, meinst du dennoch dich mit diesen Wörtern verständlich machen zu müssen, weil DU persönlich mit diesem Wort ja niemanden beleidigen möchtest und mit den "schwarzen" Menschen ja gar kein Problem hast?????????

Du magst ja vom Affen abstammen, ich jedenfalls nicht!

vielleicht soltest du das hier als Signatur verwenden...dann wissen alle anderen sofort mit welcher Menschenrasse sie es hier zu tun haben!
 
Das ist ja ganz verlogen, als ob diese Wortschlacht jetzt plötzlich von den Initiativen der Schwarzen ausging. Bitte die Kirche im Dorf lassen. Es sind immer gewisse Ideologen, die sagen was beleidigend ist, was nicht. Und hat man einmal EINEN Schwarzen gefunden, der das ähnlich sieht, füllt man damit die Medien. Sehr verlogen das Ganze.

Frage : Ist das so verlogen wie du mit deiner *These* als du den " Neger " Salonfähig machen wolltest ?


Du magst ja vom Affen abstammen, ich jedenfalls nicht!

Evolutionslehre ....ftw....
 
Ich glaube, all diese Probleme werden weiterhin existieren. Es werden beständig Spannungen innerhalb größerer und kleinerer Gemeinschaften aufgebaut und andere dafür abgebaut. Das Spiel wird nicht enden... Und wenn wir Menschen irgendwann alle super miteinander klarkommen, landen irgendwelche Aliens... :D

M.A.n. sollte man v.a. im eigenen Leben darauf schauen das man die Menschen mit denen man zu tun hat respektvoll behandelt. "Von oben" sind solche Probleme nicht in den Griff zu bekommen.

Dito!
Andererseits bin ich auch am Zweifeln, ob die Absichten, die dahinter stehen, solche Zensuren zu betreiben, wirklich gute sind?
 
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Was quakt und watschelt wie eine Ente, wird oft für eine Ente gehalten. Wer sich nicht als Ente sieht und sich beschwert, für eine Ente gehalten zu werden, sollte sich bemühen, die eigenen Unterschiede zu Enten aufzuzeigen.

Dieser Spruch scheint Dir zu gefallen, aber ich finde den deutlich zu einseitig. Wer mit anderen Menschen nach der Devise umgeht, das sie ihm zeigen müssen das seine Vorurteile nicht zutreffen, legt sich selbst doch massive Steine in den Weg. Auf die Art stempelt man möglicherweise deutlich zu oft und zu schnell andere als etwas ab das ihnen nicht gerecht wird. Und zwar auf der Basis eigener Konzepte.

Früher habe ich mich sehr geärgert wenn andere etwas das ich schrieb unbedingt falsch auslegen wollten. Mittlerweile denke ich meistens, dass es deren Problem ist, weniger meins. Würde mir hier jemand aus irgendeinem Grund, etwa weil ich das Wort "Mischling" verwendete weil ich bisher kein besseres Wort kenne, Rassismus anhängen wollen, und dabei übersehen wollen was ich sonst noch so alles zum Thema schrieb... würde ich mittlerweile sagen: Sein/ihr Problem, nicht meins. In der Regel würde ich dann zwar trotzdem noch mal erklären, dass ich definitiv nicht rassistisch bin, aber das wäre eher für Mitleser gedacht... nicht für die Person die vorschnell urteilt.
 
Frage : Ist das so verlogen wie du mit deiner *These* als du den " Neger " Salonfähig machen wolltest ?

Wenn man das WORT Neger nicht durch SCHWARZER ersetzt hätte, was wär dann anderes geblieben?
Und die immer wiederkehrende Frage: Wäre eine Welt in den 50 beispielsweise in Amerika weniger rassistisch gewesen, wenn man das WORT verändert hätte?


Evolutionslehre ....ftw....

Die Evolutionslehre besagt eindeutig, dass der Mensch NICHT vom Affen abstammt!

Beide hatten den selben Vorfahren, das ist etwas ganz anderes.
Man könnte auch sagen, der Affe hat sich abgespalten und ist, wie andere Tiere auch, in die Spezialisierung gegangen, der Mensch jedoch steht noch voll in der Entwicklung.
 
Ahm... ich nehme jetzt auch mal Halle Berry als Beispiel.. sie schätzt sich offensichtlich selbst als schwarz ein, siehe ihre Oscar-Rede. Und ich denke, es geht anderen genauso.




Ja... sags mir. Was ist der richtige Begriff?

In den US wäre glaube ich bi-racial das richtige Wort, wenn es um 2 Rassen geht, oder multi-racial wenn es um mehr als 2 Rassen geht. Aber viele junge Leute nennen die Rasse überhaupt nicht mehr, da es bei Rasse ja meistens um Hautfarbe geht und warum ist die Hautfarbe überhaupt wichtig un jemanden zu beschreiben, Dann wird einfach gesagt dass die Mutter ...ist, und der Vater....
Halle Berry schätzt sich als schwarz ein, weil die Gesellschaft in der sie sich befindet, sie als schwarz einschätzt.Wenn sie sich selbst als weiss einschätzen würde, würden sie andere immer noch als schwarz einschätzen.
 
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Ja, denn die Schlussfolgerung, die aus dieser Statistik gezogen wird, ist falsch. Der Satz "Farbige laufen schneller" ist immernoch falsch, weil sich die Verteilungsfunktionen aller Farbiger und aller Weißen wahrscheinlich stark überlappen. Richtiger wäre evtl. der Satz: "Trainierte Farbige laufen schneller als trainierte Weiße." - darum habe ich in einer Antwort an Condemn auch die Aufspaltung in Trainingsklassen erwähnt, die da interessant wäre. Erst, wenn man das alles kennt, kann man anfangen gute und gut belegte Aussagen über die Ursachen zu machen.

ich glaube das kann man so auch nicht sagen...wenn überhaupt kann man sagen, dass einen idealen Körper gibt, der die leichtathletische Disziplin 100m Sprint in der bestmöglichen Zeit läuft und dann könnte man zwei Unterscheidungen treffen:

-entweder unterliegt dieser Körper natürlichen Konditionen, oder

-oder lässt sich dieser Körper durch Modifikation in welchem Sinne auch immer "anfertigen" (jedenfalls darf das Wesen des Sportes durch dies Modifikation nicht gefährdet sein, aber das ist eine andere Frage)

und dann kann man vielleicht sagen, dass sich im bisherigen sportlichen Wettstreit (100m Sprint) ein Körpertyp durchsetzen konnte, der am ehesten diesem Ideal entspricht und der überdurchschnittlich oft von einem bestimmten Menschentypen repräsentiert wird...oder so
 
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